Ausgabe 8 (August 2012)

Auf den Spuren von Wolf & Co.

EuroNatur-Newsletter Nr. 8, August 2012



Liebe Freundinnen und Freunde von EuroNatur,

mit den Wolfbeständen in Westpolen geht es stetig bergauf. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel von 19 auf 23 angestiegen! Das belegen die Ergebnisse des aktuellen Wolfsmonitorings, das unsere polnische Partnerorganisation Wilk durchgeführt hat (lesen Sie hierzu auch unseren ersten Beitrag „Deutsch-polnischer Wolfsbestand wächst weiter“).

Diese Entwicklung ist umso erfreulicher, da Westpolen lange Zeit fast „wolfsfrei“ war. Jetzt erobern die grauen Jäger langsam wieder ihre alten Reviere zurück. Zu verdanken ist das vor allem den intensiven Schutzbemühungen, die Wilk gemeinsam mit EuroNatur seit Ende der 1990er Jahre vorangetrieben hat. Einen spannenden Ausschnitt dieser erfolgreichen Zusammenarbeit können Sie ab sofort in unserem Kurzfilm „Den Wölfen auf der Spur“ sehen (lesen sie hierzu unseren zweiten Beitrag).


Außerdem berichten wir in dieser Ausgabe über unsere erfolgreiche Jubiläumsaktion zum Schutz der Bären, das „Starportrait“ eines albanischen Luchses und weitere Neuigkeiten rund um die Arbeit von EuroNatur.

Viel Freude beim Lesen und Schauen wünscht Ihnen

Gabriel Schwaderer

 

 

Deutsch-polnischer Wolfsbestand wächst weiter

© Wolf Steiger
Die polnischen Wölfe erobern ihre alten Reviere zurück (Bild: Wolf Steiger). © Wolf Steiger

Erfreuliche Nachrichten aus Westpolen: EuroNatur-Partner Wilk hat seit dem vergangenen Jahr vier neue Rudel nachgewiesen. Damit leben jetzt insgesamt 23 Wolfsrudel mit etwa 100 bis 110 Tieren im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland. Trotz dieser positiven Entwicklung sind die Wölfe weiterhin in großer Gefahr. Immer wieder werden die grauen Jäger Opfer von Wilderern. Auch die derzeit in Polen diskutierte jährliche Abschussquote stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Wolfsbestände dar...


Zur Pressemitteilung vom 24. August 2012

 

 

Den Wölfen auf der Spur

© Gernot Pohl
EuroNatur und Wilk setzen sich seit vielen Jahren für den Schutz der Wölfe ein (Bild: Gernot Pohl). © Gernot Pohl

„Wölfe aufzuspüren ist fast wie Gespenster zu jagen: Du siehst ihre Spuren, du kannst sie sogar hören, aber es ist wirklich sehr schwer, sie selbst zu sehen“, sagt Dr. Sabina Nowak, Präsidentin der EuroNatur-Partnerorganisation Wilk. Unterstützt von EuroNatur setzt sich Wilk seit vielen Jahren für den Schutz der Wölfe und ihrer Lebensräume ein. Welche großen Erfolge die Wolfschützer bereits erzielen konnten und welchen Herausforderungen sie sich bei ihrer täglichen Arbeit stellen müssen, zeigt der EuroNatur-Film „Den Wölfen auf der Spur“.


Zum EuroNatur-Film „Den Wölfen auf der Spur“

 

 

 

Balkanluchs im Shebenik-Jablanica-Nationalpark geknipst

© PPNEA / SCOPES / BLRP
Balkanluchs auf Streifzug im Shebenik-Jablanica-Nationalpark. (Bild:PPNEA/SCOPES) © PPNEA / SCOPES / BLRP

Mitte August erreichten uns großartige Neuigkeiten aus Albanien: Unserer Partnerorganisation PPNEA gelang es zum ersten Mal, einen Balkanluchs mit Hilfe einer Kamerafalle im albanischen Shebenik-Jablanica-Nationalpark abzulichten...


Zur Meldung vom 13. August 2012

 

 

 

Jubiläums-Spendenaktion: Finca für die Bären ist gesichert

© Angela Böhm
© Angela Böhm

Anfang April startete EuroNatur die Jubiläums-Spendenaktion „Rettet Spaniens letzte Bären!“ Dank großzügiger Spenden haben wir mittlerweile die Mittel, um die Finca de Peloño für die Braunbären im Kantabrischen Gebirge zu sichern! Und nicht nur das: Die Spenden reichen sogar noch für den Kauf einer weiteren Finca. Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich an unserer Jubiläums-Spendenaktion beteiligt haben!


Zur Meldung vom 16. Juli 2012

 

 

Neue Spendenaktion: Keine Chance für Vogeljäger!

© Jürgen Schneider
Fischadler sind regelmäßige Gäste in der Saline Ulcinj (Bild: Jürgen Schneider). © Jürgen Schneider

Weit über zwei Millionen Zugvögel fallen der Vogeljagd auf dem Balkan jährlich zum Opfer. Helfen Sie uns dabei, die Saline Ulcinj - einen der wichtigsten Rast- und Überwinterungsplätze an der östlichen Adria - von Vogeljägern frei zu halten! Machen Sie mit bei unserer Jubiläums-Spendenaktion „Keine Chance für Vogeljäger!“...

 

 

 

Hoffnung für Mur, Drau und Donau

© Martin Schneider-Jacoby
In den Steilwänden der Drau brüten Uferschwalben und Bienenfresser in großer Zahl (Bild: Martin Schneider-Jacoby). © Martin Schneider-Jacoby

Was lange währt, wird endlich gut: Mitte Juli hat die UNESCO den kroatisch-ungarischen Teil des geplanten Fünf-Länder-Biosphärenreservates an Mur, Drau und Donau offiziell anerkannt! Auf diesen Erfolg hat EuroNatur gemeinsam mit dem WWF sowie zahlreichen nationalen und lokalen Partnerorganisationen seit Jahren hingearbeitet...

Zur Meldung vom 12. Juli 2012

Umstrittenes Waldgesetz verhindert

© Green Balkans
Naturschützer protestierten erfolgreich gegen die drohende Zerstörung von Bulgariens Wäldern (Bild: Green Balkans). © Green Balkans

Wochenlang protestierten bulgarische Naturschutzorganisationen und Bürgerinitiativen gegen die drohende Zerstörung von Bulgariens Wäldern. Mit Erfolg: Die kürzlich verabschiedete Neufassung des Waldgesetzes beinhaltet wichtige Forderungen der Naturschützer...


Zur Meldung vom 15. August 2012

 

 

EuroNatur-Zeitreise... zu Kroatiens pulsierenden Lebensadern

© Mario Romulic, www.romulic.com
Naturjuwel am Zusammenfluss von Drau und Donau: der Naturpark Kopacki Rit (Bild: Mario Romulic). © Mario Romulic, www.romulic.com

Auch im August laden wir Sie wieder ein, uns auf eine Zeitreise rund um 25 Jahre EuroNatur zu begleiten. Erleben Sie Kroatiens pulsierende Lebensadern und lösen Sie die Rätselfrage! Mit der richtigen Antwort erhalten Sie das fünfte Mosaikteilchen, um das Zeitreise-Rätsel zu lösen....  

 

 

 

Saline Ulcinj wird Vorranggebiet für die Natur

© EuroNatur
Für Zugvögel ein überlebenswichtiger Rastplatz: die Saline Ulcinj (Bild: EuroNatur). © EuroNatur


Große Freude bei EuroNatur und seinen Projektpartnern: Am 26. Juli hat das montenegrinische Parlament entschieden, die Saline Ulcinj, den wichtigsten Zugvogelrastplatz an der Adria-Ostküste, als Vorranggebiet für die Natur auszuweisen. Trotz dieses Etappensieges gilt es, weiterhin wachsam zu bleiben: Denn der Plan, die Saline zu versteigern, ist noch nicht vom Tisch...


Zur Pressemitteilung vom 27. Juli 2012

 

 

„Naturschätze Europas“ jetzt bei GEO

© Konrad Funk
Sieger des Fotowettbewerbs 2012: "Regenfrösche" von Konrad Funk © Konrad Funk

Raufende Grünfinken, pfeifende Murmeltiere und geheimnisvolle Wälder –  wie vielfältig Europas Natur ist, haben die Teilnehmer des Fotowettbewerbs „Naturschätze Europas 2012“ mit ihren Bildern unter Beweis gestellt. Die Siegerfotos sind jetzt auch auf den Webseiten von GEO zu bewundern...


Zu den Siegerbildern auf geo.de

 

 

Im Gespräch: EuroNatur-Geschäftsführer bei SWR1 Leute Night

© Gabriel Schwaderer privat
Gabriel Schwaderer berichtet im SWR über die Arbeit von EuroNatur (Bild: Gabriel Schwaderer privat) © Gabriel Schwaderer privat

Wie ist es, einem Bären in freier Wildbahn zu begegnen, warum gehört der Luchs in den Schwarzwald und was können wir gegen den millionenfachen Vogelmord an der östlichen Adria tun? Im Interview mit SWR1 Leute Night erzählt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer von seiner Arbeit und den EuroNatur-Projekten zum Schutz der Wildtiere in Europa. Jetzt auch zum Nachsehen auf YouTube!


Zur Sendung auf Youtube

 

 

EuroNatur trauert um Dr. Martin Schneider-Jacoby

© Gunther Willinger
Vorkämpfer für den Naturschutz: Dr. Martin Schneider-Jacoby (Bild: Gunther Willinger). © Gunther Willinger

Am 15. August 2012 ist Dr. Martin Schneider-Jacoby nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 56 Jahren verstorben. Seit Gründung der EuroNatur Stiftung vor 25 Jahren setzte er sich als Projektleiter mit ungebrochenem Engagement und großem Erfolg für den Erhalt des europäischen Naturerbes ein. So ist es unter anderem seiner Expertise und seinem langjährigen Einsatz zu verdanken, dass heute der Löwenanteil des geplanten Fünf-Länder-Biosphärenreservates an Mur, Drau und Donau unter Schutz steht. Mit dem Tod von Martin Schneider-Jacoby verliert der europäische Naturschutz einen seiner engagiertesten Mitstreiter.


Zum Nachruf für Dr. Martin Schneider-Jacoby

 

 

Impressum

Herausgeber:

EuroNatur, Konstanzerstr. 22, D-78315 Radolfzell, Tel: +49(0)7732 - 92 72 - 0, Fax: +49(0)7732 - 92 72 -22, info@euronatur.org


Redaktion:

Angie Rother, Katharina Grund, Gabriel Schwaderer

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