Ausgabe 26 (Juli 2012)

Zugvogel-Newsletter Nr. 26, Juli 2012

Saline Ulcinj - Vorrang für die Natur!

© Andreas Volz
In manchen Jahren rasten in der Saline Ulcinj bis zu 100 Krauskopfpelikane gleichzeitig (Bild: Andreas Volz). © Andreas Volz

Gute Nachrichten für Sichelstrandläufer, Krauskopfpelikan & Co.: Am 26. Juli hat das montenegrinische Parlament entschieden, den wichtigsten Zugvogelrastplatz an der Adria-Ostküste, die Saline Ulcinj, als Vorranggebiet für die Natur auszuweisen. Künftig muss der überwiegende Teil des global bedeutenden Feuchtgebiets im Sinne des Naturschutzes genutzt werden. Doch die Zukunft der Saline ist bei weitem noch nicht abschließend gesichert. So ist unter anderem der Plan, die Saline zu versteigern, noch nicht vom Tisch...

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Saline Ulcinj

 

 

Flamingos bald in Saline Ulcinj heimisch?

© CZIP
Rastende Flamingos in der Saline Ulcinj (Bild: CZIP). © CZIP

Wie wertvoll die Saline Ulcinj für den Schutz der Zugvögel ist, zeigte sich auch sehr deutlich an der Zahl der rastenden Flamingos in diesem Frühsommer. Sage und schreibe 295 Tiere zählten die Mitarbeiter der montenegrinischen EuroNatur-Partnerorganisation CZIP Anfang Juni. Nun sollen die eleganten Großvögel auch als Brutvogel in der Saline wieder heimisch werden. Mit Unterstützung von EuroNatur hat CZIP daher ein neues Projekt zur Ansiedlung der Flamingos gestartet. Die Naturschützer haben im vergangenen Frühjahr zahlreiche Nisthügel gebaut, um die Vögel zum Brüten zu animieren.

 

 

Keine Chance für Vogeljäger!

© Bruno Dittrich
Für Zugvögel wie Kraniche ist die Saline Ulcinj ein überlebenswichtiger Rastplatz. (Bild: Bruno Dittrich). © Bruno Dittrich

Jährlich fallen der Vogeljagd auf dem Balkan weit über 2 Millionen Zugvögel zum Opfer. Betroffen sind nicht nur seltene Wat- und Wasservögel wie Kranich und Löffler. Auch bedrohte Arten wie die Feldlerche oder Wachtel gehören zu den Opfern. Gemeinsam mit seinen Partnern setzt sich EuroNatur seit Jahren dafür ein, die Wilderei zu bekämpfen. Mit Erfolg: So war die Saline Ulcinj im vergangenen Winter eine sichere Zuflucht für Zugvögel, da unsere Partnerorganisation CZIP das Gebiet regelmäßig kontrollierte und darauf achtete, dass die Jagdgesetze eingehalten wurden. Helfen Sie uns, diese Kontrollen auch in der kommenden Jagdsaison (im Winter 2012/2013) fortzuführen! Machen Sie mit bei unserer Jubiläums-Spendenaktion „Keine Chance für Vogeljäger“!

  • Für 50 Euro können 2 Ranger die Saline Ulcinj einen Tag lang bewachen (für eine effiziente Bewachung brauchen wir mindestens 2 Ranger).
  • Für 2.500 Euro können wir die Saline Ulcinj in der kommenden Jagdsaison den Winter über zuverlässig bewachen, indem zwei Ranger an 50 Tagen im Gelände präsent sind.

 

Mehr über die Aktivitäten von EuroNatur gegen die Vogeljagd auf dem Balkan

 

 

Hoffnung für den Amazonas Europas

© Vittorio Ricci
Die Flusslandschaft von Mur, Drau und Donau beherbergt die größte Seeadlerpopulation Europas. (Bild: Vittorio Ricci) © Vittorio Ricci

Am 11. Juli hat die UNESCO den kroatisch-ungarischen Teil des geplanten Fünf-Länder-Biosphärenreservates an Mur, Drau und Donau offiziell anerkannt. Damit steht nun der Löwenanteil des zukünftigen Biosphärenreservats „Mur-Drau-Donau“ unter Schutz. Mit ihren zahlreichen Flussarmen, Sandbänken, Au- und Urwäldern gilt die Flusslandschaft zwischen Kroatien, Serbien, Slowenien, Österreich und Ungarn als „Amazonas Europas“. Das Gebiet ist Rastplatz für mehr als eine Viertelmillion Wasservögel und beherbergt mit über hundert Brutpaaren die größte Seeadlerpopulation in Europa. Die Entscheidung der UNESCO kommt zur rechten Zeit: Die geplante Donauregulierung und weitere Wasserbauprojekte drohen die einzigartige Flusslandschaft zu zerstören...



Lesen Sie mehr über diese wegweisende Entscheidung der UNESCO

Mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz von Drau und Mur

 

 

EuroNatur-Zeitreise - Reisen und Rätseln Sie mit!

© Bernd Lamm
© Bernd Lamm

Auch in diesem Monat laden wir Sie wieder ein, uns auf eine Zeitreise rund um 25 Jahre EuroNatur zu begleiten. Tauchen Sie ein in die Bildergalerie des Juli- Rätsels und lösen Sie die Rätselfrage! Und schon sind Sie der Gesamtlösung wieder einen Schritt bzw. Buchstaben näher...

 

 

Erfolgreiche Schatzsucher

© Csaba Daroczi
Eines der Siegerbilder im Fotowettbewerb 2012: "Silberreiher" von Csaba Daroczi © Csaba Daroczi

Auf frischer Tat ertappt und mit künstlerischem Geschick festgehalten: 525 Fotografen aus 31 Ländern haben sich für den Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2012“ auf Fotosafari begeben und die schönsten Motive in faszinierenden Bildern verewigt. Wir zeigen Ihnen die Siegerbilder. 

Zu den Siegerbildern des Fotowettbewerb

 

 

Storchendörfer auf Japanisch

© ECS
EuroNatur im Austausch mit der japanischen Naturschutzorganisation ECS (Bild: ECS). © ECS

Die Initiative „Europäischen Storchendörfern“ ist ein Erfolgsmodell für funktionierenden Artenschutz und naturverträgliche Regionalentwicklung. Seit 1994 zeichnet EuroNatur Dörfer oder Gemeinden aus, die sich besonders für den Storchenschutz engagieren. Doch lässt sich der erfolgreiche Ansatz auch auf Japan übertragen? Und wie können die Menschen vor Ort in den Schutz der Natur eingebunden werden? Anregungen dafür holte sich die japanische Delegation der Gesellschaft für Ökosystemschutz Japan (engl.: ECS) unter anderem bei einem Besuch des kroatischen Storchendorfs Cigoc und der EuroNatur-Geschäftstelle in Radolfzell...


Lesen Sie mehr zu dieser ungewöhnlichen Studienreise

Mehr zu den Europäischen Storchendörfern

 

 

 

Auswilderung von Bernd und Gallus

© Jürgen Schneider
Bartgeier unternehmen weite Streifzüge, bevor sie ein Territorium besetzen (Bild: Jürgen Schneider). © Jürgen Schneider

Ab in die Freiheit: Ende Mai hat die Stiftung Pro Bartgeier die jungen Bartgeierweibchen Bernd und Gallus im Calfeisental im schweizerischen Kanton St. Gallen ausgewildert. Was die beiden „Mädels“ in den ersten Wochen in freier Wildbahn erlebt haben, zeigt das anschauliche Bilderblog von Pro Bartgeier...

Zum Bilderblog







Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern sowie der Deutschen Lufthansa unterstützt.


Helfen Sie mit einer Zugvogelpatenschaft! 

 

 

 

Hinweis:

Die Hörproben der Vogelstimmen wurden uns vom norwegischen Verein Norsk Ornitologisk Forening zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank.



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