Ausgabe 28 (März 2013)

Zugvogel-Newsletter Nr. 28, März 2013

Blühende Landschaften statt Agrarwüsten - Unterzeichen Sie die Petition!

© Hans Glader
Die intensive Landwirtschaft bedroht die Lebensräume von Kiebitz & Co. (Bild: Hans Glader) © Hans Glader

Es steht nicht gut um Kiebitz, Rebhuhn & Co. Laut einer aktuellen Studie des NABU sind die Bestände der Feldvögel in den letzten Jahrzehnten alarmierend geschrumpft. Der hohe Pestizideinsatz in der Landwirtschaft und der zunehmende Verlust von naturnahen Wiesen und Weiden vernichten Nahrung und Lebensraum der Vögel. Höchste Zeit für einen Kurswechsel in der EU-Agrarpolitik! Eine wichtige Weichenstellung steht am 13. März 2013 im EU-Parlament an. Rund 60.000 EU-Bürger haben bereits an der Online-Petition für eine starke EU-Agrarreform teilgenommen. Machen auch Sie mit und senden Sie ein starkes Signal an unsere EU-Abgeordneten!

Jetzt an der Online-Petition teilnehmen!

Zur aktuellen Feldvogel-Studie des NABU



Wird Sloweniens Vogelschutz aufgeweicht?

© Brigitte Werle
Soll zur Jagd freigegeben werden: das Birkhuhn. (Bild: Brigitte Werle) © Brigitte Werle

Bislang dürfen in Slowenien nur sechs Vogelarten offiziell bejagt werden. Damit nimmt das Land eine Vorreiterrolle in der europäischen Jagdgesetzgebung ein. Doch das könnte sich bald ändern. Der slowenische Jagdverband drängt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, die Liste der zur Jagd freigegebenen Vögel um sieben Arten zu erweitern, darunter Bekassine, Waldschnepfe und Birkhuhn. Sollten die Behörden dem Antrag stattgeben, wäre das ein verheerendes Signal und ein Verstoß gegen die Vogelschutzrichtlinie der EU.

Link zu Meldung vom 2. Februar 2013



Krauskopfpelikane: Rekordzahlen am Skutarisee

© Jürgen Schneider
Wichtiges Rastgebiet für Krauskopfpelikane: der Skutari-See (Bild: Jürgen Schneider) © Jürgen Schneider

Sage und schreibe 60 Pelikane dokumentierten Vogelbeobachter am Skutari-See in Montenegro im Rahmen der diesjährigen Internationalen Winter-Wasservogelzählung. Zum Vergleich: In den Jahren zuvor zählten die Naturschützer in dem Gebiet nur maximal 17 überwinternde Pelikane. Der Skutari-See ist für Krauskopfpelikane von großer Bedeutung. So stellt er ein wichtiges Überwinterungs- und Rastgebiet sowie das einzige Brutgebiet der Art in ganz Montenegro dar. Anfang März diesen Jahres zählte die Kolonie 20 besetzte Nester. Gemeinsam mit seinen Partnern setzt sich EuroNatur für den Schutz des ökologischen Kleinods ein.

Zur Meldung vom 17. Januar 2013

Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz des Skutari-Sees



Film-Tipp: Feuchtgebiete unter Beschuss

© Borut Stumberger
Feuchtgebiete wie die Saline Ulcinj sind für Zugvögel überlebenswichtig. (Bild: Borut Stumberger) © Borut Stumberger

Jedes Jahr legen Zugvögel weite Strecken auf ihrem Weg zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten zurück. Diese Anstrengungen lassen sich nur bewältigen, wenn es unterwegs sichere, intakte Rastplätze gibt. Doch durch die fortschreitende Zerstörung wichtiger Vogellebensräume sind gerade diese Rastplätze selten geworden. Zudem lauern den erschöpften Tieren in den wenigen verbliebenen Feuchtgebieten Vogeljäger auf. Der von EuroNatur finanziell unterstützte Film „Feuchtgebiete unter Beschuss“ macht die besondere Bedeutung mediterraner Salinen an der östlichen Adriaküste für den Schutz der Zugvögel greifbar und zeigt, welche Alternativen es zur Vogeljagd geben kann.

Zum Film „Feuchtgebiete unter Beschuss“



Schelladler am Skutari-See abgeschossen

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Nur eines der zahlreichen Opfer der Vogeljagd.(Bild: CZIP) © CZIP

Der Vogeljagd auf dem Balkan fallen jährlich weit über zwei Millionen Zugvögel zum Opfer, darunter zahlreiche bedrohte Arten. So wurde Mitte Dezember 2012 nahe der montenegrinischen Stadt Podgorica im Nationalpark Skutari-See ein abgeschossener Schelladler aufgefunden. Eine Röntgenaufnahme bewies, dass der Körper des Vogels von Schrotkugeln durchsiebt und das Tier langsam aufgrund seiner Verletzungen verendet war. Da der Schelladler von Forschern in Polen mit einem GPS-Sender ausgestattet worden war, erregte der Fall internationale Aufmerksamkeit. Das Beispiel zeigt deutlich, wie rücksichtslos die Wilderer ihrem Geschäft nachgehen.

Zur Meldung vom 12. Dezember 2012



Drau-Mur-Zusammenfluss wird nicht verbaut

© Gernot Pohl
An Mur und Drau kommen noch seltene Arten wie die Zwergseeschwalbe vor. (Bild: Gernot Pohl) © Gernot Pohl

Die ausgedehnten Auwälder, Flussinseln, Kies- und Sandbänke an der Mur-Mündung in die Drau bieten seltenen Arten wie Schwarzstorch, Zwergseeschwalbe, Fischotter und Eisvogel einen wertvollen Lebensraum. Doch seit Anfang der 1980er Jahre gibt es Bestrebungen, den Zusammenfluss von Drau und Mur in ein starres Korsett zu zwängen. Nur dank der beharrlichen Proteste von Naturschutzorganisationen, darunter EuroNatur, konnten die zerstörerischen Aktivitäten der Wasserbaulobby bisher eingedämmt werden. Nachdem auch aus Brüssel Kritik an Kroatiens Umweltpolitik, vor allem an der Qualität kroatischer Umweltverträglichkeitsprüfungen, laut wurde, beschloss das kroatische Umweltministerium Ende 2012, die Drau-Mur-Mündung nicht zu regulieren.

Zur Meldung vom 23. November 2012



Gute Lebensbedingungen für Bartgeier in der Schweiz

© Dietmar Nill
Wieder zurück in den Schweizer Alpen: der Bartgeier. (Bild: Dietmar Nill) © Dietmar Nill

Mit dem Bartgeierbestand in den Schweizer Alpen geht es aufwärts. Das meldete die Stiftung Pro Bartgeier Anfang Januar. So konnten im vergangenen Jahr nicht nur zwei Bartgeier erfolgreich ausgewildert werden. Auch zwei geglückte Wildbruten haben dazu beigetragen, dass der Bestand angewachsen ist. Diese positive Entwicklung ist auch den guten Beständen an wilden Huftieren wie Gämse oder Steinbock zu verdanken, die in den Schweizer Alpen heimisch sind. Diese bieten dem Bartgeier als Verwerter verendeter Tiere eine optimale Nahrungsgrundlage.

Zur Presseinformation der Stiftung Pro Bartgeier



Endspurt im Fotowettbewerb „Naturschätze Europas"

© Massimo Bottoni
Platz 2 im Fotowettbewerb 2012: Grünfinken von Massimo Bottoni © Massimo Bottoni

EuroNatur ruft alle Naturfotografen auf, ihre fünf besten Bilder von Europas faszinierender Natur bis zum 31. März einzureichen. Gehen Sie auf Foto-Safari und setzen sie die Natur in Szene! Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt wertvolle Preise zu gewinnen.  Die Teilnahmebedingungen und alle weiteren Informationen zum Fotowettbewerb finden sich im Internet unter:

www.euronatur.org/fotowettbewerb



 

Schützen Sie mit uns Europas Zugvögel!

Die Zugvogel-Schutzprojekte von EuroNatur werden von unseren Spendern und Förderern unterstützt.



Bitte unterstützen auch Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder einer Zugvogelpatenschaft!

 

 

 

Impressum

Herausgeber:

EuroNatur, Konstanzerstr. 22, D-78315 Radolfzell, Tel: +49(0)7732 - 92 72 - 0, Fax: +49(0)7732 - 92 72 -22, info@euronatur.org, www.euronatur.org, www.facebook.com/euronatur

 

Redaktion:

Angie Rother, Katharina Grund, Gabriel Schwaderer

 

Hinweis:

Die Hörproben der Vogelstimmen wurden uns vom norwegischen Verein Norsk Ornitologisk Forening zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank.

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