Grünes Band Balkan: Gemeinsam sind wir stark

Gemeinsam für den Naturschutz auf dem Balkan: 50 Experten aus 15 europäischen Ländern treffen sich heute in Ulcinj/ Montenegro.

© EuroNatur

Auf dem Balkan finden sich kaum bekannte Naturschätze, wie sie in Europa Ihresgleichen suchen. Besonders entlang des einstigen Eisernen Vorhangs reihen sich Rast- und Brutgebiete für Zugvögel ebenso wie Rückzugsräume und Ausbreitungskorridore für Wolf, Bär, Luchs und andere Säugetiere wie Perlen an einer Kette auf. Organsiert von EuroNatur und gefördert vom Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums tagen derzeit mehr als 50 Experten im montenegrinischen Ulcinj, um die Zukunft dieses herausragenden europäischen Naturerbes zu sichern. Darunter Vertreter von Ministerien und Nichtregierungsorganisationen aus 15 Ländern Europas. 

Ziel der Veranstaltung ist es, den Schutz und die nachhaltige Regionalentwicklung des Grünen Bandes auf der Balkanhalbinsel weiter zu gestalten. „Der nationale Gedanke ist im Naturschutz sehr stark verankert, zum Beispiel über die Schutzgebietskategorien oder über staatliche Förderprogramme. Das Grüne Band ist eine der ganz großen Herausforderungen aber auch Chancen, diese Beschränkungen zu überwinden“, ist EuroNatur-Präsidentin Christel Schroeder überzeugt.

EuroNatur setzt sich entlang des einstigen Eisernen Vorhangs auf der Balkanhalbinsel für den Erhalt artenreicher Seen-, Fluss-, Feuchtgebiets-, Gebirgs- und Kulturlandschaften ein. Die Vision von EuroNatur ist es, dass sich am Grünen Band Balkan ein Schutzgebiet an das nächste reiht und somit ein die ganze Balkan-Halbinsel vernetzender Biotopverbund geschaffen wird. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, den Menschen in den Gebieten entlang des Grünen Bandes zu zeigen, welche wirtschaftlichen Perspektiven ihnen der Schutz der Naturschätze ihrer Heimat bietet und sie so als Partner zu gewinnen.

Mehr über die Naturschutzaktivitäten von EuroNatur am Grünen Band Balkan

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