Wird die Prespa-Ohrid-Region Biosphärenreservat?

Die artenreiche Seen- und Gebirgslandschaft der Prespa-Ohrid-Region am Grünen Band Balkan soll zum grenzüberschreitenden Biosphärenreservat erklärt werden. Diese Absicht haben der albanische Umweltminister Fatmir Mediu und der mazedonische Umweltminister Abdilaqim Ademi am 2. Oktober im Prespa-Nationalpark in Albanien offiziell verkündet und in Gorice e Vogel eine entsprechende Erklärung unterzeichnet.

Bemerkenswerte Initiative: Der albanische Umweltminister Fatmir Mediu (rechts) und der mazedonische Umweltminister Abdilaqim Ademi (links) unterzeichnen eine Absichtserklärung für das grenzüberschreitende Biosphärenreservat.

© EuroNatur

Ziel ist es, möglichst rasch einen gemeinsamen Antrag an die Unesco zu richten. Als Biosphärenreservat soll ein Gebiet anerkannt werden, das den Naturpark Ezerani und den Galicica-Nationalpark in Mazedonien, den grenzüberschreitenden Ohrid-See, das Landschaftsschutzgebiet Ohrid in Albanien sowie den albanischen Prespa-Nationalpark umfasst. Ob sich Griechenland an dieser gemeinsamen Initiative beteiligt und auch der griechische Prespa-Nationalpark in das geplante grenzüberschreitende Biosphärenreservat integriert werden kann, ist noch ungewiss.

 
„Die Initiative von Albanien und Mazedonien ist ein weiterer Schritt, um einen der bedeutendsten Biodiversitäts-Hotspots Europas langfristig zu sichern. EuroNatur unterstützt diese Initiative und fordert Albanien und Mazedonien auf, auch langfristig das Management der bereits bestehenden Schutzgebiete zu verbessern. Nur dann kann gewährleistet werden, dass die Naturschätze am Grünen Band Europa auch gesichert werden“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.


Biosphärenreservate werden von der Unesco anerkannt. Besonders ist, dass der Naturschutz in diesen Gebieten vor allem durch eine nachhaltige menschliche Nutzung erreicht werden soll.



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