Brücken für Bulgariens Bären

© Fritz Schimandl

Der Schutz der Wildtierkorridore in Bulgarien stand im Zentrum einer Konferenz, die EuroNatur am 23. November gemeinsam mit der bulgarischen Naturschutzorganisation Balkani Wildlife Society und weiteren Partnern in der Deutschen Botschaft in Sofia veranstaltete. Vertreten waren sowohl die entscheidenden bulgarischen Ministerien und andere staatliche Institutionen, als auch Wissenschaftler, Medienvertreter und Naturschutzexperten. Eröffnet wurde die von insgesamt 50 Teilnehmern besuchte und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Veranstaltung vom Deutschen Botschafter.

Die Ergebnisse der Konferenz geben allen Grund zur Hoffnung: So haben die bulgarischen Vertreter des Straßenbaus und des Natur- und Umweltschutzes vereinbart, dass sie künftig zusammenarbeiten wollen. Ein wichtiger Schritt, denn Planung und Umsetzung eines umfangreichen Fernstraßennetzes sind in Bulgarien bereits in vollem Gange. Von nun an sollen Informationen von Naturschutzexperten in diese Planungen einfließen - wertvolle Hinweise, die aufzeigen, wo der Ausbau des Verkehrswegenetzes zu Lasten intakter Wildtierkorridore gehen und die Lebensräume von Wolf, Bär, Luchs und ihren Beutetieren zerschneiden würde.

So dürfte es künftig mehr Querungshilfen für Wildtiere über bereits bestehende Fernstrassen geben. Vor allem muss aber auch eine ausreichende Anzahl Grünbrücken, Tunnel und Viadukte angelegt werden, um den Tieren die gefahrlose Überquerung neu angelegter Fernstrassen zu ermöglichen. Die Weichen für diese positive Entwicklung wurden bei der Konferenz in Sofia gestellt.

Lesen Sie mehr über das Projekt im Faltblatt „Bahn frei für Europas Wildtiere“ (pdf-Datei, 408 Kb)

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