Kein Massenspektakel im Bärengebiet!

Eine sportliche Großveranstaltung bedroht die Bären im Kantabrischen Gebirge in Nordspanien: Die Gemeinde Somiedo plant für Mitte September einen 24-stündigen Geländelauf durch den Naturpark Somiedo – eines der wichtigsten Kerngebiete der spanischen Bären.

Die Bären benötigen störungsfreie Rückzugsräume für ihre Nahrungssuche. © Dietmar Nill

EuroNatur-Partner Fapas rechnet damit, dass über 500 Läufer den wertvollen Lebensraum der Bären durchqueren. Die spanischen Naturschützer befürchten, dass neben den Teilnehmern auch die  Versorgungsteams und Veranstaltungsbesucher massive Störungen der Bärenpopulation verursachen werden. Die Strecke führt unter anderem durch die Heidelbeerflächen in den höheren Gebirgslagen, die gerade im August und September eine wichtige Nahrungsquelle für die Petze sind. „Besonders für die Bärenweibchen ist der Herbst die  entscheidende Jahreszeit. Jetzt müssen sie ausreichende Fettreserven anlegen, um den Winterschlaf und die sich anschließende Geburt und Aufzucht der Jungen zu überstehen. Wenn sie bei ihrer Nahrungsaufnahme gestört werden, kann das ihre Überlebenschance empfindlich schmälern“, warnt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.

Nach Angaben von Fapas ist der Geländelauf nur der Auftakt für ein neues Vermarktungskonzept, das der derzeitige Bürgermeister der Gemeinde Somiedo für den Naturpark umsetzen will. So gibt es Pläne, die Veranstaltung ab jetzt regelmäßig durchzuführen. Dafür wollen die Verantwortlichen auch die strengen Vorschriften für den Schutz der im Naturpark lebenden Braunbären und Auerhühner aufweichen.

Fapas hat daher eine Internet-Petition gestartet. Darin fordern die Bärenschützer die Gemeindeverwaltung Somiedo auf, die Veranstaltung unverzüglich abzusagen und den Schutz der im Naturpark lebenden Bären dauerhaft zu sichern. Unterschreiben auch Sie den Aufruf!

 

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