Zweiter Balkanluchs im Shebenik-Jablanica-Nationalpark geblitzt!

Erfreuliche Neuigkeiten aus Albanien: Am vergangenen Freitag gelang es der EuroNatur-Partnerorganisation PPNEA zum zweiten Mal, einen Balkanluchs mithilfe einer Kamerafalle im albanischen Shebenik-Jablanica-Nationalpark abzulichten.

Bitte recht freundlich: Bereits zum zweiten Mal lief im Shebenik-Jablanica-Nationalpark ein Balkanluchs ins Bild. © PPNEA/SCOPES, SNF

Im Sommer dieses Jahres lief der erste Balkanluchs in diesem Gebiet in eine Fotofalle und sorgte damit für den Beweis, dass auch der albanische Teil des Jablanica-Shebenik-Gebirgszuges zum Lebensraum der bedrohten Großkatzen gehört. Im angrenzenden mazedonischen Jablanica-Gebirge gelang der erste bildliche Nachweis des Balkanluchses bereits im April 2010.


Das zweite Fotofallenbild im Shebenik-Jablanica-Nationalpark liefert einen weiteren wichtigen Beleg für die Gegenwart der Luchse im albanisch-mazedonischen Grenzgebiet. Allerdings zeigen die langjährigen Untersuchungen in diesem Gebiet auch, dass hier nur noch sehr wenige der seltenen Katzen leben. „Entsprechend intensiv müssen wir die Schutzbemühungen vorantreiben“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Gemeinsam mit seinen Partnern setzt sich EuroNatur dafür ein, weite Teile des Jablanica-Shebenik-Gebirges als grenzüberschreitendes Schutzgebiet auszuweisen und die Wilderei zu stoppen.



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Umfassendes Rettungsprogramm

Der Balkanluchs zählt zu den seltensten Großkatzen der Erde: Wahrscheinlich weniger als 50 der scheuen Tiere leben noch im westlichen Mazedonien und östlichen Albanien. Gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen KORA (Koordinierte Forschungsstelle für Großraubtiere in der Schweiz), MES (Macedonian Ecolocical Society) und PPNEA (Preservation and Protection of Natural Environment in Albania) hat EuroNatur daher im Jahr 2006 das „Balkan Lynx Recovery Programme“(BLPR), ein Projekt zum Schutz des Balkanluchses, ins Leben gerufen. Die Feldstudien zur Ökologie des Balkanluchses werden vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Rahmen des Programms SCOPES (Scientific co-operation between Eastern Europe and Switzerland) finanziell unterstützt.


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