Netzwerk für den Storchenschutz stärken

Europas Weißstörche sind durch den Verlust ihrer Lebensräume bedroht. © Guido Sachse

Internationale Tagung und Fest der „Europäischen Storchendörfer“ in Velika Polana/Slowenien

 

Presseinformation vom 10. August 2013 


Radolfzell. Vom 7. bis 10. August fand in Slowenien die 10. Jahrestagung der Europäischen Storchendörfer statt. Rund 40 Teilnehmer aus 10 Ländern kamen in der Storchengemeinde Velika Polana zusammen, um gemeinsam Lösungen für einen wegweisenden Storchenschutz zu entwickeln und das Netzwerk der Europäischen Storchendörfer zu stärken. Zwar ging es in den letzten Jahren in manchen Regionen mit den Beständen der Weißstörche bergauf. Doch die fortschreitende Zerstörung ihrer Nahrungsgründe ist eine ernstzunehmende Bedrohung für die Tiere. Feuchte Wiesen und Weiden sind in Europa mittlerweile Mangelware. „Um den Störchen eine dauerhafte Zukunft zu geben, müssen wir die Programme zum Schutz der Störche ausbauen und noch stärker vernetzen“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur.

Mit der Initiative „Europäische Storchendörfer“ setzt EuroNatur seit vielen Jahren einen Gegenpol zum steigenden Lebensraumverlust für Störche in Europa. Seit 1994 zeichnet die Stiftung Gemeinden als „Europäisches Storchendorf“ aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Velika Polana und das Nachbardorf Mala Polana erhielten die Auszeichnung im Jahr 1999. Dort engagieren sich Kommunalverwaltung und Bürger seit vielen Jahren für die eleganten Segler. So fördert die Gemeinde seit Jahren die extensive Beweidung der artenreichen Wiesen und Weiden rund um die beiden Dörfer, um die wertvollen Nahrungsgründe der Störche zu erhalten und zu verbessern.

Die Konferenz fand im Rahmen des einwöchigen Storchenfestivals statt, das die lokale Nichtregierungsorganisation ŠTRK (dt.: Storch) seit 1999 jedes Jahr organisiert und mit dem die Einwohner ihre Störche feiern. Mit seinem abwechslungsreichem Musikprogramm und zahlreichen Attraktionen lockte das Sommerereignis wieder Tausende von Besuchern aus der Region nach Velika Polana. So versuchten die Organisatoren des Storchenfestivals, einen Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde zu erreichen: Zusammen mit mehreren Teilnehmern des Festivals kochten sie eine Tonne traditionellen Rübeneintopf, der über dem offenen Feuer zubereitet wurde. „Kulturelle Aktivitäten wie das Storchenfestivals schaffen auch über die Region hinaus öffentliche Aufmerksamkeit und tragen dazu bei, Menschen für den Schutz der Störche und ihrer Lebensräume zu sensibilisieren“, sagt Gabriel Schwaderer.



Hintergrundinformationen:



Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 24, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Angie Rother

Sie wollen helfen?

Spende

Jeder Euro für die Natur zählt! Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag zum Schutz von Europas Zugvögeln. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen.

Patenschaft

Der Vogelzug ist ein unvergleichliches Naturspektakel. Doch illegale Jagd und die Zerstörung von Rastgebieten gefährden die Vögel. Helfen Sie, ihre Reise sicherer zu machen.

Storch-Nachrichten

Weißstörche gehen online

Das Netzwerk der Europäischen Storchendörfer hat ab sofort eine eigene Webseite. Auf www.storkvillages.net können sich Besucher über Meister Adebar,...

Junge Störche fliegen irrtümlich nach Malta

Zwei junge Weißstörche aus Bosnien-Herzegowina haben es sicher nach Malta geschafft – die Mittelmeerinsel liegt aber weit ab der eigentlichen...

Ein Netzwerk für Meister Adebar

Vom 16.-20. Mai 2017 tagt im griechischen Poros die 14. Konferenz der Europäischen Storchendörfer ++ Auch Störche werden bei ihrem Zug über das...

Tod im Libanon

Für die Zugvögel erweist sich der östliche Mittelmeerraum, trotz aller Erfolge gegen die Vogeljagd, einmal mehr als äußerst gefährliches Terrain. Eine...

Mehr Raum für Meister Adebar

Vom 29. Juni bis 3. Juli 2016 drehte sich im ungarischen Ort Nagybajom alles um den Weißstorch. Mehr als 60 Vertreter der „Europäischen...

Hilfe für bedrohte Glücksbringer

Jeden Tag verschwinden in Europa mehrere hundert Hektar artenreicher Wiesen und Weiden. Damit gehen auch wertvolle Lebensräume für zahlreiche...

„Europäisches Storchendorf“ 2016 ausgewiesen

Das Netzwerk der „Europäischen Storchendörfer“ ist seit Samstag um ein Dorf reicher. Am 11. Juni zeichnete die Naturschutzstiftung EuroNatur das...

Frösche statt Dosenfraß

Bei den Weißstörchen im Europäischen Storchendorf Malpartida de Caceres in Spanien hat die Brutsaison begonnen. Im vergangenen Jahr brüteten dort zum...

Auf den Spuren der Glücksbringer

Der Nordosten Polens ist ein Paradies für Weißstörche. Die New York Times hat die Glücksbringer dort besucht.

Aufatmen für die Schweizer Störche

Die geplante Osterweiterung des Flughafens Grenchen ist so gut wie vom Tisch. Am Dienstag lehnte die Solothurner Regierung eine Pistenverlängerung ab...

Storchenlebensräume in Europa bedroht

Vom 25.-27. Juni 2015 fand die 12. Konferenz der Europäischen Storchendörfer in ?igo?, Kroatien, statt. Weit mehr als 50 Teilnehmer folgten der...

Mangelware Lebensraum

Im  Europäischen Storchendorf Rühstädt finden Störche noch einen reich gedeckten Tisch und ideale Bedingungen für den Nestbau. Doch europaweit werden...

„Europäisches Storchendorf“ 2015 steht fest

Anlässlich des Weltzugvogeltags am 9. und 10. Mai gibt die Naturschutzstiftung EuroNatur heute das diesjährige „Europäische Storchendorf“ bekannt. Am...

Im Zeichen des Weißstorchs

Vom 7. bis 11. Mai 2014 kamen im spanischen Ort Malpartida de Cáceres mehr als 40 Vertreter der Europäischen Storchendörfer zusammen, um gemeinsam...

Langbeinige Segelflieger

Was haben Segelflugzeuge und Störche gemeinsam? Sind Störche treu? Und was hat es mit den „Europäischen Storchendörfern“ auf sich? Begeben Sie sich...

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung