Aasfresser können Aufatmen: EU-Parlament beschließt Neufassung der Hygieneverordnung

Aasfressende Tierarten wie Bären, Wölfe und Geier können in Zukunft wieder auf mehr Nahrung aus extensiver Viehwirtschaft hoffen. Seit der Einführung der EU-Hygieneverordnung im Jahr 2002 war es Viehhaltern selbst in den entlegensten Bergregionen Europas verboten, Tierkadaver der Natur zu überlassen.

Kadaverplätze sind für aasfressende Tierarten wie den Bartgeier überlebensnotwendig. © Dietmar Nill

Insbesondere in Spaniens Bergregionen hatte das zu großen Problemen für Bären und Geier geführt. Mit einer Fallstudie zur Bärenpopulation im Kantabrischen Gebirge und der Ausarbeitung konkreter Änderungsvorschläge zur Verordnung hatte sich EuroNatur mit Unterstützung der Heidehof-Stiftung gemeinsam mit dem spanischen Projektpartner FAPAS an die Europäische Union gewandt, um eine bessere Gesetzgebung im Sinne des Artenschutzes zu erreichen.

Die Forderungen der Naturschutzverbände wurden gehört und flossen in ein neues Gesetz ein, welches das Europäische Parlament am 24. April verabschiedet hat. Darin heißt es unter anderem: „Gleichzeitig sollten in den Umsetzungsmaßnahmen gesundheitliche Bedingungen festgelegt werden, die die Verwendung solchen Materials der Kategorie 1 zum Zweck der Verfütterung bei extensiver Beweidung und zur Verfütterung an andere fleischfressende Arten wie Bären und Wölfe gestatten.“ Im heutigen von Kulturlandschaften geprägten Europa sind aasfressende Tierarten auf Nutztierkadaver als Nahrung angewiesen und die EuroNatur-Studien konnten auch nachweisen, dass in den fraglichen Fällen keinerlei Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung entsteht. Nun liegt es an den zuständigen nationalen Behörden, diese Vorgaben aus Brüssel auch umzusetzen.

Zur Seite des Europäischen Parlaments mit dem neuen Gesetzestext

Zum Positionspapier "Futter für Aasfresser" (pdf, 1,7 Mb)

Sie wollen helfen?

Spende

Jeder Euro für die Natur zählt! Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag zum Schutz von Europas Wölfen. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen.

Patenschaft

Bewundert, gefürchtet, verfolgt: Das Verhältnis des Menschen zum Wolf ist seit Jahrtausenden gespalten. Helfen Sie uns, diese faszinierenden Tiere zu schützen.

Wolf-Nachrichten

„Bodensee-Wolf“ wurde erschossen

Der junge Wolf, der Anfang Juli tot aus dem Schluchsee bei Freiburg geborgen worden war, ist erschossen worden. Das ergab die Untersuchung des...

Wolfsbestand im westlichen Polen wächst weiter

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die...

„Bodensee-Wolf“ tot aufgefunden

Die Rückkehr des Wolfes nach Baden-Württemberg steht bisher unter keinem guten Stern. Nachdem Isegrim im Südwesten Deutschlands vor 150 Jahren...

Wolf am Bodensee gesichtet

In der vergangenen Woche hat ein Spaziergänger bei Überlingen am Bodensee einen Wolf gesichtet und fotografiert. Es handelt sich um den insgesamt...

Schützen Sie mit uns die Wölfe!

Die slowakischen Beskiden an der Grenze zu Polen sind ein wahres Bermudadreieck für Wölfe. Während die Jagd auf Meister Isegrim in den Nachbarländern...

Feuer frei auf Deutschlands Wölfe?

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will den Schutz der Wölfe in Deutschland aufweichen. In einem Interview mit der Passauer Neuen Presse...

Das Boia Mica Tal in Fagaras: Europas wildestes Tal verdient Schutz

Das wahrscheinlich wildeste Tal im Herzen Europas wurde kürzlich in Rumänien entdeckt. Gleichzeitig warnt heute die rumänische Naturschutzorganisation...

Wolfsbestand im westlichen Polen wächst weiter

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die...

Erster lebender Wolf im Ländle

In Baden-Württemberg wurde der erste lebende Wolf seit 150 Jahren nachgewiesen. Spaziergänger hatten das Tier am vergangenen Wochenende mehrfach...

Erneut toter Wolf in Baden-Württemberg gefunden

Vergangenen Donnerstag entdeckten Autofahrer auf der Autobahn 8 in der Nähe von Merklingen einen toten Wolf. Damit ist bereits zum zweiten Mal...

Badischer Wolf war ein Schweizer

Der im Juni auf der A5 überfahrene Wolf ist aus der Ostschweiz zugewandert. Das teilte die FVA am vergangenen Montag in einer Pressemitteilung mit.

Wolfsbestand im westlichen Polen wächst weiter

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die...

EuroNatur begrüßt Rückkehr des Wolfes nach Baden-Württemberg

Nun ist es offiziell: Der Wolf ist seit 150 Jahren das erste Mal wieder in Baden-Württemberg aufgetaucht. Herzlich willkommen!

Ist der Wolf zurück im Südwesten?

An der A5 bei Lahr wurde in der vergangenen Woche der Kadaver eines großen Beutegreifers aufgefunden. Alle äußeren Anzeichen sprechen dafür, dass es...

Wolfsbestand in Westpolen wächst weiter

Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen.Weitere Hinweise...

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung