Adler

Die Könige der Lüfte

© Pavel Bace
© Pavel Bace

Adler stehen für Scharfblick, Mut und Kraft. Wegen dieser Eigenschaften galt der König der Lüfte schon im alten Rom als Symbol für Macht und Stärke. Doch die majestätischen Tiere sind heute europaweit vom Aussterben bedroht. Auch wenn die verschiedenen Adlerarten sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Habitate haben, so ist ihnen doch eines gemeinsam: Seien es offene, extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden oder wilde Flusslandschaften –  Adler brauchen großräumig intakte Lebensräume.

Wodurch sind Adler in Europa bedroht?

Störungen während der Brutzeit, Eierdiebe, direkte Verfolgung, Umweltgifte, ein Wandel in der Landnutzung, mangelndes Nahrungsangebot und immer kleiner werdende Lebensräume setzen den Adlern in Europa stark zu.


Wo arbeitet EuroNatur zum Schutz von Adlern?

Schwerpunkt der Arbeit von EuroNatur für den Schutz der Adler ist der großflächige Erhalt von Natur- und Kulturlandschaften in Europa. Im Zentrum der Aktivitäten stehen dabei Südosteuropa, das Grüne Band Balkan, die östliche Adria entlang der Adria-Zugroute, aber auch Spanien, Griechenland und Deutschland. Neben dem Lebensraumschutz setzt sich EuroNatur intensiv für den Kampf gegen die Vogeljagd – vor allem auf dem Balkan - ein.

  • Grünes Band Balkan – Wo der Kaiseradler seine Kreise zieht: Im Hügelland von Sakar in Bulgarien finden Greifvögel besonders gute Lebensbedingungen: Schlangenadler, Schreiadler, Adlerbussard und Zwergadler brüten hier; Mönchsgeier, Gänsegeier, Schmutzgeier und Schelladler nutzen das Gebiet zur Nahrungssuche oder als Rastplatz während des Zuges. EuroNatur setzt sich dafür ein, diese wertvolle Kulturlandschaft zu erhalten Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur im Hügelland von Sakar.
  • Grünes Band Balkan - Lebensadern Drau und Mur:  Das Kopacki Rit, wo die Drau in die Donau mündet, ist wegen seines Nahrungsreichtums als Brutrevier und Überwinterungsplatz für Seeadler von herausragender Bedeutung. EuroNatur setzt sich für ein Fünf-Länder-Biosphärenreservat ein, das diese ursprüngliche Flusslandschaft als wertvollen Adler-Lebensraum dauerhaft schützt. Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur an Drau und Mur.
  • Im Herzen Bulgariens - Die Kotel-Berge: Im östlichen Teil des Balkan-Gebirges in Bulgarien finden Greifvögel wie Kaiseradler, Steinadler und Sakerfalke in der mosaikartigen Kulturlandschaft der Kotel-Berge wertvollen Lebensraum. EuroNatur setzt sich dafür ein, dass die Flächen durch Mahd oder extensive Beweidung für Arten wie Kaiseradler und Saker-Falke offen gehalten werden. Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur in den Kotel-Bergen.
  • Mazedonien – Neue Heimat für Kaiseradler und Rötelfalke: Eine Oase für seltene Greifvogelarten liegt im Osten von Mazedonien. Hier erstreckt sich die steppenartige Offenlandschaft von Ovce Pole. EuroNatur wird die Mazedonische Ökologische Gesellschaft (MES) künftig dabei unterstützen, den Bruterfolg von Kaiseradler und Rötelfalke in dem Gebiet weiter zu erhöhen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, diese stark bedrohten Greifvogelarten in Europa zu erhalten. Lesen Sie mehr über das Projekt. 
  • Oase an der östlichen Adria – Das Livanjsko Polje: Der Schreiadler hat im Livanjsko Polje in Bosnien-Herzegowina auf der Balkanhalbinsel sein südwestlichstes Brutvorkommen. Gemeinsam mit dem einzigen Seeadlerpaar nahe der Adria brütet er hier in alten Wäldern aus Erlen, Stieleichen und Eschen. Aber auch als Rastgebiet auf der Adria-Zugroute ist das Livanjsko Polje für überwinternde Greifvögel von unschätzbarem Wert. EuroNatur setzt sich dafür ein, diesen Lebensraum zu erhalten. Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur im Livanjsko Polje.
  • Adria-Zugroute – Salz und Schelladler in der Saline Ulcinj: Im Salinenareal von Ulcinj in Montenegro, das zum Bojana-Buna-Delta gehört, finden Adler einen überlebenswichtigen Rastplatz auf der Adria-Zugroute. In nur drei Jahren wurden hier 25 Greifvogelarten und sechs Eulenarten bestimmt. Im Herbst kreisen Fischadler über der Saline und im Winter kommt der Schelladler hinzu. EuroNatur setzt sich dafür ein, die Saline Ulcinj als Greifvogelparadies zu bewahren. Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur im Bojana-Buna-Delta.
  • Vogelparadies in der Ägäis – Die Insel Tilos: Die griechische Insel Tilos beweist, wie sinnvoll es für den Vogelschutz sein kann, die Jagd ganz zu verbieten. Seit 1993 herrscht auf dem Eiland ein Jagdbann, den die Bewohner selbst durchgesetzt und trotz des massiven Drucks der Jagdlobby von außen über die Jahre beibehalten haben. Habichtsadler und Adlerbussard finden hier ein üppiges Nahrungsangebot. Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur auf Tilos.
  • Save-Auen: Seeadler in Hülle und Fülle. Die kroatischen Save-Auen sind für den Schutz der Seeadler in Europa von herausragender Bedeutung. In großen Schleifen und Kurven fließt die Save südöstlich von Zagreb wie eine Lebensader frei durch eines der größten Auengebiete Europas und schafft mit ihrer Dynamik eine große Vielfalt an Lebensräumen. Allein in den Auwäldern entlang des Flusses haben 60 Seeadler-Paare und 40 Schreiadler-Paare ihre Horste. EuroNatur kämpft für den Erhalt dieser einzigartigen Flusslandschaft. Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur in den Save-Auen.
  • Asturien – Wiederkehr der Fischadler: Für eine viel zu lange Zeit war der Fischadler in Nordspanien von der Bildfläche verschwunden. EuroNatur unterstützt den spanischen Partner Fapas dabei, den Fischadler in Asturien durch ein Wiederansiedelungsprojekt wieder heimisch zu machen. Lesen Sie mehr im EuroNatur-Magazin (pdf-Datei, 2,6 Mb)
  • Brandenburg – Deutschlands Adlerparadies: Sanft gewellte Höhenzüge, üppige Laubwälder, Täler mit funkelnden Seen, Bächen und Flüssen, lichte Mischwälder, Wiesen, Heideflächen und dicht bewaldete Schluchten  - Brandenburg besticht durch seine Vielfalt an Lebensräumen. See- und Fischadler sind hier noch zu Hause und verbreiten einen Hauch von Wildnis. EuroNatur setzt sich für den Erhalt von Deutschlands Adlerparadies ein. Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur in Brandenburg.

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