Naturparadies in Albanien braucht Hilfe

Großer Erfolg in Albanien: Über 500 Quadratkilometer einer einzigartigen Landschaft aus Auwäldern, Seen, Lagunen und Sandstrand stehen in Albanien nun gesetzlich unter Schutz. EuroNatur hat maßgeblich zur Ausweisung der Schutzgebiete entlang des Flusses Buna auf seinem Weg vom Skutari-See bis hin zur Mündung in die Adria beigetragen.

Reservat Velipoja in Albanien © Martin Schneider-Jacoby

Doch dies war nur der erste Schritt: EuroNatur will die Rast- und Brutgebiete seltener Vogelarten wie Moorente und Schreiadler dauerhaft sichern und die facettenreiche natürliche Küstenlandschaft mit ihrem außergewöhnlichen Artenreichtum langfristig erhalten. Dafür bedarf es weiterer Maßnahmen vor Ort: So nimmt der Druck durch Touristen im Gebiet um den Küstenort Velipoja von Jahr zu Jahr zu. EuroNatur arbeitet deshalb zusammen mit seinen albanischen Partnern an einem Schutzkonzept, das den Besucherstrom gezielt lenkt. Dabei werden die Menschen nicht ausgegrenzt, sondern Einheimische wie Touristen sollen für die Natur sensibilisiert werden. Im neu gebauten Informationszentrum in Velipoja werden künftig Führungen in das Schutzgebiet angeboten und Naturschützer lernen in Workshops das Handwerkszeug für ihre Arbeit. Beim Einsatz an der östlichen Adria steht für EuroNatur auch der Kampf gegen die Vogeljagd ganz oben auf dem Programm: Schließlich haben Zugvögel in Ländern Südosteuropas Verluste zu verzeichnen, die in die Hunderttausende gehen. Zwar ist die Vogeljagd im Velipoja-Schutzgebiet verboten, doch es fehlt derzeit noch an Mitteln dafür zu sorgen, dass dieses Gesetz auch eingehalten wird.

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Weitere aktuelle Informationen über das Projekt finden Sie im Faltblatt „Wir sichern Vogellebensräume an der Adria“ Hier als pdf-Datei herunterladbar (489 Kb)

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