Naturschützer für den Balkan

Netzwerke für den Nachwuchs

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Lernen in der Praxis: Nachwuchs-Naturschützer aus dem Kosovo und Mazedonien befragen einen Schäfer im Jablanica-Gebirge in Mazedonien über den Balkanluchs.

© Thies Geertz

Am Grünen Band Balkan finden sich wertvolle Lebensräume. Besonders die gebirgige Grenzregion zwischen Albanien, Montenegro, dem Kosovo und Mazedonien ist eine wahre ökologische Schatzkammer. Braunbären, Wölfe und der akut vom Aussterben bedrohte Balkanluchs kommen hier noch vor. Die Hochgebirgslagen beherbergen eine einmalige Vielfalt von Pflanzen, von denen viele sonst nirgends auf der Welt vorkommen. Um diese Naturschätze dauerhaft zu erhalten, müssen sie dringend über Ländergrenzen hinweg vor der Zerstörung bewahrt werden.



Hilfe zur Selbsthilfe

Die Ausweisung von Schutzgebieten zu erreichen, ist nur einer von vielen Schritten auf dem langen Weg zur Rettung von Balkanluchs & Co. Voraussetzung für den Erfolg unserer Bemühungen ist, dass wir vor Ort auf ein Netzwerk aus kompetenten und zuverlässigen Partnern zurückgreifen können. EuroNatur investiert deshalb stark in den systematischen Aufbau und die Stärkung von Naturschutzorganisationen auf dem Balkan.



Vorhandene Initiativen stärken

Gerade in Ländern wie Montenegro, dem Kosovo, Albanien und Mazedonien sind die Menschen stark mit dem wirtschaftlichen Aufbau ihrer Länder beschäftigt. Entsprechend wenig Aufmerksamkeit erfährt der Naturschutz. Da verlässliche Finanzierungsquellen fehlen, haben es nicht-staatliche Naturschutzorganisationen in den Ländern des westlichen Balkans schwer, langfristige Projekte zu planen und umzusetzen. Entsprechend wichtig ist es, vorhandene Initiativen zum Naturschutz zu unterstützen und weiter auszubauen. Genau hier setzt EuroNatur an.

Was machen EuroNatur und seine Partner?

  • Wissen weitergeben und Netzwerke knüpfen: In Albanien und Mazedonien hat EuroNatur gemeinsam mit Partnern bereits einige Teams mit gut ausgebildeten Nachwuchs-Naturschützern entwickelt. In beiden Ländern laufen erfolgreiche Projekte zur Ausweisung grenzüberschreitender Schutzgebiete. EuroNatur sorgt dafür, dass die albanischen und mazedonischen Akteure ihr wertvolles Wissen und ihre Erfahrung in mehreren Workshops an Nachwuchs-Naturschützer im Kosovo und in Montenegro weitergeben können.
  • Die grenzübergreifende Zusammenarbeit stärken: Gerade der südlichste Teil des Biotopverbundes „Grünes Band Europa“ gehört auf dem Kontinent zu den Hotspots der biologischen Vielfalt. Wir schaffen das nötige Bewusstsein und die Ressourcen, um den grenzüberschreitenden Naturschutz auf dem Balkan zu etablieren. 
  • Durch Naturschutz versöhnen: Die Zusammenarbeit in grenzüberschreitenden Naturschutzprojekten schafft gegenseitiges Vertrauen und leistet damit einen Beitrag, die immer wieder von Krisen geschüttelte Region am Grünen Band Balkan politisch zu stabilisieren.


Partner: Albanien: PPNEA (Protection and Preservation of Natural Environment in Albania), Mazedonien: MES (Macedonian Ecological Society), Montenegro:CZIP (Center for Protection and Research of Birds in Montenegro), Kosovo: Environmentally Responsible Action (ERA) Group, FINCH


Förderung: Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesamtes für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)


Broschüre zum Projekt (Englisch)

Zum Download (3 MB)

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