Albanische Alpen

Schatzkammer der ökologischen Vielfalt

© Herbert Bachmeier
Symbol für die Artenvielfalt: Der Apollofalter. © Herbert Bachmeier

Ursprünglich, abgeschieden, rau und zerklüftet ist die Bergwelt, die sich im Norden Albaniens erhebt. So, wie es einst für weite Teile Mitteleuropas typisch war, sind die Hänge der Albanischen Alpen noch heute mit hochstämmigen Buchen bedeckt – eine Seltenheit, europaweit und ganz besonders in Albanien. Im Schutz des militärisch abgeriegelten, ehemals jugoslawisch-albanischen Grenzgebietes und dank der Abgeschiedenheit der Region konnte sich eine einzigartige Naturlandschaft frei entfalten. Nicht umsonst sind die Albanischen Alpen Teil des Grünen Bandes Balkan, das entlang des einstigen Eisernen Vorhangs Lebensräume von außergewöhnlicher Vielfalt miteinander verbindet. Bären und Wölfe finden in den Albanischen Alpen wertvolle Rückzugsräume und auch der vom Aussterben bedrohte Balkanluchs streift hier noch durch die Wälder. 

Der Druck wächst

 
Waldgebiete, die sich ohne größere Schwierigkeiten erreichen ließen, wurden über Jahrzehnte hinweg schonungslos zur Bau- und Brennholzgewinnung geplündert. Nicht so in den entlegenen Albanischen Alpen, wo heute einer der letzten, großflächigen Reste der albanischen Buchenwälder zu finden ist. Doch so unantastbar wie die Albanischen Alpen lange Zeit waren, sind sie heute längst nicht mehr. Bau- und Brennholz ist noch immer ein knappes Gut. Entsprechend begehrt sind diese letzten Waldbestände heute.

 

EuroNatur setzt sich dafür ein:

  • Fundiertes Datenmaterial zur Flora und Fauna in den Albanischen Alpen zu sammeln
  • Die Zerstörung der kostbaren ursprünglichen Waldgebiete Albaniens zu verhindern
  • Die Ausweisung der Albanischen Alpen als Nationalpark zu erreichen
  • Den legalen und illegalen Holzeinschlag zu verhindern
  • Gezielte Schutzkonzepte für den Balkanluchs zu entwickeln.


Was wir bereits erreichen konnten – eine Auswahl wichtiger Erfolge:

  • Das Fundament für die Ausweisung der Albanischen Alpen als Schutzgebiet steht bereits. Gemeinsam mit der albanischen Partnerorganisation PPNEA hat EuroNatur umfangreiches Datenmaterial zu Flora und Fauna des Gebietes zusammengetragen. Die Weichen sind gestellt, dass dort in naher Zukunft ein Nationalpark mit einer Fläche von etwa 1000 Quadratkilometern ausgewiesen werden kann.


Partner: PPNEA (Preservation of Natural Environment in Albania), MES (Macedonian Ecological Society

Förderer: MAVA-Stiftung, BfN (Bundesamt für Naturschutz) mit Mitteln des BMUB (Bundesumweltministerium), EuroNatur-Spender und -Paten

 

Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz des Balkanluchses.

Faltblatt "Albaniens Wilder Norden"

Zum Download (824 KB)

Mitmachen und dabei sein - werden Sie aktiv:

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Weiblicher Balkanluchs besendert

Unsere Partner von der nordmazedonischen Naturschutzorganisation MES haben einen Balkanluchs besendert. Das Weibchen, auf den Namen Narcisa getauft,...

Widerstand der Wissenschaftsgemeinde gegen Ver-Dammung der Vjosa in Albanien

++ 776 Wissenschaftler verlangen in einer Petition ein Ende der Staudammprojekte an der Vjosa in Albanien ++ Die Wissenschaftler fordern von der...

EU wird für Rumäniens Urwälder aktiv

EU ergreift rechtliche Schritte gegen Rumäniens Behörden wegen illegaler Abholzungen der letzten Urwälder Europas.

 

Rumäniens Regierung zum Waldschutz aufgefordert

In einem gemeinsamen Brief an den Präsidenten, den Regierungschef und den Umweltminister Rumäniens fordern EuroNatur und andere...

Kommentar zur Waldpolitik der Europäischen Union

Bei der EU-Waldkonferenz vom 4.-5. Februar 2020 fand Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans deutliche Worte zum Waldschutz. Dennoch steht zu...

Konsequenter Schutz von Europas Urwäldern notwendig

Am 4. und 5. Februar findet in Brüssel die EU-Waldkonferenz statt, bei der die künftige Waldpolitik der EU diskutiert wird. In seiner Eröffnungsrede...

Abschuss von Waldrappen in Kroatien

Waldrappe gehören zu den seltensten Vögeln der Welt; es gibt nur noch winzige Restpopulationen im Nahen Osten sowie an Marokkos Atlantikküste. Mit...

Neue Spitze für das EuroNatur-Präsidium

++ Prof. Dr. Thomas Potthast neuer Präsident der EuroNatur-Stiftung ++ Dr. Anna-Katharina Wöbse übernimmt Amt der Vizepräsidentin++

Vielfalt der Natur im Fokus

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2020“ startet

Rüge für Albanien: Berner Konvention fordert albanische Regierung erneut auf, Wasserkraftprojekte an der Vjosa auszusetzen

Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat beschlossen, das Verfahren gegen die albanische Regierung in Bezug auf die Wasserkraftwerke Pocem und...

Neue Grenzen für Albaniens Schutzgebiete

Aktuell bereitet die albanische Regierung eine Neubewertung der Schutzgebietsgrenzen des Landes vor. In einem offenen Brief an die Regierung in Tirana...

Europas Flüsse sind verdammt

++ Neue Studie zeigt Ausmaß des Wasserkraft-Irrsinns in ganz Europa ++ Über 8.700 neue Wasserkraftwerke geplant ++ Besonders auf dem Balkan sind die...

Ferienanlage in der Karavasta-Lagune verhindert

Die Pläne für eine große Ferienanlage in der albanischen Karavasta-Lagune sind vom Tisch. Die Regierung in Tirana hat das Vorhaben gekippt. Das...

Sava TIES: Pilotmaßnahmen gestartet

Invasive gebietsfremde Arten stellen eine große Bedrohung für die biologische Vielfalt dar und verursachen erhebliche Umwelt-, Wirtschafts- und...

Neue Abholzungen und Brände bedrohen Domogled-Nationalpark

Holzfäller dringen immer weiter in die Waldwildnis des Nationalparks Domogled – Valea Cernei in den Südkarpaten vor. Zudem haben schwere Brände im...

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung