Velipoja

Riesige Auwälder und Adler

© Dietmar Nill
Selbst Fischadler aus Brandenburg rasten im Velipoja-Schutzgebiet. © Dietmar Nill

Ein ursprünglicher Auwaldgürtel zieht sich von der Insel Ada neun Kilometer weit auf beiden Seiten der Bojana entlang. Auf der albanischen Seite liegt das Velipoja-Schutzgebiet mit seiner ungewöhnlich reichen Vogelwelt. Hier brüten Zwergrohrdommeln in Gemeinschaft mit verschiedenen Rohrsängern und Rallen.

Selbst Fischadler aus Brandenburg, Würgfalken aus Ungarn und Schelladler aus Polen machen in diesem Kleinod auf ihrem Zug zwischen Winter- und Sommerquartieren Station, und die weltweit vom Aussterben bedrohte Moorente brütet in ganz Albanien nur noch in diesem Gebiet.

Doch obwohl das Gebiet unter Naturschutz steht, nimmt der Druck durch Touristen hier von Jahr zu Jahr zu. Und auch die Vogeljagd ist im albanischen Velipoja-Schutzgebiet ein brennendes Thema.

 

Was machen EuroNatur und seine Partner?

  • Naturtourismus fördern: Wir arbeiten an einem Schutzkonzept, das den Besucherstrom im Gebiet rund um den Küstenort Velipoja gezielt lenkt. Ziel ist es nicht, die Menschen auszugrenzen, sondern sie für die Natur zu sensibilisieren.
  • Gegen die Vogeljagd an der östlichen Adria kämpfen: Lesen Sie mehr in der Rubriken Zugvögel.

 

Was wir bereits erreichen konnten – Eine Auswahl wichtiger Erfolge:

  • 2007 wurde ein Informationszentrum für Besucher gebaut. Von hier aus werden naturkundliche Führungen in das Velipoja-Schutzgebiet angeboten und albanische Naturschützer lernen in Workshops das Handwerkszeug für ihre Arbeit.
  • Auf Grundlage der erarbeiteten Biotopkarten und Bestandsdaten wurde die Jagd im  Velipoja-Schutzzgebiet offiziell verboten. Nun gilt es, für die Einhaltung dieses Gesetztes zu sorgen.

 

Partner: Forstdirektion Shkodra, Gesellschaft für den Schutz der Meerestiere in Albanien (APAWA), Universitäten Shkodra und Tirana

Förderung: Mava-Stiftung, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), EuroNatur-Paten und -Spender

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