Schutz der Kalkmoore

Orchideenmoore sollen wieder wachsen

© Willi Rolfes
Moorfrösche leiden unter der großräumigen Trockenlegung und Kultivierung von Mooren und anderen Feuchtgebieten © Willi Rolfes

Ursprünglich waren in Brandenburg mehrere 10.000 Hektar von kalkreichen Niedermooren bedeckt. Menschliche Eingriffe wie Entwässerung und Torfabbau ließen die auch als Orchideenmoore bezeichneten Lebensräume aber auf einen Bruchteil der ursprünglichen Fläche zusammenschrumpfen: als intakte und wachsende Moore haben sie nur noch auf drei Standorten mit insgesamt 50 Hektar überlebt. 

Fachleute des Landesumweltamtes Brandenburg haben 14 Natura 2000-Gebiete ausgewählt, in denen die Moore wieder wachsen sollen. Da sich viele Grundstücke im Projektgebiet  in der Hand von Privatbesitzern befinden, ist einer der ersten Schritte, die für das Projekt benötigten Flächen zu erwerben. Die erworbenen Flurstücke werden den Naturschutzverbänden zugeordnet, die bereits in diesem Gebiet tätig sind.



Was unternimmt EuroNatur zum Schutz der Kalkmoore in Brandenburg?

  • Gemeinsam mit anderen Organisationen unterstützt EuroNatur die Stiftung NaturSchutzFond Brandenburg dabei, kalkreiche Niedermoore auf aussichtsreichen Standorten mit Hilfe von EU-Mitteln aus dem LIFE + - Programm zu erhalten und wieder herzustellen.
  • EuroNatur übernimmt rund 100 Hektar der insgesamt 700 Hektar großen Flächenkulisse des Projekts. Damit verpflichtet sich die Stiftung, dauerhaft für die Entwicklung und Pflege der Biotope zu sorgen und die dafür anfallenden Kosten zu tragen.


Partner: Stiftung NaturSchutzFond Brandenburg, Landesumweltamt, Michael-Succow-Stiftung, NABU Regionalverband Strausberg-Märkische Schweiz, NABU-Stiftung Nationales Naturerbe

Förderung: Europäische Kommission, EuroNatur-Spender und -Paten

 

 

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