Sichere Quartiere für Fledermäuse

Fledermausanlagen vor dem Verfall bewahren

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In großen Trauben von bis zu 100 Individuen hängen die Großen Mausohren (Myotis myotis) von der Decke. Diese Art stellt in beiden Quartieren die mit Abstand meisten Tiere.

© Krzysztof Gajda
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Das Gebäude der ehemaligen Ostquellbrauerei ist in einem schlechten Zustand. Die Sanierungsarbeiten sind aber bereits angelaufen. Gearbeitet wird auf der Baustelle ausschließlich im Sommer - dann, wenn die Fledermäuse ausgeflogen sind.

© Sandra Wigger/EuroNatur
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Die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) ist nicht nur deutlich kleiner als das Große Mausohr, sondern auch weniger gesellig. Oft verbringen sie den Winter einzeln in kleinen Ritzen und Spalten.

© Krzysztof Gajda

Im Januar 2018 begann das Projekt Natura Viadrina+, das im Rahmen des Kooperationsprogrammes INTERREG VA BB-PL 2014–2020 durchgeführt wird. Das Projekt wird gemeinsam vom Landschaftspflegeverband Mittlere Oder e.V., der polnischen Naturschutzorganisation Liga Ochrony Przyrody, der Stiftung EuroNatur und der Vereinigung der Landschaftsparks der Provinz Lubuskie in Polen betreut.

Das Projektgebiet umfasst zwei wichtige Fledermaus-Winterquartiere, darunter das für Nordeuropa mit über 35.000 Individuen (ca. 29.000 Große Mausohren) bedeutendste Fledermaus-Winterquartier „Reservat Nietoperek“ in der 36 km langen Bunkeranlage bei Pniewo (7.200 ha) sowie das Fledermaus-Winterquartier „Alte Brauerei“ (0,25 ha) in Frankfurt (Oder). Das Gebäude in der ehemaligen Ostquellbrauerei ist mit seiner für Deutschland hohen Individuen-Zahl von rund 700 Großen Mausohren von nationaler Bedeutung. EuroNatur ist Eigentümer des Fledermaus-Winterquartiers.

Alle Fledermausarten unterliegen als stark gefährdete Tierarten europaweitem Schutz. Der Sicherung von funktionsfähigen Fledermaus-Winterquartieren kommt daher eine wichtige Bedeutung zu. Die beiden Behausungen im Projektgebiet sind aktuell in ihrer Stabilität durch Vandalismus bzw. Zerfall akut gefährdet. Die Gebäudesubstanz stellt auch eine Gefahr für die Fledermausschützer dar, die einmal jährlich die nachtaktiven Insektenfresser zählen. Darüber hinaus lässt der marode Zustand der Gebäude eine mögliche Einbindung beider Fledermaus-Winterquartiere für die Öffentlichkeitsarbeit nicht zu. Daher ist die langfristige bautechnische Sicherung der beiden Winterquartiere eine Hauptkomponente des Projektes.

Weitere Komponenten des Projektes sind die Stärkung und Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Naturschutzakteuren zwischen Polen und Deutschland sowie Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des Umweltbewusstseins und zur Sensibilisierung der Bevölkerung durch mehrsprachige,
multimediale Info-Materialen und Veranstaltungen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier: www.mittlere-oder.de

 

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