Projektgebiete in Brandenburg

Die von EuroNatur übernommenen Naturschutzflächen liegen größtenteils in den östlich bis südöstlich von Berlin gelegenen Naturparken „Märkische Schweiz“, „Dahme-Heideseen“ und „Schlaubetal“.

 

Klicken Sie auf die folgenden Links, um mehr über die einzelnen Naturparke zu erfahren.

Naturpark Märkische Schweiz- Nicht nur ein Paradies für Vögel

Naturpark Dahme-Heideseen – Kleinod vor den Toren Berlins

Naturpark Schlaubetal – Vielfalt auf engstem Raum


Naturpark Märkische Schweiz- Nicht nur ein Paradies für Vögel

© Gabriel Schwaderer
Das Naturschutzgebiet Gumnitz im Naturpark Märkische Schweiz © Gabriel Schwaderer

Nur 60 Kilometer östlich von Berlin befindet sich auf einer Fläche von 205 Quadratkilometern der Naturpark Märkische Schweiz. Die abwechslungsreiche Landschaft mit Seen, Hügeln und Flusstälern hat dem Naturpark seinen Namen gegeben. Hier bilden Wälder, Wiesen, Moore, Felder ein faszinierendes Landschaftsmosaik. Etwa ein Drittel der Naturparkfläche ist mit Wald bedeckt, größtenteils artenreicher Laubmischwald. Nahezu der gesamte Naturpark ist Europäisches Vogelschutzgebiet. Schwarz- und Weißstorch, Rot- und Schwarzmilan, Wespenbussard, Seeadler und Kranich finden hier ideale Lebensbedingungen. Im Herbst ist es ein beliebter Rastplatz für Saat- und Blässgänse aus Nordeuropa, Flussseeschwalben, Lach- und Silbermöwen.
Die von EuroNatur übernommenen Flächen befinden sich in folgenden Naturschutzgebieten:

  • NSG Stobbertal
  • NSG Gumnitz und Großer Schlagenthinsee
  • NSG Ruhlsdorfer Bruch
  • NSG Gartzsee

 

Zurück zur Übersicht



Naturpark Dahme-Heideseen – Kleinod vor den Toren Berlins

© Manuela Burkard
Extensiv genutzte Wiesenfläche im Südosten des Pätzer Hintersees © Manuela Burkard

Der Naturpark Dahme-Heideseen liegt 40 Kilometer südöstlich von Berlin. Prägend für die Landschaft des Naturparks war die Weichseleiszeit, deren Eismassen diesen Landstrich nachhaltig geformt haben. So findet man heute flachwellige Kuppen neben Hügelketten, zwischen denen sich die flachen Ebenen des Naturparks ausbreiten. An den sandigen Standorten bildeten sich die heutigen Heideflächen. Die Heiden, zahlreiche Fließgewässer, wie die Dahme, und über 100 Seen standen Pate bei der Bezeichnung des Naturparks. Durch den Gewässerreichtum in Verbindung mit ausgedehnten Waldgebieten stellt der Naturpark einen bedeutsamen Lebensraum für gefährdete Großvogelarten wie Seeadler, Fischadler und Kranich dar. Auch der vom Aussterben bedrohte Fischotter ist hier heimisch. In einigen Bereichen des Naturparks blieben Reste naturnaher Wälder, wie z.B. Erlenbrüche, Eichenmischwälder und Flechten-Kiefernwälder erhalten. In direkter Nachbarschaft zu Wald- und Wasserflächen entstanden extensiv genutzte Mähwiesen, Viehweiden und Äcker, die mit Feldgehölzen, Obstwiesen, Kopfweiden und Lesesteinhaufen gesäumt sind.
Die von EuroNatur übernommenen Flächen verteilen sich auf acht Naturschutzgebiete:

  • NSG Dahmetal bei Briesen
  • NSG Mahnigsee-Dahmetal
  • NSG Löptener Fenne-Wustrickwiesen
  • NSG Pätzer Hintersee
  • NSG Streganzsee-Dahme
  • NSG Linowsee-Dutzendsee
  • NSG Schwenower Forst
  • NSG Kienheide


Zurück zur Übersicht



Naturpark Schlaubetal – Vielfalt auf engstem Raum

© Manuela Burkard
Der Belenzsee im Naturschutzgebiet Unteres Schlaubetal © Manuela Burkard

Das Schlaubetal gilt als eines der schönsten Bachtäler Ostbrandenburgs und befindet sich nahe der polnischen Grenze, südwestlich von Frankfurt/ Oder und westlich von Eisenhüttenstadt. Die Schlaube prägt den nördlichen Teil des Naturparks. Zahlreiche Moore säumen ihren Lauf, unter denen sich eine besondere Rarität findet: ein intaktes Braunmoosmoor, einer der am stärksten gefährdeten Biotoptypen Europas. Braunmoose kommen auf nährstoffarmen und neutral-basischen Böden vor, im Unterschied zu Torfmoosen, die auf saure Standorte bevorzugen. Mehr als zwei Drittel der Naturparkfläche ist mit Wald bedeckt. Besonders hervorzuheben sind hierbei naturnahe Eichen-Kiefern-Wälder und Buchenwälder.
Durch die kleinräumige Ausformung unterschiedlichster Lebensräume beherbergt der Naturpark eine reiche Fauna und Flora. Weit über 1.100 Pflanzenarten, darunter 13 Orchideenarten sind hier zu finden. Nahezu 700 Schmetterlingsarten beleben die Landschaft, darunter der seltene Hochmoor-Perlmutterfalter. Die Smaragdeidechse kommt in ganz Norddeutschland nur noch im Naturpark vor. Fast 200 Vogelarten sind im Naturpark Schlaubetal heimisch. Darunter See- und Fischadler, Uhu, Eisvogel und Schwarzstorch. Auch Sumpfschildkröte, Fischotter und Rotbauchunke sind hier zu finden.
Die von EuroNatur übernommen Naturschutzflächen  befinden sich in folgenden Naturschutzgebieten:

  • NSG Schlaubetal
  • NSG Unteres Schlaubetal

 

Zurück zur Übersicht

Sie wollen helfen?

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Globalisierung gerecht gestalten

Der Agrarhandel ist weder fair noch frei, vielmehr schädigt die landwirtschaftliche Exportstrategie Mensch, Tier und Natur, betonen die Verfasser des...

Der Schwarzwald ist Luchs-Revier

Auf Bildern von Wildtierkameras hatte er sich schon öfters gezeigt, nun ist es Experten gelungen, einen männlichen Luchs zu fangen und zu besendern....

Demonstrieren für eine nachhaltige Landwirtschaft

Die Folgen der industriellen Landwirtschaft sind dramatisch: Artensterben, Nitratverseuchung, Antibiotikaresistenzen. Das Aktionsbündnis „Wir haben...

Bauarbeiten am Jiu-Kraftwerk gehen weiter

Es ist skandalös: Das rumänische Berufungsgericht hat die Baugenehmigung für das geplante Wasserkraftwerk am Jiu mehrfach für ungültig erklärt,...

Naturschutztage 2018

Wenn Ministerpräsident Winfried Kretschmann über Artenvielfalt spricht, Ornithologen voll auf ihre Kosten kommen und Hobbygärtner etwas über urbane...

Märchenlandschaft mitten in Europa

Im Dreiländereck von Deutschland, Österreich und Tschechien liegt der Böhmerwald, eine wilde Mittelgebirgslandschaft im Herzen unseres Kontinents....

Wasserkraftwerk am Jiu vorerst gestoppt

Erfreuliche Nachrichten für den rumänischen Jiu-Fluss: Die Baugenehmigung ist vor Gericht für ungültig erklärt worden. Damit darf der Jiu weiterhin...

Studie belegt: Kleine Kraftwerke, großer Schaden

Neue Studie: Kleine Wasserkraftwerke finanziert mit europäischen Mitteln schädigen naturbelassene Landschaften auf dem Balkan

Zweiter Teil der Dokureihe "Out of Control" deckt weitere Machenschaften auf

Urwaldzerstörung in Rumänien: auch Teile des Semenic-Nationalparks durch Holzeinschlag verwüstet ++ EuroNatur und Agent Green: Inkompetenz der...

Mavrovo-Nationalpark: Baustopp für Wasserkraftwerke gefordert

Berner Konvention: Mazedoniens Regierung wird aufgefordert, den Bau von Wasserkraftwerken im Mavrovo-Nationalpark zu stoppen

Vielfalt der Natur im Fokus

Internationaler Fotowettbewerb „Naturschätze Europas 2018“ startet

Doku-Serie zur Urwaldabholzung in Rumänien

++ Europas größtes Umweltdrama findet in den rumänischen Urwäldern statt ++ EuroNatur und Agent Green veröffentlichen investigative Doku-Serie „Out of...

Lichtblick für den Balkanluchs

Der Balkanluchs muss als eigene Unterart des Eurasischen Luchses streng geschützt werden. Dies hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention bei...

Albanischer Industrieverband setzt sich für die Vjosa ein

Der Widerstand in der albanischen Gesellschaft gegen die geplante Verbauung der Vjosa bekommt weitere Unterstützung. In einem offenen Brief an den...

Wasserkraft-Tsunami auf dem Balkan

Neue Erhebung belegt: Europas Wasserschatz wird geplündert ++ Auf dem Balkan sind 187 Wasserkraftwerke im Bau und 2.800 geplant ++ Viele Nationalparks...

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung