Kantabrisches Gebirge

Spaniens grünes Bärenland

<p> </p><p> </p><p> </p><p>                Valle Trubia im Kantabrischen Gebirge</p><p> </p><p> </p><p> </p>
© Katharina Grund

Das eindrucksvolle Bergmassiv des Kantabrischen Gebirges ragt im Norden Spaniens nahe der Atlantikküste teilweise bis über 2.500 Meter in den Himmel. Im Anschluss an die Pyrenäen zieht es sich durch die autonomen Regionen Navarra, Baskenland, Kantabrien, Kastilien-León und Asturien bis nach Galizien. Hohe Luftfeuchtigkeit und häufiger Regen sorgen auf der Nordseite dafür, dass die Berge unter anderem mit üppigen Eichen- , Kastanien- und Buchenwäldern oder in höheren Lagen mit satten Bergwiesen überzogen sind. Der Schwerpunkt der Naturschutzarbeit von EuroNatur und der spanischen Partnerorganisation Fapas liegt im westlichen Teil des Kantabrischen Gebirges.

 

Heulende Wölfe und kreisende Geier

Das Gebiet besticht durch seine außerordentliche Artenvielfalt: In der Wildnis des Kantabrischen Gebirges leben neben Auerhuhn, Fischotter, Gämse und Salamander auch zahlreiche Greifvögel. Darunter so seltene Arten wie der Gänse- und der Schmutzgeier. Wölfe und Wildkatzen streifen noch durch die Wälder und der Braunbär hat im Kantabrischen Gebirge sein westlichstes Verbreitungsgebiet in Europa.

Naturparadies Kantabrisches Gebirge

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Paradies in Gefahr

Doch die Idylle ist bedroht: In den letzen Jahrzehnten wurden die artenreichen Mischwälder vielerorts durch eintönige Monokulturen verdrängt. Der Bau von Windparks, Skigebieten und Autobahnen droht den Lebensraum von Bären und anderen Wildtieren mehr und mehr zu durchschneiden. Am gravierendsten macht sich die Landflucht bemerkbar.

Mit den Bergbauern verschwinden wichtige Nahrungsquellen und wertvolle Lebensräume für Bären und andere Wildtiere. Obstgärten und Äcker mit Feldfrüchten werden immer seltener und die Imkerei in den oft schwer erreichbaren Bärengebieten wird nach und nach aufgegeben. Ein Grund, warum das natürliche Nahrungsangebot im Kantabrischen Gebirge in den letzten Jahren immer stärker abgenommen hat, ist das Verschwinden der Bienen und damit der Bestäuber von Fruchtpflanzen. Hinzu kommt das Problem der Wilderei, die dem Bärenbestand im Kantabrischen Gebirge massiv zusetzt.

Auf Exkursion ...

... mit EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer und Projektleiterein Mareike Brix im Kantabrischen Gebirge 2018 (ohne Ton)

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Was machen Fapas und EuroNatur im Kantabrischen Gebirge?

  • Gegen die Wilderei vorgehen. Die Strategien, die sich im Westen des Gebirges bewährt haben, sollen in den Ostteil des Kantabrischen Gebirges übertragen werden. Besonders wirksam ist die starke Präsenz von Rangern in den Brennpunktgebieten der Wilderei.
  • Politische Lobbyarbeit gegen den Bau von Windparks, Skigebieten und Autobahnen betreiben, die den Lebensraum von Bären und anderen Wildtieren zu durchschneiden oder zu zerstören drohen.
  • Umfassende Maßnahmenpakete für den Schutz der Braunbären entwickeln und umsetzen. Lesen Sie hier mehr.
  • Neben dem Bärenschutz setzen sich EuroNatur und Fapas im Kantabrischen Gebirge unter anderem für den Schutz der Gänsegeier ein. Im „Tal der Bären“ werden für die Aasfresser auf einem Futterplatz regelmäßig Kadaver von Pferden und anderen Nutztieren ausgelegt.


Was wir bereits erreichen konnten – Eine Auswahl wichtiger Erfolge

  • Im Westteil des Kantabrischen Gebirges konnte die Wilderei bereits stark eingedämmt werden. Die positive Entwicklung des Bärenbestandes ist eine direkte Folge davon.
  • Unter anderem konnten wir den Bau des Skiparks „San Glorio“ verhindern, der mitten im Verbreitungsgebiet der Braunbären geplant war.
  • Nach Protesten von EuroNatur und anderen Organisationen hat die EU 2009 ihre starre Hygieneverordnung etwas gelockert. In bestimmten Regionen ist es wieder möglich, Nutztierkadaver in der Natur zu belassen. Aas stellt eine der  Hauptnahrungsquellen für Bären, Geier und andere Wildtiere dar. Lesen Sie hier mehr.
  • Auch wenn es noch viel zu tun gibt, geht es mit dem Bärenbestand im Kantabrischen Gebirge dank unserer Naturschutzarbeit bereits deutlich aufwärts. Lesen Sie hier mehr.


Partner: FAPAS (Fondo para la Protección de los Animales Salvajes, Stiftung für den Schutz der Wildtiere

Förderung: Association for Conservation der European Outdoor Group (EOG), Heidehof-Stiftung, Lufthansa-Unweltförderung, EuroNatur-Spender und -Paten

Lesen Sie mehr über das Projekt zum Schutz der Braunbären im Kantabrischen Gebirge

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