Prespa-Ohrid

Seenland mit seltenen Vögeln und endemischen Fischen

© Martin Schneider-Jacoby
© Martin Schneider-Jacoby

Im Dreiländereck zwischen Albanien, Griechenland und Mazedonien liegt eine beeindruckend schöne, abwechslungsreiche Seen- und Gebirgslandschaft: die Prespa-Ohrid-Region. Während des Kalten Kriegs war sie nur schwer zugänglich, heute zählt sie zu den ökologisch wertvollsten Abschnitten des Grünen Bandes Europa auf dem Balkan. Eingebettet zwischen sanften Hügeln, pittoresken höhlenreichen Kalkfelsen und über 2.000 Meter aufragenden Bergmassiven strahlen der Ohrid-See sowie der Große und Kleine Prespa-See in fast unwirklicher Bläue.
 

Refugium für seltene Arten
An und in den Seen lebt eine beachtliche Anzahl von Endemiten – also Arten, die nur dort vorkommen. Allein in den beiden Prespa-Seen leben sieben endemische Fischarten, darunter die Prespa-Forelle, die Prespa-Nase und die Prespa-Barbe. Im Winter und während der Zugzeit nutzen riesige Scharen von Zugvögeln die Seen als Rastplatz. Außerdem brüten weltweit vom Aussterben bedrohte Vogelarten wie Krauskopfpelikan und Zwergscharbe hier noch in großer Zahl und profitieren vom außerordentlichen Fischreichtum der Seen.

Gefahr durch intensive Nutzung
Trotz dieses ökologischen Reichtums, sind auch Schädigungen bereits unübersehbar. Der hohe Pestizideinsatz in der Landwirtschaft belastet die Gewässer und Böden, Müll wird häufig in der Landschaft entsorgt und aufgrund fehlender Raumplanung schießen allerorts Betonbauten wie Pilze aus dem Boden. Die größten Gefahren aber sind die Überfischung der Seen, die intensive Bewässerungslandwirtschaft und die Überweidung. EuroNatur setzt sich bereits seit 1993 für den Schutz dieser einzigartigen Region ein. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern haben wir für die Ausweisung von Schutzgebieten wie dem Prespa-Nationalpark in Albanien gesorgt und die naturverträgliche Entwicklung der Region gefördert.

>>Lesen Sie mehr zu den EuroNatur-Projekten in der Prespa-Ohrid-Region

 

Sie wollen helfen?

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Mit Ihrer Spende leisten Sie einen wirkungsvollen Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

30 Jahre Öffnung Eiserner Vorhang: Vom Todesstreifen zur Linie des Lebens

++ Impuls für großes Vorhaben: Das Grüne Band Europa soll UNESCO-Welterbe werden ++ Paneuropäisches Frühstück an historischem Ort ++

Stromleitungen: Tödliche Gefahr für Zugvögel

++ Herbstlicher Vogelzug hat begonnen ++ Hochspannungsleitungen fordern weltweit Millionen Opfer unter Zugvögeln ++ Internationale Kampagne zum...

Open Air Kinoabend mit EuroNatur

Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur veranstaltet am Montag, 19. August 2019 im Hof der Geschäftsstelle in der Westendstraße 3 in...

Auszeichnung für die „mutigen Frauen von Kruščica“

++ EuroNatur-Preis 2019 geht an Flussschützerinnen aus Bosnien-Herzegowina ++ Energiekonzerne wollen die letzten Wildflüsse Europas ausbeuten, doch...

Spektakuläre Kletteraktion zum Schutz der Urwälder in den rumänischen Karpaten

Umweltorganisationen protestieren gegen drohende Zerstörung des UNESCO-Weltnaturerbes durch Straßenbau und Abholzungen in Rumänien

Fotosafari durch Europas Natur

Platzstreitigkeiten unter Tannenhähern, eine „diebische Elster“ und ein stolzer Seepferdchenpapa gehören zu den diesjährigen Siegerbildern des...

Protestwelle gegen den Staudammwahn auf dem Balkan

++ Erstmalig fanden internationale Protestwochen für die Balkanflüsse statt ++ In zahlreichen Balkanstaaten gingen insgesamt bis zu tausend Menschen...

Rüffel für Rumänien: Welterbe Buchenurwälder nicht ausreichend geschützt

++Welterbe-Komitee bemängelt Management der Buchenurwälder in Rumänien++Bewertung des Komitees betrifft die gesamte Welterbestätte, auch die deutschen...

Erfolg für den Naturschutz: Saline Ulcinj zum Naturpark erklärt

++ Salzgarten in Montenegro wird endlich geschützt ++ Über 15 Jahre hat die Stiftung EuroNatur für das wichtige Zugvogelgebiet gekämpft ++

Europäisches Storchendorftreffen in Češinovo-Obleševo

Die Weißstörche in der nordmazedonischen Gemeinde Češinovo-Obleševo profitieren vom reichhaltigen Angebot der Reisfelder rund um das 2013 von...

Landnutzung im Einklang mit Balkanluchs und Wiesenotter

EuroNatur und DBU: „Grünes Band Balkan“ ist einer der Hotspots europäischer Artenvielfalt

Neue Heimat in Kroatien für rumänischen Luchs

Doru, ein vier Jahre alter Luchs aus den rumänischen Karpaten, wurde im kroatischen Risnjak-Nationalpark ausgewildert. Bei Doru handelt es sich um den...

Rapider Artenverlust: Europas letzte Urwälder müssen geschützt werden

Abschlusskonferenz des Weltbiodiversitätsrates bestätigt, wie ernst die Situation der biologischen Vielfalt ist ++ Eine der dringendsten Maßnahmen ist...

Wasserkraftprojekt Mokrice auf Eis gelegt

Gute Nachrichten von der Save: Unser Einspruch gegen den Bau des Wasserkraftwerks Mokrice an der slowenisch-kroatischen Grenze war erfolgreich. Das...

100.000 Unterschriften für Vogelparadies an der Adria

++ 90.000 Unterschriften an Montenegros Premierminister Duško Marković übergeben ++ Dauerhafter Schutz des Salzgartens an der Adria ist Bedingung für...

Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Zur Datenschutzerklärung