Lebensraum schützen

Schutzgebiete am Großen und Kleinen Prespa-See

© Jürgen Schneider
Auch die seltenen Krauskopfpelikane profitieren von den Schutzgebieten in der Prespa-Ohrid-Region © Jürgen Schneider

Bereits 1994 erarbeitete EuroNatur in Zusammenarbeit mit der albanischen Naturschutzorganisation „Preservation and Protection of Nature and Environment in Albania“ (PPNEA) eine umfassende Konzeption für ein Schutzgebiet am Prespa-See. Die Schutzgebietskonzeption wurde zwischen 1996 und 2000 umgesetzt. 

In diesem Zusammenhang entwickelten  EuroNatur und PPNEA ein Zonierungskonzept. Es  lässt in bestimmten Bereichen Nutzung zu, fordert in anderen Bereichen eine Renaturierung und schließt in der Kernzone jegliche Nutzung aus.

 

Natur und Mensch verbinden
Um die Akzeptanz des Schutzgebietes zu gewährleisten, wurde die lokale Bevölkerung von Beginn an eingebunden. In regelmäßigen Abständen organisierten EuroNatur und PPNEA Treffen, bei denen sie die Lokalbevölkerung über den jeweils aktuellen Stand der Schutzgebietsplanung informierten. Dabei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Vorschläge und Änderungswünsche in die Planung einfließen zu lassen.



Was wir für den Schutz der Prespa-Ohrid-Region erreichen konnten – eine Auswahl unserer Erfolge:

  • Ausweisung des 27.750 Hektar großen Prespa-Nationalparks. Er umfasst das gesamte Wassereinzugsgebiet des Kleinen und Großen Prespa-Sees. Neben Seen und Feuchtgebieten charakterisieren ihn auch alte Bergwälder, artenreiche Blumenwiesen und naturnahe Weiden.
  • Ausweisung des Naturschutzgebiets Ezerani am Nordufer des großen Prespa-Sees, das 10 Kilometer Ufer und eine Feuchtgebietsfläche von 2.080 Hektar umfasst.
  • Im Rahmen des Projekts wurde der Grundstein für eine länderübergreifende Kooperation zwischen Albanien, Mazedonien und Griechenland zum Schutz der gesamten Seenregion gelegt.
  • Durch die enge Einbindung der lokalen Bevölkerung bei der Planung und Umsetzung der Schutzgebiete konnte eine tragfähige Vertrauensbasis aufgebaut werden, wodurch das Schutzgebietskonzept nach wie vor auf hohe Akzeptanz stößt.
  • Durch die enge Zusammenarbeit mit PPNEA, konnte EuroNatur von Beginn an von deren guten Kontakten zur Lokalbevölkerung wie auch zu den verschiedenen Ministerien profitieren. Dadurch konnten auch die entscheidenden Regierungsstellen für das Projekt gewonnen werden.


Partner: PPNEA (Preservation and Protection of Nature and Environment in Albania), MES (Macedonian Ecological Society)

Förderung: EuroNatur-Spender und –Paten, Lufthansa Umweltförderung

 

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Prespa

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