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		<title>Euronatur - Pressemitteilungen</title>
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		<description>Pressemitteilungen von der Stiftung Euronatur</description>
		<language>de</language>
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			<title>Euronatur - Pressemitteilungen</title>
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			<description>Pressemitteilungen von der Stiftung Euronatur</description>
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		<lastBuildDate>Mon, 30 Jun 2008 14:53:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Mit voller Kraft voraus!</title>
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			<description>Bei EuroNatur herrscht Aufbruchstimmung! Jetzt ist diese interne Entwicklung auch nach außen hin...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><em>EuroNatur stärkt sich für Kampf gegen Artenschwund in Europa </em></p>
<p class="bodytext">Presseinformation vom 30. Juni 2008<br /><br /><strong>Radolfzell.</strong> Bei EuroNatur herrscht Aufbruchsstimmung. Diese interne Entwicklung wird die Naturschutzstiftung jetzt auch nach außen transportieren und ab dem 30. Juni im neuen Gewand erscheinen: Neben einem neuen Internetauftritt gibt es unter anderem ein neues Logo, das sich vollkommen auf den Namen der Stiftung konzentriert. „Bei EuroNatur ist der Name Programm. Wie kaum eine andere Organisation konzentrieren wir uns in unseren Projektaktivitäten auf den Naturschutz in Europa“, sagt EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann.<br /><br />Seit gut 20 Jahren treibt EuroNatur den Naturschutz in Europa intensiv voran. Seit Anfang des Jahres steht mit Prof. Dr. Vogtmann der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Naturschutz an der Spitze der Stiftung und mit diesem Wechsel ist bei EuroNatur Einiges in Bewegung geraten. „EuroNatur hat bereits sehr viel für den Erhalt von Europas Natur erreicht. Mit einem Mitteleinsatz von über 40 Millionen Euro haben wir bis heute zur Ausweisung von Großschutzgebieten in mehr als 15 europäischen Ländern beigetragen. Doch noch ist der Verlust der Artenvielfalt in Europa nicht gestoppt. Um diese Entwicklung aufzuhalten, haben wir unsere Ziele und Aufgaben noch klarer formuliert. Dadurch sind wir noch schlagkräftiger geworden“, sagt Vogtmann. „Hauptbestandteil unserer Arbeit ist es, Menschen und Natur zu verbinden. Nur so können unsere Bemühungen um den Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen in Europa dauerhaft Früchte tragen“, betont Vogtmann. EuroNatur bringt deshalb grenzübergreifend Wissenschaftler, Naturschützer, Landwirte, Politiker und Unternehmer zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Balkan, wo politische Veränderungen eine einmalige Chance bieten, die Weichen im Sinne des Naturschutzes zu stellen. <br /><br /><br /><strong>Hintergrundinformationen zu EuroNatur:</strong><br />EuroNatur wurde im Umweltjahr 1987 vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Naturschutzbund Deutschland (NABU)und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) als gemeinnützige Stiftung privaten Rechts gegründet. Ein ehrenamtliches Präsidium leitet die Stiftung gemeinsam mit dem Geschäftsführer Gabriel Schwaderer und dem Direktor der Naturschutzpolitischen Abteilung Lutz Ribbe. 19 hauptamtliche MitarbeiterInnen sind bei EuroNatur beschäftigt. Da mehrere in Teilzeit arbeiten, entspricht dies umgerechnet 15 Vollzeitstellen. Hauptgeschäftsstelle ist Radolfzell. Die Naturschutzpolitische Abteilung befindet sich in Rheinbach bei Bonn. <br />Ebenfalls in Radolfzell ansässig ist die EuroNatur Service GmbH, eine hundertprozentige Tochter unserer Stiftung. Sie erbringt Versand- und andere Dienstleistungen, gibt das EuroNatur-Magazin heraus und hat einen Kalender- und Versandbuchhandel. <br /><br />Rückfragen: <br />EuroNatur Stiftung<br />Tel.: 07732 - 92 72 10 <br />Fax: 07732 - 92 72 22 <br />E-Mail: katharina.grund@euronatur.org <br />www.euronatur.org<br />Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer<br />Pressekontakt: Katharina Grund</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Euronatur</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 14:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Lob und Tadel für Klimaschutzpläne der Regierung </title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M5e421b263db.0.html?&#38;cHash=c2f077b820</link>
			<description>Das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzpaket ist bei der Naturschutzstiftung EuroNatur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Presseinformation vom 19.&nbsp;Juni 2008</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell.</strong> Das von der Bundesregierung beschlossene  Klimaschutzpaket ist bei der Naturschutzstiftung EuroNatur auf ein geteiltes  Echo gestoßen. „Positiv ist, dass ein vergleichsweise ambitioniertes Paket auf  den Weg gebracht wurde. Bislang hat kein anderer Industriestaat beschlossen,  seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 35 Prozent zu reduzieren. Deutschland  könnte in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle einnehmen, und dies würde sich  auch positiv auf die Wirtschaft auswirken“, so EuroNatur-Präsident Prof. Dr.  Hartmut Vogtmann.</p>
<p class="bodytext">EuroNatur begrüßt die im Klimaschutzpaket vorgesehenen Anstrengungen, den  CO2-Ausstoß aus stationären Quellen wie Häusern und Kraftwerken zu  reduzieren.„Zwar sind etwa beim Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, beim  Emissionshandel oder der Altbausanierung noch sehr viel ehrgeizigere  Zielsetzungen nötig. Dennoch hat das federführende Bundesumweltministerium mit  dem Klimaschutzpaket weit mehr Engagement gezeigt, als andere Ministerien,  betonte Vogtmann und kritisierte damit besonders Bundeslandwirtschaftsminister  Seehofer. Dieser habe die Zeichen der Zeit nicht nur verschlafen, er blockiere  die Klimaschutzmaßnahmen sogar. Der EuroNatur-Präsident wies darauf hin, dass  die Landwirtschaft in Deutschland für fast 15 Prozent der Treibhausgasemissionen  verantwortlich ist. „Dennoch blockt Seehofer derzeit im Rahmen des  „Gesundheits-Checks“ der Agrarpolitik die Vorschläge der EU-Kommission, mehr  Fördermittel zugunsten von Klima- und Naturschutzmaßnahmen umzuschichten. Hier  ist Bundeskanzlerin Merkel gefordert, ihren Agrarminister auf Kurs zu bringen“.  Es könne nicht sein, dass unter deutscher EU-Präsidentschaft Klimapolitik in  Europa voran gebracht werde und in der Folge ein deutscher Fachminister eine  derartige Blockadehaltung einnehme. Kritik äußerte Vogtmann auch in Richtung  Bundesverkehrsminister Tiefensee: „Die durch den Verkehr verursachten  CO2-Emissionen geraten völlig aus dem Ruder, doch von einer klimafreundlichen  Verkehrspolitik ist Herr Tiefensee noch meilenweit entfernt“. Vogtmann forderte  in diesem Zusammenhang, die Pläne der Bundesregierung zur Beimischung von  Agro-Kraftstoffen zu Benzin und Diesel zu stoppen. Längst habe sich gezeigt,  dass damit keine Klimareduktionen, wohl aber neue Naturbelastungen bewirkt  würden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;<br />Rückfragen: </p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 10 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext">Pressekontakt: Katharina Grund</p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Lutz Ribbe </p>
<p class="bodytext">mobil 0170-4125767 </p>]]></content:encoded>
			<category>Klima</category>
			<category>Agrarpolitik</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 16:40:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Herbert Sukopp erhält EuroNatur-Preis 2008</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M5e3ebd62b65.0.html?&#38;cHash=2308ca813b</link>
			<description>Herbert Sukopp zählt zur Spitzengruppe der deutschsprachigen Wissenschaftler der Geobotanik und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Presseinformation vom 07.&nbsp;Juni 2008</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell.</strong> „Prof. Dr. Herbert Sukopp hat wesentlich dazu  beigetragen, den Naturschutz in Europa auf ein solides naturwissenschaftliches  Fundament zu stellen“, begründete EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann  die Wahl des Berliner Ökologen zum Träger des diesjährigen EuroNatur-Preises.  Herbert Sukopp zählt zur Spitzengruppe der deutschsprachigen Wissenschaftler der  Geobotanik und Vegetationskunde. Dabei stand für ihn Zeit seines Wirkens die  Zusammenarbeit zwischen Forschern, Planern, Politikern und der Bevölkerung im  Mittelpunkt. Das zeichnet ihn aus Sicht von EuroNatur besonders aus. „Herbert  Sukopp hat sich stets dafür eingesetzt, Menschen und Natur zu verbinden und die  Naturschutzpolitik in Europa aktiv voranzutreiben. Damit hat er wichtige  Grundlagen geschaffen, das europäische Naturerbe für kommende Generationen zu  sichern“, sagte Vogtmann.</p>
<p class="bodytext">Seine Untersuchungen waren Grundlage für die ersten „Roten Listen“ der Farn-  und Blütenpflanzen für die Bundesrepublik Deutschland (1974) und für Europa  (1977/78). Außerdem basieren heutige Umweltverträglichkeitsprüfungen auf einer  von ihm entwickelten Untersuchungssystematik. Als Mitglied in zahlreichen  Gremien für Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltfragen hat er sein  umfangreiches Wissen sowohl auf Bundesebene als auch international eingesetzt,  um politische Weichen im Sinne des Naturschutzes zu stellen. Als Leiter des  Fachgebietes Ökosystemforschung und Vegetationskunde am Institut für Ökologie  der Technischen Universität Berlin und im Rahmen seiner intensiven  Vortragstätigkeit hat er den Nachwuchs im Naturschutzbereich mit großem  Engagement gefördert. </p>
<p class="bodytext"><strong>Hintergrund EuroNatur-Preis:</strong></p>
<p class="bodytext">Frühere Preisträger des EuroNatur-Preises sind unter anderem Prof. Dr. Klaus  Töpfer, Karl Ludwig Schweisfurth, Prinz Charles, Michail Gorbatschow, Nelson  Mandela und Dr. Hans Bibelriether. Der EuroNatur-Preis ist undotiert. Mit ihm  werden herausragende Leistungen für den Naturschutz gewürdigt. Die Verleihung  des diesjährigen EuroNatur-Preises findet im Oktober statt.</p>
<p class="bodytext"><a href="EuroNatur-Preis.215.0.html" >Mehr über den  EuroNatur-Preis</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Rückfragen: </p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 10 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a></p>
<p class="bodytext">Pressekontakt: Katharina Grund</p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Naturschutzpolitik</category>
			<category>Aktionen</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 09:58:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>EuroNatur fordert Umsetzung agrarpolitischer Reformen in Deutschland</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M5f51f314079.0.html?&#38;cHash=cae05fc300</link>
			<description>Mit den kürzlich veröffentlichten Reformvorschlägen hat Brüssel die nötigen Signale gesetzt, um die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Presseinformation vom 30.&nbsp;Mai 2008</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell.</strong> „Mit den kürzlich veröffentlichten Reformvorschlägen hat Brüssel die nötigen Signale gesetzt, um die europäische Agrarpolitik in die richtige Richtung zu lenken. Jetzt sind Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer und seine Amtskollegen in den Bundesländern gefragt, den von der EU-Kommission vorgegebenen Weg konsequent weiter zu verfolgen“, sagt EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. Die für den 2. Juni einberufene Sondersitzung der Agrarminister der Länder bietet in diesem Zusammenhang eine besondere Chance, die nicht verspielt werden darf. EuroNatur fordert die Agrarminister auf, die Möglichkeiten voll auszuschöpfen, die mit den Reformvorschlägen verbunden sind. Schließlich könne man nicht nur von bäuerlicher Landwirtschaft reden, sondern müsse auch etwas dafür tun, so Vogtmann. </p>
<p class="bodytext">EuroNatur warnt vor einer Verwässerung der Vorschläge aus Brüssel oder gar einer Blockadehaltung gegenüber dem Gesetzespaket. Die EU-Kommission hat darin klar erkannt, dass sich die Agrarpolitik bewegen muss, um dauerhaft gesellschaftspolitisch akzeptiert zu bleiben. „Agrarkommissarin Fischer Boel hat völlig Recht, wenn sie fordert, dass sich die Agrarpolitik endlich den neuen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimaschutz, Erhalt der Biodiversität oder Erneuerbaren Energien stellen müsse“, sagt Vogtmann. Da es dafür keine eigenen Mittel geben wird, müssen nun die rund 50 Milliarden Euro, die jedes Jahr in den Agrarsektor fließen, anders verteilt werden. Nach Meinung von EuroNatur sind die Vorschläge, die hierzu aus Brüssel kamen sozial ausgewogen, aber in ihrer Höhe eher zu knapp bemessen. Die EU sieht vor, dass alle Betriebe in Deutschland, die pro Jahr mehr als 5.000 Euro an Direktzahlungen bekommen, acht Prozent ihrer Mittel für ein neues Maßnahmenbündel zum Natur- und Klimaschutz bereit stellen müssen. Großbetrieben mit mehr als 100.000 Euro wird ein etwas höherer Betrag abgezogen. Die Mittel gehen der Landwirtschaft nicht verloren, wie der Bauernverband glaubhaft machen will. Vielmehr werden sie Bauern zur Verfügung gestellt, die Klima- und Naturschutzmaßnahmen durchführen wollen.</p>
<p class="bodytext">Auf Zustimmung stößt bei EuroNatur auch der Ansatz der EU-Kommission, innerhalb des Agrarhaushaltes Gelder für die Grünland- und Milchviehregionen bereitzustellen. In der Vergangenheit waren es vor allem die Ackerbauregionen, die von den Subventionen profitiert hatten. Die EU wird zukünftig erlauben, vermehrt Mittel aus den Ackerbauregionen z.B. in die Grünlandregionen zu verlagern.&nbsp; „Das ist nötig, denn sonst droht dort nach dem Auslaufen der Milchquotenregelung der völlige Zusammenbruch der Milchwirtschaft. Das wäre in struktur- wie auch naturschutzpolitischer Hinsicht schlimm“, so der EuroNatur-Präsident. Die Aktionen der Milchbauern in dieser Woche haben nach Auffassung von EuroNatur gezeigt, dass gerade diesen Betrieben das Wasser oft bis zum Hals steht. Besonders betroffen sind Betriebe im Schwarzwald, in den hessischen und rheinland-pfälzischen Mittelgebirgen sowie im Bayrischen Wald.</p>
<p class="bodytext">Rückfragen: </p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 0 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Lutz Ribbe </p>
<p class="bodytext">mobil 0170-4125767 </p>]]></content:encoded>
			<category>Agrarpolitik</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 30 May 2008 09:52:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Meilenstein auf dem Weg zum Schutz der Artenvielfalt in Europa</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M51f1572c08e.0.html?&#38;cHash=32c1cbfbf1</link>
			<description>Am 21. Mai 2008 hat die albanische Regierung 340 Quadratkilometer des Shebenik-Jablanica Gebirges...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Presseinformation vom 29.&nbsp;Mai 2008</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell.</strong> Am 21. Mai 2008 hat die albanische Regierung 340 Quadratkilometer des Shebenik-Jablanica Gebirges als Nationalpark unter Schutz gestellt. „Die Ausweisung des Nationalparks Shebenik-Jablanica ist ein Meilenstein auf dem Weg zum Schutz der Artenvielfalt in Europa“, sagt EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. EuroNatur engagiert sich im Rahmen der Initiative „Grünes Band Europa“ seit der politischen Wende dafür, die Naturperlen entlang des einstigen Eisernen Vorhangs auf dem Balkan zu sichern. Dabei zählt das Shebenik-Jablanica Gebirge im Grenzgebiet zwischen Albanien und Mazedonien zu den herausragenden Kostbarkeiten. </p>
<p class="bodytext">Finanziell gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums, hat EuroNatur deshalb bereits vor mehr als drei Jahren die Grundlagen für die Ausweisung dieses Großschutzgebietes gelegt. Seitdem hat sich EuroNatur gemeinsam mit der albanischen Naturschutzorganisation PPNEA intensiv dafür engagiert, dass weite Teile des Shebenik-Jablanica Gebirges als Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten geschützt werden. Dort leben noch Bären und Wölfe, die seltene Balkan-Gämse und der stark vom Aussterben bedrohte Balkan-Luchs. Außerdem finden sich Pflanzenarten, wie etwa das Balkan-Veilchen (Viola aetolica), die nur in diesem Gebiet vorkommen.</p>
<p class="bodytext">„Unsere albanischen Partner haben den sehr aufwändigen politischen Prozess bis hin zur Ausweisung des Nationalparks in Albanien mit großem Einsatz begleitet. Aber die eigentliche Herausforderung beginnt erst jetzt“, betont Vogtmann. Damit das Schutzgebiet nicht zu einer Worthülse wird, muss nun dringend eine leistungsfähige Verwaltung aufgebaut werden. Ebenso wichtig ist es, die Menschen der Region langfristig für den Naturschutz zu gewinnen und für sie wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen, die naturverträglich sind. </p>
<p class="bodytext">EuroNatur ist überzeugt davon, dass dieses positive Beispiel auch auf der mazedonischen Seite des Jablanica-Gebirges in naher Zukunft Früchte tragen wird. Dort laufen intensive Vorbereitungen für die Ausweisung eines Großschutzgebietes. Der Plan, im Grünen Band Europa ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet mit einer Fläche von insgesamt rund 500 Quadratkilometern zu etablieren, könnte so schon bald Wirklichkeit werden.</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Hintergrundinformationen zur Initiative „Grünes Band Europa“:</strong></p>
<p class="bodytext">Bestehend aus wertvollen Lebensräumen entlang des einstigen Eisernen Vorhangs, erstreckt sich das „Grüne Band Europa“ als ökologischer Korridor von der Barentssee bis zum Schwarzen Meer. Mit dem Teilprojekt „Balkan Green Belt“ setzt sich EuroNatur gezielt für den südlichen Teil des Grünen Bandes ein und kooperiert dabei mit Partnern vor Ort, wie auch mit der Weltnaturschutzorganisation IUCN, dem Bund Naturschutz und dem Bundesamt für Naturschutz.</p>
<p class="bodytext"><a href="EuroNatur-Projekte-am-Gruenen-Ba.gruenes_band_projekt.0.html" >Mehr über die EuroNatur-Projekte am Grünen Band Europa</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Rückfragen: </p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 10 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a></p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer</p>
<p class="bodytext">Pressekontakt: Katharina Grund</p>]]></content:encoded>
			<category>Naturschutzpolitik</category>
			<category>Mazedonien</category>
			<category>Albanien</category>
			<category>Grünes Band Europa</category>
			<category>Luchs</category>
			<category>Wolf</category>
			<category>Braunbär</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 29 May 2008 10:39:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Vorbild für den Storchenschutz</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M50392c1be5e.0.html?&#38;cHash=f8aa27d5fb</link>
			<description>EuroNatur zeichnet Altreu in der Schweiz als Europäisches Storchendorf 2008 aus
</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Presseinformation vom 22.&nbsp;April 2008</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell.</strong> Der Weißstorch ist in Europa, trotz positiver Entwicklungen in einigen Regionen, immer noch eine Vogelart, die durch die rasante Veränderung in der Landbewirtschaftung bedroht ist. Umso wichtiger ist es, positive Ansätze im Storchenschutz zu stärken. Am 26. April 2008 zeichnet die Naturschutzstiftung EuroNatur deshalb im Rahmen der Aktion „Europäische Storchendörfer“ Altreu in der Schweiz aus. Vor etwa einem halben Jahrhundert war der Weißstorch in der Schweiz bereits ausgestorben. Doch in dem kleinen Weiler in der Gemeinde Selzach im Kanton Solothurn findet sich heute der mit Abstand größte Brutbestand des Landes. In der dort ansässigen Kolonie leben mit über 30 Paaren etwa 20 Prozent aller in der Schweiz brütenden Weißstörche. </p>
<p class="bodytext">Nur eine artenreiche Kulturlandschaft kann eine solch große Brutkolonie mit ausreichend Nahrung versorgen. Doch diese Voraussetzungen waren nicht immer gegeben: Als vor einem halben Jahrhundert im Rahmen eines Wiederansiedelungsprojektes die ersten Zuchtstörche nach Altreu gebracht wurden, hatten sie keine ausreichende Nahrungsgrundlage. EuroNatur zeichnet die Schweizer Kolonie aus, denn der Ort Altreu hat Vorbildfunktion: Seit zehn Jahren wird das ursprünglich problematisch ausgerichtete Einbürgerungsprogramm konsequent umgebaut, seit sechs Jahren werden keine Störche mehr gefüttert und die Gehege sind mittlerweile abgebaut worden. Stattdessen steht heute der Lebensraumschutz als Grundlage für das Überleben der Störche in der Kulturlandschaft im Zentrum des Interesses. „Die Auszeichnung von Altreu als Europäisches Storchendorf setzt ein Zeichen gegen die Weiterführung der nicht mehr zeitgemäßen Storchenzucht und -auswilderung und gegen das Füttern von Störchen. Altreu zeigt, dass es möglich ist, falsche Projektansätze zu korrigieren. Bereits heute ziehen die Störche hier ohne Zufütterung erfolgreich Junge auf: bis zu vier Jungstörche pro Paar, ein sehr gutes Ergebnis“, sagt EuroNatur-Projektleiter Dr. Martin Schneider-Jacoby.</p>
<p class="bodytext">Am Fluss Aare laufen bereits seit 2006 Renaturierungsarbeiten wie etwa die Abflachung der Ufer bei Altreu. Mit der sogenannten „Witi“ wurde eine 1500 Hektar große Schutzzone eingerichtet, in der die große und heute stabile Storchenpopulation auf Nahrungssuche gehen kann. Inmitten einer ansonsten intensiv bewirtschafteten Ackerlandschaft des Mittellandes werden so entlang der Aare vernässte Äcker erhalten. Die Schutzzone und die Aare-Ebene geben den Tieren eine reelle Chance, in diesem Gebiet als Wildvögel und Indikatoren für eine nahrungsreiche Kulturlandschaft zu überleben. Damit wird nicht nur der Lebensraum für den Weißstorch geschützt. Die Witi gilt zudem als international bedeutender Rastplatz für Watvögel. Die Finanzierung des Autobahntunnels unter der Witi – der einzige im Schweizer Flachland – zeigt, dass der Schutz dieses wertvollen Lebensraumes sehr wichtig genommen wird. </p>
<p class="bodytext"><strong>Hintergrundinformation: Auszeichnung „Europäische Storchendörfer“</strong></p>
<p class="bodytext">EuroNatur hat 1994 die Auszeichnung Europäisches Storchendorf zum ersten Mal verliehen. Gewürdigt wird damit das Engagement von Gemeinden in Europa, die sich für den Schutz der Weißstörche einsetzen. Mit der Auszeichnung der &quot;Europäischen Storchendörfer&quot; will EuroNatur positive Ansätze im Storchenschutz stärken. Die Aktion zeigt, dass es zusammen mit den Bürgern auch heute möglich ist, die Lebensräume für unsere Weißstörche zu erhalten. Die Gemeinde Altreu ist bereits das zehnte Europäische Storchendorf. Vorangegangene Auszeichnungen erhielten Rühstädt in Deutschland sowie Gemeinden in Polen, Spanien, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Österreich, Rumänien und Bulgarien. Die Dörfer arbeiten heute in einem Netzwerk zusammen und treffen sich jährlich.</p>
<p class="bodytext"><a href="EuroNatur-aktiv.storchendoerfer.0.html" >Mehr über die Europäischen Storchendörfer</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Rückfragen:</p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 10 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext">Internet: <a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Dr. Martin Schneider-Jacoby</p>
<p class="bodytext">Pressekontakt: Katharina Grund</p>]]></content:encoded>
			<category>Storch</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 09:49:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Deutschland hat großen Nachholbedarf beim Erhalt der biologischen Vielfalt</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M57e68ebb2c1.0.html?&#38;cHash=3799db592b</link>
			<description>Naturschutzverbände legen Forderungskatalog vor</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Presseinformation vom 18.&nbsp;April 2008</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell/Berlin.&nbsp;</strong>Vier Wochen vor der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt, die vom 19. bis 30. Mai 2008 in Bonn stattfindet, haben DNR, BUND, NABU und EuroNatur heute in Berlin einen zehn Punkte umfassenden Forderungskatalog zum Erhalt der biologischen Vielfalt vorgelegt. Die Verbände forderten von Bund und Ländern rasche Fortschritte vor allem beim gerechten Vorteilsausgleich für Nutzungen der biologischen Vielfalt, bei der Einrichtung eines weltweiten Systems von Schutzgebieten und bei Schutzmechanismen für den Wald. „Deutschland hat einen großen Nachholbedarf bei der Erhal-tung der biologischen Vielfalt im eigenen Lande“, sagte DNR-Präsident Hubert Weinzierl.</p>
<p class="bodytext">Deutschland und seine Bürger tragen mit ihrem Konsumverhalten und ihren Wirtschaftsverknüpfungen maßgeblich zur Gefährdung der biologischen Vielfalt in anderen Ländern und Kontinenten bei. Der ökologische Fußabdruck ist doppelt so groß wie die Bundesrepublik selbst. Um die Bedürfnisse der Deutschen zu decken, wird derzeit eine Fläche in Anspruch genommen, die mehr als doppelt so groß ist wie die Bundesrepublik. Der Import von Biomasse (z.B. aus Palmöl) trägt zur Zerstörung der besonders artenreichen Regenwälder in den Tropen bei, ebenso die Nutzung bestimmter dort wachsender Holzsorten. DNR-Präsident Hubert Weinzierl forderte daher: „Solange es eine Zertifizierung nicht gibt, muss ein Moratorium beim Import von Biomasse eingeführt werden.“</p>
<p class="bodytext">Besonders gefordert sind die Bundesregierung, Länder, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Umsetzung der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. So ist in Waldgebieten eine natürliche Entwicklung auf fünf Prozent der Fläche und bei Wäldern in öffentlicher Hand auf zehn&nbsp; Prozent der Fläche erforderlich.</p>
<p class="bodytext">Ein großes Defizit besteht bei der nationalen Umsetzung der Globalen Strategie zur Erhaltung der Pflanzen. Hier müssen die für die Sicherung der Pflanzenvielfalt wichtigsten Gebiete ermittelt und geschützt werden.</p>
<p class="bodytext">Der Vorsitzende des BUND Hubert Weiger wies darauf hin, dass Naturschutz auch Klimaschutz sei. Der Erhaltung von Biotopen mit einer hohen CO2-Speicherung wie Wäldern, Mooren und Feuchtgebieten kommt aus Sicht des Klimaschutzes eine große Bedeutung zu. Doch nach wie vor wird in Deutschland Torf abgebaut, was zum Beispiel in Niedersachsen acht Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen ausmacht.</p>
<p class="bodytext">Weiger forderte die Bundesregierung auf, umgehend entsprechende Maßnahmen einzuleiten, um der weiteren Zerstörung solcher CO2-Senken und Speicher entgegen zu wirken. Sie dürfe auch keine „Klimaschutzmaßnahmen“ fördern, die die Biodiversität schädigten (z.B. Wasserkraft und Agro-Kraftstoffe). <br />Zur Milderung von Effekten des Klimawandels ist ferner die Renaturierung von Feuchtgebieten wie Moore, Auen und Gewässern sinnvoll. <br />Um den Arten ein Ausweichen vor ungünstigen Klimafolgen zu ermöglichen, ist es ferner wichtig, Schutzgebiete zu erweitern, Biotope und Arten zu vernetzen, die gesamte Landschaft durch naturverträgliche Landbewirtschaftung durchlässiger zu machen und die Belastung der Natur durch andere Faktoren wie Flächenverluste und Eutrophierung zu reduzieren. Je intakter die Natur ist, desto flexibler kann sie auf die Änderungen durch den Klimawandel reagieren. Besondere Berücksichtigung sollten dabei die am meisten gefährdeten Gebiete wie etwa die Alpen oder das Wattenmeer erfahren.<br />Im Bereich der Landwirtschaft forderte Weiger die Reduzierung des Stickstoffüberschusses auf maximal 20 Kilogramm pro Hektar statt der derzeit durchschnittlichen 110 Kilogramm. Dies soll durch eine Besteuerung von Kunstdünger erfolgen. Ferner muss die Dünge-Verordnung verbessert werden und die Ausnahmeerlaubnis für Grünland abgeschafft werden, nach der bis 230 Kilogramm Stickstoff pro Hektar ausgebracht werden können und Düngeüberschüsse sollten mit Bußgeldzahlungen belegt werden. Ähnliches gilt für die Nutzung von Pestiziden, Antibiotika und Hormonen.<br />Im Rahmen der zweiten Säule der europäischen Agrarpolitik müssen zudem wesentlich mehr Mittel für die Finanzierung des Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 und für den Vertragsnaturschutz bereit gestellt werden. Überfällig ist auch die Streichung von Förderanreizen mit negativen Folgen für Natur und Umwelt.<br />Die Stärkung des Ökolandbaus fördert die Artenvielfalt durch den&nbsp; damit verbundenen sparsamen Einsatz von Düngemitteln und den Verzicht auf Chemie.</p>
<p class="bodytext">„Die FFH- und die Vogelschutzrichtlinie sind die maßgeblichen Instrumente zur Bewahrung der biologischen Vielfalt in der EU und in Deutschland, die auch weltweit eine Vorbildfunktion haben“, betonte NABU-Präsidiumsmitglied Hans-Joachim Mader. Bestrebungen der Bundesländer, diese Richtlinien abzuschwächen, sei entschieden entgegenzutreten. „Die Energie, die die Länder derzeit hierfür aufbringen, sollte besser darauf verwendet werden, den Schutz auch endlich umzusetzen. Wenn es unter Beteiligung aller Betroffenen erstellte Bewirtschaftungspläne für die FFH- und Vogelschutzgebiete mit klaren Vorgaben für Bewirtschaftung und – wo erforderlich - Entschädigung gibt, werden sich viele der von den Ländern aufgeführten Probleme von selbst lösen und die Akzeptanz wird steigen.“ Die EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) stellt mit ihrer Verpflichtung zur Erreichung eines guten ökologischen Zustands für die Gewässer in Europa das maßgebliche Instrument für die Erhaltung der Biodiversität in und an Gewässern mit weltweiter Vorbildfunktion dar. Das bedeutet, dass alle Gewässer wieder eine naturnahe Artenvielfalt haben und für die Gewässerorganismen ökologisch durchgängig sein müssen. <br />Die Einbeziehung von Auen als Lebensräume mit besonders hoher Biodiversität erfordert die Wiedereinrichtung natürlicher Überschwemmungsflächen, etwa durch Deichrückverlegungen, da sie eine Schlüsselrolle für die Vielfalt an Fischen, Amphibien und Krebsen besitzen. Damit wird gleichzeitig ein langfristig vorsorgender Hochwasserschutz betrieben.</p>
<p class="bodytext">Der gute ökologische Zustand kann nur erreicht werden, wenn die Beeinträchtigung der Gewässer durch Kanalisierung, Verbauung und Stoffeintrag auch ökonomisch in Rechnung gestellt wird und so entsprechende Verbesserungsmaßnahmen finanziert werden. Für die Nutzung und Beeinträchtigung von Gewässern durch Schifffahrt, Wasserkraft, Industrie und Landwirtschaft muss eine entsprechende Gebühr durch die Nutzer gezahlt werden.</p>
<p class="bodytext">Mader wies darauf hin, dass die Zerschneidung und Isolierung von Lebensräumen eines der gravierendsten Probleme für die Biodiversität in Deutschland sei. Nur noch auf 23 Prozent der Fläche unseres Landes finden sich unzerschnittene verkehrsarme Räume in der Größe von einhundert Quadratkilometern oder mehr. Es gelte, großflächig unzerschnittene Räume zu erhalten.</p>
<p class="bodytext">„Deutschland trägt eine besondere Verantwortung für den Schutz der europäischen Laubwälder und insbesondere der Buchenwälder“, sagte EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. Schließlich befindet sich ein stolzes Viertel der weltweiten Buchenwaldfläche im Bundesgebiet. „Die Maßnahmen des bestehenden Programms müssen umgesetzt werden. Zusätzlich ist ein Sofortprogramm erforderlich, das zehn Prozent der Buchenwälder unter Schutz stellt. Diese müssen komplett aus der Bewirtschaftung genommen werden“, forderte Vogtmann. Was die genutzten Waldbestände angehe, bedürften diese einer Zertifizierung nach FSC oder Naturland. </p>
<p class="bodytext">Auch was das Thema Vogeljagd angeht, gibt es nach Angaben von EuroNatur dringenden Handlungsbedarf. Es kann nicht sein, dass Länder wie Frankreich und Italien die EU-Vogelschutzrichtlinie und damit eines der wichtigsten Instrumente zum Erhalt der biologischen Vielfalt mit Füßen treten. Jedes Jahr werden in Europa weit über 100 Millionen Vögel legal geschossen oder gefangen. Der Kiebitz etwa, der in Deutschland auf der Roten Liste steht, wird in Frankreich legal bejagt. „Wir müssen alles tun, um die Zugrouten der Vögel sicherer zu machen. Nur so können wir den europaweit dramatischen Bestandsverlusten effektiv entgegenwirken“, forderte Vogtmann.</p>
<p class="bodytext">Dass die Nutzung von Biomasse nicht vorbehaltlos zu begrüßen ist, betonte der EuroNatur-Präsident ebenfalls. „Geplante Maßnahmen zum Klimaschutz werden mehr und mehr zu einer ernsthaften Bedrohung für die Artenvielfalt“, sagte Vogtmann und sprach sich in diesem Zusammenhang gegen die Beimischung von Agrokraftstoffen aus. „Anstatt mit hohem Energieaufwand Biomasse in flüssige Brennstoffe umzuwandeln, sollten wir die Biomasse lieber direkt nutzen.“ Aber auch hier ist Vielfalt gefragt: Es gilt dabei, auf verschiedene Lösungen zu setzen, die aber alle dezentrale Ansätze verfolgen und sich auf den stationären Einsatz beschränken. Der Anbau der Biomasse muss dabei immer ökologisch verträglich erfolgen. </p>
<p class="bodytext"><br />Ansprechpartner für Rückfragen:</p>
<p class="bodytext">Gabriel Schwaderer, EuroNatur<br />07732-9272-0</p>
<p class="bodytext">Dr. Helmut Röscheisen, DNR-Generalsekretär<br />mobil: 0160-97-209-108</p>
<p class="bodytext">Friedrich Wulf, Leitung Naturschutzpolitik des BUND<br />mobil: 0173-923-4747</p>
<p class="bodytext">Jörg-Andreas Krüger, NABU-Fachbereichsleiter Naturschutz und Umweltschutz<br />030-28 49 84-1601<br /></p>]]></content:encoded>
			<category>Artenschutz</category>
			<category>Biodiversität</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 11:07:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Fünf-Sterne-Hotel auf Nudisteninsel? Montenegro sucht privaten Investor für „Ada Bojana“</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M5553a57a54f.0.html?&#38;cHash=148e569694</link>
			<description>EuroNatur fordert konsequenten Schutz des Naturjuwels</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Presseinformation vom 26.&nbsp;Februar 2008</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell. </strong>Eine der letzten Naturlandschaften am Mittelmeer ist in Gefahr. „Die Insel Ada ist ein Naturjuwel, wie es in Europa sonst kaum noch zu finden ist, und erfüllt alle europäischen und globalen Kriterien für ein Naturreservat und den Kern eines Meeresschutzgebietes“, betont Dr. Martin Schneider-Jacoby, Projektleiter bei der EuroNatur Stiftung. Entsprechend kritisch sieht man bei EuroNatur, dass das Tourismus- und Umweltministerium in Montenegro jetzt in einer aktuellen Ausschreibung einen Investor für die knapp fünf Quadratkilometer große Insel an der Mündung des Flusses Bojana sucht. Gebaut werden sollen Luxushotels der 4- bis 5-Sterne-Klasse. „Die Ausschreibung weist den Weg in die völlig falsche Richtung“, warnt Dr. Schneider-Jacoby. Auf keinen Fall dürfen weitere Flächen auf der Ada verbaut werden. Die Investition muss sich auf die bereits genutzte Anlage in der westlichen Ecke der Insel beschränken, wobei höchste Umweltstandards unbedingt einzuhalten sind, fordert man bei EuroNatur. Der Rest der Insel muss strengstens geschützt bleiben. </p>
<p class="bodytext">Außerdem wird mit dem Bau einer 5-Sterne-Anlage das falsche Publikum angesprochen: „Anstatt einen weiteren, austauschbaren Hotelkomplex an der Adria zu errichten, sollte das Tourismus- und Umweltministerium von Montenegro die Chance nutzen und auf Ada einen naturverträglichen Tourismus fördern, der dazu beiträgt, das einmalige Naturerbe zu erhalten“, sagt Dr. Schneider-Jacoby. So ließe sich für die Region auch eine vielversprechende wirtschaftliche Perspektive schaffen, denn das Besondere der Insel bliebe bestehen und Montenegro könnte ganzjährig mit Naturtouristen rechnen. Ein entsprechendes Entwicklungskonzept hat EuroNatur für das Bojana-Buna-Delta (Bojana heißt der Fluss in Montenegro, Buna ist der albanische Name) bereits 2006 fertig gestellt. </p>
<p class="bodytext">&nbsp;„Ada Bojana“ war bis Ende der 1980er Jahre als Nudistenparadies weltweit bekannt. Bisher beschränkte sich der Tourismus auf eine überschaubare Anlage. Dank des „Eisernen Vorhangs“ entlang der albanischen Grenze konnte sich die Natur auf der Insel lange Zeit ungestört entfalten. Das Gebiet weist eine außergewöhnliche biologische Vielfalt auf. Heute ist die Ada deshalb als Gebiet von herausragender Bedeutung für den Schutz der Biodiversität in Europa anerkannt und wird mit dem möglichen Beitritt Montenegros zur Europäischen Union Teil des länderübergreifenden Netzwerks aus Schutzgebieten innerhalb der EU (Natura 2000). Unberührte Urwälder, Dünen und Feuchtgebiete prägen das Bild der Insel. </p>
<p class="bodytext">EuroNatur setzt sich dafür ein, diese Artenvielfalt zu erhalten und einzelne Lebensräume im Bojana-Buna-Delta zu einem grenzübergreifenden Paradies für Vögel und andere Arten zu vernetzen und hat bereits maßgeblich zur Ausweisung von Schutzgebieten entlang des Flusses Buna beigetragen. So unterstützt EuroNatur gegenüber der Insel Ada auf der albanischen Seite des Flusses den Aufbau des Velipoja-Schutzgebietes.&nbsp; </p>
<p class="bodytext">Mehr Informationen zu den EuroNatur-Projekten in der Bojana-Buna-Region&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.agencijacg.org/englishver/homepage.htm" target="_blank" >Link zu den&nbsp;offiziellen Ausschreibungsunterlagen (Englische Seite)</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Rückfragen und Fotomaterial: </p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 10 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext">Internet: <a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a></p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Dr. Martin Schneider-Jacoby</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Montenegro</category>
			<category>Pressemitteilung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 16:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Biosprit verschleudert sinnlos Milliardenbeträge</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M5b3b115d4ef.0.html?&#38;cHash=00280ffa79</link>
			<description>Positiver Einfluss auf das Klima in Frage gestellt</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Presseinformation vom 19.&nbsp;Februar 2008</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell. </strong>„Bei der Herstellung von Biosprit werden Geld und Energie förmlich verbrannt, die an anderer Stelle sehr viel sinnvoller für den Klimaschutz eingesetzt werden können“, sagt EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. Selbst aus den Reihen der EU-Kommission kommen jetzt Argumente, die einen positiven Beitrag von Biokraftstoffen zum Klimaschutz in Frage stellen. Damit werden die von EuroNatur seit langem vorgetragenen Bedenken unterstützt. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit würde es für Europa einen volkswirtschaftlichen Verlust zwischen 33 und 65 Milliarden Euro bedeuten, das Ziel der EU-Kommission zu erreichen und den Biosprit-Anteil bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen, so das Ergebnis einer Studie der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission (GFS). Und dabei kann nicht einmal die GFS sagen, ob Biokraftstoffe wirklich helfen, die Klimaerwärmung aufzuhalten. Im Gegenteil: Umgekehrt kann nicht einmal ausgeschlossen werden, dass sie den Klimawandel verstärken. Und trotz dieser Bedenken will Deutschland seinen Biosprit-Anteil bis 2020 sogar auf 20 Prozent steigern.</p>
<p class="bodytext">EuroNatur fordert deshalb sowohl von der EU als auch von der Bundesregierung ein sofortiges politisches Umdenken. „Die Weichen müssen neu gestellt werden, denn die Studie der GFS ist ein deutliches Signal dafür, dass die bestehende Regelung den Klimaschutz in eine Sackgasse führt“, warnt Hartmut Vogtmann. „Hier werden Lebensräume und ihre Artenvielfalt völlig sinnlos gefährdet. Sehr viel effektiver wäre es, die riesigen natürlichen CO2-Speicher wie Moore, Feuchtgebiete und Wälder in unseren Landschaften zu erhalten und wieder neu zu schaffen, als sich auf die Biokraftstoffe zu konzentrieren“. Dass Biosprit nicht nur teuer ist, sondern neben dem ökonomischen auch einen erheblichen ökologischen Schaden anrichtet, belegt die Studie deutlich. „Es ist nicht möglich, das Zehn-Prozent-Ziel mit nachhaltig angebauten Biokraftstoffen zu erreichen, auch wenn die EU dieses als Ziel formuliert hat“, sagt Hartmut Vogtmann. Emissionen, die an der einen Stelle reduziert werden, gelangen an anderer Stelle in die Atmosphäre. Etwa dann, wenn für den Anbau von Energiepflanzen natürliche CO2-Speicher wie Wälder, Moore oder Brachen zerstört werden und aus den Intensivkulturen über stickstoffhaltige Dünger und verdichtete Böden große Mengen an Treibhausgasen in die Atmosphäre gelangen. Bis zu 60 Prozent der negativen Klimawirksamkeit von Biokraftstoffen entsteht insbesondere durch die Emission von Lachgas beim Anbau von Energiepflanzen. Anbau, Düngung und Produktion der Biotreibstoffe fressen so viel Energie, dass die Kosten-Nutzen-Rechnung nicht positiv ausfallen kann, so das Ergebnis der Studie.</p>
<p class="bodytext">Zum EuroNatur-Hintergrundpapier &quot;Grüne Medizin gegen den Klimawandel&quot; <a href="http://typo3.euronatur.org/fileadmin/docs/Klima_und_Biodiversit_t/Gr_ne_Medizin_gegen_den_Klimawandel__2008.pdf" target="_blank" >(pdf-Datei,&nbsp;615 kb)</a></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Rückfragen: </p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 10 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext">Internet: <a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext">Pressekontakt: Katharina Grund</p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Lutz Ribbe </p>
<p class="bodytext">mobil 0170-4125767 </p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Klima</category>
			<category>Biodiversität</category>
			<category>Agrarpolitik</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 19 Feb 2008 16:00:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Erste Zugvögel kommen zurück - Vogeljagd macht Langstreckenflüge zu Spießroutenlauf</title>
			<link>http://www.euronatur.org/RSS-Feed-Single-View.825+M566af92316a.0.html?&#38;cHash=d7dfa37546</link>
			<description>EuroNatur: Slowenien ist Vorbild im europäischen Zugvogelschutz</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Presseinformation vom 15.&nbsp;Februar 2008</p>
<p class="bodytext"><strong>Radolfzell. </strong>Die ersten Zugvögel kehren aus ihren Winterquartieren im Süden Europas und Afrika zurück. „Besonders auf dem Rückzug in die Brutgebiete brauchen unsere Zugvögel intakte Rast- und Ruheplätze, an denen sie ausreichend Nahrung finden und ungestört neue Energie tanken können“, fordert EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. „Vor allem die Vogeljagd verwandelt die Langstreckenflüge der Zugvögel immer mehr in einen Spießrutenlauf. Besonders auf dem Zug in die Brutgebiete muss der Abschuss von Zugvögeln grundsätzlich verboten sein“. Während hier bereits die ersten Zugvögel eintreffen, läuft in Ländern wie Albanien, Montenegro und Kroatien die Jagd auf die Heimkehrer immer noch auf Hochtouren. Viele Arten, deren Bestände in Europa bedroht sind, wie Bekassine und Löffelente, werden auf dem Zugweg nach wie vor bis Ende Februar bejagt – und das meist auch noch völlig legal: In Montenegro wurde die Jagdsaison auf die Knäkente sogar bis 15. März verlängert, speziell mit dem Ziel, dass die Jäger auch später ziehende Tiere vor die Flinte bekommen.</p>
<p class="bodytext">Die offiziellen Abschusszahlen belegen das alarmierende Ausmaß der Zugvogeljagd: Jedes Jahr werden in Europa weit über 100 Millionen Vögel legal geschossen oder gefangen, so die Ergebnisse einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Berichte zum Vogelschutz“ veröffentlicht ist . Nach Meinung von EuroNatur ein unhaltbarer Zustand. Dabei wurden in der Studie lediglich die offiziellen Zahlen (Jagdstrecke) innerhalb der EU berücksichtigt – der Balkan blieb als wichtiger Brennpunkt für den Vogelzug und die Vogeljagd außen vor. Auch die Dunkelziffer in den EU-Ländern ging nicht in die Statistik ein: Todesfälle durch illegale Jagd, aber auch verletzte und nicht wiedergefundene Tiere sind nicht erfasst – letztere können bis zu 20 Prozent der Jagdstrecke ausmachen. Ebenso unbeachtet blieben indirekte Verluste, die entstehen, wenn aufgeschreckte Vögel nach einer energiezehrenden Flucht nicht mehr genügend Kraftreserven für den Weiterflug haben und wertvolle Rastplätze durch die Jäger blockiert werden.</p>
<p class="bodytext">Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Slowenien: Hier dürfen mittlerweile nur noch sechs Vogelarten geschossen werden, darunter die Stockente. Um Vögel nicht zu gefährden, die sich auf dem Weg zurück in ihre Brutgebiete befinden, endet die Jagd auf diesen Brutvogel mit dem 15. Januar. Denn Zugvögel, die in anderen Ländern brüten sind tabu. „Slowenien setzt die EU-Vogelschutzrichtlinie konsequent um und verhält sich vorbildlich“, sagt Dr. Martin Schneider-Jacoby, Projektleiter bei EuroNatur. Auch die anderen Staaten auf dem Balkan sollten dem Beispiel folgen. Wie wichtig die verstärkte Kontrolle der Jagd auf Zugvögel ist, belegen Zahlen von der östlichen Adria. In einem seiner Projekte an den Brennpunkten des Vogelzugs dokumentiert EuroNatur zusammen mit dem Skutari-Nationalpark in Montenegro die positiven Auswirkungen des Jagdverbotes. Mit messbarem Erfolg: Im Januar 2008 stieg die Zahl der überwinternden Vögel im montenegrinischen Teil des Skutari-Sees auf über 150.000 Tiere an und war damit mehr als vier Mal so hoch wie vor drei Jahren, als dort noch gejagt wurde. Große jagdfreie Rastplätze in den erhaltenen Feuchtgebieten sind die Grundlage für das Überleben der Zugvögel.</p>
<p class="bodytext">Mehr zum Thema Vogeljagd</p>
<p class="bodytext">Rückfragen: </p>
<p class="bodytext">Stiftung Europäisches Naturerbe (EuroNatur) </p>
<p class="bodytext">Konstanzer Straße 22 </p>
<p class="bodytext">78315 Radolfzell </p>
<p class="bodytext">Tel.: 07732 - 92 72 0 </p>
<p class="bodytext">Fax: 07732 - 92 72 22 </p>
<p class="bodytext">E-Mail: <a href="javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+jogpAfvspobuvs/psh');" >info<span>&#064;</span>euronatur.org</a> </p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.euronatur.org/" target="_blank" >www.euronatur.org</a></p>
<p class="bodytext">Ansprechpartner: Dr. Martin Schneider-Jacoby</p>
<p class="bodytext">Pressekontakt: Katharina Grund&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>Pressemitteilung</category>
			<category>Zugvögel</category>
			<category>Vogeljagd</category>
			<category>Montenegro</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 16:00:00 +0100</pubDate>
			
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