EuroNatur - Braunbär Alle Meldungen zum Thema "Braunbär" de EuroNatur Mon, 22 Apr 2019 10:31:34 +0200 Mon, 22 Apr 2019 10:31:34 +0200 TYPO3 EXT:news news-2043 Fri, 14 Jul 2017 09:19:44 +0200 Erweitertes Nahrungsangebot für Spaniens Bären https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/erweitertes-nahrungsangebot-fuer-spaniens-baeren/ Braunbären sind Allesfresser: Neben Obst, Wurzeln und Insekten erweitert Aas das breite Nahrungsspektrum der Petze. Durch eine EU-Verordnung fiel diese Ernährungsquelle lange Zeit nahezu komplett weg. Nun hat die Regionalregierung Asturiens das Auslegen von Nutztierkadavern endlich wieder genehmigt. Wenn Braunbären im Frühling ihre Höhlen verlassen, ist ihr Hunger groß, aber das Nahrungsangebot gering. Aas von Wild- und Weidetieren liefert in dieser Zeit eine wichtige Ergänzung ihres Speiseplans. Das in den vergangenen Jahren ohnehin geringer gewordene Angebot an Nutztierkadavern hat sich durch eine EU-Verordnung im Zuge der BSE-Krise im Jahr 2002 noch einmal verschärft. Selbst in entlegenen Gebirgsregionen war es Viehhaltern daraufhin verboten, tote Nutztiere der Natur zu überlassen. EuroNatur und ihre spanische Partnerorganisation Fapas haben jahrelang dafür gekämpft, dass die unnötig strenge nationale Umsetzung der EU-Verordnung in Asturien gelockert wird.

Mit Erfolg: Im Juni hat die asturische Regionalregierung ein überfälliges Dekret erlassen, das es den Bauern wieder erlaubt, die Kadaver von Nutztieren in der Landschaft zu belassen. Dies ist nicht nur eine gute Nachricht für Spaniens Petze; auch Wölfe und Geier profitieren von der Entscheidung. Nun gilt es, den neuen Erlass zügig und konsequent umzusetzen. Fapas und EuroNatur werden sich weiterhin dafür einsetzen.

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news-2011 Mon, 15 May 2017 08:23:33 +0200 Illegale Tötung von Bären in Spanien nimmt wieder zu https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/illegale-toetung-von-baeren-in-spanien-nimmt-wieder-zu/ Der Druck auf Spaniens Petze im Westteil des Kantabrischen Gebirges wächst weiter. Kürzlich wurden erneut zwei tote Bären in der Provinz Asturien gefunden. Sie fielen vermutlich Giftködern zum Opfer. Es ist ein trauriger Anblick: Zwei stattliche Braunbären, von denen jeder beinahe 200 Kilogramm auf die Waage brachte, liegen tot in einem Gebirgsbach. Viel spricht dafür, dass sie vergiftet wurden. Zur Bestätigung des Verdachts befinden sich die Kadaver in einem staatlichen Labor, doch ob die Obduktion Gewissheit bringen wird, bleibt unklar. Die spanische Naturschutzorganisation Fapas, die sich gemeinsam mit EuroNatur seit vielen Jahren für den Schutz der Braunbären im Kantabrischen Gebirge einsetzt, kritisiert schon lange, dass die asturische Verwaltung keine korrekten Obduktionen veranlasst. Ohne die genauen Todesursachen der Bären zu kennen, lassen sich die Täter schwer finden und zur Verantwortung ziehen.

Die beiden jüngst gefundenen toten Bären sind leider keine Ausnahme. Das Hauptproblem für Spaniens Bären ist nach wie vor die Wilderei. Allein im letzten Jahr wurden fünf Bären tot aufgefunden und die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Nachdem sich die Situation im Westteil der Kordilleren dank der Bemühungen von Fapas stark verbessert hatte, nimmt die illegale Verfolgung der Braunbären seit einigen Jahren wieder zu. In der Bevölkerung wird bewusst Stimmung gegen die Petze gemacht. Hinzu kommt, dass die asturische Regionalregierung offensichtlich keinen großen Wert mehr auf Naturschutz legt. Deren feindliche Haltung gegenüber dem Wolf schadet auch den Bären der Region: Es werden vermehrt Giftköder und Fallen ausgelegt. Außerdem vermutet Fapas, dass absichtlich Waldbrände geschürt werden, um die Wölfe zu vertreiben.

Unterdessen kämpfen Fapas und EuroNatur weiter für Spaniens letzte Bären. Mitarbeiter der spanischen Organisation patrouillieren regelmäßig durch die Projektgebiete. Zusätzlich hat Fapas kürzlich eine Kampagne im öffentlichen Rundfunk Asturiens gestartet, die auf die Gefahren für die Braunbären aufmerksam macht.

 

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news-1926 Thu, 15 Dec 2016 15:52:12 +0100 Ein bärenstarkes Weihnachtsgeschenk https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/ein-baerenstarkes-weihnachtsgeschenk/ Weihnachten naht mit großen Schritten. Wenn Sie noch nach einem sinnvollen Weihnachtsgeschenk suchen, haben wir etwas für Sie! Verschenken Sie zu Weihnachten eine EuroNatur-Bärenpatenschaft. Damit helfen Sie uns unter anderem, die Wilderei zu bekämpfen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit zum Schutz der Braunbären liegt im Kantabrischen Gebirge in Nordspanien. Dort ist es uns gemeinsam mit unserem Partner Fapas durch langjährige Schutzbemühungen gelungen, die illegale Jagd zumindest im Westen des Gebirges stark zu begrenzen. Doch seit einiger Zeit geraten die Bären auch hier wieder verstärkt in das Visier von Wilderern. Für die Zukunft der Braunbären im Kantabrischen Gebirge ist diese Entwicklung fatal. Denn der Tod jedes einzelnen Bären bedeutet einen herben Verlust für die immer noch kleine und bedrohte Population.

Mit einer EuroNatur-Bärenpatenschaft helfen Sie uns unter anderem, regelmäßige Ranger-Patrouillen zu gewährleisten und das Netz aus Kamerafallen im Kantabrischen Gebirge weiter zu verdichten.

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news-1917 Tue, 06 Dec 2016 10:39:58 +0100 Shopping mit Schutzwirkung https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/shopping-mit-schutzwirkung/ Klein, fein und außergewöhnlich: Mit den wunderschönen Geschenkideen auf benefizshoppen.de machen Sie nicht nur Ihren Mitarbeitern, Kunden und besten Freunden eine Freude. Zusätzlich gehen zehn Prozent des Nettokaufpreises an eine Hilfsorganisation Ihrer Wahl, wie z.B. EuroNatur. Unter dem Motto „Sie schenken, wir spenden“ unterstützt benefizshoppen zusammen mit seinen Kunden gemeinnützige Projekte auf der ganzen Welt in Bereichen wie Entwicklungshilfe, Gesundheit und Naturschutz. Und so einfach geht’s: In Ruhe Geschenke aussuchen, in den Warenkorb legen und aus den beteiligten Hilfsorganisationen EuroNatur auswählen. Damit helfen Sie uns aktiv, bedrohte Tierarten wie Spaniens letzte Braunbären und Ihre Lebensräume langfristig zu schützen.

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news-1915 Wed, 30 Nov 2016 16:01:00 +0100 Weihnachtsgeschenk für Spaniens Bären https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/weihnachtsgeschenk-fuer-spaniens-baeren/ Vergiftet, erschossen, in Schlingfallen qualvoll verendet – vor allem im Osten des Kantabrischen Gebirges in Nordspanien werden Braunbären immer wieder Opfer von Wilderern. Unterstützen Sie unsere Arbeit zum Schutz der Bären und verschenken Sie zu Weihnachten eine EuroNatur-Bärenpatenschaft. Gemeinsam mit unserem Partner Fapas setzen wir uns seit vielen Jahren für das Überleben von Spaniens letzten Bären ein. Durch langjährige Schutzbemühungen ist es uns unter anderem gelungen, die Wilderei zumindest im Westen des Gebirges stark zu begrenzen. Doch seit einiger Zeit geraten die Bären auch hier wieder verstärkt in das Visier von Wilderern. Diesem Treiben müssen wir schnellstens Einhalt gebieten! Denn jeder gewilderte Bär gefährdet das Überleben der Population. Mit einer EuroNatur-Bärenpatenschaft helfen Sie uns unter anderem, regelmäßige Ranger-Patrouillen zu gewährleisten und das Netz aus Kamerafallen im Kantabrischen Gebirge weiter zu verdichten.

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news-1912 Thu, 24 Nov 2016 16:48:08 +0100 #GivingTuesday 2016: Mitmachen und Bären schützen! https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/givingtuesday-2016-mitmachen-und-baeren-schuetzen/ Der Countdown läuft: Am 29. November ist #GivingTuesday. An diesem Tag ruft die gleichnamige Initiative weltweit Menschen dazu auf, ein Zeichen gegen den vorweihnachtlichen Konsumrausch zu setzen und sich sozial zu engagieren. Auch EuroNatur ist mit dabei. Im Fokus unserer Aktion stehen Spaniens letzte Braunbären. Die Petze brauchen dringend unsere Hilfe. Vor allem im Osten des Kantabrischen Gebirges in Nordspanien machen Wilderer unerbittlich Jagd auf die Bären.

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Fapas kämpfen wir dafür, die Wilderei einzudämmen und sichere Lebensräume für Spaniens Bären zu schaffen. Helfen Sie uns dabei!

Unterstützen Sie unser Schutzprogramm für die Bären zum #GivingTuesday 2016 mit einer Spende oder werden Sie EuroNatur-Bärenpate!


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news-1883 Fri, 07 Oct 2016 12:38:59 +0200 Rumänien verbietet Trophäenjagd https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/rumaenien-verbietet-trophaeenjagd/ Am 5. Oktober hat das rumänische Umweltministerium die Jagd auf Braunbären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen verboten.

Am 5. Oktober hat das rumänische Umweltministerium die Jagd auf Braunbären, Wölfe, Luchse und Wildkatzen verboten. Eine überwältigende Zahl von Menschen hatte sich in einer Petition für diese Entscheidung ausgesprochen. Innerhalb von nur zwei Tagen erhielt ein von der rumänischen EuroNatur-Partnerorganisation Agent Green veröffentlichter Aufruf weit über 11.000 Unterstützer. 

„Wir standen nur wenige Tage vor der Eröffnung der Jagdsaison. Es war buchstäblich eine Entscheidung in letzter Minute, die einer Vielzahl von Bären, Wölfen und Katzen nun das Leben rettet“, sagt Gabriel Paun, Vorsitzender von Agent Green. Zur Entscheidung stand die Genehmigung des Abschusses von  552 Braunbären, 657  Wölfen, 78  Luchsen und 484  Wildkatzen in der nächsten Jagdsaison. Da unabhängige und fundierte Studien zu den großen Beutegreifern in Rumänien bislang weitgehend fehlen, sind belastbare Schätzungen der Populationsgrößen bisher nicht möglich.

„EuroNatur begrüßt die Entscheidung des Umweltministeriums. Die Bejagung von Bären, Wölfen, Luchsen und Wildkatzen war bislang eine der größten Bedrohungen für die großen Beutegreifer in Rumänien. Nun gilt es dringend, Maßnahmen gegen die illegale Verfolgung dieser faszinierenden Wildtiere zu ergreifen“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. 

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news-1881 Tue, 27 Sep 2016 08:41:01 +0200 Ein Herz für Europas letzte Paradieswälder https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/ein-herz-fuer-europas-letzte-paradieswaelder/ Der rumänische Biologe und Campaigner Gabriel Paun erhält in gut zwei Wochen den EuroNatur-Preis 2016 für sein außerordentliches Engagement zum Schutz der rumänischen Urwälder.

EuroNatur-Preis 2016 geht an rumänischen Urwaldschützer 

Pressemitteilung vom 27. September 2016

 

Radolfzell.  Der Kahlschlag in den rumänischen Urwäldern geht weiter, auch in dieser Minute werden sie schonungslos abgeholzt. Einer, der seit vielen Jahren mit höchstem persönlichem Einsatz für den Schutz der Karpaten-Urwälder kämpft ist Gabriel Paun. Für dieses außergewöhnliche Engagement erhält der rumänische Biologe und Campaigner in gut zwei Wochen, am 12. Oktober, den EuroNatur-Preis 2016. Damit steht er in einer Reihe mit herausragenden Persönlichkeiten wie Prinz Charles und dem US-Beststeller-Autor Jonathan Franzen. Auch sie erhielten den EuroNatur-Preis für ihr vorbildliches Engagement zum Schutz des europäischen Naturerbes. 

„Die Urwälder in Rumänien sind einerseits ein herausragender Schatz des europäischen Naturerbes, andererseits aber auch massiv bedroht. Ihre Zerstörung ist ein Skandal“, sagt Christel Schroeder, Präsidentin der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur. Bisher ist der Verlust der rumänischen Paradieswälder international ein Randthema und wird – wenn überhaupt – in Rumänien diskutiert. „Mit der Verleihung des diesjährigen EuroNatur-Preises an Gabriel Paun senden wir ein klares Signal an die rumänische Regierung, die Abholzung der Karpaten-Urwälder umgehend zu stoppen. Zudem ist es höchste Zeit, dass die Europäische Kommission endlich den Schutz der Natura 2000-Flächen einfordert“, betont Christel Schroeder. Seit Jahren deckt Gabriel Paun, Gründer der rumänischen Naturschutzorganisation Agent Green, massive Fälle der Urwaldzerstörung auf und bringt sie schonungslos ans Licht der Öffentlichkeit. Woche für Woche werden dort Tausende Bäume illegal gefällt. Die rumänischen Behörden setzen den gesetzlichen Schutz der Primärwälder nicht konsequent durch. Selbst durch ihre Lage in einem Nationalpark oder europäischen Schutzgebiet sind uralte Baumriesen nicht vor den Sägen sicher. 

Derzeit befinden sich noch rund 60 Prozent der letzten Urwälder des Kontinents (ohne Russland) in Rumänien. Doch in den vergangenen zehn Jahren wurden riesige Gebiete dieser mehr als 6000 Jahre alten Waldgesellschaften vernichtet.  

 

Hintergrundinfos:

EuroNatur-Preis:  Der EuroNatur-Preis ist undotiert. Mit ihm werden herausragende Leistungen für den Naturschutz gewürdigt. Frühere Preisträger sind u.a. Jonathan Franzen, Prinz Charles, Michail Gorbatschow, Nelson Mandela, Dr. Ernst Paul Dörfler, Prof. Dr. Klaus Töpfer und Hnutí Duha (Friends of the Earth Tschechien). Die Verleihung der Auszeichnung an Hnutí Duha im Jahr 2014 gab der tschechischen Naturschutzorganisation die nötige internationale Rückendeckung, um den Schutz der Wildnis im Nationalpark Böhmerwald maßgeblich voranzutreiben. Der EuroNatur-Preis 2016 wird am 12. Oktober 2016 um 17 Uhr auf der Bodenseeinsel Mainau an Gabriel Paun verliehen.   

Gabriel Paun ist ein rumänischer Biologe, der sich als Campaigner für Natur- und Tierschutz einsetzt. Für Greenpeace hat er entscheidend zum Anbauverbot von Gentech-Soja in Rumänien beigetragen. Er ist auch für Vier Pfoten und Animals International tätig. Für den Waldschutz setzt er sich seit vielen Jahren ein. U.a. hat er den illegalen Bau der Straße 66a durch den Domogled Nationalpark und den Retezat Nationalpark in Rumänien vorübergehend gestoppt. Dort findet sich einer der letzten Buchenurwälder Europas. 2009 hat Gabriel Paun die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green gegründet und ist seither ihr Vorsitzender.  

Rückfragen:

EuroNatur, Konstanzer Straße 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 10, Fax: 07732 - 92 72 22, katharina.grund@euronatur.org, www.euronatur.org, Pressekontakt: Katharina Grund, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer 

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news-1854 Wed, 03 Aug 2016 09:40:56 +0200 Das Boia Mica Tal in Fagaras: Europas wildestes Tal verdient Schutz https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/das-boia-mica-tal-in-fagaras-europas-wildestes-tal-verdient-schutz/ Das wahrscheinlich wildeste Tal im Herzen Europas wurde kürzlich in Rumänien entdeckt. Gleichzeitig warnt heute die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green davor, dass dieses Paradies schon bald zerstört sein könnte.

Rumänische NGO fordert besseren Schutz für Europas Urwald- „Hot Spot“ im Natura-2000-Gebiet Fagaras-Gebirge

Das wahrscheinlich wildeste Tal im Herzen Europas wurde kürzlich in Rumänien entdeckt. Gleichzeitig warnt heute die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green davor, dass dieses Paradies schon bald zerstört sein könnte. Das Boia Mica Tal ist ein steiles, abgeschiedenes Tal mit einem großen, unberührten und beinahe unzugänglichen Urwald. Es liegt im Fagaras-Gebirge, einer der letzten Hochburgen großer europäischer Wildnisgebiete. 

In den letzten Jahren sind viele Urwälder im Fagaras-Gebirge gerodet und dadurch für immer zerstört worden. Einige Kahlschläge im Natura 2000-Gebiet, welches große Bereiche des Fagaras-Gebirges umfasst, sind mehrere hundert Hektar groß. Die international tätige EuroNatur Stiftung und Agent Green fordern die rumänische Regierung dazu auf, die Abholzung im Fagaras-Gebirge umgehend zu stoppen und dort einen Nationalpark zu schaffen, der die internationalen IUCN-Kriterien erfüllt. Ganz besonders das herausragende Boia Mica Tal verdient sofortige Maßnahmen, um seine Zerstörung zu verhindern.

„Boia Mica liegt im Natura 2000-Gebiet Fagaras-Gebirge. Nach europäischer Gesetzgebung ist es bereits geschützt. Aber das verhindert die Abholzung offensichtlich nicht, wie wir an vielen Negativbeispielen und klaren Verstößen gegen die Vorgaben von Natura 2000 gesehen haben. Die rumänischen Behörden müssen den Naturschutz im Fagaras-Gebirge und in den meisten Natura 2000-Gebieten des Landes dringend stärken“, fordert Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. Der obere Teil von Boia Mica ist komplett unberührt, steile Hänge und Schluchten haben es bisher vor Abholzung und Plänen für Staudammprojekte bewahrt. Jedoch gibt es auch hier bereits Nutzungspläne. 

„Boia Mica ist eines der bedeutendsten Wildnisgebiete sowie einer der größten und am wenigsten zugänglichen Urwälder Europas. Ich habe die meisten der wilden Wälder Europas gesehen“, sagt Photograph und Buchautor Matthias Schickhofer, „Boia Mica ist vergleichbar mit den wertvollsten Gebieten wie dem Biogradska Gora Nationalpark (Montenegro), dem Perucica Urwald (Bosnien-Herzegowina) oder Polens Biolowieza Wald. Es wäre ein Desaster für ganz Europa, wenn es zerstört würde.“

Martin Mikolas, ein slowakischer Waldwissenschaftler, der für die Abteilung für Waldökologie an der Naturwissenschaftlichen Universität in Prag arbeitet, forscht seit vielen Jahren in Boia Mica und sagt: „Wir haben dort die wahrscheinlich älteste Buche in Rumänien gefunden. Wir haben 480 Jahresringe gezählt. Da wir bei der Messung aber nicht bis zum Zentrum des Baumes gelangt sind, ist der Baum sicher älter. Das wahre Alter könnte zwischen 500-520 Jahren liegen. Alles in allem haben wir 15 Bäume, die älter als 400 Jahre sind, in Boia Mica gefunden.“

Im Juli 2016 besuchten Martin Mikolas, Matthias Schickhofer und rumänische Waldexperten zudem andere Urwaldgebiete in Fagaras, insbesondere Ucea Mare und Arpaselu. Auch das Strambei Tal in der Nähe von Sinca wurde von rumänischen Experten untersucht. Die Experten bestätigen, dass all diese Wälder unberührt sind und vollständig die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Urwäldern in Rumänien erfüllen. Doch keines dieser Gebiete ist bisher offiziell als Urwald registriert. Das bedeutet, sie genießen entsprechend dem rumänischen Waldgesetz keinen ausreichenden Schutz. Forststraßen wurden bereits bis an die Grenzen dieser Urwälder gebaut. Agent Green und EuroNatur fordern die rumänischen Behörden dringend auf, sofort zu handeln und diese wilden Orte von europäischer Bedeutung zu sichern.

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news-1763 Mon, 14 Mar 2016 16:31:00 +0100 Todesursache Wilderei? https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/braunbaer/braunbaer-aktuell/news/todesursache-wilderei/ In der nordspanischen Gemeinde Quiros im Kantabrischen Gebirge wurde vor wenigen Tagen ein Braunbär tot aufgefunden. EuroNatur-Partner Fapas vermutet, dass das Bärenmännchen ein Opfer von Wilderern geworden ist. Mitarbeiter der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leon untersuchen den Kadaver derzeit. Fapas forderte die Verantwortlichen auf, alle nötigen Analysen wie unter anderem auch toxikologische Tests durchzuführen, um die Todesursache einwandfrei aufzuklären. Die spanischen Naturschützer kritisieren, dass die Behörden in früheren Fällen oft zu voreilig einen natürlichen Tod der Tiere konstatierten.

Dank der langjährigen Arbeit von EuroNatur und Fapas ist es gelungen, die illegale Jagd zumindest im Westen des Kantabrischen Gebirges stark zu begrenzen. Doch in der Gemeinde Quiros ist die Wilderei weiterhin ein brennendes Problem. Für Spaniens letzte Bären ist das fatal. Denn der Tod jedes einzelnen Bären bedeutet einen herben Verlust für die immer noch kleine und bedrohte Population.

 

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