Luchse in Europa

Luchse haben ausgezeichnete Sinne.
Sie hören Mäuserascheln noch in 50 m Entfernung.
© Christof Wermter

Schutz über Grenzen hinweg

Der Luchs ist die größte Katzenart in Europa. Die scheuen Einzelgänger brauchen ausgedehnte und störungsarme Wälder, wo sie genug Nahrung finden und in Ruhe ihre Jungen großziehen können. Um 1850 war der Luchs in weiten Teilen Europas nahezu ausgerottet. Damit der Luchs heute in Europa wieder überleben kann, braucht es intensive Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungsprogramme. Besonders kritisch ist die Situation für den Balkanluchs, einer Unterart des Eurasischen Luchses. Vermutlich streifen nur noch weniger als 50 Exemplare dieses „Phantoms“ durch die Bergwälder des südlichen Balkans. Gemeinsam mit Partnerorganisationen in der Schweiz und in Südosteuropa setzt sich EuroNatur dafür ein, das Wissen über Luchse zu fördern, die scheuen Katzen wirkungsvoll zu schützen und ihre Lebensräume zu bewahren.

Die Auswilderung von Luchsdame Catalin

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Das leisten wir für Europas Luchse

  • Wertvolle Datengrundlagen schaffen: Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir die Luchsbestände in vielen Regionen Europas wissenschaftlich erfasst. Dies bildet die Grundlage für erfolgreiche Schutzkonzepte.
     
  • Populationen verbinden: Um dem großen Raumbedarf der Luchse gerecht zu werden, müssen vorhandene Lebensräume nicht nur erhalten, sondern auch miteinander verbunden werden. Zusätzlich fangen unsere Partner Individuen aus Gebieten, in denen es noch viele Luchse gibt und siedeln sie in luchsarmen Regionen wieder an. Dadurch wird der genetische Austausch zwischen einzelnen Luchspopulationen, so etwa in den Dinariden, ermöglicht.
     
  • Brücken bauen: Autobahnen und Landstraßen zerschneiden die Wanderwege der Luchse und anderer Wildtiere. Wir erarbeiten Lösungen, wie sich die negativen Auswirkungen unserer Infrastruktur auf Luchs und Co. so gering wie möglich halten lassen.
     
  • Schutzgebiete errichten: Wir setzen uns mit unseren Partnern dafür ein, die Rückzugsgebiete der Luchse zu erhalten und sie unter Schutz zu stellen. Vor allem in den gebirgigen Grenzregionen am Grünen Band Balkan treiben wir die Ausweisung grenzüberschreitender Schutzgebiete voran, etwa des Shar-Nationalparks. Damit erhalten wir nicht nur Lebensräume für den Balkanluchs und seine Beutetiere, sondern auch Gebiete mit einer großen Artenvielfalt.

Luchse umsiedeln, Kamerafallenbilder auswerten, die Bevölkerung aufklären: Luchsschutz in Europa ist vielseitig

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