EuroNatur - Luchs Alle Meldungen zum Thema "Luchs" de EuroNatur Mon, 22 Apr 2019 10:48:51 +0200 Mon, 22 Apr 2019 10:48:51 +0200 TYPO3 EXT:news news-2141 Mon, 05 Mar 2018 10:32:28 +0100 Wiedersehen mit Maya https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/wiedersehen-mit-maya/ Am 18. März des vergangenen Jahres wurde die Balkanluchs-Dame Maya mit einem Peilsender versehen. Seitdem lieferte sie den mazedonischen Wissenschaftlern des Balkanluchs-Teams unserer Partnerorganisation MES (Macedonian Ecological Society) ein Jahr lang wertvolle Daten zu ihrem Territorialverhalten, etwa wie groß das Revier ist, das ein ausgewachsenes Luchsweibchen beansprucht. Am 18. März des vergangenen Jahres wurde die Balkanluchs-Dame Maya mit einem Peilsender versehen. Seitdem lieferte sie den mazedonischen Wissenschaftlern des Balkanluchs-Teams unserer Partnerorganisation MES (Macedonian Ecological Society) ein Jahr lang wertvolle Daten zu ihrem Territorialverhalten, etwa wie groß das Revier ist, das ein ausgewachsenes Luchsweibchen beansprucht.  Nun wurde die Batterie des Senders allmählich schwächer und die Luchsschützer legten sich auf die Lauer, um Maya ein zweites Mal zu fangen.

Vor zehn Tagen tappte Maya in die Falle. Die Wissenschaftler versahen die Luchsdame mit einem neuen Peilsender und führten zahlreiche Untersuchungen zum Gesundheitsstand des Tieres durch. Das Ergebnis ist erfreulich: Maya ist kerngesund! Unbeschadet konnte sie nach der Prozedur wieder in die Freiheit entlassen werden. Auch im kommenden Jahr werden Mayas Telemetrie-Daten dem Team von MES wichtige Informationen über die Ökologie der scheuen Pinselohren liefern und somit dazu beitragen, die Schutzbemühungen für die Balkanluchse in Mazedonien zu optimieren.

Wie sich EuroNatur und ihre Partnerorganisationen für den Schutz der bedrohten Balkanluchse einsetzen, erfahren Sie hier.

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news-2132 Thu, 18 Jan 2018 15:06:28 +0100 Der Schwarzwald ist Luchs-Revier https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/der-schwarzwald-ist-luchs-revier/ Auf Bildern von Wildtierkameras hatte er sich schon öfters gezeigt, nun ist es Experten gelungen, einen männlichen Luchs zu fangen und zu besendern. Der Peilsender wird der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) zwei Jahre wertvolle Daten für die Wissenschaft liefern. Einst waren Luchse in ganz Mitteleuropa verbreitet, ehe sie vom Menschen auch im Schwarzwald ausgerottet wurden. Vor rund vierzig Jahren wurden die scheuen Pinselohren in der Schweiz wieder angesiedelt, von wo aus sie in den vergangenen Jahren auch vereinzelt im Schwarzwald auftauchten. Bei allen nachgewiesenen Luchsen, so auch bei dem kürzlich besenderten, handelte es sich um männliche Tiere, sogenannte „Kuder“. Diese legen bei ihrer Suche nach neuen Revieren deutlich weitere Strecken zurück als ihre weiblichen Artgenossen.

Durch die Daten, die der Peilsender des Luchskuders nun liefert, können die Luchsforscher von der FVA nachvollziehen, welche Wege sich am besten für eine sichere Querung des dicht besiedelten Hochrheintals eignen. Die Experten rechnen in naher Zukunft fest mit einer erhöhten Wanderaktivität des Schwarzwaldluchses – in den kommenden Tagen beginnt nämlich die Paarungszeit der eleganten Katzen.

Wie sich EuroNatur für den Schutz der Pinselohren, insbesondere der seltenen Unterart des Balkanluchses einsetzt, erfahren Sie hier.

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Artenschutz Luchs
news-2119 Mon, 11 Dec 2017 13:45:36 +0100 Mavrovo-Nationalpark: Baustopp für Wasserkraftwerke gefordert https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/mavrovo-nationalpark-baustopp-fuer-wasserkraftwerke-gefordert/ Berner Konvention: Mazedoniens Regierung wird aufgefordert, den Bau von Wasserkraftwerken im Mavrovo-Nationalpark zu stoppen Radolfzell/Skopje/Straßburg. Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hat auf seiner 37. Sitzung seine Besorgnis über die noch bestehenden Pläne von Wasserkraftwerken im mazedonischen Mavrovo-Nationalpark geäußert. Der Ausschuss fordert die Regierung in Skopje auf, den Bau aller Wasserkraftprojekte gemäß einer Empfehlung aus dem Jahr 2015 auszusetzen.

Eine von der Organisation Bankwatch veröffentlichte Studie zu den ökologischen Folgen für Flusssysteme, an denen Wasserkraftwerke gebaut werden, weist eindeutig darauf hin, dass auch kleine Staudammprojekte schwere Schäden am Ökosystem verursachen. „Solche Projekte haben in Naturschutzgebieten nichts zu suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Fluss nach so einem gravierenden Eingriff wieder erholt, ist gleich Null“, erklärt Ana Colovic Lesoska von Eko-svest.

Nach einer mehrjährigen Kampagne mazedonischer und internationaler Naturschutzorganisationen haben die Europäische Bank für Wiederaufbau und die Weltbank ihre Finanzierung für die beiden großen, im Mavrovo-Nationalpark geplanten Kraftwerke Boskov Most und Lukovo Pole zurückgezogen. Allerdings steht die Entscheidung der mazedonischen Regierung, die beiden umstrittenen Projekte  formell auszusetzen, noch aus. Ein kürzlich von der Regierung vorgelegter Bericht deutet obendrein an, dass diese zwar keine neuen Konzessionen für Wasserkraftwerke vergibt, aber auch keine Maßnahmen ergreift, um die Entwicklung für die Projekte zu stoppen, die bereits genehmigt wurden.

Angesichts der Verzögerungstaktik der Regierung in Skopje – in der vergangenen Sitzungswoche hat sie keinen Vertreter nach Straßburg entsandt – hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention seine Forderung nochmals bekräftigt, Staudammprojekte im Nationalpark auszusetzen. „Wasserkraftwerke stehen im krassen Widerspruch zum Erhalt der Biodiversität und gehören nicht in Schutzgebiete wie den Mavrovo-Nationalpark“, sagt Theresa Schiller von der international tätigen Naturschutzorganisation EuroNatur.

In der bereits erwähnten Empfehlung der Berner Konvention von 2015 wurde die mazedonische Regierung aufgefordert, den Status des Mavrovo-Nationalparks als streng geschütztes Gebiet nochmals zu bestätigen. Der daraufhin erfolgte Gesetzentwurf bedarf allerdings der Überarbeitung: „Dieses Gesetz kollidiert sowohl mit den Bestimmungen der Berner Konvention, als auch mit dem nationalen Naturschutzgesetz. Anstatt dem Schutz und der Förderung der Biodiversität in Mavrovo Vorrang einzuräumen, lässt es die Möglichkeit für den Bau neuer Wasserkraftwerke im Gebiet des Nationalparks offen. Die Regierung in Skopje sollte das Gesetz entsprechend den Richtlinien und Empfehlungen der IUCN ändern“, sagt Aleksandra Bujaroska von der mazedonischen NGO Front 21/42.

Zusätzlich beschloss der Ausschuss während der Sitzung in Straßburg, den Balkanluchs in die Liste der streng geschützten Arten aufzunehmen. Als tierisches Nationalsymbol Mazedoniens ist der Balkanluchs nur noch im westlichen Teil des Landes zu finden, hauptsächlich im Mavrovo-Nationalpark. Die Unterart des Eurasischen Luchses ist vom Aussterben bedroht; weniger als 50 Individuen streifen durch die Bergwälder Mazedoniens. Wissenschaftliche Daten, die Anfang dieses Jahres von der Macedonian Ecological Society veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich die seltene Katze erfolgreich im Mavrovo-Nationalpark fortpflanzt. Dies unterstreicht noch einmal die Notwendigkeit eines umfassenden Schutzes und eines sorgfältigen Management des Gebiets.

 

Hintergrundinformationen:
• Die Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ hat den Schutz der wertvollsten Flüsse auf dem Balkan zum Ziel. Sie wird von den NGOs EuroNatur und Riverwatch koordiniert und gemeinsam mit Partnerorganisationen aus den Balkanländern durchgeführt. In Mazedonien mit Eko-svest und Front 21/42. Mehr unter www.balkanrivers.net/de

• Aktuelle Informationen zum Schutzstatus des Balkan-Luchses finden Sie hier.

Rückfragen:
EuroNatur: Christian Stielow, E-Mail: christian.stielow(at)euronatur.org, phone +49 7732 9272 15
Front 21/42: Aleksandra Bujaroska, E-Mail:  aleksandra.bujaroska@front.org.mk, phone +38978433713

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Aktionen Blaues Herz Europa Projektgebiete Balkan-Südosteuropa Mazedonien Artenschutz Luchs Pressemitteilung
news-2113 Tue, 05 Dec 2017 15:59:29 +0100 Lichtblick für den Balkanluchs https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/lichtblick-fuer-den-balkanluchs/ Der Balkanluchs muss als eigene Unterart des Eurasischen Luchses streng geschützt werden. Dies hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention bei seiner heutigen Sitzung in Straßburg einstimmig beschlossen.

Der Balkanluchs muss als eigene Unterart des Eurasischen Luchses streng geschützt werden. Dies hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention bei seiner heutigen Sitzung in Straßburg einstimmig beschlossen. Am kommenden Freitag wird das Ergebnis der Abstimmung offiziell bekannt gegeben. Die Berner Konvention ist eines der wichtigsten Naturschutzabkommen in Europa. Der Balkanluchs soll nun als Unterart des Eurasischen Luchses in Anhang II aufgenommen werden. Für die über 700 dort gelisteten Arten gelten strenge Artenschutzvorschriften: Sie dürfen nicht gefangen, getötet, gestört oder gehandelt werden. Die Luchsschützer der albanischen Partnerorganisation PPNEA hatten gemeinsam mit offiziellen Vertretern der Berner Konvention in Albanien Mitte des Jahres einen entsprechenden Antrag beim Sekretariat der Berner Konvention eingereicht. 

„Jetzt haben wir ein weiteres schlagkräftiges Argument gegen Aktivitäten in der Hand, die dem Balkanluchs schaden“, freut sich EuroNatur-Projektleiterin Mareike Brix über die aktuelle Entscheidung. Bestes Beispiel ist eines der letzten beiden Gebiete auf dem Balkan, in denen bislang Luchsnachwuchs nachgewiesen werden konnte: das Munella-Gebirge in Albanien. Zusammen mit dem Mavrovo Nationalpark in Mazedonien hat es eine Schlüsselfunktion für den Schutz des Balkanluchses. Doch das Munella-Gebirge steht unter großem Nutzungsdruck – unter anderem durch massiven Bergbau, der den Lebensraum des Luchses zerstört.   

Die Berner Konvention unterstreicht mit ihrer heutigen Entscheidung auch die Einschätzung der  Weltnaturschutzunion IUCN. Diese hatte den Balkanluchs bereits im Jahr 2015 als eigene Unterart des Eurasischen Luchses anerkannt und in der Folge als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Aktuelle Bestandsschätzungen gehen davon aus, dass es nur noch höchstens 50 Balkanluchse gibt.

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news-2097 Fri, 03 Nov 2017 14:17:12 +0100 Nachwuchs für Luchse auf dem Balkan https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/nachwuchs-fuer-luchse-auf-dem-balkan/ Drei Luchse tappen in Albanien und Mazedonien in die Kamerafalle. Große Freude bei Naturschützern in Albanien und Mazedonien: Fast gleichzeitig wurden dort Anfang November Luchse gesichtet und zwar in den albanischen Alpen und in der Jablanica-Region in Mazedonien. Besonders die Sichtung in Mazedonien ist erfreulich: Dort konnte eine Kamerafalle ein Weibchen mit Nachwuchs ablichten. „Das ist eine wirklich gute Neuigkeit“, sagt EuroNatur-Projektleiterin Mareike Brix. Bislang gab es in diesem Gebiet noch keine gesicherten Nachweise für eine Luchspopulation. Ein weiblicher Luchs mit Nachwuchs ist in der Regel sesshaft – die Fotos sind ein erstes Indiz für eine dauerhafte Luchspräsenz in dieser Region an der albanisch-mazedonischen Grenze. „Hoffen wir, dass dieses junge Kätzchen als ausgewachsener Luchs auch weiterhin in Jablanica bleibt“, sagt Gjorge Ivanov von der Macedonian Ecological Society (MES), der Partnerorganisation von EuroNatur vor Ort.

Jenseits der Grenze und weiter nördlich freut sich Bledi Hoxha von der albanischen Naturschutzorganisation PPNEA über den zweiten Nachweis eines Luchses in den albanischen Alpen.  Der Luchs wurde im südlichen Teil der albanischen Alpen fotografiert, im Nikaj-Mertur Gebiet. Nachdem im Jahr 2014 ein Naturführer in der Umgebung einen Luchs mit seinem Mobiltelefon fotografieren konnte, wurden im Mai und Juli dieses Jahres weiträumig Kamerafallen aufgestellt – Luchse können schließlich weite Strecken zurücklegen. Anfang November wurden die Kameras nun ausgewertet. „Die Ergebnisse waren fantastisch“, sagt Bledi Hoxha.

Die Erforschung der Luchse mittels Kamerafallen ist ein essentieller Teil des Balkanluchs-Projektes von EuroNatur und den Partnerorganisationen KORA (Schweiz), PPNEA und MES vor Ort. Der Balkanluchs ist akut vom Aussterben bedroht, EuroNatur-Projektleiterin Mareike Brix rechnet mit weniger als 50 verbliebenen Balkanluchsen insgesamt. Das Überleben des Luchses zu sichern und seine letzten Lebensräume zu bewahren, gehört zu den Schwerpunkten der Arbeit von EuroNatur.

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news-2028 Tue, 06 Jun 2017 14:39:33 +0200 Mayas Mutterglück https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/mayas-mutterglueck/ Großartige Neuigkeiten aus Mazedonien: Ein Balkanluchsbaby hat das Licht der Welt erblickt! Zum ersten Mal seit Beginn der Schutzbemühungen von EuroNatur und ihren Partnern ist es Wissenschaftlern gelungen, Aufnahmen eines Luchsjungen zu machen. Der jüngst auf die Welt gekommene Nachwuchs gibt Grund zur Hoffnung, dass sich die vom Aussterben bedrohten Pinselohren wieder ausbreiten könnten. Weniger als 50 Balkanluchse streifen heute noch durch die Gebirgswälder des westlichen Balkans. Um mehr über das Verhalten der seltenen Katzen herauszufinden und sie so noch effektiver schützen zu können, haben Wissenschaftler der mazedonischen EuroNatur-Partnerorganisation MES das Luchsweibchen Maya im Februar 2017 mit einem Peilsender versehen. Die GPS-Daten führten die Naturschützer nun zum Bau von Maya am Rande des Mavrovo-Nationalparks, wo sie auf ein gesundes Luchsbaby stießen. Der mazedonische Nationalpark ist eines von lediglich zwei Gebieten, in denen Wissenschaftler bisher die erfolgreiche Jungenaufzucht von Balkanluchsen nachweisen konnten.

"Es ist eine riesige Freude, das Luchsbaby gesund und munter zu sehen“, sagt Panajot Chorovski sichtlich gerührt. Als Jäger im Revier kennt er sich vor Ort bestens aus und ist stolz darauf, die ersten Aufnahmen des Balkanluchsnachwuchses geschossen zu haben. Als Vertreter des örtlichen Jagdverbandes kooperiert Panajot eng mit den Naturschützern von MES. Sie alle hoffen nun, weitere Erkenntnisse über das Aufzuchtverhalten der scheuen Katzen zu gewinnen.

Mehr Informationen zu Luchsen in Europa

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news-2017 Thu, 18 May 2017 11:34:42 +0200 Deutsche Welle nimmt Balkanluchse ins Visier https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/deutsche-welle-nimmt-balkanluchse-ins-visier-1/ Der Balkanluchs gehört zu den seltensten Katzen der Erde. Um sein Aussterben zu verhindern, arbeiten Naturschützer unter anderem aus dem Kosovo und Mazedonien zusammen. Die „Deutsche Welle“ hat ihnen bei ihrer Arbeit über die Schultern geschaut. Seit vielen Jahren engagiert sich EuroNatur für den Schutz der letzten Balkanluchse, einer Unterart des Eurasischen Luchses. 2006 wurde das Balkanluchs-Projekt ins Leben gerufen, an dem mittlerweile Naturschutzorganisationen aus vier verschiedenen Balkanländern beteiligt sind. Dadurch konnte überhaupt erst nachgewiesen werden, wo die letzten kleinen Teilpopulationen der scheuen Pinselohren leben. Nur grenzübergreifende Naturschutzarbeit kann ihr Überleben sichern. Die Kooperation zwischen unseren Partnerorganisationen Finch und MES stellt einen bedeutenden Teil des Projekts im kosovarisch-mazedonischen Grenzgebiet dar.

Hier gelangen Sie zum Video (engl.)

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news-1966 Wed, 01 Mar 2017 12:30:56 +0100 „Maya“ trägt nun Halsschmuck https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/maya-traegt-nun-halsschmuck/ Im mazedonischen Stogovo-Gebirge ist es Naturschützern gelungen, einen weiblichen Balkanluchs zu fangen und mit einem Peilsender zu versehen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von den Daten, mehr über die seltenen Pinselohren zu erfahren und sie so effektiver schützen zu können. Das Balkan Lynx Recovery Team der Mazedonischen Ökologischen Gesellschaft (MES), einer Partnerorganisation von EuroNatur, war erfolgreich bei der Jagd nach den scheuen Jägern: Vor einigen Tagen haben die Naturschützer „Maya“, eine stattliche Balkanluchs-Dame, in einer Kastenfalle gefangen und sie mit einem GPS-Sender versehen. Nach erfolgreichem Setzen des Halssenders wurde das Tier vermessen und ihm wurde noch etwas Blut für genetische Forschungszwecke abgenommen. Dann war die Prozedur auch schon vorbei und „Maya“ konnte unbeschadet wieder durch die Wälder des Stogovo-Gebirges im Westen Mazedoniens streifen.

Seither können die Luchsschützer von der MES jeden ihrer Schritte verfolgen. „Maya“ ist erst das fünfte Exemplar der vom Aussterben bedrohten Balkanluchse, das bisher besendert wurde – und das erste Weibchen. Dies ist umso erfreulicher, als dass „Maya“ den Wissenschaftlern im besten Fall Daten über Fortpflanzungserfolg und Wurfgröße liefern kann; wichtige Faktoren für eine Stabilisierung der Population dieser extrem seltenen Katzen.

Für den Schutz des Balkanluchses, der vor allem durch Wilderei und Lebensraumzerstörung gefährdet ist, setzen sich EuroNatur und ihre Partnerorganisationen seit vielen Jahren ein. Mit den Daten, die „Maya“ zukünftig liefern wird, erweitert sich das Wissen über das Verhalten der scheuen Jäger und die Schutzbemühungen können noch effektiver gestaltet werden.

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news-1854 Wed, 03 Aug 2016 09:40:56 +0200 Das Boia Mica Tal in Fagaras: Europas wildestes Tal verdient Schutz https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/das-boia-mica-tal-in-fagaras-europas-wildestes-tal-verdient-schutz/ Das wahrscheinlich wildeste Tal im Herzen Europas wurde kürzlich in Rumänien entdeckt. Gleichzeitig warnt heute die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green davor, dass dieses Paradies schon bald zerstört sein könnte.

Rumänische NGO fordert besseren Schutz für Europas Urwald- „Hot Spot“ im Natura-2000-Gebiet Fagaras-Gebirge

Das wahrscheinlich wildeste Tal im Herzen Europas wurde kürzlich in Rumänien entdeckt. Gleichzeitig warnt heute die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green davor, dass dieses Paradies schon bald zerstört sein könnte. Das Boia Mica Tal ist ein steiles, abgeschiedenes Tal mit einem großen, unberührten und beinahe unzugänglichen Urwald. Es liegt im Fagaras-Gebirge, einer der letzten Hochburgen großer europäischer Wildnisgebiete. 

In den letzten Jahren sind viele Urwälder im Fagaras-Gebirge gerodet und dadurch für immer zerstört worden. Einige Kahlschläge im Natura 2000-Gebiet, welches große Bereiche des Fagaras-Gebirges umfasst, sind mehrere hundert Hektar groß. Die international tätige EuroNatur Stiftung und Agent Green fordern die rumänische Regierung dazu auf, die Abholzung im Fagaras-Gebirge umgehend zu stoppen und dort einen Nationalpark zu schaffen, der die internationalen IUCN-Kriterien erfüllt. Ganz besonders das herausragende Boia Mica Tal verdient sofortige Maßnahmen, um seine Zerstörung zu verhindern.

„Boia Mica liegt im Natura 2000-Gebiet Fagaras-Gebirge. Nach europäischer Gesetzgebung ist es bereits geschützt. Aber das verhindert die Abholzung offensichtlich nicht, wie wir an vielen Negativbeispielen und klaren Verstößen gegen die Vorgaben von Natura 2000 gesehen haben. Die rumänischen Behörden müssen den Naturschutz im Fagaras-Gebirge und in den meisten Natura 2000-Gebieten des Landes dringend stärken“, fordert Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. Der obere Teil von Boia Mica ist komplett unberührt, steile Hänge und Schluchten haben es bisher vor Abholzung und Plänen für Staudammprojekte bewahrt. Jedoch gibt es auch hier bereits Nutzungspläne. 

„Boia Mica ist eines der bedeutendsten Wildnisgebiete sowie einer der größten und am wenigsten zugänglichen Urwälder Europas. Ich habe die meisten der wilden Wälder Europas gesehen“, sagt Photograph und Buchautor Matthias Schickhofer, „Boia Mica ist vergleichbar mit den wertvollsten Gebieten wie dem Biogradska Gora Nationalpark (Montenegro), dem Perucica Urwald (Bosnien-Herzegowina) oder Polens Biolowieza Wald. Es wäre ein Desaster für ganz Europa, wenn es zerstört würde.“

Martin Mikolas, ein slowakischer Waldwissenschaftler, der für die Abteilung für Waldökologie an der Naturwissenschaftlichen Universität in Prag arbeitet, forscht seit vielen Jahren in Boia Mica und sagt: „Wir haben dort die wahrscheinlich älteste Buche in Rumänien gefunden. Wir haben 480 Jahresringe gezählt. Da wir bei der Messung aber nicht bis zum Zentrum des Baumes gelangt sind, ist der Baum sicher älter. Das wahre Alter könnte zwischen 500-520 Jahren liegen. Alles in allem haben wir 15 Bäume, die älter als 400 Jahre sind, in Boia Mica gefunden.“

Im Juli 2016 besuchten Martin Mikolas, Matthias Schickhofer und rumänische Waldexperten zudem andere Urwaldgebiete in Fagaras, insbesondere Ucea Mare und Arpaselu. Auch das Strambei Tal in der Nähe von Sinca wurde von rumänischen Experten untersucht. Die Experten bestätigen, dass all diese Wälder unberührt sind und vollständig die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Urwäldern in Rumänien erfüllen. Doch keines dieser Gebiete ist bisher offiziell als Urwald registriert. Das bedeutet, sie genießen entsprechend dem rumänischen Waldgesetz keinen ausreichenden Schutz. Forststraßen wurden bereits bis an die Grenzen dieser Urwälder gebaut. Agent Green und EuroNatur fordern die rumänischen Behörden dringend auf, sofort zu handeln und diese wilden Orte von europäischer Bedeutung zu sichern.

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news-1796 Fri, 06 May 2016 10:35:00 +0200 Keine Wasserkraftwerke im Mavrovo Nationalpark! https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/luchs/luchs-aktuell/news/keine-wasserkraftwerke-im-mavrovo-nationalpark/ Am Mittwoch hat eine internationale Allianz aus Kajakfahrern, Anglern, Anwohnern und Naturschützern gegen den Bau von Staudämmen im Mavrovo Nationalpark demonstriert. ++ Tag 19 der Balkan Rivers Tour: Protestaktion gegen Staudammbau im Mavrovo Nationalpark ++ Wasserkraftprojekte bedrohen die letzten Balkanluchse++

Gemeinsame Pressemitteilung von EuroNatur, Riverwatch, Front 21/42, Macedonian Ecological Society und Eco-sense

 

Mavrovo, Radolfzell, Wien.  Am Mittwoch hat eine internationale Allianz aus Kajakfahrern, Anglern, Anwohnern und Naturschützern gegen den Bau von Staudämmen im Mavrovo Nationalpark  demonstriert.  Der Mavrovo Nationalpark ist nicht nur einer der ältesten Nationalparks in Europa, sondern auch eine Schatzkammer europäischer Artenvielfalt. 

Die Protestaktion war Teil der Balkan Rivers Tour gegen den Staudammwahn auf dem Balkan. Dieser droht die letzten frei fließenden Flüsse unseres Kontinents zu zerstören.  Allein im  Mavrovo Nationalpark sind zwei große und mehr als 15 Kleinwasserkraftwerke geplant.  „Wasserkraftwerke  stehen im Widerspruch zum Schutz der Biodiversität und sie haben in Schutzgebieten wie dem Mavrovo Nationalpark nichts verloren!“, sagt Theresa Schiller, Koordinatorin der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ bei der Naturschutzstiftung EuroNatur.  

Diese Einschätzung wird von oberster Stelle geteilt: Im Dezember 2015 hatte die Berner Konvention (eines der wichtigsten Naturschutzübereinkommen in Europa) die mazedonische Regierung aufgefordert, alle Bauprojekte im Mavrovo Nationalpark zu stoppen und eine umfassende Umweltprüfung vorzulegen. Die Empfehlungen richteten sich auch an die internationalen Geldgeber der Kraftwerksprojekte, allen voran die Weltbank und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Die Weltbank hat sich in der Folge von der Finanzierung eines der beiden großen geplanten Wasserkraftwerke zurückgezogen. Bei der EBRD hingegen ist das Projekt „Boskov Most“ nach wie vor in der Pipeline und damit eine Zeitbombe. Die bereitgestellten Gelder wurden lediglich eingefroren. 

Dabei haben von der Berner Konvention entsandte, unabhängige Experten in ihrem Gutachten explizit hervorgehoben, dass „Boskov Most“ eine ernsthafte Gefahr für  das Überleben des Balkanluchses darstellt. Durch die nötige Infrastruktur (Straßen, Stromleitungen, Pipelines etc.) würde sein Lebensraum zerstört. „Mavrovo ist das Kernverbreitungsgebiet dieser stark vom Aussterben bedrohten Unterart des Eurasischen Luchses“, bestätigt Daniela Javanovska von der Macedonian Ecological Society  (MES). „Die Botschaft des Komitees der Berner Konvention an die mazedonische Regierung und an alle, die an diesem unerhörten Projekt beteiligt sind, war eindeutig: Schutzgebiete sind nicht umsonst Schutzgebiete“, sagt Vesna Ilievska Utevska von der mazedonischen Umweltschutzorganisation Eco-sense. 

Doch die mazedonische Regierung zeigt sich davon bislang unbeeindruckt. „Die Umsetzung der zahlreichen Kleinwasserkraftprojekte schreitet ungehindert voran“, erklärt Aleksandra Bujaroska von der mazedonischen Organisation Front 21/42. “Wir fordern die mazedonische Regierung und alle beteiligten Banken dringend auf, die Weisung der Berner Konvention ernst zu nehmen und sämtliche Wasserkraftprojekte im Mavrovo Nationalpark umgehend zu stoppen“, sagt Theresa Schiller von EuroNatur. 

“Nicht nur für Tiere, sondern auch für den Menschen sind intakte Flüsse essentiell. Die ursprünglichen Flusslandschaften auf dem Balkan haben das Potential, eine nachhaltige sozio-ökonomische Entwicklung anzukurbeln - auch im Mavrovo Nationalpark. Aber dafür müssen die Flüsse unzerstört bleiben! Angler, Kajakfahrer, Naturschützer - wir müssen uns alle zusammentun, um den Staudammwahn in Mavrovo und auf dem gesamten Balkan zu verhindern“, so Rok Rozman, Organisator der Balkan Rivers Tour.

Im Rahmen der Balkan Rivers Tour befahren Kajakfahrer aus verschiedenen Ländern Europas 35 Tage lang die schönsten und am stärksten bedrohten Flüsse des Balkans, um auf den drohenden Staudamm Tsunami aufmerksam zu machen. Unter der Leitung von Rok Rozman, einem ehemaligen slowenischen Olympioniken, war die Tour am 16. April auf der Save in Slowenien gestartet. Sie endet am 20. Mai in Tirana/Albanien. 

Hintergrundinformationen:

  • Die Balkan Rivers Tour findet im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“ statt, die von EuroNatur und Riverwatch ins Leben gerufen wurde, um die Balkanflüsse vor der drohenden Zerstörung durch den Ausbau der Wasserkraft zu schützen. Die Tour selbst ist eine gemeinsame Initiative von EuroNatur, Riverwatch, WWF Adria und dem Leeway Collective und wird von Patagonia, der Mava-Stiftung und der Manfred-Hermsen-Stiftung gefördert.
  • Tour-Zeitplan
  • Tour-Karte
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Webpage: www.balkanriverstour.com und balkanrivers.net/de/content/balkan-rivers-tour 

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Rückfragen:

Katharina Grund (EuroNatur), katharina.grund@euronatur.org, +49 7732 9272 10

Cornelia Wieser (Riverwatch), cornelia.wieser@riverwatch.eu, +43 650 4544784

Aleksandra Bujaroska (Front 21/42), aleksandra.bujaroska@front.org.mk, +38978433713

Rok Rozman (Leeway Collective), rok@leeway-collective.org,   +386 51 421 303

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