EuroNatur - Storch Alle Meldungen zum Thema "Storch" de EuroNatur Mon, 22 Apr 2019 10:34:18 +0200 Mon, 22 Apr 2019 10:34:18 +0200 TYPO3 EXT:news news-2274 Mon, 18 Mar 2019 09:56:16 +0100 Tausende Weißstörche werden Opfer illegaler Vogeljagd https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/tausende-weissstoerche-werden-opfer-illegaler-vogeljagd/ ++ Vogelzug ist in vollem Gange ++ Jedes Jahr 25 Millionen illegal getötete Vögel, darunter Tausende Weißstörche ++ Internationale Kampagne zum Vogelmord gestartet ++ Radolfzell. Der Weißstorch gehört zu den populärsten Vögeln in Deutschland. Allerdings ist hierzulande kaum bekannt, dass jedes Jahr Tausende von ihnen auf dem Zugweg illegal abgeschossen werden, etwa im Libanon. Auf dem Heimweg aus Ostafrika überqueren innerhalb weniger Tage Hunderttausende Störche den Qaraoun-Stausee im Südosten des Landes, wo zahlreiche Vogeljäger auf die großen Segelflieger warten und sie zu Tausenden vom Himmel schießen.

„Derlei Massaker stellen für Weißstörche und andere Zugvogelarten einen gewaltigen Aderlass dar“, sagt Gabriel Schwaderer von der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur. „Die Verschlechterung der Lebensbedingungen in den Brutgebieten durch Habitatverlust oder das Insektensterben schreitet weiter voran. Die Jagd auf Zugvögel dezimiert die Bestände zusätzlich. All das zusammen führt zu den teilweise dramatisch sinkenden Vogelpopulationen in Deutschland“, so Schwaderer weiter. „Wenngleich es beim Weißstorch im Moment nicht so kritisch aussieht, kann sich das schnell ändern. Deshalb haben wir von EuroNatur bereits im vergangenen Jahr mit vielen anderen Storchenschützern einen offenen Brief an den Präsidenten des Libanon geschickt und ihn darin aufgefordert, den illegalen Vogelmord streng zu ahnden. Wir erwarten, dass er seine Aussage vom ‚Frieden zwischen Menschen und Störchen‘ ernst nimmt.“

BirdLife International hat im Februar zusammen mit diversen Partnerorganisationen, darunter auch EuroNatur, die Kampagne „Flight For Survival“ gestartet. Anhand von sieben Vogelarten macht die Kampagne auf die verschiedenen Gefahren für Europas Zugvögel aufmerksam. Jedes Jahr fallen den Gewehren, Netzen und Leimruten der Wilderer etwa 25 Millionen Vögel zum Opfer.

 

Hintergrundinformationen:

  • Die Naturschutzstiftung EuroNatur engagiert sich seit ihrer Gründung für den Schutz der europäischen Zugvögel. Der geografische Schwerpunkt liegt auf der Adria-Zugroute, die quer über den Balkan, die Adria und Süditalien bis nach Nordafrika führt. Einen Kurzfilm zum Vogelzug über die östliche Adria finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=arJenBAVr10
     
  • Seit 1994 zeichnet EuroNatur Dörfer oder Gemeinden, die sich besonders für den Storchenschutz engagieren, mit dem Titel „Europäisches Storchendorf“ aus. Die Ortschaften werden durch die Auszeichnung als besonderes Kultur- und Naturerbe international bekannt. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie hier: https://www.storkvillages.net/
     
  • Die von BirdLife International initiierte Kampagne „Flight For Survival“ portraitiert sieben ausgewählte Zugvogelarten (u.a. den Weißstorch) und schildert die Gefahren, denen die gefiederten Weltenbummler auf ihrem Zugweg ausgesetzt sind. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier: https://flightforsurvival.org/

Rückfragen: Christian Stielow, E-Mail: christian.stielow(at)euronatur.org, Tel: +49 7732 92 72 15

 

]]>
Landingpage Aktionen Vogeljagd-Kampagne Artenschutz Zugvögel Storch Pressemitteilung
news-2184 Tue, 26 Jun 2018 15:22:57 +0200 Vier Jahre erfolgreicher Storchenschutz https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/vier-jahre-erfolgreicher-storchenschutz/ Zahlreiche Erfolge für Europas Weißstörche wurden im Projekt zum Erhalt von Feuchtwiesen und -weiden erreicht. Das über die letzten vier Jahre durchgeführte, von EuroNatur, anderen Naturschutzorganisationen und den Storchendörfern initiierte Projekt bildet eine sehr gute Grundlage für weitere Ansätze zum Schutz der großen Schreitvögel. Von Spanien bis nach Polen gilt der Weißstorch als Glücksbringer und seine Ankunft in den Brutgebieten ist jedes Jahr wieder Anlass zur Freude für viele Menschen. Doch um den Lebensraum der großen Schreitvögel steht es nicht gut. Immer mehr Feuchtgrünland wird in monotone Äcker umgewandelt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde 2014 von EuroNatur und Partnerorganisationen das Feuchtwiesenschutz-Projekt gestartet. Die europaweit von EuroNatur ausgezeichneten Storchendörfer fungieren hierbei als Leuchtturmprojekte.

Die Erfolge, die die Storchenschützer in den jeweiligen Gemeinden erzielt haben, können sich sehen lassen: Zahlreiche Projekte zum Lebensraumschutz wurden umgesetzt. So konnten etwa 145 Hektar Feuchtgrünland renaturiert werden; die positiven Effekte dieser Maßnahmen reichen sogar weit über diese Gebiete hinaus. Zusätzlich wurden in den Storchendörfern 22 sogenannte Kleinprojekte gefördert. Diese waren recht vielseitig und befassten sich von Tourismusentwicklung über Umweltbildungsmaßnahmen bis hin zur Ausbesserung von Storchenhorsten.

Im Zeitraum des vierjährigen Projekts wurde das Netzwerk der europäischen Storchendörfer nicht nur um zwei Adebar-Kommunen (Taras in Serbien und Poros in Griechenland) erweitert, sondern es wurde auch der interne Wissensaustausch gefördert. Gelegenheit für persönliche Kontakte boten die fünf Storchendorfkonferenzen, die über den Zeitraum des Projekts stattfanden. Ein weiterer Meilenstein: Seit November 2017 gibt es eine eigene Webseite für die europäischen Storchendörfer. Auf www.storkvillages.net können sich einerseits Besucher über Meister Adebar, seinen bedrohten Lebensraum Feuchtwiese sowie das von EuroNatur ins Leben gerufene Netzwerk zum Schutz der Störche informieren; zum anderen dient die Seite auch dazu, den Austausch zwischen den einzelnen Storchendörfern zu verbessern.

Ende April 2018 ist das erste Feuchtwiesen- und -weiden-Projekt wie geplant ausgelaufen. Doch EuroNatur und ihre Partner werden sich im Verbund mit den Adebar-Kommunen weiterhin im Storchenschutz engagieren. Zwei Folgeprojekte wurden bereits entwickelt: Bei einem wird es ebenfalls wieder um Lebensraumschutz gehen, beim anderen um die Themen Kollision an Stromleitungen und Elektrokution an Strommasten.

]]>
Projektgebiete Balkan-Südosteuropa Polen Deutschland Brandenburg Spanien Artenschutz Zugvögel Storch Feuchtgebiet Auen und Wiesen Biotope
news-2102 Wed, 08 Nov 2017 08:49:21 +0100 Weißstörche gehen online https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/weissstoerche-gehen-online/ Das Netzwerk der Europäischen Storchendörfer hat ab sofort eine eigene Webseite. Auf www.storkvillages.net können sich Besucher über Meister Adebar, seinen bedrohten Lebensraum Feuchtwiese sowie das von EuroNatur ins Leben gerufene Netzwerk zum Schutz der Störche informieren. Der Weißstorch als typischer Kulturfolger gehört zu den populärsten Vögeln in Europa. Doch unter der Industrialisierung der Landwirtschaft leiden auch die eleganten Schreitvögel. Seit nunmehr 23 Jahren besteht die Initiative Europäische Storchendörfer. Mit ihr will EuroNatur zum zunehmenden Verlust der Lebensräume der Weißstörche einen entscheidenden Gegenpol setzen. Europaweit zeichnet EuroNatur Gemeinden aus, die sich vorbildlich für den Schutz ihrer gefiederten Mitbewohner einsetzen. Über die Jahre ist so ein Netzwerk entstanden, dessen Teilnehmer sich bei den regelmäßig stattfindenden Treffen austauschen und so noch bessere Bedingungen für die Störche schaffen können.

Fachliche Expertise im Storchenschutz allein reicht jedoch nicht aus, um Meister Adebar und seinem bedrohten Habitat das Überleben langfristig zu sichern. Der Schutz von Feuchtwiesen und –weiden kann nur mit der Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit gelingen. Allerdings besteht noch eine Wissenslücke in weiten Teilen der Bevölkerung über die große ökologische Bedeutung von Feuchtgrünland. Die jüngst online gestellte Webseite www.storkvillages.net soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. In verständlicher Form informiert sie über die Störche und ihren gefährdeten Lebensraum, dient als Wissenspool und lädt dazu ein, mit den Akteuren der Initiative in Kontakt zu treten. Klicken Sie doch einmal rein!

]]>
Naturschutzpolitik Artenschutz Zugvögel Storch Biotope Feuchtgebiet Auen und Wiesen
news-2087 Fri, 06 Oct 2017 12:28:15 +0200 Junge Störche fliegen irrtümlich nach Malta https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/junge-stoerche-fliegen-irrtuemlich-nach-malta/ Zwei junge Weißstörche aus Bosnien-Herzegowina haben es sicher nach Malta geschafft – die Mittelmeerinsel liegt aber weit ab der eigentlichen Zugroute.

Es ist eine kleine Sensation, dass ein Storchen-Geschwisterpaar aus Prijedor in Bosnien-Herzegowina die beschwerliche Reise über das Mittelmeer bis nach Malta gut überstanden hat. Denn Störche sind Segelflieger und die dafür nötige Thermik findet sich vor allem über Landmassen, weshalb die beiden großen Zugrouten der europäischen Weißstörche westlich bzw. östlich um das Mittelmeer herum nach Afrika führen. Die Jungvögel landeten daher Ende September recht überraschend in der maltesischen Ortschaft Zurrieq. Mittlerweile konnten Experten von BirdLife Malta eindeutig nachvollziehen, dass die Störche am 1. September in Bosnien-Herzegowina vom Ornithologen Jovica Sjeničić mit Ringen aus dem serbischen Beringungsprogramm beringt wurden. Die Jungvögel stammen aus einem Nest in Vrbaška und sind Geschwister. Ihre Eltern wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit erschossen oder vergiftet, Jovica und sein Team nahmen sich der Vögel an.

Warum die Störche auf der Reise in den Süden den beschwerlichen Weg über das Mittelmeer wählten, ist unklar. Milan Ružić von der serbischen EuroNatur-Partnerorganisation BPSSS, zeigt sich sehr überrascht, dass zwei Störche vom Balkan in Malta aufgeschlagen sind. „Bitte kümmert euch gut um sie“, sagte er. „Lasst nicht zu, dass die Wilderer unsere Vögel töten.“ Malta ist einer der schlimmsten Hotspots für illegalen Vogelmord in Europa. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren auch Fortschritte gemacht, um die Situation für die gefiederten Weltenbummler zu verbessern, so die Wahrnehmung von Dr. Stefan Ferger, Projektleiter und Zugvogelexperte bei EuroNatur.

Davon hat sich Milan Ružić erst Mitte September selbst überzeugt, als er gemeinsam mit anderen Vogelschützern aus Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro im Rahmen einer von EuroNatur organisierten Studienreise die kleine Mittelmeerinsel besucht hat. Dort wurden ganz praktische Ansätze und Erfahrungen ausgetauscht, zum Beispiel wie man Wilderer in der Landschaft aufspürt, aber auch was die Zusammenarbeit zwischen Naturschützern, der örtlichen Verwaltung und Polizeibehörden betrifft. So profitieren von dem Austausch zu den Fortschritten im Kampf gegen die illegale Vogeljagd auf Malta dann auch die beiden jungen Störche aus Bosnien-Herzegowina.

]]>
Landingpage Storch
news-2016 Wed, 17 May 2017 08:35:16 +0200 Ein Netzwerk für Meister Adebar https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/ein-netzwerk-fuer-meister-adebar/ Vom 16.-20. Mai 2017 tagt im griechischen Poros die 14. Konferenz der Europäischen Storchendörfer ++ Auch Störche werden bei ihrem Zug über das Mittelmeer Opfer illegaler Vogeljagd Radolfzell. Vom 16.-20. Mai 2017 ist die griechische Gemeinde Poros Gastgeber für das 14. Treffen der Europäischen Storchendörfer. An die fünfzig Vertreter fast aller Adebar-Kommunen sowie internationale Naturschutzexperten kommen hier zusammen und entwickeln in den vier Tagen Maßnahmen, mit denen sie den Storchenschutz in Europa weiter entwickeln wollen.

Seit 1994 zeichnet die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur europäische Gemeinden aus, die sich um den Storchenschutz besonders verdient gemacht haben. Mittlerweile umfasst das Netzwerk 15 Dörfer. Die begehrte Auszeichnung erhielt zuletzt die griechische Gemeinde Poros. Der Ort liegt am Rand des Evros-Deltas an der griechisch-türkischen Grenze. Die Feuchtwiesen, Lagunen und Reisfelder in den Überschwemmungsbereichen des Evros bieten den Weißstörchen einen reich gedeckten Tisch. Nicht umsonst gehört die Region zu den wichtigsten Brutgebieten des Weißstorches in Griechenland. Rund 200 Quadratkilometer des Deltas sind als Nationalpark geschützt.

Ähnlich paradiesische Zustände finden die Störche auch im kroatischen Čigoć vor, dem ersten von EuroNatur ausgezeichneten Storchendorf. Die ausgedehnten Save-Auen um das Dorf beherbergen eine der größten Weißstorchkolonien Europas. Hier haben Biologen am 16. Juni 2016 das Storchenmännchen Tesla mit einem GPS-Sender versehen; seitdem ließ sich sein Zugweg genau nachverfolgen. Im letzten Herbst zog das Storchenmännchen über den Bosporus und die Levante nach Afrika. Hier verbrachte es den Winter, ehe Tesla in diesem Frühjahr wieder gen kroatische Heimat aufbrach. In den Morgenstunden des 11. April fand seine Reise jedoch ein jähes Ende. Libanesische Vogeljäger erlegten den Weißstorch – leider kein Einzelfall: Über dem östlichen Mittelmeer werden die gefiederten Segelflieger jedes Jahr gnadenlos abgeschossen.

Jagddruck auf seinem Zugweg, Lebensraumverlust in den Brutgebieten: Meister Adebar steht unter Druck. Umso wichtiger ist ein starkes Netzwerk wie das der Europäischen Storchendörfer: „Poros als jüngstes Mitglied in der Storchendorfgemeinde hat sich vorbildlich in die Gemeinschaft integriert und inspiriert mit seinem Engagement auch die anderen Storchendörfer“, sagt Dr. Stefan Ferger, Vogelexperte und Projektleiter von EuroNatur. Der Wissensaustausch bei dem diesjährigen Treffen in Poros soll dazu beitragen, erfolgreiche Strategien einzelner Gemeinden auf andere Kommunen zu übertragen. Dabei geht es etwa um die Bereitstellung von Unterlagen für den Horstbau sowie den sicheren Umbau von Strommasten und -leitungen – noch immer eine häufige Todesursache für Großvögel wie den Storch.  

Essentiell beim Storchenschutz ist die Erhaltung und Wiederherstellung extensiv genutzter Wiesen und Weiden. „Trotz positiver Entwicklungen in einigen Regionen ist der Weißstorch in Europa nach wie vor durch die rasante Veränderung in der Landbewirtschaftung bedroht. Jeden Tag verschwinden in Europa mehrere Hundert Hektar artenreicher Wiesen und Weiden“, mahnt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. Um diesem Trend entgegen zu wirken, fungiert die Initiative der Europäischen Storchendörfer als Leuchtturmprojekt zum Schutz dieses artenreichen Lebensraumes.

 

Hintergrundinformationen:

Europäische Storchendörfer: Seit 1994 zeichnet EuroNatur Gemeinden als „Europäisches Storchendorf“ aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Das jüngste Mitglied des Netzwerks, das griechische Dorf Poros, wurde am 11. Juni 2016 ausgezeichnet. In Deutschland ist das im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe Brandenburg“ gelegene Dorf Rühstädt seit 1996 Teil des Netzwerks. Jedes Jahr treffen sich Vertreter der Storchendörfer in einer der Gemeinden, um sich über Schutzmaßnahmen für die Weißstörche auszutauschen. Die Teilnehmer der Storchendorfkonferenz haben eine gemeinsame Resolution (pdf, 280 KB) zum Schutz von Meister Adebar verfasst.

• Obwohl die Vogeljagd im Libanon offiziell verboten ist, werden jedes Jahr über 2,6 Millionen Zugvögel  über dem Libanon abgeschossen, darunter viele Weißstörche. Um das bestehende Recht endlich konsequent durchzusetzen, startete „SOS Tesla - Save White Storks“ eine an den libanesischen Präsidenten und seinen Umweltminister gerichtete Petition.

Rückfragen:
EuroNatur, Westendstraße 3, 78315 Radolfzell, Tel.: +49 (0)7732 - 92 72 0, Fax: +49 (0)7732 - 92 72 22, E-Mail: info(at)euronatur.org, Internet: www.euronatur.org, Ansprechpartner: Dr. Stefan Ferger, Pressekontakt: Christian Stielow, Tel: +49 (0)7732 - 92 72 15, christian.stielow(at)euronatur.org

]]>
Artenschutz Zugvögel Storch Vogeljagd Feuchtgebiet Auen und Wiesen Pressemitteilung
news-1998 Mon, 24 Apr 2017 15:14:36 +0200 Tod im Libanon https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/tod-im-libanon/ Für die Zugvögel erweist sich der östliche Mittelmeerraum, trotz aller Erfolge gegen die Vogeljagd, einmal mehr als äußerst gefährliches Terrain. Eine Petition soll nun dabei helfen, das Morden über dem Libanon zu beenden. Zugvögel leben gefährlich, vor allem wenn ihre Route über das östliche Mittelmeer verläuft. Dort warten Tausende von Jägern, um die Vögel vom Himmel zu schießen. Selbst auf Weißstörche, bei uns als „Kinderbringer“ gern gesehen, wird geschossen. Die meisten von ihnen sterben anonym, doch kürzlich wurde im Libanon Tesla erschossen, ein mit einem Peilsender versehenes Storchenmännchen. Tesla wurde am 16 Juni 2016 im Rahmen eines von EuroNatur unterstützten Projekts in den kroatischen Save-Auen beringt und besendert. Nach seiner Überwinterung in Afrika war Tesla zurück auf dem Weg nach Kroatien. In den Morgenstunden des 11. April wurde er über dem Libanon abgeschossen.

Obwohl bereits 2004 ein Jagdgesetz für den Libanon verabschiedet wurde, ist dessen Durchsetzung alles andere als konsequent. Hinzu kommt, dass das Jagdverbot im September 2017 enden soll. Nun gilt es, eine strenge Durchsetzung der bestehenden Gesetze sowie eine Verlängerung des Jagdbanns zu erreichen. Eine Petition von „SOS Tesla - Save White Storks“ an den libanesischen Präsidenten und den Umweltminister des Landes fordert, den Libanon für Zugvögel sicher zu machen. Setzen auch Sie ein Zeichen gegen den Vogelmord und unterschreiben Sie die Petition!


Hier gelangen Sie zur Petition


]]>
Aktionen Vogeljagd-Kampagne Artenschutz Zugvögel Storch Vogeljagd
news-1836 Mon, 04 Jul 2016 10:06:42 +0200 Mehr Raum für Meister Adebar https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/mehr-raum-fuer-meister-adebar/ Vom 29. Juni bis 3. Juli 2016 drehte sich im ungarischen Ort Nagybajom alles um den Weißstorch. Mehr als 60 Vertreter der „Europäischen Storchendörfer“ aus 13 europäischen Ländern kamen in dem rund Dreieinhalb-Tausend-Seelenort im Südwesten des Landes zusammen. "Europäische Storchendörfer“ schaffen neue Lebensräume für Weißstörche


Presseinformation vom 4. Juli 2016


Radolfzell.   Vom 29. Juni bis 3. Juli 2016 drehte sich im ungarischen Ort Nagybajom alles um den Weißstorch. Mehr als 60 Vertreter der „Europäischen Storchendörfer“ aus 13 europäischen Ländern kamen in dem rund Dreieinhalb-Tausend-Seelenort im Südwesten des Landes zusammen. „Trotz positiver Entwicklungen in einigen Regionen ist der Weißstorch in Europa nach wie vor durch die rasante Veränderung in der Landbewirtschaftung bedroht. Jeden Tag verschwinden in Europa mehrere Hundert Hektar artenreicher Wiesen und Weiden“, mahnte Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der EuroNatur Stiftung in Nagybajom.

Ziel des 13. Netzwerktreffens war es, von den praktischen Erfahrungen der anderen Storchendörfer zu lernen und den Schutz der Störche und ihrer Lebensräume gemeinsam voranzutreiben. Neben den Bürgermeistern und Vertretern der Storchendörfer nahmen auch internationale Naturschutzexperten an der Konferenz teil. In ihren Vorträgen zeigten sie anhand von Beispielen, wie Feuchtwiesen und -weiden, die zu den wichtigsten Nahrungsflächen der Weißstörche gehören, erfolgreich renaturiert und erhalten werden können.

Mit finanzieller Förderung der Pancivis- Stiftung und der Aage V. Jensen Stiftung startete EuroNatur bereits Anfang 2014 gemeinsam mit der Schweizer Stiftung Ciconia ein Projekt, das insbesondere die Europäischen Storchendörfer dabei unterstützt, die Feuchtwiesen und -weiden in ihren Ländern wirksam zu schützen und auszuweiten. Um optimale Lebens- und Brutbedingungen für Meister Adebar zu schaffen, wurden  Maßnahmen wie die Renaturierung und extensive Beweidung von Feuchtwiesen gefördert.

In einigen Storchendörfern wurden die Aktivitäten bereits erfolgreich umgesetzt. Von ihren Erfahrungen profitieren nun die Partnergemeinden im Netzwerk, denn auch sie wollen in den kommenden zwei Jahren Projekte zum Schutz der Storchenlebensräume durchführen. Darunter auch der Gastgeber des diesjährigen Netzwerktreffens, Nagybajom. Auf einer Exkursion in das Projektgebiet diskutierten die Vertreter des ungarischen Storchendorfs mit den Konferenzteilnehmern am konkreten Beispiel vor Ort, wie die geplanten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden können.


Hintergrundinformationen:
Europäische Storchendörfer: Seit 1994 zeichnet EuroNatur Gemeinden als „Europäisches Storchendorf“ aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Nagybajom trägt den Titel seit 1996 und wurde damals als zweites der mittlerweile 15 Europäischen Storchendörfer ausgewiesen. Das jüngste Mitglied des Netzwerks, das griechische Dorf Poros, wurde am 11. Juni 2016 ausgezeichnet. In Deutschland ist das im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe Brandenburg“ gelegene Dorf Rühstädt seit 1996 Teil des Netzwerks.


Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 24, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info(at)euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Angie Rother

]]>
Pressemitteilung Artenschutz Storch Biotope Feuchtgebiet Landingpage
news-1824 Mon, 13 Jun 2016 10:05:54 +0200 „Europäisches Storchendorf“ 2016 ausgewiesen https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/europaeisches-storchendorf-2016-ausgewiesen/ Das Netzwerk der „Europäischen Storchendörfer“ ist seit Samstag um ein Dorf reicher. Am 11. Juni zeichnete die Naturschutzstiftung EuroNatur das griechische Dorf Poros als „Europäisches Storchendorf“ 2016 aus. Griechisches Dorf ist Mitglied des internationalen Netzwerks

 

Presseinformation vom 13. Juni 2016


Radolfzell. Das Netzwerk der „Europäischen Storchendörfer“ ist seit Samstag um ein Dorf reicher. Am 11. Juni  zeichnete die Naturschutzstiftung EuroNatur das griechische Dorf Poros als „Europäisches Storchendorf“ 2016 aus. „Poros engagiert sich seit vielen Jahren für die Weißstörche und will in den kommenden Jahren ein umfangreiches Programm durchführen, um die eleganten Vögel noch besser zu schützen und ihren Lebensraum aufzuwerten. Dabei wollen wir sie unterstützen“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer.

Poros liegt in der Gemeinde Feres am Rand des Evros-Deltas an der griechisch-türkischen Grenze. Die Feuchtwiesen, Lagunen und Reisfelder in den Überschwemmungsbereichen des Evros bieten den Weißstörchen einen reich gedeckten Tisch. Nicht umsonst gehört die Region zu den wichtigsten Brutgebieten des Weißstorches in Griechenland. Rund 200 Quadratkilometer des Deltas sind als Nationalpark geschützt. Gemeinsam arbeiten die Nationalparkverwaltung, die neu gegründete lokale Storchenschutzinitiative Ciconia, die Gemeinde Feres, die Bürger und die Verwaltung von Poros daran, den Störchen auch in Zukunft optimale Lebensbedingungen zu bieten.

Um die Populationsentwicklung der schwarz-weißen Segler im Blick zu behalten, führt die Nationalparkverwaltung seit 2004 eine systematische Zählung der Störche durch. Bislang brüten die Störche ausschließlich auf Strommasten. In den kommenden Jahren will die Gemeinde mit Unterstützung des regionalen Elektrizitätsunternehmens HEDNO künstliche Nistplattformen als Alternative zu diesen Nestern installieren. In einem ersten Schritt hat HEDNO bereits alle Stromleitungen im Dorf technisch entschärft und so das Stromtod-Risiko für die Vögel deutlich minimiert. Auch die Nahrungsgründe der Störche sollen verbessert werden. Zahlreiche Feuchtwiesen am Rand des Deltas sind in den vergangenen Jahren durch die Aufgabe der extensiven Nutzung zunehmend verbuscht. Die Nationalparkverwaltung plant, diese Flächen nach und nach durch gezielte Beweidungsprojekte wieder zu öffnen. Einen großen Fokus legen die Dorfverwaltung von Poros und ihre Partner auch auf die Bewusstseinsbildung der Lokalbevölkerung. Um bereits die Kinder für den Schutz der Störche und ihrer Lebensräume zu sensibilisieren, wurde in drei Grundschulen der Gemeinde ein Umweltbildungsprojekt zu den Weißstörchen durchgeführt. Dieses soll in den kommenden Jahren ausgeweitet werden. Zudem werden die Bewohner von Poros künftig jedes Jahr Ende Mai „ihre Störche“ mit einem großen Festival feiern. Mit einem abwechslungsreichen kulturellen Programm will die Gemeinde zahlreiche Besucher nach Poros locken und die Menschen auch über die Region hinaus für den Schutz der Störche und ihrer Lebensräume begeistern.


Hintergrundinformationen:
Die Initiative „Europäische Storchendörfer“: Seit 1994 zeichnet EuroNatur Dörfer und Gemeinden als „Europäisches Storchendorf“ aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Damit schafft EuroNatur eine wachsende Allianz für den Schutz der Großvögel und setzt einen Gegenpol zum steigenden Lebensraumverlust für Weißstörche in Europa. Poros ist Storchendorf Nummer 15. In Deutschland ist das im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe Brandenburg“ gelegene Dorf  Rühstädt seit 1996 Teil des Netzwerks. Mehr zur Initiative und den bislang ausgewiesenen Dörfern

Rückfragen: EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 24, Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info(at)euronatur.org, Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Angie Rother

]]>
Pressemitteilung Root-Kategorie Artenschutz Storch Projektgebiete Griechenland Landingpage
news-1753 Fri, 19 Feb 2016 15:28:00 +0100 Frösche statt Dosenfraß https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/froesche-statt-dosenfrass/ Bei den Weißstörchen im Europäischen Storchendorf Malpartida de Caceres in Spanien hat die Brutsaison begonnen. Im vergangenen Jahr brüteten dort zum ersten Mal wieder so viele Störche wie im Jahr 2009. Zu verdanken ist dieser Erfolg einem Feuchtgebiet, das die Gemeinde mit Unterstützung von EuroNatur angelegt hat, um die Nist- und Nahrungsbedingungen für die Störche zu verbessern. Zuvor gingen die Störche über viele Jahre hinweg in der nahe gelegenen Mülldeponie auf Futtersuche. Als die Deponie 2009 still gelegt wurde, ging die Zahl der Weißstörche in der Folge zurück. „Müllkippen bieten Weißstörchen eine leicht zugängliche Nahrungsquelle und damit gute Nahrungsbedingungen für die Aufzucht des Nachwuchses“, erklärt EuroNatur-Vogelexperte Stefan Ferger.

Um den staksigen Langbeinern alternative Nahrungsquellen anzubieten, hatte die Gemeinde bereits 2006 begonnen, Teiche anzulegen und Wiesen zu vernässen. Frösche, Kaulquappen und andere Bewohner aquatischer Lebensräume stehen ganz oben auf dem Speiseplan der Störche. Seit 2014 wurde das Feuchtgebiet im Rahmen des unter anderem von der Pancivis Stiftung und der Aage V. Jensen Stiftung geförderten Projekts „Feuchtwiesen und -weiden“ dann Stück für Stück erweitert. Mit Erfolg: 2015 brüteten in Malpartida de Caceres insgesamt 156 Storchenpaare - davon allein 24 in dem 1,4 Hektar großen Feuchtgebiet.

„Dies zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen richtig liegen. Jetzt hoffen wir, dass wir uns auch in diesem Jahr wieder über viel Storchen-Nachwuchs freuen dürfen“, sagt Stefan Ferger.

Lesen Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Weißstörche

Zur Initiative „Europäische Storchendörfer“ und den bislang ausgewiesenen Dörfern

]]>
Storch Landingpage
news-1709 Fri, 27 Nov 2015 15:24:00 +0100 Auf den Spuren der Glücksbringer https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/weissstorch/storch-aktuell/news/auf-den-spuren-der-gluecksbringer/ Der Nordosten Polens ist ein Paradies für Weißstörche. Die New York Times hat die Glücksbringer dort besucht. Der Nordosten Polens ist ein Paradies für Weißstörche. Die New York Times hat die Glücksbringer dort besucht. Ein Ziel der Reise war auch das "Europäische Storchendorf" Tykocin, das EuroNatur im Jahr 2001 ausgewiesen hat. Im Ortsteil Pentowo beherbergt ein einziger Hof die größte Weißstorchkolonie Polens.

Zum Artikel in der New York Times

]]>
Landingpage Storch