EuroNatur - Wolf Alle Meldungen zum Thema "Wolf" de EuroNatur Mon, 22 Apr 2019 10:31:44 +0200 Mon, 22 Apr 2019 10:31:44 +0200 TYPO3 EXT:news news-2256 Thu, 21 Feb 2019 14:57:12 +0100 Stimmungsmache gegen den Wolf beenden https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/stimmungsmache-gegen-den-wolf-beenden/ Friedliches Miteinander von Wölfen und Menschen ist möglich - Aktuelle Debatte im Bundestag

Radolfzell. Die Stiftung EuroNatur sieht die aktuelle Stimmungsmache gegen Wölfe mit Sorge. „Anstatt sich auf Problemwölfe zu konzentrieren und die Stimmung gegen die Tiere anzuheizen, sollten so schnell wie möglich alle nötigen Strukturen geschaffen werden, um ein friedliches Miteinander von Wölfen und Menschen zu ermöglichen“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer angesichts der aktuellen Debatte im Bundestag (Donnerstag, 21. Februar). Die FDP hat beantragt, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen und seinen Schutzstatus zu senken. „Der Wolf hat noch keineswegs einen guten Erhaltungszustand erreicht, es muss auch keine ,unkontrollierte Population‘ gestoppt werden, wie es die FDP formuliert“, so Schwaderer weiter. 

„Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz sind wirkungsvoll. Ein Zusammenleben zwischen Wölfen und Menschen ist auch in unserer Kulturlandschaft möglich. Nach unserer Beobachtung werden einzelne Übergriffe auf Nutztiere massiv aufgebauscht. Umso wichtiger ist es, die gezielte Stimmungsmache gegen den Wolf durch seriöse Datenerhebungen zu entkräften“, sagt Gabriel Schwaderer.

 

Hintergrundinformationen:

  • Die Stiftung EuroNatur arbeitet in Polen, Tschechien, der Slowakai, Bulgarien und Kroatien gemeinsam mit Partnern vor Ort daran, Wölfe effektiv zu schützen. Mehr zur Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Wölfe in Europa unter www.euronatur.org/wolf
  • Mit Fachleuten der Naturschutzverwaltung und anderen Verbänden hat EuroNatur 2014 den „Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe in Baden-Württemberg“ erstellt. Er dient als Grundlage für ein effektives Wolfsmanagement in Baden-Württemberg. Ziel ist es, mögliche Konflikte im Vorfeld zu vermeiden. Der „Handlungsleitfaden Wolf“ wird durch den „Ausgleichsfond Wolf“ ergänzt, zu dessen Trägern EuroNatur gehört. Halter von Nutztieren erhalten dadurch schnell und unbürokratisch finanzielle Entschädigung, sollten sie von einem Wolf verursachte Schäden zu verzeichnen haben. 

 

Rückfragen: Anja Arning, EuroNatur, Email: anja.arning(at)euronatur.org

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news-2242 Thu, 13 Dec 2018 09:23:21 +0100 Naturschutztage am Bodensee https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/naturschutztage-am-bodensee-6/ Auch in diesem Jahr bieten die Naturschutztage am Bodensee ein vielseitiges Programm. Sie finden vom 3. bis zum 6. Januar 2019 im Milchwerk in Radolfzell statt. EuroNatur wird in diesem Jahr nicht nur mit einem Stand, sondern auch bei mehreren Programmpunkten vertreten sein. Bereits zum 43. Mal finden die Naturschutztage am Bodensee statt. Das Treffen bietet Umweltschützern und Naturinteressierten die Möglichkeit, sich vier Tage lang über ökologische Themen zu informieren und auszutauschen. Wie schon in den vergangenen Jahren können sich die Teilnehmer neben spannenden Vorträgen und anregenden Diskussionen auf ein attraktives Rahmenprogramm freuen. Am Donnerstagabend präsentiert EuroNatur den Dokumentarfilm „Blue Heart“, der in eindrücklichen Bildern von den faszinierenden Flusslandschaften des Balkans und deren Bedrohung erzählt. Der Sonntag steht ganz im Zeichen des Wolfes und seiner Rückkehr nach Baden-Württemberg. Neben Vorträgen zum Thema wird es zum Abschluss eine Frage- und Diskussionsrunde geben, bei der EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer über Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern berichtet.

Hier geht’s zum Tagungsprogramm und zur Anmeldung.

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Euronatur Artenschutz Wolf
news-2190 Thu, 19 Jul 2018 09:09:45 +0200 Schutzmaßnahmen wirken: Wolfszahlen in Westpolen entwickeln sich weiter positiv https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/schutzmassnahmen-wirken-wolfszahlen-in-westpolen-entwickeln-sich-weiter-positiv/ Die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland ist im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter angestiegen. Die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland ist im Vergleich zum vergangenen Jahr weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt.

Die polnischen Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2017/18 westlich der Weichsel auf mindestens 80 sich reproduzierende Rudel und Wolfspaare – so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerhebungen 2003. Wolfhotspots im westlichen Polen bilden die Wälder von Notec (bei Pila), Drawa (bei Drawno) und Walcz (bei Walcz). In diesen drei Waldgebieten leben derzeit 17 bis 18 Rudel.

„Der erneute Zuwachs der Wolfspopulation in Westpolen ist äußerst erfreulich“, so Andreas Dinkelmeyer vom IFAW-Deutschland. „Zunehmend werden die meisten geeigneten Lebensräume durch den Wolf besiedelt. Die wachsende Zahl der Wölfe scheint in Polen für weniger Aufregung zu sorgen als bei uns. Es wäre wünschenswert, wenn wir auch hierzulande eine ähnlich unaufgeregte und lösungsorientierte Diskussion im Umgang mit dem Wolf hätten.“

Obwohl die Zahl der Wölfe in Westpolen weiter wächst, gab es nur ein geringes Maß an Wolfsübergriffen auf Weidetiere. „Dies belegt, dass die Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz wirkungsvoll sind. Ein Zusammenleben zwischen Wölfen und Menschen ist auch in unserer Kulturlandschaft möglich. Nach unserer Beobachtung werden einzelne Übergriffe auf Nutztiere massiv aufgebauscht. Umso wichtiger ist es, die gezielte Stimmungsmache gegen den Wolf durch seriöse Datenerhebungen zu entkräften“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.

EuroNatur und der IFAW ermöglichen durch ihre finanzielle Unterstützung, dass die Entwicklung der Wolfspopulation in Westpolen durch AfN Wolf wissenschaftlich beobachtet werden kann.

Hintergrundinformationen:
Mehr zur Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Wölfe in Polen (inklusive Video „Den Wölfen auf der Spur“) unter www.euronatur.org/wolf

Rückfragen: Anja Arning, EuroNatur, Tel. 07732-92 72 13, Email: anja.arning(at)euronatur.org
Andreas Dinkelmeyer, IFAW, Tel. 040-866 500 15, Mobil: 0173 – 622 75 39; Email: adinkelmeyer(at)ifaw.org

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Projektgebiete Polen Artenschutz Wolf Pressemitteilung
news-2067 Wed, 09 Aug 2017 13:13:22 +0200 „Bodensee-Wolf“ wurde erschossen https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/bodensee-wolf-wurde-erschossen/ Der junge Wolf, der Anfang Juli tot aus dem Schluchsee bei Freiburg geborgen worden war, ist erschossen worden. Das ergab die Untersuchung des Kadavers im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Der Wolfsrüde hatte eine lange Wanderung hinter sich: Von Niedersachsen bis an den Bodensee  hat er mehr als 600 Kilometer zurückgelegt, ehe er im Schwarzwald erschossen wurde. EuroNatur verurteilt den Abschuss des Wolfes scharf und fordert eine angemessene Bestrafung des Schützen. Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art.

Wölfe waren in Baden-Württemberg lange Zeit ausgestorben, doch langsam beginnen sie, ihre Lebensräume zurückzuerobern. Ihre Rückkehr steht bisher aber unter keinem guten Stern: Zwei Exemplare wurden überfahren, nun der illegale Abschuss. Dass Wölfe auch in Süddeutschland wieder heimisch werden können, zeigt sich derzeit in Bayern. Dort wurde jüngst das erste Wolfsrudel seit 150 Jahren bestätigt.

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Artenschutz Wolf
news-2046 Wed, 19 Jul 2017 13:56:50 +0200 Wolfsbestand im westlichen Polen wächst weiter https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/wolfsbestand-im-westlichen-polen-waechst-weiter-2/ Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt.

Die Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2016/17 westlich der Weichsel auf insgesamt 60 sich reproduzierende Rudel und Wolfspaare – so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerhebungen. Wolfhotspots im westlichen Polen bilden die Wälder von Notec (bei Pila), Drawa (bei Drawno) und Walcz (bei Walcz). Hier leben derzeit 15 Rudel.

„Der erneute Zuwachs der Wolfspopulation in Westpolen ist äußerst erfreulich“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Er zeigt, dass die Schutzmaßnahmen in Polen greifen. Die positiven Bestandsentwicklungen in unserem Nachbarland wirken sich auch günstig auf die Wölfe in Deutschland aus, da sie mit den westpolnischen Tieren eine Population bilden.“ Vor allem die Lausitz in Brandenburg und Sachsen ist seit einigen Jahren wieder „Wolfsland“.

Obwohl die Zahl der Wölfe in Westpolen weiter wächst, gab es dort keine Steigerung bei Wolfsübergriffen auf Schafe. „Dies beweist, dass die Umsetzung der Präventionsmaßnahmen zum Herdenschutz greift. Ein friedliches Zusammenleben zwischen Wölfen und Menschen ist auch in unserer Kulturlandschaft möglich. Die veränderte politische Situation in Polen erschwert die Naturschutzarbeit für den Wolf allerdings massiv. Umso wichtiger ist es, die gezielte Stimmungsmache gegen den Wolf durch  seriöse Datenerhebungen zu entkräften“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.

 

Hintergrundinformationen:

Zur Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Wölfe in Polen (inklusive Video „Den Wölfen auf der Spur“)  unter www.euronatur.org/wolf

 

Rückfragen:

Katharina Grund, Euronatur, Tel. 07732-92 72 10, E-mail: katharina.grund(at)euronatur.org

Andreas Dinkelmeyer, IFAW, Tel. 040-866 500 15, mobil: 0173 – 622 75 39; email: adinkelmeyer@ifaw.org

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Projektgebiete Polen Artenschutz Wolf Pressemitteilung
news-2042 Wed, 12 Jul 2017 14:38:45 +0200 „Bodensee-Wolf“ tot aufgefunden https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/bodensee-wolf-tot-aufgefunden/ Die Rückkehr des Wolfes nach Baden-Württemberg steht bisher unter keinem guten Stern. Nachdem Isegrim im Südwesten Deutschlands vor 150 Jahren ausgerottet wurde, tauchen seit zwei Jahren wieder vereinzelt Tiere im Ländle auf. Doch bisher haben sie nicht lange überlebt. Auch der jüngst eingewanderte Wolf wurde nun tot aufgefunden. Die Freude währte nur kurz: Ende Juni wurde ein junger Wolf bei Überlingen am Bodensee gesichtet. Von dort wanderte er in Richtung Schwarzwald und ist dabei immer wieder von Spaziergängern gesehen worden. Jetzt die traurige Nachricht: Am vergangenen Wochenende wurde ein toter Wolf aus dem Schluchsee südöstlich von Freiburg geborgen. Viel spricht dafür, dass es sich um das Tier handelt, das in den letzten Wochen durch den Süden Baden-Württembergs streifte. Die Todesursache ist noch unbekannt, allerdings weist der tote Wolf Verletzungen im Brustbereich auf. Eine Untersuchung des Tieres soll Klarheit bringen.


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Artenschutz Wolf
news-2032 Mon, 26 Jun 2017 11:31:35 +0200 Wolf am Bodensee gesichtet https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/wolf-am-bodensee-gesichtet/ In der vergangenen Woche hat ein Spaziergänger bei Überlingen am Bodensee einen Wolf gesichtet und fotografiert. Es handelt sich um den insgesamt vierten Wolfsnachweis in Baden-Württemberg innerhalb von zwei Jahren.

In der vergangenen Woche hat ein Spaziergänger bei Überlingen am Bodensee einen Wolf gesichtet und fotografiert. Die Auswertung der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg bestätigte kurze Zeit später offiziell, dass die Aufnahme tatsächlich einen Wolf zeigt – vermutlich ein Jungtier auf der Suche nach einem Partner. Wo er sich inzwischen aufhält, ist nicht bekannt. 

Es handelt sich um den insgesamt vierten Wolfsnachweis in Baden-Württemberg innerhalb von zwei Jahren. „Dass erneut ein Wolf im Ländle gesichtet wurde zeigt einmal mehr, dass Isegrim seine angestammten Lebensräume in Europa langsam wieder zurückerobert und auch im Südwesten Deutschlands wieder auf dem Vormarsch ist. Wir begrüßen diese erfreuliche Entwicklung“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Wölfe waren in Deutschland 150 Jahre lang durch den Menschen nahezu ausgerottet. Vor allem eine verbesserte Gesetzgebung und intensive Schutzmaßnahmen ermöglichen es, dass sich die faszinierenden Wildtiere heute wieder ausbreiten können.  

Während Naturschützer und Wolfsfreunde den Wolf willkommen heißen, genießt er insbesondere bei Haltern von Nutztieren nur wenig Akzeptanz. Gemeinsam mit Fachleuten der Naturschutzverwaltung und anderen Verbänden hat EuroNatur deshalb den „Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe in Baden-Württemberg“ erstellt, der im Jahr 2014 veröffentlicht wurde. Er dient als Grundlage für ein effektives Wolfsmanagement in Baden-Württemberg. Ziel ist es, mögliche Konflikte im Vorfeld zu vermeiden. Der „Handlungsleitfaden Wolf“ wird durch den „Ausgleichsfond Wolf“ ergänzt, zu dessen Trägern EuroNatur gehört. Halter von Nutztieren erhalten dadurch schnell und unbürokratisch finanzielle Entschädigung, sollten sie von einem Wolf verursachte Schäden zu verzeichnen haben. 

Zum Handlungsleitfaden Wolf (PDF 1,4 MB)

EuroNatur-Projekte zum Schutz der Wölfe in Europa

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news-1936 Mon, 09 Jan 2017 16:21:55 +0100 Feuer frei auf Deutschlands Wölfe? https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/feuer-frei-auf-deutschlands-woelfe/ Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt will den Schutz der Wölfe in Deutschland aufweichen. In einem Interview mit der Passauer Neuen Presse am vergangenen Freitag schlug er vor, die Tiere zum beschränkten Abschuss freizugeben. EuroNatur kritisiert den Vorstoß des Ministers scharf. „Mit seinem Vorhaben untergräbt Schmidt sowohl nationales als auch internationales Recht“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer. Der Wolf ist nach §7 des Bundesnaturschutzgesetzes sowie durch die FFH-Richtlinie der Europäischen Union und die Berner Konvention streng geschützt. Der Wolf ist Teil des europäischen Naturerbes und gehört zur Biodiversität in Deutschland. Umfassenden Schutzmaßnahmen ist es zu verdanken, dass die einst in vielen Regionen Europas ausgerotteten Wölfe heute ihre angestammten Lebensräume langsam wieder zurückerobern. In Deutschland leben derzeit 46 Rudel.

In Teilen der Gesellschaft genießt Meister Isegrim aber nur wenig Akzeptanz. So fürchten viele Viehhalter um ihre Tiere. Der Vorschlag, den Wolfsbestand mit Abschüssen zu regulieren, geht nach Ansicht von EuroNatur in die absolut falsche Richtung. „Anstatt mit der Forderung nach Wolfsobergrenzen auf Stimmenfang zu gehen, sollte die Bundesregierung lieber für ein bundesweit abgestimmtes Wolfsmanagement sorgen, welches das Miteinander zwischen Wölfen und Menschen fördert“, fordert Gabriel Schwaderer. Es gilt vor allem, die Bevölkerung sachlich aufzuklären sowie die Viehhalter beim Schutz ihrer Bestände zu unterstützen und im Schadensfall angemessen zu entschädigen. Hier gibt es noch erheblichen Nachholbedarf. Wichtig ist auch die staatenübergreifende Kooperation bei der Umsetzung der Maßnahmen.

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news-1854 Wed, 03 Aug 2016 09:40:56 +0200 Das Boia Mica Tal in Fagaras: Europas wildestes Tal verdient Schutz https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/das-boia-mica-tal-in-fagaras-europas-wildestes-tal-verdient-schutz/ Das wahrscheinlich wildeste Tal im Herzen Europas wurde kürzlich in Rumänien entdeckt. Gleichzeitig warnt heute die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green davor, dass dieses Paradies schon bald zerstört sein könnte.

Rumänische NGO fordert besseren Schutz für Europas Urwald- „Hot Spot“ im Natura-2000-Gebiet Fagaras-Gebirge

Das wahrscheinlich wildeste Tal im Herzen Europas wurde kürzlich in Rumänien entdeckt. Gleichzeitig warnt heute die rumänische Naturschutzorganisation Agent Green davor, dass dieses Paradies schon bald zerstört sein könnte. Das Boia Mica Tal ist ein steiles, abgeschiedenes Tal mit einem großen, unberührten und beinahe unzugänglichen Urwald. Es liegt im Fagaras-Gebirge, einer der letzten Hochburgen großer europäischer Wildnisgebiete. 

In den letzten Jahren sind viele Urwälder im Fagaras-Gebirge gerodet und dadurch für immer zerstört worden. Einige Kahlschläge im Natura 2000-Gebiet, welches große Bereiche des Fagaras-Gebirges umfasst, sind mehrere hundert Hektar groß. Die international tätige EuroNatur Stiftung und Agent Green fordern die rumänische Regierung dazu auf, die Abholzung im Fagaras-Gebirge umgehend zu stoppen und dort einen Nationalpark zu schaffen, der die internationalen IUCN-Kriterien erfüllt. Ganz besonders das herausragende Boia Mica Tal verdient sofortige Maßnahmen, um seine Zerstörung zu verhindern.

„Boia Mica liegt im Natura 2000-Gebiet Fagaras-Gebirge. Nach europäischer Gesetzgebung ist es bereits geschützt. Aber das verhindert die Abholzung offensichtlich nicht, wie wir an vielen Negativbeispielen und klaren Verstößen gegen die Vorgaben von Natura 2000 gesehen haben. Die rumänischen Behörden müssen den Naturschutz im Fagaras-Gebirge und in den meisten Natura 2000-Gebieten des Landes dringend stärken“, fordert Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur. Der obere Teil von Boia Mica ist komplett unberührt, steile Hänge und Schluchten haben es bisher vor Abholzung und Plänen für Staudammprojekte bewahrt. Jedoch gibt es auch hier bereits Nutzungspläne. 

„Boia Mica ist eines der bedeutendsten Wildnisgebiete sowie einer der größten und am wenigsten zugänglichen Urwälder Europas. Ich habe die meisten der wilden Wälder Europas gesehen“, sagt Photograph und Buchautor Matthias Schickhofer, „Boia Mica ist vergleichbar mit den wertvollsten Gebieten wie dem Biogradska Gora Nationalpark (Montenegro), dem Perucica Urwald (Bosnien-Herzegowina) oder Polens Biolowieza Wald. Es wäre ein Desaster für ganz Europa, wenn es zerstört würde.“

Martin Mikolas, ein slowakischer Waldwissenschaftler, der für die Abteilung für Waldökologie an der Naturwissenschaftlichen Universität in Prag arbeitet, forscht seit vielen Jahren in Boia Mica und sagt: „Wir haben dort die wahrscheinlich älteste Buche in Rumänien gefunden. Wir haben 480 Jahresringe gezählt. Da wir bei der Messung aber nicht bis zum Zentrum des Baumes gelangt sind, ist der Baum sicher älter. Das wahre Alter könnte zwischen 500-520 Jahren liegen. Alles in allem haben wir 15 Bäume, die älter als 400 Jahre sind, in Boia Mica gefunden.“

Im Juli 2016 besuchten Martin Mikolas, Matthias Schickhofer und rumänische Waldexperten zudem andere Urwaldgebiete in Fagaras, insbesondere Ucea Mare und Arpaselu. Auch das Strambei Tal in der Nähe von Sinca wurde von rumänischen Experten untersucht. Die Experten bestätigen, dass all diese Wälder unberührt sind und vollständig die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz von Urwäldern in Rumänien erfüllen. Doch keines dieser Gebiete ist bisher offiziell als Urwald registriert. Das bedeutet, sie genießen entsprechend dem rumänischen Waldgesetz keinen ausreichenden Schutz. Forststraßen wurden bereits bis an die Grenzen dieser Urwälder gebaut. Agent Green und EuroNatur fordern die rumänischen Behörden dringend auf, sofort zu handeln und diese wilden Orte von europäischer Bedeutung zu sichern.

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news-1831 Thu, 23 Jun 2016 10:46:26 +0200 Wolfsbestand im westlichen Polen wächst weiter https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/wolf/wolf-aktuell/news/wolfsbestand-im-westlichen-polen-waechst-weiter/ Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW und EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt.  

Gemeinsame Presseinformation von EuroNatur und IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) vom 23. Juni 2016


Radolfzell, Hamburg. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Wolfsrudel im westlichen Polen und nahe der Grenze zu Deutschland weiter angestiegen. Das belegen die Ergebnisse des vom IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) und der Naturschutzstiftung EuroNatur finanzierten Wolfsmonitorings, das die polnische Naturschutzorganisation Association for Nature Wolf (AfN Wolf) durchführt und zu dem nun ein aktueller Bericht vorliegt.

Die Wissenschaftler schätzten aufgrund ihrer Forschungen den Wolfsbestand zum Ende des Monitoring-Jahres 2015/16 westlich der Weichsel auf insgesamt 43 sich reproduzierende Rudel und zehn Wolfspaare oder Gruppen, deren Reproduktionsstatus unbekannt ist. Insgesamt konnte bei 81 Prozent der beobachteten Wolfsrudel Nachwuchs bestätigt werden.

Zusammen mit den mindestens zwölf Rudeln auf deutscher Seite bilden die neun Rudel im Wald von Niederschlesien (östlich von Bad Muskau) und Lubsko (30 km östlich der Stadt Forst/Lausitz) inzwischen den größten zusammenhängenden Wolfsbestand im zentraleuropäischen Flachland. Andere größere Wolfsbestände in Westpolen finden sich mit 8-9 Rudeln in den Wäldern von Notec (bei Pila) und Drawa (bei Drawno), mit 4-5 Rudeln im Walcz Wald (bei Walcz) und mit weiteren 5 Rudeln im Tuchola Wald (etwa 80 Kilometer östlich von Stettin).

„Die Ergebnisse des Wolf-Monitorings in Westpolen bleiben erfreulich“, so Robert Kless vom IFAW-Deutschland. „Sie zeigen, dass die Schutzmaßnahmen in Polen greifen. Positive Bestandsentwicklungen dort wirken sich auch immer günstig auf die Wölfe in Deutschland aus, da sie mit den westpolnischen Wölfen eine Population bilden.“

Trotz der wachsenden Zahl von Wölfen in Westpolen gab es dort keine Steigerung bei Wolfsübergriffen auf Schafe oder Damwild.

„Auf der anderen Seite registrieren wir aber leider zunehmend getötete Wölfe“, so Kless weiter. „Abschüsse, Schlingenfallen und Verkehrsunfälle kosten immer wieder Wölfe das Leben.“ Zwischen November 2015 und April 2016 wurden 15 Wölfe in Westpolen überfahren.

„Wildtierkorridore müssen bei der Planung von Straßenbauvorhaben dringend berücksichtigt und die negativen Auswirkungen für Wölfe unter anderem durch Querungshilfen minimiert werden“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.



Hintergrundinformationen:
Zur Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Wölfe in Polen (inklusive Video „Den Wölfen auf der Spur“) 



Rückfragen:
EuroNatur, Konstanzer Straße 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732-927210, Fax: 07732-9272 22, E-Mail: info(at)euronatur.org, Pressekontakt: Katharina Grund, www.facebook.com/euronatur, www.twitter.com/euronaturorg
IFAW, Tel. 040-866 500 15, mobil: 0173-622 75 39, Email: adinkelmeyer(at)ifaw.org, Internet: www.ifaw.org, Pressekontakt: Andreas Dinkelmeyer

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