EuroNatur - Zugvögel Alle Meldungen zum Thema "Zugvögel" de EuroNatur Mon, 22 Apr 2019 10:13:14 +0200 Mon, 22 Apr 2019 10:13:14 +0200 TYPO3 EXT:news news-2281 Wed, 17 Apr 2019 11:05:22 +0200 100.000 Unterschriften für Vogelparadies an der Adria https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/100000-unterschriften-fuer-vogelparadies-an-der-adria/ ++ 90.000 Unterschriften an Montenegros Premierminister Duško Marković übergeben ++ Dauerhafter Schutz des Salzgartens an der Adria ist Bedingung für den EU-Beitritt des Balkanstaats ++ Radolfzell, Ulcinj. Mit mehr als 90.000 Unterschriften und guten Argumenten im Gepäck haben Vertreter von vier internationalen Naturschutzorganisationen Montenegros Premierminister Duško Marković persönlich aufgefordert, die Saline Ulcinj endlich unter Schutz zu stellen. Keine ungewöhnliche Forderung: Die Unterschutzstellung des Feuchtgebiets ist eine der Bedingungen für den Beitritt Montenegros zur Europäischen Union – ein Ergebnis der intensiven Überzeugungsarbeit der Naturschützer in den EU-Gremien.

„Die EU hat Montenegro klare Vorgaben gemacht: Beim Beitritt in die Union führt kein Weg am Schutz der Saline Ulcinj vorbei. Mit einer Fortführung der Hinhaltetaktik schadet Montenegro vor allem sich selbst“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Stiftung EuroNatur.

Die Saline Ulcinj ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete an der Adriaküste und stellt für Zehntausende Wasservögel ein überlebenswichtiges Rastgebiet auf ihrem Zugweg dar. Die Naturschutzorganisationen EuroNatur, BirdLife Europe and Central Asia, CZIP und MSJA hatten im Juni 2018 die internationale Petition gestartet, nachdem die montenegrinische Regierung über Jahre hinweg keine der immer wieder zugesagten Maßnahmen zum Schutz der Saline umgesetzt hatte.

„Der Erfolg der internationalen Petition verstärkt nun den Druck auf den Premierminister, die zahlreichen Zusagen seiner Regierung endlich umzusetzen. Bei einem Beitritt Montenegros zur EU muss die Saline Ulcinj Teil des Natura 2000-Schutzgebietsnetzes werden“, sagt Ariel Brunner, Leiter der politischen Abteilung von BirdLife Europe and Central Asia.

Bis zur Übergabe der Unterschriften an Premierminister Duško Marković am Dienstag, 16. April in Podgorica hatten über 90.000 Menschen aus der ganzen Welt diese Petition unterzeichnet, inzwischen sind es sogar über 104.000. Die Organisationen fordern von Premierminister Marković unter anderem, dass die Salzproduktion in der Saline wieder aufgenommen wird und dass der Salzgarten im Besitz des montenegrinischen Volkes bleibt, anstatt an Investoren verkauft zu werden.

„Jahrzehntelang war die Saline ein wichtiger Arbeitgeber für die Menschen in Ulcinj und gleichzeitig ein sicherer Hafen für Vögel. Der Salzgarten ist ein Beispiel dafür, dass Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung sich nicht ausschließen müssen“, sagt Jovana Janjušević von der montenegrinischen Naturschutzorganisation CZIP.

Bei der fünften Konferenz zum Schutz der Saline Ulcinj debattieren Naturschützer, Fachleute und Regierungsvertreter am Mittwoch, 17. April in Podgorica über weitere Maßnahmen zur Sicherung dieses wichtigen Feuchtgebiets.

 

Hintergrundinformationen:

  • Die Petition können Sie hier einsehen und unterschreiben: https://savesalina.net/de/
  • Das Salinenareal von Ulcinj in Montenegro, das zum Bojana-Buna-Delta gehört, ist mit 1.500 Hektar eine der größten Salinen im Mittelmeerraum – und eines der wichtigsten Rast-, Brut- und Überwinterungsgebiete für Zugvögel an der östlichen Adriaküste. Sehen Sie hier einen kurzen Dokumentarfilm zum Gebiet.

Rückfragen:
EuroNatur: Anja Arning, anja.arning(at)euronatur.org, Tel. +49 7732 927213
BirdLife: Ariel Brunner, ariel.brunner@birdlife.org, Tel. +32 (0)2 238 50 92
CZIP: Jovana Janjušević, jovana.czip@gmail.com, Tel. +382 20 272 051

 

 

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news-2274 Mon, 18 Mar 2019 09:56:16 +0100 Tausende Weißstörche werden Opfer illegaler Vogeljagd https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/tausende-weissstoerche-werden-opfer-illegaler-vogeljagd/ ++ Vogelzug ist in vollem Gange ++ Jedes Jahr 25 Millionen illegal getötete Vögel, darunter Tausende Weißstörche ++ Internationale Kampagne zum Vogelmord gestartet ++ Radolfzell. Der Weißstorch gehört zu den populärsten Vögeln in Deutschland. Allerdings ist hierzulande kaum bekannt, dass jedes Jahr Tausende von ihnen auf dem Zugweg illegal abgeschossen werden, etwa im Libanon. Auf dem Heimweg aus Ostafrika überqueren innerhalb weniger Tage Hunderttausende Störche den Qaraoun-Stausee im Südosten des Landes, wo zahlreiche Vogeljäger auf die großen Segelflieger warten und sie zu Tausenden vom Himmel schießen.

„Derlei Massaker stellen für Weißstörche und andere Zugvogelarten einen gewaltigen Aderlass dar“, sagt Gabriel Schwaderer von der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur. „Die Verschlechterung der Lebensbedingungen in den Brutgebieten durch Habitatverlust oder das Insektensterben schreitet weiter voran. Die Jagd auf Zugvögel dezimiert die Bestände zusätzlich. All das zusammen führt zu den teilweise dramatisch sinkenden Vogelpopulationen in Deutschland“, so Schwaderer weiter. „Wenngleich es beim Weißstorch im Moment nicht so kritisch aussieht, kann sich das schnell ändern. Deshalb haben wir von EuroNatur bereits im vergangenen Jahr mit vielen anderen Storchenschützern einen offenen Brief an den Präsidenten des Libanon geschickt und ihn darin aufgefordert, den illegalen Vogelmord streng zu ahnden. Wir erwarten, dass er seine Aussage vom ‚Frieden zwischen Menschen und Störchen‘ ernst nimmt.“

BirdLife International hat im Februar zusammen mit diversen Partnerorganisationen, darunter auch EuroNatur, die Kampagne „Flight For Survival“ gestartet. Anhand von sieben Vogelarten macht die Kampagne auf die verschiedenen Gefahren für Europas Zugvögel aufmerksam. Jedes Jahr fallen den Gewehren, Netzen und Leimruten der Wilderer etwa 25 Millionen Vögel zum Opfer.

 

Hintergrundinformationen:

  • Die Naturschutzstiftung EuroNatur engagiert sich seit ihrer Gründung für den Schutz der europäischen Zugvögel. Der geografische Schwerpunkt liegt auf der Adria-Zugroute, die quer über den Balkan, die Adria und Süditalien bis nach Nordafrika führt. Einen Kurzfilm zum Vogelzug über die östliche Adria finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=arJenBAVr10
     
  • Seit 1994 zeichnet EuroNatur Dörfer oder Gemeinden, die sich besonders für den Storchenschutz engagieren, mit dem Titel „Europäisches Storchendorf“ aus. Die Ortschaften werden durch die Auszeichnung als besonderes Kultur- und Naturerbe international bekannt. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie hier: https://www.storkvillages.net/
     
  • Die von BirdLife International initiierte Kampagne „Flight For Survival“ portraitiert sieben ausgewählte Zugvogelarten (u.a. den Weißstorch) und schildert die Gefahren, denen die gefiederten Weltenbummler auf ihrem Zugweg ausgesetzt sind. Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier: https://flightforsurvival.org/

Rückfragen: Christian Stielow, E-Mail: christian.stielow(at)euronatur.org, Tel: +49 7732 92 72 15

 

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news-2262 Fri, 01 Mar 2019 13:26:34 +0100 Ausgewilderter Mönchsgeier in Griechenland vergiftet https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/ausgewilderter-moenchsgeier-in-griechenland-vergiftet/ Im Südwesten Griechenlands wurde der in Bulgarien ausgewilderte Mönchsgeier Ostrava tot aufgefunden. Das junge Geierweibchen ist sehr wahrscheinlich einem ausgelegten Giftköder zum Opfer gefallen. Ostrava wurde im Juli 2018 zusammen mit zwei weiteren Mönchsgeiern in Bulgarien ausgewildert. Wie ihre beiden Artgenossen hat sie ab Herbst Erkundungsflüge unternommen. Zuletzt hielt sich das Geierweibchen im äußersten Südwesten der griechischen Halbinsel Peleponnes auf. In der Region ist die illegale Praxis, Giftköder gegen Schakale, Füchse und streunende Hunde auszulegen, weit verbreitet. Als Aasfresser fallen Geier dieser Tötungsmethode weltweit in großer Zahl zum Opfer.

Als die Signale von Ostravas GPS-Sender Mitte Februar keine Bewegung mehr anzeigten, befürchteten die Geierschützer in Bulgarien und Griechenland das Schlimmste. Am 16. Februar wurde Ostrava von Freiwilligen der Hellenic Ornithological Society tot aufgefunden. Da sie noch Futterreste im Schnabel hatte, spricht alles für eine Vergiftung; die Vögel sterben meist unmittelbar nach dem Verzehr kontaminierter Nahrung.

Für das internationale Projekt zur Wiederansiedlung der Mönchsgeier in Bulgarien ist Ostravas Tod ein herber Rückschlag. Er zeigt noch einmal, wie wichtig es ist, der Vergiftungsproblematik auf dem Balkan Herr zu werden. Eine Studie geht von über 2.300 vergifteten Geiern auf dem Balkan in den vergangenen zwanzig Jahren aus.  

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news-2250 Fri, 01 Feb 2019 10:27:47 +0100 Schutz der Saline Ulcinj Voraussetzung für EU-Beitritt Montenegros https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/schutz-der-saline-ulcinj-voraussetzung-fuer-eu-beitritt-montenegros/ ++ EU fordert von Montenegro: Saline Ulcinj muss geschützt werden ++ Am 2. Februar ist Weltfeuchtgebietstag ++ Radolfzell. Anlässlich des Weltfeuchtgebietstages macht die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur auf neue Entwicklungen im Fall der Saline Ulcinj aufmerksam. Diese könnten endlich die Unterschutzstellung der Saline mit sich bringen, für die EuroNatur und ihre Partner in Montenegro engagiert kämpfen. Der Salzgarten von Ulcinj ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete an der östlichen Adria.

Am 10. Dezember 2018 wurde das Umweltkapitel (Kapitel 27) der EU-Beitrittsverhandlungen zwischen Montenegro und der Europäischen Kommission eröffnet. Darin ist die klare Forderung formuliert: Die Saline Ulcinj muss als Schutzgebiet ausgewiesen werden und Montenegro muss effektive Schutzmaßnahmen umsetzen, um den Erhaltungszustand der Saline zu verbessern; ansonsten wird es keine EU-Mitgliedschaft geben. „Wir begrüßen diese Voraussetzung für den EU-Beitritt Montenegros und hoffen, dass die Aussicht darauf die Verantwortlichen endlich dazu bewegt, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Den weiteren Prozess werden wir sehr genau beobachten und engen Kontakt zu Entscheidungsträgern in Brüssel halten“, sagt Janinka Lutze, Campaignerin bei EuroNatur.

Um den Druck auf den zuständigen Umweltminister Montenegros, Pavle Radulović, weiter zu erhöhen, hat EuroNatur gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen eine internationale Petition gestartet, in der die sofortige Unterschutzstellung der Saline  und die Wiederaufnahme des Salzabbaus gefordert wird. Die Unterschriften sollen bei der fünften Konferenz zum Schutz des Salzgartens am 17. April 2019 überreicht werden.

 

Hintergrundinformationen:

  • Weltfeuchtgebietstag 2019: Der World Wetlands Day wird jedes Jahr am 2. Februar gefeiert. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Feuchtgebiete und Klimawandel“: www.worldwetlandsday.org
  • Saline Ulcinj: Die Saline Ulcinj ist eines der wertvollsten Feuchtgebiete auf dem Balkan und hat besonders für die Vogelwelt eine herausragende Bedeutung. Doch aufgrund nur sporadisch ausgeführter Wartungsarbeiten brechen Dämme und Deiche im Gelände und wertvolle Salzflächen werden mit Süßwasser überflutet, so dass der ökologische Wert des Vogelparadieses sinkt.
  • Die Petition: Im Juni 2018 haben EuroNatur und ihre Partner die internationale Petition zum Schutz der Saline Ulcinj gestartet. Darin wird auch die Wiederaufnahme des Salzabbaus gefordert. Dieser ist nicht nur erforderlich, um den typischen Charakter des Lebensraums zu bewahren, sondern bietet auch den Menschen in der Region eine wirtschaftliche Perspektive: kurzlink.de/Petition_Saline 

Rückfragen: Christian Stielow, E-Mail: christian.stielow(at)euronatur.org, Tel.: +49 (0)7732 - 92 72 15

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news-2238 Tue, 04 Dec 2018 15:38:58 +0100 Vergiftungen bedrohen Geierbestände auf dem Balkan https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/vergiftungen-bedrohen-geierbestaende-auf-dem-balkan/ In den letzten zwanzig Jahren sind mindestens 465 Geier auf dem Balkan Opfer von Vergiftungen geworden. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine Studie, die die Vergiftungsfälle von Geiern auf dem Balkan untersucht. Die Dunkelziffer der vergifteten Aasfresser liegt noch deutlich höher. Die Balkanhalbinsel ist die Heimat aller vier europäischen Geierarten. Doch um deren Bestände steht es – in unterschiedlichen Abstufungen – nicht gut. Neben der Kollisionsgefahr durch Stromleitungen und den Nahrungsmangel durch Aufgabe der Weideviehhaltung ist Vergiftung eine der Hauptursachen für den Rückgang der Geierpopulationen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie mehrerer Naturschutzorganisationen, die am 23. November veröffentlicht wurde.

Wissenschaftler untersuchten Vergiftungsfälle in den vergangenen zwei Jahrzehnten. In diesem Zeitraum sind 465 Geier an den Folgen einer Vergiftung gestorben. Mit einer geschätzten Quote von nur 20 Prozent der entdeckten und gemeldeten Fälle gehen die Autoren der Studie jedoch von einer deutlich höheren Zahl aus, nämlich von über 2.300 vergifteten Geiern.

Das Gift tritt vor allem in Form von Ködern auf. Diese werden zumeist von Bauern und Jägern ausgelegt, um den Bestand von Wölfen, Schakalen und wilden Hunden zu dezimieren. Die Geier als Aasfresser werden ebenfalls Opfer der heimtückischen Tötungsmethode. Das Fatale daran: Die Bestände der seltenen Greifvögel können sich durch diese hohen Verluste nur schwer wieder erholen, trotz der aufwendigen Schutzbemühungen und Wiederansiedlungsprojekte.

Die Studie empfiehlt eine Reihe von Maßnahmen, die in den Balkanstaaten durchgeführt werden sollten, um das Problem zu lösen. Dazu gehört unter anderem eine strengere Strafverfolgung. Vor allem aber muss das Bewusstsein für die Risiken der Giftköder für ungewollte Opfer unter den Aasfressern geschärft werden.

Hier können Sie die Studie herunterladen.

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news-2230 Fri, 16 Nov 2018 08:42:39 +0100 Gänsegeier in der Saline Ulcinj abgeschossen https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/gaensegeier-in-der-saline-ulcinj-abgeschossen/ Für einen kroatischen Gänsegeier wurde die Saline Ulcinj zu einem tödlichen Rastplatz. Vermutlich erschossen Wilderer den seltenen Greifvogel – leider kein Einzelfall in Montenegro. Gänsegeier Perun war den Vogelschützern im westlichen Balkan wohlbekannt. Der Aasfresser wurde am 17. September auf der kroatischen Insel Cres beringt und mit einem Peilsender ausgestattet. Seine Bewegungen in der Region konnten somit genau verfolgt werden. Auf dem Weg gen Süden machte Perun Ende Oktober Halt in der Saline Ulcinj in Montenegro. Dort erloschen am 29. Oktober die Signale des Senders.

Der Fund von Geierfedern und Patronenhülsen deutet darauf hin, dass Perun das Opfer von Wilderern geworden ist; Geier sind eine beliebte Jagdtrophäe. Dies ist nicht der erste Fall einer illegalen Tötung eines Gänsegeiers. 2017 markierte unsere montenegrinische Partnerorganisation CZIP den Geier Milo mit einem Sender – nach seiner Freilassung überlebte Milo keine 24 Stunden in freier Wildbahn, ehe er abgeschossen wurde.

Dass der jüngste Abschuss in der Saline Ulcinj stattfand, zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, das komplette Salinengelände unter Schutz zu stellen und strenge Kontrollen durchzuführen. Im Vergleich zu früheren Jahren hat sich dank der beharrlichen Arbeit von EuroNatur und ihren Partnern vor Ort der Jagddruck verringert, doch der Fall Perun macht deutlich, dass wir noch nicht am Ziel sind.

Bitte unterstützen Sie unseren Kampf für die Unterschutzstellung der Saline Ulcinj mit Ihrer Unterschrift: https://you.wemove.eu/campaigns/save-ulcinj-salina-for-nature-and-people

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news-2224 Tue, 23 Oct 2018 14:08:48 +0200 Serbien will Abkommen zum Schutz der Zugvögel beitreten https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/serbien-will-abkommen-zum-schutz-der-zugvoegel-beitreten/ Lange haben EuroNatur und ihre serbische Partnerorganisation Bird Protection and Study Society of Serbia darauf hingearbeitet, nun ist der erste Schritt gemacht: Das serbische Parlament hat ein Gesetz gebilligt, das den Beitritt des Landes zum Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA) vorsieht. Für die Wasservögel Europas könnte Serbien bald ein sicheres Land auf ihrem Weg nach Afrika sein. Das Parlament in Belgrad hat den Antrag zum Beitritt von AEWA gebilligt. Vom Nordkap bis zum Kap der guten Hoffnung schützt das Vertragswerk Wasservogelarten auf ihrem Zugweg. Serbien, das als Teil der Adria-Zugroute von zahlreichen Zugvögeln passiert wird, würde sich mit der Ratifizierung von AEWA verpflichten, Maßnahmen zum Schutz von wandernden Wasservögeln und ihren Lebensräumen zu ergreifen. Nach wie vor spielt die Vogeljagd in weiten Teilen Serbiens eine große Rolle und führt jedes Jahr zum Verlust zig tausender Vögel. Bis das Abkommen für Serbien in Kraft tritt, müssen zwar noch ein paar kleinere formale Hürden genommen werden, aber der erste große Schritt in dem Prozess ist getan.


Hier erfahren Sie mehr über die Zugvogelschutz-Projekte von EuroNatur.

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news-2193 Fri, 27 Jul 2018 11:55:23 +0200 Auswilderung von Mönchsgeiern in Bulgarien https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/auswilderung-von-moenchsgeiern-in-bulgarien/ Drei junge Mönchsgeier sollen in die Freiheit entlassen werden. Im östlichen Balkangebirge bereiten derzeit unsere Partner von Green Balkans und vom Fund for Wild Flora and Fauna die großen Vögel auf ihren neuen Lebensabschnitt vor. Die drei Geier sollen die Basis dafür bilden, dass in Bulgarien bald wieder Exemplare der bedrohten Art brüten. EuroNatur ist Partner des internationalen Projekts. Noch gucken Boyan und Ostrava etwas skeptisch ob ihrer neuen Heimat, aber sicher werden sich die beiden jungen Mönchsgeier in den bewaldeten Bergen Bulgariens bald heimisch fühlen. Zusammen mit Riga, dem dritten Geier im Bunde, dessen Ankunft in Bulgarien für Anfang August geplant ist, wurden die Mönchsgeier in Gefangenschaft gezüchtet und werden nun zunächst in einer sogenannten Anpassungsvoliere auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet. Dort werden sie noch gefüttert und aus der Ferne beobachtet, doch mittelfristig sollen Boyan und seine Artgenossen auf sich allein gestellt überleben können. Sie wurden beringt und mit Satellitensendern markiert, sodass die Wissenschaftler von Green Balkans und dem Fund for Wild Flora and Fauna über den Aufenthaltsort ihrer Zöglinge stets informiert sind, sobald diese in die endgültige Freiheit entlassen werden.

Ziel des Projekts, an dem neben den beiden bulgarischen Naturschutzorganisationen und EuroNatur auch NGOs aus Spanien und der Schweiz sowie Zoos aus Lettland und Tschechien beteiligt sind, ist es, wieder eine Population von Mönchsgeiern in Bulgarien zu etablieren. Die großen Aasfresser sind dort seit den 1930er-Jahren als Brutvögel ausgestorben, doch haben die Geierschützer in den vergangenen Jahren die Bedingungen für ihre Rückkehr erheblich verbessert.   

In diesem Video erleben Sie die ersten Momente von Boyan und Ostrava in ihrer neuen Heimat.

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news-2184 Tue, 26 Jun 2018 15:22:57 +0200 Vier Jahre erfolgreicher Storchenschutz https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/vier-jahre-erfolgreicher-storchenschutz/ Zahlreiche Erfolge für Europas Weißstörche wurden im Projekt zum Erhalt von Feuchtwiesen und -weiden erreicht. Das über die letzten vier Jahre durchgeführte, von EuroNatur, anderen Naturschutzorganisationen und den Storchendörfern initiierte Projekt bildet eine sehr gute Grundlage für weitere Ansätze zum Schutz der großen Schreitvögel. Von Spanien bis nach Polen gilt der Weißstorch als Glücksbringer und seine Ankunft in den Brutgebieten ist jedes Jahr wieder Anlass zur Freude für viele Menschen. Doch um den Lebensraum der großen Schreitvögel steht es nicht gut. Immer mehr Feuchtgrünland wird in monotone Äcker umgewandelt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde 2014 von EuroNatur und Partnerorganisationen das Feuchtwiesenschutz-Projekt gestartet. Die europaweit von EuroNatur ausgezeichneten Storchendörfer fungieren hierbei als Leuchtturmprojekte.

Die Erfolge, die die Storchenschützer in den jeweiligen Gemeinden erzielt haben, können sich sehen lassen: Zahlreiche Projekte zum Lebensraumschutz wurden umgesetzt. So konnten etwa 145 Hektar Feuchtgrünland renaturiert werden; die positiven Effekte dieser Maßnahmen reichen sogar weit über diese Gebiete hinaus. Zusätzlich wurden in den Storchendörfern 22 sogenannte Kleinprojekte gefördert. Diese waren recht vielseitig und befassten sich von Tourismusentwicklung über Umweltbildungsmaßnahmen bis hin zur Ausbesserung von Storchenhorsten.

Im Zeitraum des vierjährigen Projekts wurde das Netzwerk der europäischen Storchendörfer nicht nur um zwei Adebar-Kommunen (Taras in Serbien und Poros in Griechenland) erweitert, sondern es wurde auch der interne Wissensaustausch gefördert. Gelegenheit für persönliche Kontakte boten die fünf Storchendorfkonferenzen, die über den Zeitraum des Projekts stattfanden. Ein weiterer Meilenstein: Seit November 2017 gibt es eine eigene Webseite für die europäischen Storchendörfer. Auf www.storkvillages.net können sich einerseits Besucher über Meister Adebar, seinen bedrohten Lebensraum Feuchtwiese sowie das von EuroNatur ins Leben gerufene Netzwerk zum Schutz der Störche informieren; zum anderen dient die Seite auch dazu, den Austausch zwischen den einzelnen Storchendörfern zu verbessern.

Ende April 2018 ist das erste Feuchtwiesen- und -weiden-Projekt wie geplant ausgelaufen. Doch EuroNatur und ihre Partner werden sich im Verbund mit den Adebar-Kommunen weiterhin im Storchenschutz engagieren. Zwei Folgeprojekte wurden bereits entwickelt: Bei einem wird es ebenfalls wieder um Lebensraumschutz gehen, beim anderen um die Themen Kollision an Stromleitungen und Elektrokution an Strommasten.

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news-2173 Tue, 12 Jun 2018 12:51:05 +0200 Erneuter Wortbruch der montenegrinischen Regierung im Fall Saline Ulcinj https://www.euronatur.org/unsere-themen/artenschutz/zugvoegel/zugvoegel-aktuell/news/erneuter-wortbruch-der-montenegrinischen-regierung-im-fall-saline-ulcinj/ ++ Naturschutzorganisationen starten internationale Petition ++ Gefordert wird der sofortige Schutz der Saline Ulcinj in Montenegro ++ Wiederaufnahme der Salzproduktion würde Menschen und Tieren zu Gute kommen ++ Radolfzell, Ulcinj. Wieder einmal haben hohe Regierungsvertreter aus Montenegro ihre Versprechungen zum Schutz der Saline Ulcinj, einem Lebensraum für über 250 Vogelarten, nicht eingehalten. Die Naturschutzorganisationen EuroNatur, BirdLife, CZIP und MSJA haben eine internationale Petition gestartet, die zum Ziel hat, die Saline Ulcinj endlich unter Schutz zu stellen. Die Organisationen fordern von Premierminister Duško Marković unter anderem, dass die Salzproduktion in der Saline wieder aufgenommen wird und dass der Salzgarten im Besitz des montenegrinischen Volkes bleibt.

Die Saline Ulcinj ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete an der Adriaküste und stellt für Zehntausende Wasservögel ein überlebenswichtiges Rastgebiet auf ihrem Zugweg dar. Der montenegrinische Minister für nachhaltige Entwicklung und Tourismus, Pavle Radulović, hatte bei einer Salinen-Konferenz im April erklärt, dass die Regierung seines Landes die Empfehlung zur Einrichtung eines Naturparks auf dem gesamten Salinenareal gebilligt und einen klaren Fahrplan für dessen Umsetzung entworfen habe. Erste Maßnahmen hätten unmittelbar danach erfolgen sollen – geschehen ist seitdem jedoch nichts.

Druck kommt auch von Seiten der Europäischen Kommission. Zum dritten Mal in Folge wird die „Causa Ulcinj“ in den Fortschrittsberichten zu einem möglichen EU-Beitritt Montenegros erwähnt. Die Unterschutzstellung des Salzgartens ist Voraussetzung auf dem Weg zur Mitgliedschaft im europäischen Staatenverbund.

„Dass der Salzgarten von Ulcinj noch immer keinerlei Schutzstatus genießt, ist ein Skandal“, sagt Ariel Brunner, Leiter der politischen Abteilung von BirdLife Europe. „Der Regierung in Podgorica läuft die Zeit davon, um endlich die längst zugesagten Maßnahmen zum Schutz der Saline umzusetzen. Es muss sichergestellt werden, dass das Areal in das Natura 2000-Schutzgebietsnetz aufgenommen werden kann.“

Das jahrelange Ringen um das menschengemachte Feuchtgebiet schien bei der jüngsten Salinen-Konferenz am 18. April 2018 eine positive Wendung zu nehmen. „Der erneute Wortbruch eines ranghohen Regierungsvertreters passt in die endlose Schleife leerer Beteuerungen und nicht eingehaltener Versprechen. Mit der internationalen Petition bauen wir nun Druck auf den Premierminister auf, die Zusagen seiner Regierung endlich umzusetzen“, sagt Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von EuroNatur.

„Von der Unterschutzstellung der Saline und einer Wiederaufnahme des seit 2014 ruhenden Salzbetriebs würden die Menschen in Montenegro doppelt profitieren“, ist sich Jovana Janjušević von der montenegrinischen Umweltschutzorganisation CZIP sicher. „Eine Hürde für den EU-Beitritt Montenegros wäre aus dem Weg geräumt und für die Menschen in Ulcinj könnte der Salzgarten erneut zu einem wichtigen Arbeitgeber werden.“

Die Zeit für die Errichtung eines Naturparks auf dem Areal und die Instandsetzung der Anlagen drängt. „In zwei oder drei Jahren gibt es hier nichts mehr zu retten. Dann ist alles zerstört“, betont Gudrun Steinacker von der Dr. Martin Schneider-Jacoby Association (MSJA) und ehemalige deutsche Botschafterin für Montenegro. Schon jetzt hat das Gebiet durch Aussüßung der Flächen deutlich an Attraktivität für zahlreiche salzliebende Watvögel verloren. Die Dämme und Pumpen müssen wieder gewartet und das Wassermanagement gesichert werden, um die hohe ökologische Bedeutung der Saline zu gewährleisten.
 

Hintergrundinformationen:

  • Das Salinenareal von Ulcinj in Montenegro, das zum Bojana-Buna-Delta gehört, ist mit 1.500 Hektar eine der größten Salinen im Mittelmeerraum – und eines der wichtigsten Rast-, Brut- und Überwinterungsgebiete für Zugvögel an der östlichen Adriaküste.

 

Rückfragen:

EuroNatur: Anja Arning, Public Relations, anja.arning(at)euronatur.org, +49 7732 927213

BirdLife: Barbara Herrero, EU Nature Policy Officer, BirdLife Europe, barbara.Herrero(at)birdlife.org, +32 2 541 0780

CZIP: Jovana Janjušević, jovana.czip(at)gmail.com, +382 20 272 051


 

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