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            <title>EuroNatur - Flussschutz in Europa</title>
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            <description>Euronatur - Flussschutz in Europa</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>TYPO3 News</copyright>
            
            <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 20:51:25 +0200</pubDate>
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                        <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 14:18:59 +0100</pubDate>
                        <title>Vjosa Wildfluss-Nationalpark wird drei Jahre alt: Zwischen Durchbruch und Rückschritt</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/drei-jahre-vjosa-wildfluss-nationalpark?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Drei Jahre nachdem Albaniens Fluss Vjosa zum ersten Wildfluss-Nationalpark Europas erklärt wurde, ist die anfängliche Euphorie einer wachsenden Unruhe gewichen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Drei Jahre nachdem Albaniens Fluss Vjosa zum ersten Wildfluss-Nationalpark Europas erklärt wurde, ist die anfängliche Euphorie einer wachsenden Unruhe gewichen: Die Änderung des albanischen Schutzgebietsgesetzes hat die ursprünglich zugesicherten Schutzmechanismen ausgehöhlt und droht, genau jene Errungenschaft zu untergraben, die einst als globales Vorbild für den Flussschutz gefeiert wurde.</strong></p>
<p>Die Ausweisung des <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/riesiger-erfolg-die-vjosa-ist-nationalpark">Vjosa Wildfluss-Nationalparks im Jahr 2023</a> war ein Meilenstein für den Naturschutz und die Zivilgesellschaft in ganz Europa. Nach einem Jahrzehnt engagierter Arbeit von EuroNatur und ihren Partnern im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“, verpflichtete sich Albanien, die Vjosa als eines der letzten frei fließenden Flusssysteme des Kontinents unter Schutz zu stellen. Einst weltweit als Modell für den internationalen Flussschutz gefeiert und <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/unesco-auszeichnung-fuer-vjosa">2025 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt</a>, droht die Vjosa heute zu einem Papierpark zu werden.&nbsp;</p>
<p>Albaniens <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/ist-albaniens-natur-noch-zu-retten">Änderungen des Gesetzes über Schutzgebiete</a> im Februar 2024 haben zentrale Schutzmechanismen aufgehoben, darunter jene, die den Vjosa Wildfluss- Nationalpark absichern sollten. Die Neuerungen erlauben große Infrastrukturprojekte innerhalb von Schutzgebieten, beispielsweise im Bereich des Luxustourismus. Obwohl die Regierung sich&nbsp; im Rahmen der EU-Beitrittskriterien verpflichtet hat, diese Gesetzesanpassungen bis Ende 2027 zurückzunehmen, fällt dieser Zeitpunkt mit dem Abschluss der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/trotz-bedenken-hinsichtlich-des-naturschutzes-eu-nimmt-verhandlungen-mit-albanien-auf">EU-Beitrittsverhandlungen</a> zusammen. Damit entsteht ein langes und riskantes Zeitfenster, in dem irreversible ökologische Schäden zu erwarten sind.<br>EuroNatur begrüßt Albaniens Zusage, die schädlichen Gesetzesänderungen rückgängig zu machen, doch das Versprechen kommt spät. Nicht nur der Fluss Vjosa selbst, sondern auch sein Delta – <a href="https://www.euronatur.orgfileadmin/docs/Kampagnen/Wildfluesse/Fluvius_MedDeltas_15022024_final.pdf" target="_blank" class="download" rel="noreferrer">eine der letzten großen unberührten Flussmündungen im Mittelmeerraum</a> – stehen unter starkem Druck. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/luxus-bauprojekte-bedrohen-albaniens-kueste">Da große Entwicklungsprojekte im Vjosa-Delta und entlang der Küste bereits voranschreiten</a>, könnten viele der wertvollsten Lebensräume dieses Flussökosystems bis dahin nicht überleben.</p>
<p>„Während der Wildfluss-Nationalpark Vjosa sein drittes Jahr erreicht, klafft eine deutliche Lücke zwischen seiner symbolischen Bedeutung und der Realität vor Ort. Die Vjosa kann noch immer zu dem globalen Vorbild werden, als das sie einst gefeiert wurde – aber nur, wenn Albanien seine Versprechen jetzt in Taten umsetzt. Starke rechtliche Schutzmechanismen, die ernst genommen werden und die Umsetzung des Managementplans des Parks vor dem derzeit zugesagten Zeitplan sind entscheidend“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/annette-spangenberg">Annette Spangenberg</a>, Programmleiterin Fließgewässer bei EuroNatur.</p>
<p>Der dritte Jahrestag der Vjosa erinnert daran, dass die Euphorie von 2023 nur Bestand haben wird, wenn Albanien in puncto Vjosa-Nationalpark vom bloßen Versprechen zum echten Schutz übergeht – damit die Vjosa tatsächlich zum Vorbild für den weltweiten Flussschutz wird.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
                                <category>Albanien</category>
                            
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                        <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 11:35:17 +0100</pubDate>
                        <title>Internationaler Tag der Flüsse: Im Fokus steht der bedrohte Komarnica‑Canyon</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/internationaler-tag-der-fluesse-im-fokus-steht-der-bedrohte-komarnica-canyon?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Am 14. März, dem Internationalen Tag der Flüsse, feiert der Dokumentarfilm “Komarnica: The Wild That Remains” Premiere.  Ein exklusives Vorab-Webinar am 12. März bietet einen ersten Einblick, während eine Petition weiterhin internationale Unterstützung für den Schutz des Komarnica-Flusses mobilisiert.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Komarnica-Fluss in Montenegro ist einer der letzten <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/flussschutz-in-europa/unsere-flussprojekte">Wildflüsse Europas</a>. Er ist ein einzigartiger Hotspot der Biodiversität im westlichen Balkan, mit unberührten Canyon-Ökosystemen, in denen seltene und endemische Arten leben. Auf nationaler Ebene ist er bereits als Naturpark und Naturdenkmal geschützt.</p>
<p>Die Pläne zum Bau des 172-Megawatt-Wasserkraftwerks „Komarnica“ haben daher starken Widerstand von internationalen Wissenschaftlern<i>,</i> Rechtsexpertinnen und NGOs ausgelöst. Sie warnen vor irreversiblen Umweltschäden und <a href="https://drustvoekologa.me/wp-content/uploads/2025/05/pismo_naucnika_28_04_2025_agencija.pdf-2.pdf" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">fordern die Behörden Montenegros auf, das Projekt umgehend zu stoppen</a>. Trotz des wachsenden Drucks wurde das <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/komarnica-staudamm-aufgeschoben-statt-aufgehoben">Projekt jedoch nur verschoben</a>, nicht abgesagt – die Zukunft des Canyons bleibt weiter ungewiss. Die Kontroverse hat inzwischen sogar die EU-Beitrittsverhandlungen Montenegros erreicht. Thomas Waitz, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zu Montenegro, betonte, dass <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/umweltpolitik/Western_Balkans_must_step_up_environmental_protection_now.pdf" target="_blank" class="Hyperlink SCXW171741228 BCX8" rel="noreferrer noopener">der Schutz des Komarnica-Flusses entscheidend für den Abschluss von Kapitel 27 (Umwelt) sei</a>.</p>
<p>Unterdessen wächst der lokale Widerstand weiter. Die von der Montenegrin Ecologists Society initiierte und von EuroNatur unterstützte Kampagne <a href="https://www.savekomarnica.com/" target="_blank" class="Hyperlink SCXW163147341 BCX8" rel="noreferrer noopener">„Save Komarnica“</a> mobilisiert Bürgerinnen<i>,</i> NGOs und internationale Unterstützer. Eine laufende Petition sammelt Unterschriften für den Schutz des Komarnica-Canyons.&nbsp;<br>Zum Internationalen Tag der Flüsse werden die preisgekrönten Filmemacher von WildReach Production am 14. März 2026 “Komarnica: The Wild That Remains” uraufführen – ein kraftvolles Porträt von Wissenschaft und Aktivismus im Einsatz für einen der letzten wilden Flusscanyons Europas. Eine exklusive Vorpremiere findet am 12. März um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit statt. Die <a href="https://www.eventbrite.ie/e/webinar-the-making-of-komarnica-the-wild-that-remains-tickets-1984041708158" target="_blank" class="Hyperlink SCXW83032373 BCX8" rel="noreferrer noopener"><u>Anmeldung</u></a> ist kostenlos und ab sofort möglich.</p>
<p>„Der Komarnica-Canyon ist ein seltenes Wildnis-Juwel in Europa. Dieser Film zeigt auf beeindruckende Weise, warum der Schutz von Flüssen wie der Komarnica so wichtig ist – und wir hoffen, dass er noch mehr Menschen dazu inspiriert, sich dafür einzusetzen“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/amelie-huber">Dr. Amelie Huber</a>, Projektleiterin Fließgewässerschutz bei EuroNatur.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
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                                <category>Balkan-Südosteuropa</category>
                            
                                <category>Montenegro</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
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                        <pubDate>Wed, 21 Jan 2026 11:35:00 +0100</pubDate>
                        <title>Europas letzte Wildflüsse in Gefahr: Fast 2.500 Kilometer an unberührten Balkanflüssen seit 2012 zerstört</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/europas-letzte-wildfluesse-in-gefahr-fast-2500-kilometer-an-unberuehrten-balkanfluessen-seit-2012-zerstoert?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Die erste vergleichbare regionale Bewertung seit über einem Jahrzehnt dokumentiert die Verschlechterung des Zustands der letzten Wildflüsse Europas: Der Anteil unberührter Flussabschnitte ist seit 2012 von 30 Prozent auf 23 Prozent zurückgegangen – ein erschreckender Verlust von 2.450 Flusskilometern. Die Flüsse Albaniens wurden schneller zerstört als die anderer Balkanländer, vor allem durch Wasserkraftprojekte und Flussregulierungen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Radolfzell/Wien, 21. Januar 2026</strong> – Eine umfassende <a href="https://balkanrivers.net/uploads/files/shares/Studies/2025_Balkan_HYMO_compressed.pdf" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">neue Bewertung der hydromorphologischen Bedingungen auf dem gesamten Balkan</a> hat eine dramatische, sich beschleunigende Verschlechterung der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/flussschutz-in-europa/unsere-flussprojekte">für ihre Unberührtheit bekannten Wasserläufe der Region</a> aufgezeigt. Der Bericht Hydromorphological Status of Balkan Rivers 2025, verfasst von Dr. Ulrich Schwarz (Fluvius Wien) im Auftrag von EuroNatur und Riverwatch im Rahmen der Kampagne <i>Save the Blue Heart of Europe</i>, untersucht 83.824 Flusskilometer in elf Ländern. Er zeigt, dass der Anteil naturnaher Flüsse von 30 Prozent im Jahr 2012 um 2.450 Flusskilometer auf nur noch 23 Prozent im Jahr 2025 gesunken ist. Dagegen haben stark veränderte Flussabschnitte zugenommen.</p>
<p>Die <a href="https://balkanrivers.net/uploads/files/shares/Studies/2025_Balkan_HYMO_compressed.pdf" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">vollständige Studie</a> steht zum Download zur Verfügung. <a href="https://www.balkanrivers.net/en/the-state-of-balkanrivers-2025" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Die Story Map </a>enthält die Ergebnisse und die neuen Daten finden Sie in unserer <a href="https://balkanrivers.net/en/map" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">interaktiven Karte</a>.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Balkan insgesamt: Abwärtstrend</strong></p>
<p class="text-justify">Die Studie offenbart ein besorgniserregendes regionales Muster:</p><ul><li><p class="text-justify">Der Zustand der Flüsse auf dem Balkan verschlechtert sich seit 2012 kontinuierlich.</p></li><li><p class="text-justify">Größere Flüsse sind am stärksten betroffen, insbesondere durch Staudämme, Kanalisierung und Eingriffe in den Sedimenttransport (Kies und Sand)</p></li><li><p class="text-justify">Seit 2012 haben aufgestaute Flussabschnitte um 18 Prozent zugenommen (von 2.224 auf 2.626 Flusskilometer).</p></li><li><p class="text-justify">Kleinere Quellgewässer sind in der Regel besser erhalten, doch auch sie stehen zunehmend unter Druck.</p></li><li><p class="text-justify">Der Ausbau der Wasserkraft bleibt der Hauptgrund für die Verschlechterung, gefolgt von Wasserentnahmen, Kies- und Sandabbau und Infrastrukturprojekten.&nbsp;</p></li><li><p class="text-justify">Durch Naturschutzmaßnahmen konnten rund 900 Flusskilometer geschützt werden, vor allem durch das Verhindern von Wasserkraftprojekten.</p></li></ul><p class="text-justify">Von den größeren der untersuchten Flüsse sind nur noch 23 Prozent naturnah, 43 Prozent zeigen leichte Veränderungen. Moderat bis stark veränderte Flüsse machen 27 Prozent aus und vor allem durch Stauungen stark veränderte Abschnitte betreffen sieben Prozent. Die größten Veränderungen wurden in den Einzugsgebieten von Drina, Neretva, Vardar/Axios, Devoll und Drin festgestellt. Auch wenn dieser Rückgang alarmierend ist, bleibt der Anteil der nahezu natürlichen und leicht veränderten Flüsse deutlich höher als im übrigen Europa, was die einzigartige Stellung des Balkans als letztes großes Kerngebiet mit unberührten Flüssen auf dem Kontinent verdeutlicht.</p>
<p class="text-justify">„Die langfristigen Trends, die in dieser Studie dokumentiert sind, zeigen einen klaren Rückgang naturnaher Flussabschnitte auf dem Balkan, vor allem durch Stauungen und großflächige Flussveränderungen. Während die Region weiterhin einen vergleichsweisen hohen Anteil intakter Flüsse aufweist, weisen diese Trends auf eine wachsende Diskrepanz zwischen aktuellen Entwicklungspraktiken und den im Rahmen einer EU-Mitgliedschaft geforderten Umweltstandards sowie Prinzipien einer nachhaltigen Flussnutzung hin,“ erklärt Dr. Ulrich Schwarz, von Fluvius Wien, Autor der Studie.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Albanien: Größter Verlust an natürlichen Flussabschnitten auf dem Balkan</strong></p>
<p class="text-justify">Die Studie kommt zu dem Schluss, dass kein anderes Balkanland in den letzten zehn Jahren so viele naturnahe oder leicht veränderte Flussabschnitte verloren hat wie Albanien. Der Ausbau von Wasserkraft, unkontrollierte Flussregulierungen, Wasserentnahme und weitreichende Veränderungen von Auenlandschaften haben Albaniens Flusslandschaften in nie dagewesenem Tempo umgestaltet.</p>
<p class="text-justify">„Während Albanien die Vjosa und einige ihrer Zuflüsse erfolgreich geschützt hat, wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr Flussabschnitte zerstört als in jedem anderen Balkanland. Diese Zerstörungswelle muss gestoppt werden. Die Ergebnisse sollten die albanische Regierung endlich dazu bewegen, Flüsse im ganzen Land zu schützen und nicht nur in einem Einzugsgebiet. Dies ist auch im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen ein wichtiger Punkt,“&nbsp;fordert Ulrich Eichelmann, Geschäftsführer von <a href="https://riverwatch.eu/de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Riverwatch</a>.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Erfolge im Naturschutz geben Hoffnung</strong></p>
<p class="text-justify">Der Bericht hebt hervor, dass rund 900 Kilometer Flüsse durch Naturschutzmaßnahmen geschützt wurden – unter anderem durch den Stopp von Wasserkraftprojekten, neue Schutzgebiete und ein Verbot kleiner Wasserkraftwerke. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge#c4122">Die Ausweisung des Vjosa-Wildflussnationalparks</a> bleibt der wichtigste Erfolg für den Naturschutz in der Region.</p>
<p class="text-justify"><strong>Aufruf zu systematischem Schutz</strong></p>
<p class="text-justify">Auf Grundlage der Ergebnisse fordern wir sofortiges und koordiniertes Handeln:</p><ul><li><p class="text-justify"><strong>Stärkung nationaler und EU-weiter Schutzmaßnahmen:</strong> Verbleibende intakte Flüsse müssen durch nationale und internationale Gesetze erhalten, Schutzgebiete erweitert und konsequent umgesetzt werden.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Stopp von zerstörerischen Wasserkraftprojekten:</strong> Besonders in Albanien sowie in Bosnien-Herzegowina, wo die Flussverschlechterung am schnellsten voranschreitet.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Einführung eines systematischen Monitorings:&nbsp;</strong>Als Voraussetzung für den EU-Beitritt müssen alle Balkanländer vereinheitlichte hydromorphologische Bewertungen durchführen.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Renaturierung geschädigter Flüsse:</strong> Dazu gehören die Entfernung von Barrieren, die Wiederverbindung von Auenlandschaften, eine Reduzierung von Kies- und Sandentnahme aus dem Flussbett und naturbasierte Renaturierungsmaßnahmen.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Priorisierung von Natur- und Klimafolgenresilienz:</strong> Weg von infrastrukturlastigen Flussregulierungen hin zu einem ökosystembasierten Hochwasser- und Dürremanagement.</p></li></ul><p class="text-justify">„Während die Flüsse der Region weiterhin ihren natürlichen Charakter verlieren, schließt sich das Fenster für wirksamen Schutz schnell,“ sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/annette-spangenberg">Annette Spangenberg</a>, Programmleiterin Fließgewässer bei EuroNatur. „Der Balkan beherbergt noch einige der letzten Wildflüsse Europas, aber ihr Schutz erfordert jetzt politischen Mut, wissenschaftlich fundierte Entscheidungen und einen klaren Kurswechsel weg von zerstörerischen Praktiken. Die Daten zeigen, was verloren geht und verloren gehen wird, wenn wir nicht handeln,“ führt Spangenberg weiter aus.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong><br>• Die von EuroNatur und Riverwatch koordinierte Kampagne <a href="https://www.balkanrivers.net/de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer"><i>Save the Blue Heart of Europe</i></a> hat zum Ziel, Flüsse von hohem ökologischem Wert auf dem Balkan zu schützen. Diese sind durch über 3.000 Wasserkraftprojekte bedroht. Die Kampagne wird gemeinsam mit Partnerorganisationen in den Balkanländern umgesetzt und u.a. von der <a href="https://m-h-s.org/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Manfred-Hermsen-Stiftung</a> unterstützt.<br>• Zitierung des Berichtes: Schwarz, U., 2025. The State of Balkan Rivers 2025: Hydromorphological Assessment and 13-Year Trends. EuroNatur &amp; Riverwatch, Radolfzell/Vienna, 64 pp.</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>• <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, EuroNatur, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, +49 (0)7732 927215<br>• Ulrich Eichelmann, Riverwatch, <a href="mailto:ulrich.eichelmann@riverwatch.eu" class="mail">ulrich.eichelmann(at)riverwatch.eu</a>, +43 676 6621512&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
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                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
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                        <pubDate>Fri, 19 Dec 2025 11:52:37 +0100</pubDate>
                        <title>Vlora-Flughafen in Albanien erneut auf Tagung der Berner Konvention kritisiert</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/vlora-flughafen-in-albanien-erneut-auf-tagung-der-berner-konvention-kritisiert?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Albanien ignoriert wichtige Elemente der Empfehlung der Berner Konvention zur Vjosa und zum Internationalen Vlora-Flughafen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Radolfzell.</strong> Zum dritten Mal in Folge hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention die albanische Regierung aufgefordert, den Bau des internationalen Flughafens Vlora im Landschaftsschutzgebiet Vjosa-Narta zu stoppen. Während seiner Jahrestagung in Straßburg vergangene Woche „bedauerte der Ständige Ausschuss der Konvention erneut zutiefst, dass Punkt 1 der Empfehlung Nr. 219 (2023), in dem die Aussetzung des Baus des Internationalen Vlora-Flughafens bis zum Abschluss einer neuen und ausreichenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und einer angemessenen Bewertung gefordert wird, nicht umgesetzt wurde.“</p>
<p>EuroNatur und ihre albanischen Partnerorganisationen PPNEA und EcoAlbania waren bei der Sitzung anwesend, um ihre Argumente vorzubringen, und begrüßten die klare Stellungnahme des Ständigen Ausschusses zur Aussetzung des Flughafenbaus. Gleichzeitig vermissen die Naturschutzorganisationen eine Aufforderung des Ständigen Ausschusses an die albanische Regierung, das geänderte Gesetz über Schutzgebiete aufzuheben. Dieses veränderte Gesetz hebt die rechtlichen Schutzmaßnahmen in Albaniens Schutzgebieten aus, indem es den Bau und die Nutzung für Tourismus und große Infrastrukturprojekte innerhalb von Schutzgebieten erlaubt.&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/viktor-berishaj">Viktor Berishaj</a>, Senior Policy Officer bei EuroNatur, betont: „Der Ständige Ausschuss hat erneut bestätigt, dass Albanien eine ordnungsgemäße Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen muss, bevor der Flughafen Vlora als konform angesehen werden kann. Schadensbegrenzung kann Prävention nicht ersetzen, insbesondere in einem so einzigartigen Flusssystem und Feuchtgebiet wie dem Vjosadelta und der Narta-Lagune.“</p>
<p>„Die Empfehlung 219 des Ständigen Ausschusses ist und bleibt der Fahrplan. Ihre vollständige Umsetzung würde nicht nur das Landschaftsschutzgebiet Vjosa-Narta schützen, sondern auch Albanien näher an die EU heranführen. Eine Vor-Ort-Begutachtung im Jahr 2026 ist unerlässlich, um die Fakten vor Ort zu überprüfen und das Vertrauen in den Prozess wiederherzustellen“, erklärt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p>• Das Schutzgebiet Vjosa-Narta ist eines der wichtigsten Ökosysteme Albaniens, das zweitwichtigste Feuchtgebiet Albaniens und Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet beherbergt das ganze Jahr über mehr als 220 Vogelarten und ist für die Adria-Flugroute von überregionaler Bedeutung. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge#c4122">Im März 2023 wurde die Vjosa zum ersten Wildflussnationalpark Europas erklärt</a> und von der albanischen Regierung unter Schutz gestellt.&nbsp;</p>
<p>• <a href="https://rm.coe.int/misc-e-2025-45-standing-committee-clean-final/488029d956" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Die Berner Konvention hat die albanische Regierung wiederholt aufgefordert, den Bau des Flughafens Vlora zu stoppen.</a> Sie bezeichnete das Schutzgebiet Vjosa-Narta und seine Umgebung als „ein Refugium für Zugvögel, Wasservögel und andere seltene Arten, die an Land brüten (...) und [dass die Mitglieder des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention] sich der absehbaren ökologischen Auswirkungen des Flughafenprojekts auf diesen einzigartigen Naturschatz bewusst sind“. Auch das Europäische Parlament und die Europäische Kommission haben den Bau des Flughafens in der Vergangenheit scharf kritisiert und die albanische Regierung aufgefordert, dieses umweltschädliche Projekt zu stoppen.&nbsp;</p>
<p>• Hier finden Sie <a href="https://www.euronatur.orgfileadmin/docs/umweltpolitik/Biodiversitaet/EuroNatur_Statement_on_the_Conclusions_of_the_45th_Standing_Committee_of_the_Bern_Convention_of_European_Wildlife_and_Natural_Habitats.pdf" target="_blank" class="download" rel="noreferrer">unsere Stellungnahme (engl.) zu den Schlussfolgerungen der 45. Sitzung</a> des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention zum Schutz der europäischen Wildtiere und natürlichen Lebensräume.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 01 Dec 2025 10:58:59 +0100</pubDate>
                        <title>Etappensieg vor Gericht im Fall Vlora-Flughafen</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/etappensieg-vor-gericht-im-fall-vlora-flughafen?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Erfreuliche Nachricht im Fall des Internationalen Vlora-Flughafens in der Narta-Lagune: Das Verwaltungsberufungsgericht in Tirana hat die albanischen EuroNatur-Partnerorganisationen PPNEA und AOS als Parteien des Verfahrens gegen den Flughafenbau legitimiert und beschlossen, den Fall zur Verhandlung in erster Instanz zurückzuverweisen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Bereits am 23. November 2022 haben AOS und PPNEA offiziell Klage gegen den Bau des in unseren Augen illegalen Vlora-Flughafens eingereicht. Wir haben unsere Partner hierbei unterstützt. Die albanischen Gerichte haben die Klage allerdings wie eine heiße Kartoffel behandelt und den Fall immer wieder hin- und hergeschoben. Unterdessen ist der Flughafenbau weit vorangeschritten, wertvolle Naturflächen in einem der wertvollsten Ökosysteme an der östlichen Adria wurden bereits zerstört.</p>
<p>„Nach drei Jahren und unzähligen Schleifen durch die Instanzen hat das Verwaltungsberufungsgericht unsere albanischen Partnerorganisationen als Parteien in diesem Fall legitimiert“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/annette-spangenberg">Annette Spangenberg</a>, Programmleiterin Fließgewässer bei EuroNatur. „Nun kann sich das Gericht endlich mit der Klage selbst befassen.“</p>
<p>Seit Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2021 steht der internationale Flughafen Vlora nicht nur von Seiten von Naturschutzorganisationen, sondern auch von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, dem Ständigen Ausschuss der Berner Konvention und der Konvention zum Schutz wandernder Tierarten in der Kritik. Der Bau des Flughafens in der Nähe der Narta-Lagune – einem international geschützten Feuchtgebiet von herausragender Bedeutung für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Vogelzug </a>und Teil des <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge#c4122">Vjosa-Deltas</a> – verstößt gegen nationale und internationale Umweltgesetze.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 28 Nov 2025 15:40:48 +0100</pubDate>
                        <title>Ökokatastrophe an der Neretva: Fischsterben durch Kraftwerksbetrieb</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/oekokatastrophe-an-der-neretva-fischsterben-durch-kraftwerksbetrieb?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Der Betrieb des neuen Wasserkraftwerks Ulog hat im September 2025 ein massives Fischsterben ausgelöst. Sauerstoffarmes Tiefenwasser aus dem Stausee tötete bedrohte Arten wie die Weichmaulforelle. Diese Ergebnisse wurden am 28. November auf einer Konferenz vorgestellt, die von unseren Partnerorganisationen ACT Foundation und dem Zeleni Klub (Grüner Klub) in der Parlamentarischen Versammlung von Bosnien-Herzegowina in Sarajevo ausgerichtet wurde.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am 12. September 2025 wurden zahlreiche tote Fische und anderen Wasserorganismen – darunter die vom Aussterben bedrohte Weichmaulforelle, die Koppe sowie der stark gefährdete Dohlenkrebs – entlang des betroffenen Abschnitts der Oberen Neretva gefunden. Zusätzlich wurden nach Luft schnappende Fische, an Land flüchtende Krebse und ein intensiver Geruch nach faulen Eiern beobachtet – klare Hinweise auf hohe Schwefelwasserstoffkonzentrationen und eine massive Sauerstoffarmut.&nbsp;</p>
<p>Das kürzlich fertiggestellte Wasserkraftwerk Ulog durchschneidet den wertvollsten und bislang unversehrten Flussabschnitt der Neretva, einen Lebensraum mit außergewöhnlich hoher Biodiversität und zahlreichen bedrohten Arten, der nun unmittelbar durch den Betrieb des Staudamms beeinträchtigt wird. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen, Flussexperten und unseren bosnischen Partnern der <a href="https://www.balkanrivers.net/de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer"><i>Blue Heart</i>-Kampagne</a> fordern wir strengere Umweltauflagen und ein Ende des sogenannten Schwallbetriebs, um <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/flussschutz-in-europa/unsere-flussprojekte">das wertvolle Flussökosystem</a> an der Oberen Neretva zu retten.</p>
<p>Ulrich Eichelmann, Geschäftsführer von unserer Partnerorganisation <a href="https://riverwatch.eu/de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Riverwatch </a>sagt: „Die Katastrophe im September hat nicht nur Fische getötet – sie hat das gesamte Leben in diesem Abschnitt ausgelöscht, einschließlich Wasserinsekten und Weichtieren. Wenn das Wasserkraftwerk Ulog weiterhin illegal im Schwallregime betrieben wird und nahezu täglich künstliche Hoch- und Niedrigwasser verursacht, bleibt der verheerende Schaden nicht auf den Abschnitt unterhalb des Kraftwerks beschränkt. Die Fischbestände der gesamten Neretva, bis hinunter nach Konjic, wären irreparabel gefährdet.“</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Mon, 24 Nov 2025 11:52:13 +0100</pubDate>
                        <title>Lass es fließen!</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/lass-es-fliessen?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Aoos/Vjosa: Wie Jugendliche und Strafgefangene positive Perspektiven entwickeln</description>
                        <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Journal</category>
                            
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                                <category>Berge, Flüsse, Wälder - Wildnis in Europa</category>
                            
                                <category>Aktionen</category>
                            
                                <category>Grünes Band Balkan</category>
                            
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                        <pubDate>Thu, 20 Nov 2025 13:47:12 +0100</pubDate>
                        <title>Großer Erfolg für den Fluss Morača in Montenegro: Absichtserklärung zur Unterschutzstellung unterzeichnet </title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/grosser-erfolg-fuer-den-fluss-moraca-in-montenegro-absichtserklaerung-zur-unterschutzstellung-unterzeichnet?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Das montenegrinische Umweltministerium hat gemeinsam mit EuroNatur und ihren montenegrinischen Partnerorganisationen CZIP und CDE-MES eine Absichtserklärung zum besseren Schutz der Morača unterzeichnet.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Fokus steht das Projekt „Schutz des Flusses Morača“, dass die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zur nachhaltigen Bewirtschaftung dieses bedeutenden Naturraums vorsieht. Neben praktischen Aktivitäten wie Schulungen, Seminaren und öffentlichen Diskussionen soll auch eine Machbarkeitsstudie für den wirksamen <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/flussschutz-in-europa">Schutz des Flusses</a> erstellt werden.</p>
<p>EuroNatur übernimmt als internationaler Partner eine zentrale Rolle, indem der Schutz der Morača nicht nur als nationale Aufgabe verstanden wird, sondern als Teil einer europäischen Verantwortung für Biodiversität und nachhaltige Entwicklung. Politisch ist die Vereinbarung auch ein Signal in Richtung EU-Integration: Montenegro zeigt, dass es bereit ist, Umwelt- und Biodiversitätsstandards stärker in die verschiedenen Politikbereiche einzubeziehen. Damit unterstreicht die Unterzeichnung nicht nur die nationale Bedeutung des Projekts, sondern auch seine europäische Dimension.</p>
<p>“Wir sind sehr froh, dass wir mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung den offiziellen Auftakt zu einer Kooperation mit dem Umweltministerium machen konnten”, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/annette-spangenberg">Annette Spangenberg</a>, Programmleiterin Fließgewässer bei EuroNatur. “Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte, die mittelfristig hoffentlich zu einem umfassenden Schutz der Morača und ihrer Nebenflüsse führen werden.”</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 14:47:39 +0100</pubDate>
                        <title>Natur auf dem Balkan in Gefahr: Umweltvorschriften werden beim EU-Beitritt vernachlässigt </title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/natur-auf-dem-balkan-in-gefahr-umweltvorschriften-werden-beim-eu-beitritt-vernachlaessigt?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ EU-Beitrittskandidaten des westlichen Balkans verfehlen weiterhin die EU-Vorgaben zum Schutz der Natur und der biologischen Vielfalt ++ Erweiterungspaket der Europäischen Kommission stellt gravierende Mängel fest, insbesondere bei Schutzgebieten, Artenschutz und Umweltverträglichkeitsprüfungen ++</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Brüssel, Radolfzell</strong>. Die Europäische Union ist seit 20 Jahren ein verheißenes Land für den Westbalkan und die EU-Kommission drängt darauf, ihr Versprechen auf eine Mitgliedschaft einzulösen, insbesondere gegenüber Albanien und Montenegro. Diese neuen Entwicklungen sind zu begrüßen, aber es sind konkrete Maßnahmen seitens der Westbalkanstaaten erforderlich, um die Lücken in Bezug auf EU-Recht zu schließen. Die Spitzenkandidaten der EU-Kommission liegen nämlich erheblich zurück: Albanien und Montenegro sind Beispiele für die Kluft zwischen der Rhetorik der EU und der Realität.&nbsp;</p>
<p>Beispielsweise werden im Erweiterungspaket die jüngsten Änderungen des Gesetzes über Schutzgebiete in <strong>Albanien</strong> und der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/showpolitik-testfluege-auf-der-baustelle-des-flughafens-vlora">rasche Bau des Flughafens Vlora</a> im Landschaftsschutzgebiet Vjosa-Narta ausdrücklich als Rückschläge genannt. Der EU-Bericht kommt zu dem Schluss, dass dies zu einer Verschlechterung des Naturschutzes in Albanien geführt hat und dringt auf die vollständige Angleichung und Durchsetzung der Vogelschutz- und Habitat-Richtlinien. Der Bericht betont die Notwendigkeit einer vollständigen Umsetzung der Vorschriften für Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) und strategische Umweltprüfungen (SUP). Damit soll sichergestellt werden, dass alle Infrastrukturinvestitionen den naturschutzrechtlichen Verpflichtungen der EU und internationalen Verpflichtungen entsprechen und eine sinnvolle Beteiligung der Öffentlichkeit wiederhergestellt wird. Der Bericht der Kommission versäumt es jedoch, diese Erkenntnisse mit den Verpflichtungen im Rahmen der Benchmarks für Kapitel 27 als Teil des <a href="https://www.euronatur.org/en/about-euronatur/press/press-releases/despite-nature-conservation-concerns-eu-opens-negotiations-with-albania" target="_blank">gemeinsamen Standpunkts der EU zu Cluster 4: Grüne Agenda und nachhaltige Konnektivität</a> in Verbindung zu setzen. &nbsp;</p>
<p>„Ausstehend“: ein wichtiges Stichwort für <strong>Montenegro</strong> in dem Bericht. Einige maßgebliche Gesetze und deren tatsächliche Umsetzung stehen noch aus. Dies betrifft insbesondere das Naturschutzgesetz und die nationale Strategie für biologische Vielfalt. Aufgrund von Unstimmigkeiten hinsichtlich der Zuständigkeiten zwischen den zentralen und lokalen Behörden gibt es für die <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c292">Saline Ulcinj</a>, eines der wichtigsten Gebiete für biologische Vielfalt in der Region, nach wie vor keinen Managementplan.&nbsp;</p>
<p>Montenegro präsentiert sich als „ökologischer Staat“ und hat Fortschritte bei der Kartierung seiner biologischen Vielfalt erzielt, doch beim Schutz der Natur vor Ort weist das Land erhebliche Defizite auf. Derzeit sind weniger als 14 Prozent der Landfläche Montenegros und weniger als 2 Prozent seiner Meeresgewässer Schutzgebiete, was weit unter dem Kunming-Montreal-Ziel von 30 Prozent liegt. Ein zentrales Problem ist das Nichtumsetzen wissenschaftlicher Bewertungen in gesetzliche Schutzmaßnahmen. Obwohl über 70 Prozent des Territoriums Montenegros für das ökologische Netzwerk Natura 2000 ausgewiesen wurden, hat die Regierung diese Gebiete nicht offiziell entsprechend den Anforderungen des Emerald Network (Bern-Konvention) ausgewiesen. Aktuell geschieht eher das Gegenteil, denn der neue nationale Raumordnungsplan ignoriert die potentiellen neuen Emeraldgebiete weitgehend. Dadurch bleiben viele ökologisch wichtige Gebiete ohne wirksamen Schutz und sind zunehmendem Entwicklungsdruck ausgesetzt.&nbsp;</p>
<p><strong>Gravierende Mängel in den westlichen Balkanstaaten&nbsp;</strong></p>
<p>In der gesamten Region ist die Lage ähnlich: In <strong>Bosnien-Herzegowina</strong> gibt es nach wie vor kein Natura 2000-Netzwerk und kein System zur Überwachung der biologischen Vielfalt. Im <strong>Kosovo</strong> sind die Verwaltungskapazitäten im Umweltbereich immer noch „äußerst gering“ und die Schutzgebiete werden nicht angemessen verwaltet. Die Kommission fordert den Kosovo ausdrücklich auf, „geeignete Maßnahmen zur tatsächlichen Verhinderung der Verschmutzung von Schutzgebieten und zur Verwaltung von Schutzgebieten“ zu ergreifen.&nbsp;</p>
<p><strong>Serbiens</strong> umweltrechtlicher Rahmen entspricht auf dem Papier relativ gut dem der EU, beispielsweise wurden Ende 2024 aktualisierte Gesetze zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und zur strategischen Umweltprüfung (SUP) verabschiedet. Die Umsetzung hinkt jedoch hinterher. Die Kommission betont, dass diese Gesetze nun schnell und konsequent auf alle Projekte angewendet werden müssen. In der Praxis hat Serbien manchmal UVP-Verfahren komplett umgangen, indem es vorläufige Genehmigungen erteilt oder alte Studien verwendet hat, um Projekte zu beschleunigen. Dabei wurden gründliche Überprüfungen und öffentliche Beteiligung umgangen. Die Beteiligung der Öffentlichkeit an umweltpolitischen Entscheidungen ist nach wie vor unzureichend. Im Jahr 2025 waren keine Verbesserungen in Bezug auf Transparenz oder Konsultationen zu verzeichnen. Aus der Zivilgesellschaft wird berichtet, dass die Behörden Informationen über die Umweltauswirkungen laufender Projekte oft nicht proaktiv offenlegen.</p>
<p>Die EU-Kommission weist darauf hin, dass in <strong>Nordmazedonien</strong> das nationale Informationssystem für Biodiversität noch immer nicht funktionsfähig ist und die Ermittlung potenzieller Natura-2000-Gebiete mit institutionellen Schwierigkeiten verbunden ist. Der Prozess der Ausweisung von Schutzgebieten von hoher Bedeutung wie dem Ohridsee, Studenchisko Blato, dem Matka-Canyon und der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/mavrovo-nationalpark-endlich-sichern">erneuten Ausweisung des Mavrovo-Nationalparks</a> ist noch nicht abgeschlossen und könnte zu einer weiteren Verschlechterung der Biodiversität und der ökologischen Bedeutung dieser Gebiete führen.&nbsp;</p>
<p>Insgesamt ist die Einhaltung der Umweltvorschriften eine Schwachstelle: Allen Balkan-Kandidaten wurde mitgeteilt, dass der Fortschritt bei den Beitrittsverhandlungen von nachweisbaren Ergebnissen im Naturschutz und bei der Bekämpfung von Umweltkriminalität abhängt.</p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur, erklärt: „Regierungen und EU-Institutionen müssen diese Ergebnisse als Warnsignale betrachten und nicht als reine Formalitäten. In Albanien sollten die Gesetzgeber die schädlichen Änderungen des Gesetzes über Schutzgebiete aus dem Jahr 2024 aufheben und die Ausnahmeregelungen für Bewässerung, Ferienanlagen und Infrastruktur streichen, denn diese untergraben den Wert und die Integrität der Schutzgebiete. Großprojekte wie der Flughafen Vlora müssen ausgesetzt und mit einer ordnungsgemäßen UVP/SUP und einer echten öffentlichen Überprüfung neu bewertet werden.“</p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/viktor-berishaj">Viktor Berishaj</a>, Senior Policy Officer bei EuroNatur, fasst zusammen: „Alle Länder des westlichen Balkans müssen die Vogelschutz- und Habitat-Richtlinien vollständig umsetzen, ihre Emerald-/Natura-Netzwerke vervollständigen und die Durchsetzung der Naturschutzgesetze verstärken. Der Zugang zu Informationen und Gerichten gemäß der Aarhus-Konvention muss gewährleistet sein, damit die Bürger Entscheidungen überwachen und illegale Projekte anfechten können. Vor allem sollte die Europäische Union Kapitel 27 als nicht verhandelbares Beitrittskriterium aufrechterhalten: Ein Land, das seine <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen">Flüsse, Wälder und Wildtiere</a> nicht schützt, kann nicht glaubhaft behaupten, dass es bereit ist, der EU beizutreten.“</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformation:</strong> Der westliche Balkan ist eine Region, die aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien besteht. Diese Länder streben ebenso wie die Ukraine, Georgien und Moldawien eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union an. Aus diesem Grund werden sie auch als Erweiterungsländer bezeichnet.</p>
<p><strong>Rückfragen:</strong> <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, Tel: 07732-927215; E-Mail: <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 15 Oct 2025 13:11:49 +0200</pubDate>
                        <title>UNESCO-Auszeichnung für Vjosa</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/unesco-auszeichnung-fuer-vjosa?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Die Vjosa in Albanien wurde im September 2025 als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt – in unseren Augen ein rein symbolischer Erfolg, der nun konkrete Umsetzung braucht, um der neuen Auszeichnung gerecht zu werden.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen EcoAlbania und Riverwatch begrüßen wir die Entscheidung, die Vjosa als UNESCO-Biosphärenreservat auszuzeichnen; gleichzeitig betonen wir jedoch, dass die Auszeichnung mehr sein muss als ein bloßer Symbolakt. Wir sehen darin eine Verpflichtung für die albanische Regierung, den Fluss und seine Umgebung aktiv vor Bedrohungen wie Wasserentnahme, Ölverschmutzung, Kiesabbau und Müll zu schützen. Gemeinsam mit unseren Partnern an der Vjosa fordern wir, dass die UNESCO-Anerkennung als Startpunkt für konkrete Maßnahmen verstanden wird – damit die Vjosa nicht nur als Feigenblatt der Regierung in Tirana gefeiert, sondern langfristig geschützt wird.</p>
<p>Lesen Sie hier das <a href="https://www.euronatur.orgfileadmin/docs/Blue_Heart-Kampagne/Vjosa_UNESCO_Reaction_to_MAB.pdf" target="_blank" class="download" rel="noreferrer">gemeinsame Statement</a> der Kampagnenpartner (pdf, englisch)</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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