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            <title>EuroNatur - Meldungen</title>
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            <description>Alle Meldungen von der Stiftung EuroNatur</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>TYPO3 News</copyright>
            
            <pubDate>
                Mon, 02 Nov 2026 09:11:48 +0100
            </pubDate>
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                Mon, 02 Nov 2026 09:11:48 +0100
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                        <guid isPermaLink="false">news-2725</guid>
                        <pubDate>
                            Fri, 30 Oct 2026 15:45:54 +0100
                        </pubDate>
                        
                        <title>Moore wieder vernässen: ein Modellprojekt für Polen</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/moore-wieder-vernaessen-ein-modellprojekt-fuer-polen?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Wo das Wasser jahrzehntelang abgepumpt wurde, kehrt es nun langsam zurück: Auf dem Juchowo-Hof im Nordwesten Polens läuft ein Moorrenaturierungsprojekt; 90 Hektar entwässerte Torfwiesen sollen wieder vernässt werden.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Der Juchowo-Hof in Nordwestpolen bewirtschaftet unter anderem Grünland auf Moorflächen, die durch die fortgesetzte Entwässerung zunehmend degradiert sind. Der Grundwasserspiegel auf den betroffenen Wiesen fällt zeitweise bis auf einen Meter unter die Oberfläche. Ziel des Projekts, das von dem auf Moorrenaturierung spezialisierten Unternehmen aeco und der polnischen Naturschutzorganisation Centrum Ochrony Mokradeł (CMOK) geleitet wird, ist es, den Wasserstand im Sommer zu heben und zu stabilisieren; von Herbst bis Frühjahr soll das Wasser so nah wie möglich an der Oberfläche stehen. Finanziert wird das Projekt, für dessen Maßnahmen die beteiligten Landwirte keine Kosten tragen müssen, über den Verkauf von Zertifikaten für die durch die Maßnahmen erzielten Emissionsreduktionen. Degradierte Moorflächen tragen zur weiteren Verschärfung der Klimakrise bei, da sie in erheblichem Umfang das klimarelevante CO<sub>2</sub> freisetzen.</p>
<p>„Die Landwirte spüren die Folgen des Klimawandels in Form von immer häufigeren und länger anhaltenden Dürren deutlich. Die Wiedervernässung von Mooren hilft dabei, Wasser auf den Flächen zu halten, sie schützt wertvolle Torfböden und reduziert CO₂-Emissionen“, sagt Mariusz Simka von CMOK. „Die Erfahrung des Juchowo-Hofs ist ein gutes Beispiel für andere Landwirte, dass Klimaschutz auch dem eigenen Betrieb nützt“, so Simka. Unterstützt wird CMOK bei diesem großflächigen Moorrenaturierungsprogramm von EuroNatur.</p>
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                                <category>Polen</category>
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-2723</guid>
                        <pubDate>
                            Wed, 28 Oct 2026 14:41:05 +0100
                        </pubDate>
                        
                        <title>Jede Beobachtung zählt</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/jede-beobachtung-zaehlt?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Citizen Science liefert wichtige Daten für den Schutz des Seggenrohrsängers und seiner bedrohten Lebensräume entlang des europäischen Vogelzugs.</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p>Unter dem Motto „Jeder Vogel zählt – Deine Beobachtungen sind wichtig!“ machte der diesjährige Weltzugvogeltag auf die zentrale Bedeutung von Bürgerwissenschaft für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Schutz von Zugvögeln</a> aufmerksam. Weltweit liefern Naturbegeisterte mit ihren Beobachtungen wertvolle Daten über Bestände, Zugrouten und Lebensräume von Vögeln. Diese Informationen bilden eine wichtige Grundlage für effektive Naturschutzmaßnahmen.&nbsp;</p>
<p>Kaum eine Art verdeutlicht die Bedeutung solcher Beobachtungen so eindrücklich wie <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c5474">der Seggenrohrsänger</a>. Der seltenste Singvogel Europas ist entlang seiner Zugroute auf intakte Feuchtgebiete angewiesen, doch von denen gibt es immer weniger. Umso wichtiger ist es, Veränderungen in seinen Brut- und Rastgebieten frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen gezielt umzusetzen.</p>
<p>Im Rahmen des internationalen LIFE-Projekts „<a href="https://aquaticwarbler.eu/de/" class="externalLink">LIFE4AquaticWarbler</a>“ arbeitet EuroNatur gemeinsam mit Partnerorganisationen daran, die Bestände des Seggenrohrsängers in Ostmitteleuropa zu sichern und neue Brutgebiete zu entwickeln. Dabei spielen regelmäßige Vogelzählungen eine entscheidende Rolle. Ornithologinnen und Vogelexperten, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie lokale Gemeinden tragen mit ihren Beobachtungen dazu bei, die Situation der Art besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen kontinuierlich anzupassen.</p>
<p>„Der Seggenrohrsänger kennt keine Landesgrenzen. Sein Schutz funktioniert nur, wenn Menschen entlang seines gesamten Zugwegs zusammenarbeiten“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur. „Das Motto des diesjährigen Weltzugvogeltages bringt es auf den Punkt: Jede Beobachtung zählt. Sie hilft uns, Trends zu erkennen, Gefahren frühzeitig zu identifizieren und wirksame Maßnahmen für bedrohte Zugvögel zu entwickeln.“</p>
<p>Das Motto erinnert zudem daran, dass Naturschutz nicht allein Aufgabe von Wissenschaft und Politik ist. Ob bei Vogelzählungen, der Meldung von Beobachtungen auf Citizen-Science-Plattformen oder durch die Unterstützung von Schutzprojekten: Jede und jeder kann einen Beitrag leisten, damit Zugvögel auch in Zukunft sichere Rast- und Brutgebiete finden. Genau darauf ist der Seggenrohrsänger angewiesen.</p>
<p><strong><br>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li data-list-item-id="ee00b5b4e7b6de55456fb87b84bae6371">Seggenrohrsänger: Der einst häufige Moorbewohner hat in den zurückliegenden Jahrzehnten einen beispiellosen Populationseinbruch erfahren; heute gilt der Seggenrohrsänger als der seltenste Singvogel Europas. In seinem gesamten Verbreitungsgebiet gibt es nur noch etwa 4.000 bis 5.000 singende Männchen. In Ostmitteleuropa kämpfen wir gemeinsam mit unseren Partnern um sein Überleben – es ist die vielleicht letzte Chance für die Art.&nbsp;<br>&nbsp;</li><li data-list-item-id="e2991d772106806d52bc41b01a06bcecc">Das Projekt <a href="https://aquaticwarbler.eu/de/" class="externalLink">„Erhaltung von Europas seltenstem kontinentalen Singvogel: Eine grenzüberschreitende Initiative zur Erholung der Seggenrohrsänger-Population“</a> (Akronym: LIFE4AquaticWarbler) wird durch das LIFE-Programm der Europäischen Union, das Umweltministerium der Republik Litauen, die Umweltstiftung Michael Otto, die Kurt Lange Stiftung, den Naturschutzfond Brandenburg, die Giving Back to Nature Foundation, den Bird Conservation Fund und die Projektpartner finanziert. Es ist am 1. Oktober 2024 gestartet und auf neun Jahre angelegt.<br>&nbsp;</li><li data-list-item-id="e320c28da8251536fef5664aeb1123e6f"><span>Citizen Science (deutsch: Bürgerwissenschaft oder Bürgerforschung) bezeichnet die Beteiligung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern an wissenschaftlichen Projekten. Dabei sammeln, dokumentieren oder analysieren Freiwillige Daten und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Forschung. Die gesammelten Daten helfen Forscherinnen und Wissenschaftlern, Verbreitungsgebiete, Bestandsentwicklungen oder Veränderungen in Ökosystemen besser zu verstehen.</span></li></ul><p><strong><br>Rückfragen:</strong> <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, Tel.: 07732/927215</p>
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                                <category>Artenschutz</category>
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-2719</guid>
                        <pubDate>
                            Thu, 15 Oct 2026 11:52:27 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>EuroNatur-Preis 2026: Auszeichnung für mutige Vogelschützer</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/euronatur-preis-2026-auszeichnung-fuer-mutige-vogelschuetzer?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Komitee gegen den Vogelmord erhält EuroNatur-Preis 2026 ++Auszeichnung für großes Engagement und Unerschrockenheit ++ Nach wie vor fehlt in vielen Ländern der politische Wille zur Durchsetzung der bestehenden Gesetze zum Schutz unserer Zugvögel ++</description>
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                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell, Mainau.</strong> Das <a href="https://www.komitee.de/de/" class="externalLink">Komitee gegen den Vogelmord</a> ist heute mit dem EuroNatur-Preis ausgezeichnet worden. Die Naturschutzorganisation erhält die Ehrung für ihren jahrzehntelangen und oftmals gefährlichen Einsatz gegen die <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte">illegale Vogeljagd entlang der europäischen Zugrouten</a>. Stellvertretend für die zahlreichen ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und Vogelschützer nahmen Karl-Heinz Kreutzer (Vorsitzender des Komitees gegen den Vogelmord) und Axel Hirschfeld (Sprecher des Komitees) die Auszeichnung entgegen.</p>
<p>Mit dem <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis">EuroNatur-Preis</a> würdigt die Stiftung insbesondere den praktischen Naturschutz des Komitees gegen den Vogelmord. Seit Jahrzehnten decken dessen Teams illegale Fangmethoden auf, dokumentieren Verstöße gegen Naturschutzgesetze, entfernen Fangnetze und Leimruten und arbeiten mit Behörden zusammen, um die Wilderei auf Zugvögel einzudämmen.</p>
<p>In ihrer Laudatio würdigte EuroNatur-Vizepräsidentin <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/strategisch-klug-das-euronatur-praesidium/dr-anna-katharina-woebse-vizepraesidentin">Dr. Anna-Katharina Wöbse</a> die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord: „Wir danken Ihnen, dass Sie als Delegation hier sind, während die meisten Ihrer Aktiven draußen in den Camps ganz konkret die Rauchschwalben, Rotkehlchen, Grauschnäpper und alle anderen Zugvögel und mit ihnen einen elementaren Teil des europäischen Naturerbes beschützen. Dabei riskieren sie Haut und Haar: Sie sind mit Beschimpfungen, Drohungen, physischer Gewalt, Schrotschüssen, zerstochenen Reifen, Verfolgungen konfrontiert. Für dieses Engagement und Ihre Unerschrockenheit zeichnen wir das Komitee gegen den Vogelmord heute mit dem EuroNatur Preis aus.“</p>
<p>Die Auszeichnung versteht das Komitee zugleich als Anerkennung für die vielen Freiwilligen und Partnerorganisationen, die jedes Jahr entlang der Zugrouten Europas im Einsatz sind. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Der Schutz von Zugvögeln</a> bleibt trotz vieler Fortschritte eine große Herausforderung. Noch immer werden jedes Jahr Millionen Vögel illegal gefangen oder geschossen, allein im Mittelmeerraum schätzungsweise 25 Millionen.</p>
<p>In ihrer Dankesrede machten die Preisträger deutlich, dass erfolgreicher Vogelschutz nicht allein auf politischen Absichtserklärungen beruhen darf: „Es wird heute glücklicherweise sehr viel Geld in den Zugvogelschutz investiert. Millionen fließen in Gutachten, in Schutzkonzepte, in Konferenzen und in den administrativen Artenschutz“, sagte Axel Hirschfeld. „Doch die Realität zeigt leider auch: Von diesen enormen Summen fließt viel zu wenig Geld in den direkten, konkreten Kampf gegen Fang und Wilderei. Was nützen die besten Gesetze, Konferenzen und Absichtserklärungen, wenn draußen im Feld niemand da ist, der die Netze abbaut? Der Artenschutz darf nicht in der Bürokratie steckenbleiben“, so Hirschfeld.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p>• <span class="strong">Der </span><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis"><span class="strong">EuroNatur-Preis</span></a> ist undotiert. Mit ihm werden herausragende Leistungen für den Naturschutz gewürdigt. Ausgezeichnet wurden bislang u.a. der Autor Jonathan Franzen, die „mutigen Frauen von Kruščica“ und die Gemeinde Mals in Südtirol. Der EuroNatur-Preis 2026 wurde am Donnerstag, 15. Oktober 2026 um 17 Uhr auf der Bodenseeinsel Mainau verliehen.</p>
<p>• <strong>Das </strong><a href="https://www.komitee.de/de/" class="externalLink"><strong>Komitee gegen den Vogelmord</strong></a> wurde im Januar 1975 in Berlin gegründet, hat seinen Sitz aber mittlerweile in Bonn. Die ersten Kampagnen waren Protestaktionen gegen die Vogeljagd in Italien, den Vogelfang in Belgien und den Wildvogelhandel in Deutschland. Die ersten praktischen Maßnahmen – das Einsammeln illegaler Vogelfallen und Fangnetze – gab es 1979 im deutsch-belgischen Grenzgebiet bei Aachen. Seit 1985 werden jährlich Zugvogelschutzcamps durchgeführt, zuerst in Norditalien, dann auch in Nordfrankreich, Süditalien, auf Zypern und auf Malta. Übers Jahr verteilt beteiligen sich zwischen 250 und 300 Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa an den weit über 20 Einsatzcamps.</p>
<p>• <strong>Das Ausmaß der illegalen Vogeljagd im Mittelmeerraum</strong> ist trotz vieler Erfolge nach wie vor erschütternd. <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/jagd/Summary_The_Killing_3.0.pdf" class="download">Eine Studie, die BirdLife International und EuroNatur im Mai 2025 gemeinsam herausgegeben haben</a>, zeichnet ein düsteres Bild: Die große Mehrheit der Mittelmeer-Anrainer scheitert an ihrem Versprechen, die illegale Tötung, Entnahme und den Handel von und mit Vögeln bis 2030 zu halbieren.</p>
<p><strong>Rückfragen:&nbsp;</strong><br><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 15<br>&nbsp;</p>
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                                <category>Aktionen</category>
                            
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                                <category>Euronatur</category>
                            
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                                <category>Artenschutz</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Vogeljagd</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
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                        <pubDate>
                            Wed, 14 Oct 2026 11:45:56 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Nachruf auf Prof. Josef Settele </title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/nachruf-prof-settele?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>EuroNatur trauert um Biodiversitätsforscher Josef Settele</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>„Wir wissen so viel, aber es geschieht so wenig! Wege zu finden, um in Politik und Öffentlichkeit gehört zu werden, ist ganz entscheidend. Das Hauptziel besteht darin, die Informationen zu verbreiten und Menschen, die Entscheidungen tragen, eine solide Wissensgrundlage für ihr Handeln bereitzustellen.“ So antwortete der weltweit renommierte Ökologe und Agrarbiologe Prof. Josef Settele auf die Frage, warum er sich mit so viel Herzblut im Weltbiodiversitätsrat <a href="https://www.ipbes.net/" class="externalLink">IBPES </a>engagierte.&nbsp;</p>
<p>Am 9. Oktober 2026 ist Prof. Josef Settele plötzlich und unerwartet im Alter von 65 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Biodiversitätsforschung nicht nur einen herausragenden Wissenschaftler, der stets das größere Bild im Blick behielt. Josef Settele verstand es auch wie kaum ein anderer, zwischen Forschung, Politik und Öffentlichkeit zu vermitteln. Eines seiner größten Verdienste bestand darin, dem dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Als einer der drei koordinierenden Hauptautoren leistete Josef Settele gemeinsam mit zahlreichen weiteren Forschenden des Weltbiodiversitätsrates IBPES Bahnbrechendes: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben das Wissen zusammengetragen, ausgewertet und verknüpft, das zum Thema Biodiversität weltweit existiert. Auf dieser Grundlage gelang es ihnen, Szenarien für die Zukunft zu entwerfen und konkrete Wege aufzuzeigen, wie ein Leben in Harmonie mit der Natur möglich ist. Sie tun dies ehrenamtlich und von einer Motivation angetrieben, die weit über ihre persönlichen Interessen hinausgeht. Im Jahr 2021 erhielten die mehr als 1.000 Forschenden des IPBES dafür den EuroNatur-Preis, den Prof. Josef Settele auf der Bodenseeinsel Mainau zusammen mit seinen Kolleginnen Eszter Kelemen und Yunne-Jai Shin stellvertretend entgegennahm.&nbsp;</p>
<p>EuroNatur-Präsident Prof. Dr. Thomas Potthast sagt: „Mein Kollege Josef „Sepp“ Settele hat auf motivierende Weise vorgelebt, wie es gelingen kann, wissenschaftlich unabhängig und transparent zu bleiben und sich gleichzeitig klar für die Erhaltung und Förderung der Biologischen Vielfalt einzusetzen. Zugleich verlieren wir mit Sepp einen stets zugewandten, freundlichen und humorvollen Menschen. Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke. Seine Botschaft bleibt: Wir müssen JETZT handeln, um den Verlust der Biodiversität zu stoppen.“ Josef Setteles letztes Buch gibt das Lebensgefühl eines stets authentisch gebliebenen Menschen wieder: „Keine Zeit für Pessimismus".</p>
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                        <pubDate>
                            Fri, 09 Oct 2026 18:58:49 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>EU beschließt Verbot von Bleischrot</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/eu-beschliesst-verbot-von-bleischrot?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Großer Erfolg für den Natur- und Vogelschutz in Europa: Das Europäische Parlament hat den Weg für ein EU-weites Verbot von Bleischrot freigemacht. Nach Jahren intensiver Arbeit von Naturschutzorganisationen wie EuroNatur und ihren Partnern wird damit eine der größten Quellen von Bleiverschmutzung in Europas Natur künftig beendet.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Mit diesem Verbot wird die größte verbleibende Quelle von Bleiverschmutzung aus Jagd und Schießsport in Europa schrittweise ausgetrocknet. Jährlich gelangen mehr als 44.000 Tonnen Blei in die Umwelt, wodurch zahlreiche Vogelarten, vor allem Enten- und Greifvögel, aber auch aasfressende Säugetiere, gefährdet werden.</p>
<p>„Diese Entscheidung ist ein Meilenstein für den europäischen Naturschutz“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/stefan-ferger">Dr. Stefan Ferger,</a> Programmleiter Zugvogelschutz. „EuroNatur und viele Partnerorganisationen haben sich über Jahre hinweg gemeinsam dafür eingesetzt, dass die Gefahren von Bleimunition endlich ernst genommen werden. Dass die EU nun handelt, ist ein großer Erfolg für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Schutz von Millionen Vögeln</a> und für eine gesündere Umwelt in Europa“, so Ferger.</p>
<p>Trotz der Freude über das erreichte Ziel besteht weiterhin Handlungsbedarf. Das verabschiedete Verbot umfasst lediglich Bleischrot, nicht jedoch Jagdmunition in Form von Bleigeschossen. Diese stellen weiterhin eine Gefahr für Greifvögel und andere Aasfresser dar, die zum Beispiel über kontaminierte Kadaver Blei aufnehmen können und dann qualvoll verenden.</p>
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                        <guid isPermaLink="false">news-2713</guid>
                        <pubDate>
                            Thu, 08 Oct 2026 13:01:11 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Alarm am Weltzugvogeltag</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/alarm-am-weltzugvogeltag?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Zum Weltzugvogeltag schlagen Tour du Valat, EuroNatur und BirdLife International Alarm wegen des enormen Ausmaßes an illegaler Tötung  von Zugvögeln im Mittelmeerraum. Die drei Organisationen für den Schutz von Vögeln fordern mehr Tempo bei der Umsetzung des Ziels, diese Praktiken bis 2030 um mindestens die Hälfte zu reduzieren.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell.</strong> In einem Waldgebiet in Norddeutschland geboren und kaum ein paar Dutzend Gramm schwer, treten junge Stieglitze eine Reise von mehreren tausend Kilometern an, um den Winter im südlichen Mittelmeerraum zu verbringen. Schon ihre Route ist voller Gefahren, doch es gibt eine weitere Bedrohung: Wegen ihres Gesangs und ihres prächtigen Gefieders gefangen, werden diejenigen, die Fang und Transport überleben, illegal verkauft und verbringen oft den Rest ihres Lebens in einem Käfig in Marseille oder anderswo im Mittelmeerraum.</p>
<p>„Jedes Jahr werden im Mittelmeerraum geschätzt 11 bis 36 Millionen Zugvögel illegal getötet oder gefangen“, erklärt Barend Van Gemerden, Leiter des Bereichs „Global Flyways“ bei BirdLife International. „Deshalb haben sich die Länder der Region im Rahmen des Strategischen Plans von Rom sowie der Bonner und der Berner Konvention dazu verpflichtet, das illegale Töten und Fangen bis 2030 um mindestens 50 Prozent zu reduzieren. Jetzt ist es an der Zeit, diese Verpflichtung in die Tat umzusetzen.“</p>
<p><strong>NGOs schlagen Alarm wegen mangelnder Fortschritte im Mittelmeerraum</strong></p>
<p>Die Fortschritte sind nach wie vor höchst unzureichend. Der von BirdLife International und EuroNatur im Mai 2025 veröffentlichte Bericht <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/jagd/Summary_The_Killing_3.0.pdf" class="download">Illegal Killing of Birds (IKB-3.0)</a> zeichnet ein erschreckendes Bild:</p>
<p>„Zur Halbzeit der Umsetzung des Strategischen Plans von Rom haben 83 Prozent der 46 untersuchten Länder noch nicht die Maßnahmen ergriffen, die zur Erreichung der Ziele erforderlich sind“, sagt Dr. Justine Vansynghel, Projektleiterin für Zugvögel bei EuroNatur. „Diese Diskrepanz ist äußerst besorgniserregend und zeigt, wie viel Arbeit noch zu tun ist, wenn es die Regierungen mit der Einhaltung ihrer Verpflichtungen ernst meinen.“</p>
<p>Unterdessen bestätigt das Mediterranean Waterbird Network (MWN) nach vierjährigem Monitoring in acht Ländern des Mittelmeerraums die anhaltenden und vielfältigen Bedrohungen für Zugvögel, darunter unkontrollierte Jagd, Fallenstellen und Belastung durch Bleimunition.</p>
<p><strong>Lösungen müssen auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sein</strong></p>
<p>Die MWN-Erhebungen zeigen ein gemischtes Bild in verschiedenen Regionen. Um wirksam zu sein, müssen die Maßnahmen die spezifischen Gegebenheiten und Herausforderungen jedes Landes widerspiegeln.</p>
<p>„Erstmals haben wir nun harmonisierte Daten zu diesem Thema“, sagt Laura Dami, Koordinatorin des Mediterranean Waterbird Network. „Auf mediterraner Ebene zeigen diese Daten, wie viel noch zu tun ist. Lokalen Organisationen ermöglichen sie zugleich die Erarbeitung länderspezifischer Empfehlungen, wie die internationalen Verpflichtungen erfüllt werden können.“</p>
<p>Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung: In den meisten Ländern arbeiten Partner von BirdLife, EuroNatur und MWN bereits aktiv daran, das illegale Töten und den illegalen Fang von Vögeln zu bekämpfen. Die MWN-Organisationen erarbeiten zudem Empfehlungen für jedes der acht am Monitoringprogramm beteiligten Länder. Dabei stehen drei zentrale Maßnahmen im Vordergrund:&nbsp;</p><ul><li data-list-item-id="e29022ce78f618c76271b5a8cc20f4273"><span>das Schließen rechtlicher Lücken,</span></li><li data-list-item-id="edf5ed75052967e4ea38f7057fb4ddd16"><span>eine nachhaltige Finanzierung zur Stärkung des wissenschaftlichen Monitorings und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit</span></li><li data-list-item-id="ee775c1306717a1027b0176901d7bbd3e"><span>die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Behörden, Jägern und Naturschutzorganisationen.</span></li></ul><p>Mit diesen Maßnahmen lassen sich die internationalen Verpflichtungen vor Ort umsetzen.</p>
<p>EuroNatur, Tour du Valat und BirdLife International fordern die Regierungen auf, den Kampf gegen das illegale Fangen und Töten von Zugvögeln im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen ihrer Länder zu beschleunigen. Dazu sollen sie mit allen relevanten Akteuren zusammenarbeiten, um die Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung nationaler Aktionspläne voranzutreiben. Zugvögel durchqueren im Laufe ihres Lebens mehrere Länder, weshalb ein koordiniertes Vorgehen unerlässlich ist. Fortschritte in einem Land sind nur dann wirksam, wenn ähnliche Maßnahmen entlang der gesamten Zugroute umgesetzt werden.</p>
<p><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li data-list-item-id="e6663605fc2f16afa3c6d80ebc8a0adc6">Hier erfahren Sie mehr zum Thema <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c279">Vogeljagd auf dem Balkan</a>.</li><li data-list-item-id="eafbc86835b34a110b6071f1a38d1caac"><a href="https://www.medwaterbirds.net/page.php?id=35" class="externalLink"><span>Über das MWN</span></a><span>:<strong>&nbsp;</strong>Das 2012 gegründete Mediterranean Waterbirds Network (MWN) vereint eine Vielzahl von Partnern (lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen, Universitäten, staatliche Stellen usw.), die sich im Monitoring und für den Schutz von Wasservögeln und Feuchtgebieten im Mittelmeerraum engagieren. Es entstand aus der Zusammenarbeit von fünf nordafrikanischen Ländern (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten) mit Tour du Valat und dem französischen Amt für Biodiversität (OFB), mit dem Ziel, sowohl den Umfang als auch die Qualität des Monitorings zu verbessern.</span></li><li data-list-item-id="e5cf6b9aeccc3b9268e7fa6b6e12ba66a"><span><strong>Tour du Valat</strong> ist ein Forschungsinstitut zum Schutz der Feuchtgebiete im Mittelmeerraum. Es hat seinen Sitz in der Camargue (Frankreich) und ist als gemeinnützige private Stiftung anerkannt. Tour du Valat wurde 1954 von Luc Hoffmann gegründet und hat seitdem seine Forschungsaktivitäten mit einem beständigen Ziel weiterentwickelt: ein besseres Verständnis von Feuchtgebieten zu erlangen, denn sie sind das produktivste und zugleich am stärksten bedrohte Ökosystem unseres Planeten.</span></li></ul>
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                                <category>Balkan-Südosteuropa</category>
                            
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                                <category>Vogeljagd</category>
                            
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                        <pubDate>
                            Thu, 01 Oct 2026 09:18:58 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Albanische Flussschützer auf der Time 100-Liste</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/albanische-flussschuetzer-auf-der-time-100-liste?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Große Anerkennung für den Naturschutz auf dem Balkan: Besjana Guri und Olsi Nika, unsere langjährigen Partner beim Flussschutz in Albanien, wurden in die renommierte Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten des Jahres aufgenommen.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Das US-Magazin TIME würdigt die beiden albanischen Umweltaktivisten für ihren langjährigen Einsatz zum Schutz der Vjosa, einem der letzten frei fließenden Wildflüsse Europas. Ihr Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Vjosa 2023 zum ersten <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge#c4122">Wildfluss-Nationalpark Europas erklärt wurde</a>. Bereits 2025 wurden beide mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet.</p>
<p>Die Ehre bewegt auch die Ausgezeichneten selbst. Besjana Guri, Gründerin und Geschäftsführerin der Organisation Lumi erklärte, sie hätte sich zu Beginn ihres Einsatzes für die Vjosa vor 13 Jahren niemals vorstellen können, einmal auf der Time 100-Liste zu stehen. Zugleich betonte sie, dass die Arbeit für <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/flussschutz-in-europa">den Schutz der Flüsse</a> und natürlichen Ökosysteme noch lange nicht abgeschlossen sei: „Heute feiere ich diese Anerkennung, doch morgen werde ich wieder viele kleine Schritte unternehmen, um <a href="https://www.balkanrivers.net/de" class="externalLink">das Blaue Herz Europas</a> zu verteidigen.“</p>
<p>Auch Olsi Nika, Geschäftsführer von EcoAlbania, sieht die Aufnahme als wichtigen Meilenstein auf einem langen Weg. Seit mehr als 15 Jahren setzt er sich für den Naturschutz in Albanien ein, speziell für den Schutz der Vjosa. Die Aufnahme in die Time 100-Liste zeige, wie das Engagement, das einst lokal begann, heute weit über die Grenzen Albaniens hinausstrahlt.</p>
<p>EuroNatur gratuliert Olsi Nika und Besjana Guri herzlich zu dieser verdienten Ehrung. Die Auszeichnung unterstreicht die internationale Bedeutung ihres unermüdlichen Einsatzes für den Schutz der Vjosa und ihrer einzigartigen Artenvielfalt.</p>
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                                <category>Albanien</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
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                        <pubDate>
                            Fri, 25 Sep 2026 09:57:41 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Wolfsnachwuchs im Nordschwarzwald bestätigt</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/wolfsnachwuchs-im-nordschwarzwald-bestaetigt-1?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Die Wölfe kehren zurück ins Ländle: Der Nachweis gilt als Zeichen dafür, dass sich der Wolf in Baden-Württemberg wieder in angestammten Lebensräumen etabliert.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Erstmals wurde im Nordschwarzwald bei Baiersbronn ein Wolfswelpe nachgewiesen. Das Jungtier wurde bereits Mitte September von einer Fotofalle erfasst und von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) eindeutig als <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/baer-wolf-luchs/woelfe-in-europa">Wolf </a>identifiziert.</p>
<p>„Die Geburt eines Wolfswelpen im Nordschwarzwald ist eine erfreuliche Nachricht für den Naturschutz. Sie zeigt, dass Wölfe zunehmend in ihre angestammten Reviere zurückkehren können“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/antje-henkelmann">Antje Henkelmann</a>, Projektleiterin Wolf bei EuroNatur. „Gleichzeitig nehmen wir die Sorgen von Weidetierhalterinnen sehr ernst. Ein wirksamer Herdenschutz und eine verlässliche Unterstützung der Schäferinnen und Rinderhalter sind entscheidend, damit das Zusammenleben von Mensch, Wolf und Weidetieren dauerhaft gelingt.“ Damit die betroffenen Menschen gut auf die <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/baer-wolf-luchs/woelfe-in-europa/steckbrief-wolf">Rückkehr der Wölfe</a> vorbereitet sind, setzt sich EuroNatur gemeinsam mit anderen Akteuren aus Baden-Württemberg für wirkungsvollen Herdenschutz ein und ist Mitglied in der „Trägergemeinschaft Ausgleichsfond“.</p>
<p>Bereits 2023 wurde nach über 150 Jahren wieder ein Wolf in freier Wildbahn in Baden-Württemberg geboren. Sein Schicksal endete jedoch tragisch. Mit nicht einmal einem halben Jahr wurde der Wolf überfahren.</p>
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                        <pubDate>
                            Wed, 23 Sep 2026 07:59:42 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>EuroNatur-Preis 2026 würdigt Einsatz gegen illegale Vogeljagd</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/euronatur-preis-2026-wuerdigt-einsatz-gegen-illegale-vogeljagd?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Das Komitee gegen den Vogelmord erhält Naturschutz-Auszeichnung ++ Seit 1975 engagiert sich der Verein gegen Vogelfang und Wilderei ++ Zugvögel müssen besser geschützt werden ++</description>
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                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell.&nbsp;</strong>Die Naturschutzstiftung EuroNatur verleiht am Donnerstag, den 15. Oktober den diesjährigen <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis">EuroNatur-Preis</a> an das Komitee gegen den Vogelmord. Mit der Auszeichnung würdigt EuroNatur das jahrzehntelange europaweite Engagement der Organisation gegen die illegale Jagd und den Fang von Wildvögeln entlang der wichtigsten Zugrouten Europas.&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.komitee.de/de/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Das Komitee gegen den Vogelmord</a> mit Sitz in Bonn gehört zu den profiliertesten Vogelschutzorganisationen Europas. Mit internationalen Vogelschutzcamps, der Dokumentation illegaler Aktivitäten und der engen Zusammenarbeit mit Behörden hat die Organisation in zahlreichen Ländern maßgeblich dazu beigetragen, Wilderei einzudämmen und so Millionen Zugvögeln das Leben gerettet. Besonders in Hotspots der Vogeljagd im Mittelmeerraum, etwa auf Zypern, Malta oder in Italien, engagieren sich die haupt- und ehrenamtlichen Teams seit vielen Jahren erfolgreich gegen verbotene Fangmethoden mit Netzen, Leimruten und Fallen.</p>
<p>„Das Komitee gegen den Vogelmord steht beispielgebend wie für praktischen Naturschutz mit direkter Wirkung für ganz Europa“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/strategisch-klug-das-euronatur-praesidium/prof-dr-thomas-potthast-praesident">Prof. Dr. Thomas Potthast</a>, Präsident von EuroNatur. „Die Aktiven des Komitees setzen sich mit außerordentlicher Beharrlichkeit, Fachkompetenz und persönlichem Einsatz für den Schutz unserer Zugvögel ein. Ihr Engagement zeigt eindrucksvoll, dass Naturschutz nicht an Landesgrenzen Halt macht“, so Potthast. „Mit ihrem Einsatz haben sie dazu beigetragen, unzählige Vögel vor illegaler Verfolgung zu bewahren und zugleich die Bedeutung des europäischen Vogelschutzes ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“</p>
<p>Mit der Auszeichnung unterstreicht EuroNatur die zentrale Bedeutung des grenzüberschreitenden Engagements für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Schutz von Europas Zugvögeln</a>. Die Preisverleihung am 15. Oktober bietet Anlass, auf die weiterhin bestehenden Gefahren durch illegale Vogeljagd aufmerksam zu machen und den zahlreichen Ehrenamtlichen zu danken, die sich Jahr für Jahr für den Schutz der europäischen Vogelwelt einsetzen.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis">Der EuroNatur-Preis</a> ist undotiert. Mit ihm werden herausragende Leistungen für den Naturschutz gewürdigt. Ausgezeichnet wurden bislang u.a. der Autor <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis/euronatur-preis-2015">Jonathan Franzen</a>, die „<a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis/euronatur-preis-2019">mutigen Frauen von Kruščica</a>“ und die <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis/euronatur-preis-2020">Gemeinde Mals in Südtirol</a>. Der diesjährige EuroNatur-Preis wird am Donnerstag, 15. Oktober 2026 um 17 Uhr auf der Bodenseeinsel Mainau an das Komitee gegen den Vogelmord verliehen.</p>
<p><strong>Rückfragen:&nbsp;</strong></p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 15</p>
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                        <pubDate>
                            Tue, 22 Sep 2026 08:45:10 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Zu wenig Investitionen, zu viel Naturzerstörung</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/zu-wenig-investitionen-zu-viel-naturzerstoerung?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Die EU sieht sich mit einer jährlichen Finanzierungslücke im Bereich der biologischen Vielfalt in Höhe von fast 19 Milliarden Euro konfrontiert. Gleichzeitig schaden EU-Ausgaben in Höhe von 34 bis 49 Milliarden Euro der Natur – das entspricht etwa dem Doppelten der Finanzierungslücke.</description>
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                            <![CDATA[
                                <p>Ein <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/umweltpolitik/RRF_EURENI/The_Cost_of_Biodiversity_Inaction_Final_Report_Eunomia_v3.0.pdf" target="_blank" class="download">neuer Bericht von EuroNatur</a>, erstellt durch Eunomia – „The Cost of Biodiversity Inaction: What it Means for the EU Economy“ (zu dt.: Die Kosten der Untätigkeit im Bereich der biologischen Vielfalt: Und was das für europäische Wirtschaft bedeutet; <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/umweltpolitik/RRF_EURENI/Cost_of_Inaction_Report_Summary_for_policymakers.pdf" target="_blank" class="download">Zusammenfassung hier</a> verfügbar) – zeigt, dass Investitionen in Europas Natur eine ökologische Notwendigkeit darstellen. Gleichzeitig stellen sie eine große wirtschaftliche Chance dar. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Schließung der Finanzierungslücke im Bereich der biologischen Vielfalt der EU jährlich wirtschaftliche Vorteile in Höhe von 150 Milliarden Euro bringen und zusätzlich 560.000 Arbeitsplätze schaffen könnte. Trotz dieses Potenzials sieht sich die EU nach wie vor mit einer jährlichen Finanzierungslücke von fast 19 Milliarden Euro im Bereich der biologischen Vielfalt konfrontiert. Die derzeitigen Investitionen reichen bei weitem nicht aus, um die <a href="https://environment.ec.europa.eu/strategy/biodiversity-strategy-2030_en?prefLang=de">EU-Biodiversitätsstrategie für 2030</a> umzusetzen.</p>
<p>Gleichzeitig könnten EU-Ausgaben in Höhe von 34 bis 49 Milliarden Euro der biologischen Vielfalt aktiv schaden, beispielsweise durch Subventionen, die zum Verlust von Lebensräumen, zur Verschlechterung von Ökosystemen und zum Druck auf Arten beitragen; dies entspricht etwa dem Doppelten der Finanzierungslücke.</p>
<p>Der Verlust der biologischen Vielfalt gefährdet nicht nur die Natur, sondern auch die europäische Wirtschaft. Gesunde Ökosysteme sind für Schlüsselbereiche wie Fischerei oder Land-, Forst- und Wasserwirtschaft von entscheidender Bedeutung. Daher ist der Naturschutz unerlässlich für die langfristige Widerstandsfähigkeit Europas. Die Wahl zwischen Natur und Wirtschaft ist somit eine falsche Dichotomie, da beide gesunde Ökosysteme benötigen, um in einer lebenswerten Zukunft gedeihen zu können.</p>
<p>Ein wichtiger Schritt zur Schließung der Finanzierungslücke wäre die Umwidmung schädlicher Subventionen zur Finanzierung der biologischen Vielfalt. EuroNatur fordert daher eine Reform schädlicher Subventionen, eine stärkere Integration der biologischen Vielfalt in die EU-Politik und einen strategischeren Einsatz öffentlicher Mittel, um private Investitionen für den Naturschutz und die Renaturierung zu mobilisieren.</p>
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                                <category>Biodiversität</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
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