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            <title>EuroNatur - Meldungen</title>
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            <description>Alle Meldungen von der Stiftung EuroNatur</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>TYPO3 News</copyright>
            
            <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 20:48:06 +0200</pubDate>
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                        <pubDate>Wed, 22 Apr 2026 08:39:33 +0200</pubDate>
                        <title>Seggenrohrsänger in Ungarn gesichtet</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/seggenrohrsaenger-in-ungarn-gesichtet?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Erstmals nach 14 Jahren wurde in der Region Hortobágy ein Seggenrohrsänger gesichtet. Die sehr seltene Vogelart ist als Brutvogel in Ungarn ausgestorben, doch ein internationales Artenschutzprojekt, an dem auch EuroNatur beteiligt ist, soll für die Rückkehr des bedrohten Vogels sorgen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nahe der kleinen Ortschaft Nagyiván staunten die Vogelberinger unserer ungarischen Partnerorganisation Hortobágy Environmental Assotiation am Morgen des 19. April nicht schlecht, über einen Seggenrohrsänger im Fangnetz. Bereits 2011 wurde die <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c5474">sehr seltene Art</a> aus dem Brutvogelatlas Ungarns gestrichen, seither gab es nur im Jahr 2020 nochmal eine Sichtung. Die letzte bestätigte Brut von Seggenrohrsängern in Ungarn fand ebenfalls in der Nähe von Nagyiván statt, im Sumpfgebiet von Kunkápolnás, wo auch die aktuelle Beobachtung gemacht wurde.</p>
<p>Der Fund macht Hoffnung für die Zukunft. Seit Oktober 2024 läuft das internationale, von der EU geförderte Artenschutzprojekt <a href="https://aquaticwarbler.eu/de/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer"><i>LIFE4AquaticWarbler</i></a>. Ziel des Projekts, an dem unter anderem auch EuroNatur beteiligt ist, ist es, die letzten Bestände des Seggenrohrsängers in Polen, Litauen und der Ukraine zu stabilisieren und die ausgestorbenen Populationen in Ungarn und Deutschland wiederaufzubauen.</p>
<p>Im Rahmen des Programms ist für das Jahr 2030 die Wiederansiedlung von Jungvögeln im Projektgebiet bei Nagyiván geplant. Bis dahin werden Maßnahmen zur Verbesserung, bzw. Wiederherstellung des Lebensraums auf mehreren Hundert Hektar durchgeführt, darunter naturnahe Beweidung und Mäharbeiten zur Offenhaltung der Flächen. Die ersten 223 Hektar konnten im vergangenen Jahr bereits erfolgreich gemäht werden.</p>
<p>Der Einzelvogel wurde in Spanien beringt, auf seinem Zug von Afrika in seine Brutgebiete in Osteuropa. Er könnte ein Vorbote sein, der zeigt, dass die Maßnahmen in Ungarn zur Verbesserung des Lebensraums schon greifen.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 07:38:21 +0200</pubDate>
                        <title>Neue regionale Strategie zum Schutz des Balkanluchses  </title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/neue-regionale-strategie-zum-schutz-des-balkanluchses?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Die regionale Strategie zum Schutz des Balkanluchses wurde auf der CMS-COP15 in Brasilien offiziell verabschiedet. Wirksame Maßnahmen zum Schutz dieser Unterart fokussieren sich auf die Entwicklung nationaler Aktionspläne, die Vernetzung von Lebensräumen und die Erhöhung der genetischen Vielfalt. Die zuständigen Behörden und Luchsexpertinnen werden die neue Strategie in den kommenden Jahren gemeinsam mit wichtigen Akteuren umsetzen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="text-justify">Die Bemühungen zur Stärkung der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/baer-wolf-luchs/luchse-in-europa/luchse-projekte">Schutzmaßnahmen für den Balkanluchs</a> tragen Früchte. Auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS COP15) wurde eine neue Strategie zum Schutz des Balkanluchses vorgestellt und offiziell verabschiedet: die „Range-wide Strategy for the Rescue and Conservation of the Balkan Lynx <i>Lynx lynx balcanicus</i> 2026−2035“.</p>
<p class="text-justify">Mit nur noch weniger als 50 Exemplaren in freier Wildbahn ist diese seltene Unterart des Eurasischen Luchses vom Aussterben bedroht und kommt ausschließlich im Südwesten des Balkans vor. Ein großer Schritt zu ihrem Schutz und zur Erholung ihrer kleinen Population wurde 2024 unternommen, als der Balkanluchs in Anhang I des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (auch Bonner Konvention/CMS) aufgenommen wurde. Diese Liste umfasst wandernde Arten, die vom Aussterben bedroht sind, und Länder, in denen diese Arten vorkommen, sind verpflichtet, sie zu schützen, ihre Entnahme zu verbieten und ihre Lebensräume wiederherzustellen.</p>
<p class="text-justify">Bei einer vom Ministerium für Umwelt und Raumordnung der Republik Nordmazedonien organisierten Nebenveranstaltung, die am 24. März 2026 stattfand, kamen Luchsexpertinnen und wichtige Partner zusammen, um wirksame Maßnahmen zum Schutz des Balkanluchses zu erörtern, wobei der Schwerpunkt auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit lag. An diesem Tag wurde die regionale Strategie vorgestellt. Die umfassende Strategie, die später am 27. März von der CMS offiziell verabschiedet wurde, beschreibt einen koordinierten, langfristigen Ansatz zur Erhaltung der Balkanluchspopulation. Sie betont die Bedeutung des Schutzes geeigneter Waldlebensräume für den Balkanluchs und der Wiedervernetzung zwischen diesen Lebensräumen, um die Wanderung der Individuen und ihre erfolgreiche Fortpflanzung zu ermöglichen. Um das Aussterberisiko zu verringern, unterstreicht die Strategie zudem die Dringlichkeit, die genetische Vielfalt zu erhöhen, da die Population bereits einen hohen Grad an Inzucht aufweist. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist ihr regionaler Ansatz, da das Verbreitungsgebiet dieses symbolträchtigen Tieres mehrere Länder umfasst und gemeinsames Handeln über nationale Grenzen hinweg erfordert. In diesem Rahmen und gemäß der vorgeschlagenen Strategie wird jedes Land im aktuellen Verbreitungsgebiet des Balkanluchses einen nationalen Aktionsplan mit geeigneten Maßnahmen und Aktivitäten entwickeln, um den erfolgreichen Schutz des Luchses zu gewährleisten.&nbsp;</p>
<p class="text-justify">„Dies ist ein sehr wichtiger Meilenstein für den Schutz eines der am stärksten gefährdeten Raubtiere Europas, bei dem ein regionaler Ansatz im Vordergrund steht“ – so Iskra Stojanova auf der CMS COP15 als Vertreterin des UNEP/Sekretariats der Karpatenkonvention, die als Partnerorganisation an dieser Initiative zur Rettung des Balkanluchses beteiligt ist. „Es ist das Ergebnis der harten Arbeit zahlreicher Partner aus verschiedenen Institutionen und Ländern und beweist, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit und aufeinander abgestimmte Pläne große Wirkung zeigen und dazu beitragen können, bessere Bedingungen für den Balkanluchs zu schaffen. Wir freuen uns darauf, unsere Kräfte zu bündeln, um eine effiziente Umsetzung der Regionalstrategie und in Zukunft noch mehr internationale und interinstitutionelle Kooperation sicherzustellen.“&nbsp;</p>
<p class="text-justify"><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/lisa-leschinski">Lisa Leschinski</a>, Projektleiterin bei EuroNatur, teilt diese Begeisterung. „Im Rahmen des <a href="https://www.balkanlynx.com/en" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Balkan Lynx Recovery Programme</a> beobachten wir den Luchs seit 20 Jahren sehr genau und sind zuversichtlich, dass die geplanten Maßnahmen einen positiven Einfluss auf seinen Bestand haben werden. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/baer-wolf-luchs/luchse-in-europa/steckbrief-luchs-lynx-lynx">Als Spitzenprädator</a> ist die Anwesenheit des Luchses in den Wäldern des Balkans entscheidend für die Erhaltung eines gesunden Ökosystems.“</p>
<p class="text-justify">Naturschützerinnen aus verschiedenen Regionen der Welt begrüßten die regionale Strategie und wiesen darauf hin, dass die eigentliche Herausforderung nun in ihrer Umsetzung liege. Um sicherzustellen, dass der Plan in konkrete Maßnahmen vor Ort umgesetzt wird, sind nachhaltige Anstrengungen, Ressourcen und eine regionsweite Zusammenarbeit erforderlich. Mit der Verabschiedung dieses Dokuments keimt neue Hoffnung auf, dass sich der Balkanluchs dank der Kooperation von Behörden, Forschung und lokalen Gemeinschaften wieder erholen kann. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, ob dieses ikonische Raubtier in den Wäldern des Balkans wieder gedeihen kann.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Naturschutzpolitik</category>
                            
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                        <pubDate>Mon, 16 Mar 2026 14:18:59 +0100</pubDate>
                        <title>Vjosa Wildfluss-Nationalpark wird drei Jahre alt: Zwischen Durchbruch und Rückschritt</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/drei-jahre-vjosa-wildfluss-nationalpark?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Drei Jahre nachdem Albaniens Fluss Vjosa zum ersten Wildfluss-Nationalpark Europas erklärt wurde, ist die anfängliche Euphorie einer wachsenden Unruhe gewichen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Drei Jahre nachdem Albaniens Fluss Vjosa zum ersten Wildfluss-Nationalpark Europas erklärt wurde, ist die anfängliche Euphorie einer wachsenden Unruhe gewichen: Die Änderung des albanischen Schutzgebietsgesetzes hat die ursprünglich zugesicherten Schutzmechanismen ausgehöhlt und droht, genau jene Errungenschaft zu untergraben, die einst als globales Vorbild für den Flussschutz gefeiert wurde.</strong></p>
<p>Die Ausweisung des <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/riesiger-erfolg-die-vjosa-ist-nationalpark">Vjosa Wildfluss-Nationalparks im Jahr 2023</a> war ein Meilenstein für den Naturschutz und die Zivilgesellschaft in ganz Europa. Nach einem Jahrzehnt engagierter Arbeit von EuroNatur und ihren Partnern im Rahmen der Kampagne „Rettet das Blaue Herz Europas“, verpflichtete sich Albanien, die Vjosa als eines der letzten frei fließenden Flusssysteme des Kontinents unter Schutz zu stellen. Einst weltweit als Modell für den internationalen Flussschutz gefeiert und <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/unesco-auszeichnung-fuer-vjosa">2025 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt</a>, droht die Vjosa heute zu einem Papierpark zu werden.&nbsp;</p>
<p>Albaniens <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/ist-albaniens-natur-noch-zu-retten">Änderungen des Gesetzes über Schutzgebiete</a> im Februar 2024 haben zentrale Schutzmechanismen aufgehoben, darunter jene, die den Vjosa Wildfluss- Nationalpark absichern sollten. Die Neuerungen erlauben große Infrastrukturprojekte innerhalb von Schutzgebieten, beispielsweise im Bereich des Luxustourismus. Obwohl die Regierung sich&nbsp; im Rahmen der EU-Beitrittskriterien verpflichtet hat, diese Gesetzesanpassungen bis Ende 2027 zurückzunehmen, fällt dieser Zeitpunkt mit dem Abschluss der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/trotz-bedenken-hinsichtlich-des-naturschutzes-eu-nimmt-verhandlungen-mit-albanien-auf">EU-Beitrittsverhandlungen</a> zusammen. Damit entsteht ein langes und riskantes Zeitfenster, in dem irreversible ökologische Schäden zu erwarten sind.<br>EuroNatur begrüßt Albaniens Zusage, die schädlichen Gesetzesänderungen rückgängig zu machen, doch das Versprechen kommt spät. Nicht nur der Fluss Vjosa selbst, sondern auch sein Delta – <a href="https://www.euronatur.orgfileadmin/docs/Kampagnen/Wildfluesse/Fluvius_MedDeltas_15022024_final.pdf" target="_blank" class="download" rel="noreferrer">eine der letzten großen unberührten Flussmündungen im Mittelmeerraum</a> – stehen unter starkem Druck. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/luxus-bauprojekte-bedrohen-albaniens-kueste">Da große Entwicklungsprojekte im Vjosa-Delta und entlang der Küste bereits voranschreiten</a>, könnten viele der wertvollsten Lebensräume dieses Flussökosystems bis dahin nicht überleben.</p>
<p>„Während der Wildfluss-Nationalpark Vjosa sein drittes Jahr erreicht, klafft eine deutliche Lücke zwischen seiner symbolischen Bedeutung und der Realität vor Ort. Die Vjosa kann noch immer zu dem globalen Vorbild werden, als das sie einst gefeiert wurde – aber nur, wenn Albanien seine Versprechen jetzt in Taten umsetzt. Starke rechtliche Schutzmechanismen, die ernst genommen werden und die Umsetzung des Managementplans des Parks vor dem derzeit zugesagten Zeitplan sind entscheidend“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/annette-spangenberg">Annette Spangenberg</a>, Programmleiterin Fließgewässer bei EuroNatur.</p>
<p>Der dritte Jahrestag der Vjosa erinnert daran, dass die Euphorie von 2023 nur Bestand haben wird, wenn Albanien in puncto Vjosa-Nationalpark vom bloßen Versprechen zum echten Schutz übergeht – damit die Vjosa tatsächlich zum Vorbild für den weltweiten Flussschutz wird.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
                                <category>Albanien</category>
                            
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                        <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 11:35:17 +0100</pubDate>
                        <title>Internationaler Tag der Flüsse: Im Fokus steht der bedrohte Komarnica‑Canyon</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/internationaler-tag-der-fluesse-im-fokus-steht-der-bedrohte-komarnica-canyon?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Am 14. März, dem Internationalen Tag der Flüsse, feiert der Dokumentarfilm “Komarnica: The Wild That Remains” Premiere.  Ein exklusives Vorab-Webinar am 12. März bietet einen ersten Einblick, während eine Petition weiterhin internationale Unterstützung für den Schutz des Komarnica-Flusses mobilisiert.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Komarnica-Fluss in Montenegro ist einer der letzten <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/flussschutz-in-europa/unsere-flussprojekte">Wildflüsse Europas</a>. Er ist ein einzigartiger Hotspot der Biodiversität im westlichen Balkan, mit unberührten Canyon-Ökosystemen, in denen seltene und endemische Arten leben. Auf nationaler Ebene ist er bereits als Naturpark und Naturdenkmal geschützt.</p>
<p>Die Pläne zum Bau des 172-Megawatt-Wasserkraftwerks „Komarnica“ haben daher starken Widerstand von internationalen Wissenschaftlern<i>,</i> Rechtsexpertinnen und NGOs ausgelöst. Sie warnen vor irreversiblen Umweltschäden und <a href="https://drustvoekologa.me/wp-content/uploads/2025/05/pismo_naucnika_28_04_2025_agencija.pdf-2.pdf" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">fordern die Behörden Montenegros auf, das Projekt umgehend zu stoppen</a>. Trotz des wachsenden Drucks wurde das <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/komarnica-staudamm-aufgeschoben-statt-aufgehoben">Projekt jedoch nur verschoben</a>, nicht abgesagt – die Zukunft des Canyons bleibt weiter ungewiss. Die Kontroverse hat inzwischen sogar die EU-Beitrittsverhandlungen Montenegros erreicht. Thomas Waitz, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zu Montenegro, betonte, dass <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/umweltpolitik/Western_Balkans_must_step_up_environmental_protection_now.pdf" target="_blank" class="Hyperlink SCXW171741228 BCX8" rel="noreferrer noopener">der Schutz des Komarnica-Flusses entscheidend für den Abschluss von Kapitel 27 (Umwelt) sei</a>.</p>
<p>Unterdessen wächst der lokale Widerstand weiter. Die von der Montenegrin Ecologists Society initiierte und von EuroNatur unterstützte Kampagne <a href="https://www.savekomarnica.com/" target="_blank" class="Hyperlink SCXW163147341 BCX8" rel="noreferrer noopener">„Save Komarnica“</a> mobilisiert Bürgerinnen<i>,</i> NGOs und internationale Unterstützer. Eine laufende Petition sammelt Unterschriften für den Schutz des Komarnica-Canyons.&nbsp;<br>Zum Internationalen Tag der Flüsse werden die preisgekrönten Filmemacher von WildReach Production am 14. März 2026 “Komarnica: The Wild That Remains” uraufführen – ein kraftvolles Porträt von Wissenschaft und Aktivismus im Einsatz für einen der letzten wilden Flusscanyons Europas. Eine exklusive Vorpremiere findet am 12. März um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit statt. Die <a href="https://www.eventbrite.ie/e/webinar-the-making-of-komarnica-the-wild-that-remains-tickets-1984041708158" target="_blank" class="Hyperlink SCXW83032373 BCX8" rel="noreferrer noopener"><u>Anmeldung</u></a> ist kostenlos und ab sofort möglich.</p>
<p>„Der Komarnica-Canyon ist ein seltenes Wildnis-Juwel in Europa. Dieser Film zeigt auf beeindruckende Weise, warum der Schutz von Flüssen wie der Komarnica so wichtig ist – und wir hoffen, dass er noch mehr Menschen dazu inspiriert, sich dafür einzusetzen“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/amelie-huber">Dr. Amelie Huber</a>, Projektleiterin Fließgewässerschutz bei EuroNatur.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Aktionen</category>
                            
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                        <pubDate>Tue, 03 Feb 2026 09:20:59 +0100</pubDate>
                        <title>„Ländliche Gemeinschaften haben ein tiefes Wissen über die Natur“</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/inspirierende-frauen-frosina-pandurska-dramikjanin?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>In einer Welt, in der Natur- und Umweltschutz mehr denn je gefragt sind, spielen Frauen eine Schlüsselrolle. In dieser Artikelserie machen wir Frauen sichtbar, die mit Leidenschaft, Mut und Vision positive Veränderungen bewirken und wesentlich zum Schutz von Europas Natur beitragen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Menschen im Einsatz für Europas Naturerbe</category>
                            
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                                <category>Grünes Band Europa</category>
                            
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                        <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 09:10:14 +0100</pubDate>
                        <title>Endlich eine Schutzgebietsverwaltung für die Saline Ulcinj</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/endlich-eine-schutzgebietsverwaltung-fuer-die-saline-ulcinj?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Die Gemeinde Ulcinj und das Umweltministerium von Montenegro haben am 30. Januar einen Vertrag zur Gründung der Schutzgebietsverwaltung für die Saline Ulcinj unterschrieben ++ Dieser Schritt ist eine wichtige Grundlage für ein effektives Management des Schutzgebiets ++ Am 2. Februar ist Weltfeuchtgebietstag (World Wetlands Day) ++</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Radolfzell, Ulcinj.</strong> Gute Nachrichten für die <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c292">Saline Ulcinj in Montenegro</a>, einem der wichtigsten Rastgebiete für <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Zugvögel </a>entlang der Adria-Zugroute. Endlich ist der Vertrag zur Gründung der Schutzgebietsverwaltung des 2019 als Naturpark ausgewiesenen Salzgartens unterzeichnet. Dadurch kann der Schutz, den die Saline Ulcinj seither formal genießt, auch in der Fläche durch konkrete Maßnahmen umgesetzt werden.&nbsp;</p>
<p>EuroNatur und ihre montenegrinischen Partner CZIP und MSJA haben lange für die Unterschutzstellung der Saline gekämpft und seit 2019 konsequent den Aufbau einer Schutzgebietsverwaltung gefordert. „Wir sind froh, dass dieser überfällige Schritt vollzogen ist“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/stefan-ferger">Dr. Stefan Ferger</a>, Programmleiter Zugvogelschutz bei der international tätigen Naturschutzstiftung EuroNatur. „Die Schutzgebietsverwaltung muss die im Managementplan vorgesehenen Maßnahmen nun schnellstmöglich umsetzen. Dazu braucht sie eine kompetente Leitung, engagierte Mitarbeitende und die nötigen finanziellen Mittel. Wir erwarten, dass die montenegrinische Regierung und die Gemeinde Ulcinj rasch die nötigen Schritte für den tatsächlichen Aufbau der Schutzgebietsverwaltung in die Wege leiten“, so Ferger. EuroNatur und ihre Partner werden den Prozess, infolge dessen die Implementierung der Schutzgebietsverwaltung auch eine Bedingung für den angestrebten Beitritt Montenegros zur Europäischen Union ist, kritisch begleiten und den Schutz der Saline Ulcinj weiterhin nach Kräften unterstützen.</p>
<p>Auf die Bedeutung von intakten Feuchtgebieten wie Seen, Flusssystemen oder Salinen macht jedes Jahr der World Wetlands Day aufmerksam. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Feuchtgebiete und überliefertes Wissen: das kulturelle Erbe feiern“. „Das Motto des diesjährigen Weltfeuchtgebietstags passt hervorragend zur Saline Ulcinj“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur. „In der Saline Ulcinj greifen Naturschutz und kulturelles Erbe ineinander, weil die mehr als hundert Jahre währende Salzgewinnung eine vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft hervorgebracht hat, die zu einem der wertvollsten Rast- und Brutgebiete für Zugvögel entlang der Adria zählt. Auch deshalb streben wir die Wiederaufnahme eines nachhaltigen Salzabbaus in Ulcinj an, der Naturschutz und lokale Wertschöpfung verknüpft“, so Schwaderer.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li>Weltfeuchtgebietstag 2026: Der <a href="https://www.worldwetlandsday.org/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">World Wetlands Day</a> macht auf die Bedrohung von Feuchtgebieten weltweit aufmerksam und wird jedes Jahr am 2. Februar gefeiert.</li><li>Das Salinenareal von Ulcinj in Montenegro, das zum Bojana-Buna-Delta gehört, ist mit 1.500 Hektar eine der größten Salinen im Mittelmeerraum – und eines der wichtigsten Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiete für Zugvögel an der östlichen Adriaküste. EuroNatur engagiert sich mit ihren montenegrinischen Partnern CZIP (BirdLife Montenegro) sowie MSJA (Martin Schneider Jacoby Association) und internationalen Verbündeten seit vielen Jahren für den Schutz des Salzgartens an der Adria. Auch auf Druck unserer Kampagne „Save Salina“ hat die Regierung in Podgorica <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge#c4700">die Saline Ulcinj 2019 als Schutzgebiet ausgerufen</a>. Kurz darauf erfolgte die Ausweisung als Ramsar-Gebiet.&nbsp;</li></ul><p><strong>Rückfragen:</strong> <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, Mail: <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 15</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Saline Ulcinj</category>
                            
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                        <pubDate>Fri, 23 Jan 2026 14:02:07 +0100</pubDate>
                        <title>Offener Brief an Edi Rama: Sazan unangetastet lassen!</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/offener-brief-an-edi-rama-sazan-unangetastet-lassen?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Mehr als 40 Umwelt- und Naturschutzorganisationen aus 28 Ländern fordern in einem offenen Brief an Albaniens Premierminister Edi Rama und Umweltminister Sofjan Jaupaj einen sofortigen Stopp des geplanten Luxusresorts auf der Insel Sazan. Das im Januar 2025 als „strategische Investition“ genehmigte Projekt sieht umfangreiche bauliche Eingriffe auf der einzigen Insel Albaniens vor und bedroht ein ökologisch herausragendes Schutzgebiet.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Sazan ist Teil des Karaburun–Sazan-Meeresnationalparks und genießt nationalen und internationalen Schutz. Die umliegenden Gewässer sind von großer Bedeutung für die marine Artenvielfalt; unter anderem kehren die hier lange Zeit verschwundenen <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/weitere-themen">Mönchsrobben </a>allmählich wieder zurück. Bereits der Bau des Resorts würde mit dem Lärm, dem erheblichen Schiffsverkehr sowie der Umwelt- und Lichtverschmutzung das sensible Ökosystem massiv beeinträchtigen.</p>
<p>Die Organisationen, darunter EuroNatur und viele unserer Partnerorganisationen, sehen zudem einen klaren Widerspruch zu Albaniens internationalen Verpflichtungen und zum laufenden EU-Beitrittsprozess. Wir fordern <a href="https://www.euronatur.orgfileadmin/docs/Petitionen_und_Offene_Briefe/Concern_Letter_Sazan_Island_Case_Final.pdf" target="_blank" class="download" rel="noreferrer">im offenen Brief</a> daher die sofortige Aussetzung des Projekts, die vollständige Unterschutzstellung auch des terrestrischen Teils von Sazan sowie die konsequente Einhaltung internationaler Naturschutzabkommen. „Die albanische Regierung muss dieses einzigartige Naturerbe für kommende Generationen bewahren, statt Luxus-Tourismusprojekte zu fördern, von denen auch die Menschen in der Region kaum profitieren werden“, sagt EuroNatur-Geschäftsführer <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 21 Jan 2026 11:35:00 +0100</pubDate>
                        <title>Europas letzte Wildflüsse in Gefahr: Fast 2.500 Kilometer an unberührten Balkanflüssen seit 2012 zerstört</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/europas-letzte-wildfluesse-in-gefahr-fast-2500-kilometer-an-unberuehrten-balkanfluessen-seit-2012-zerstoert?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Die erste vergleichbare regionale Bewertung seit über einem Jahrzehnt dokumentiert die Verschlechterung des Zustands der letzten Wildflüsse Europas: Der Anteil unberührter Flussabschnitte ist seit 2012 von 30 Prozent auf 23 Prozent zurückgegangen – ein erschreckender Verlust von 2.450 Flusskilometern. Die Flüsse Albaniens wurden schneller zerstört als die anderer Balkanländer, vor allem durch Wasserkraftprojekte und Flussregulierungen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Radolfzell/Wien, 21. Januar 2026</strong> – Eine umfassende <a href="https://balkanrivers.net/uploads/files/shares/Studies/2025_Balkan_HYMO_compressed.pdf" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">neue Bewertung der hydromorphologischen Bedingungen auf dem gesamten Balkan</a> hat eine dramatische, sich beschleunigende Verschlechterung der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/flussschutz-in-europa/unsere-flussprojekte">für ihre Unberührtheit bekannten Wasserläufe der Region</a> aufgezeigt. Der Bericht Hydromorphological Status of Balkan Rivers 2025, verfasst von Dr. Ulrich Schwarz (Fluvius Wien) im Auftrag von EuroNatur und Riverwatch im Rahmen der Kampagne <i>Save the Blue Heart of Europe</i>, untersucht 83.824 Flusskilometer in elf Ländern. Er zeigt, dass der Anteil naturnaher Flüsse von 30 Prozent im Jahr 2012 um 2.450 Flusskilometer auf nur noch 23 Prozent im Jahr 2025 gesunken ist. Dagegen haben stark veränderte Flussabschnitte zugenommen.</p>
<p>Die <a href="https://balkanrivers.net/uploads/files/shares/Studies/2025_Balkan_HYMO_compressed.pdf" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">vollständige Studie</a> steht zum Download zur Verfügung. <a href="https://www.balkanrivers.net/en/the-state-of-balkanrivers-2025" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Die Story Map </a>enthält die Ergebnisse und die neuen Daten finden Sie in unserer <a href="https://balkanrivers.net/en/map" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">interaktiven Karte</a>.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Balkan insgesamt: Abwärtstrend</strong></p>
<p class="text-justify">Die Studie offenbart ein besorgniserregendes regionales Muster:</p><ul><li><p class="text-justify">Der Zustand der Flüsse auf dem Balkan verschlechtert sich seit 2012 kontinuierlich.</p></li><li><p class="text-justify">Größere Flüsse sind am stärksten betroffen, insbesondere durch Staudämme, Kanalisierung und Eingriffe in den Sedimenttransport (Kies und Sand)</p></li><li><p class="text-justify">Seit 2012 haben aufgestaute Flussabschnitte um 18 Prozent zugenommen (von 2.224 auf 2.626 Flusskilometer).</p></li><li><p class="text-justify">Kleinere Quellgewässer sind in der Regel besser erhalten, doch auch sie stehen zunehmend unter Druck.</p></li><li><p class="text-justify">Der Ausbau der Wasserkraft bleibt der Hauptgrund für die Verschlechterung, gefolgt von Wasserentnahmen, Kies- und Sandabbau und Infrastrukturprojekten.&nbsp;</p></li><li><p class="text-justify">Durch Naturschutzmaßnahmen konnten rund 900 Flusskilometer geschützt werden, vor allem durch das Verhindern von Wasserkraftprojekten.</p></li></ul><p class="text-justify">Von den größeren der untersuchten Flüsse sind nur noch 23 Prozent naturnah, 43 Prozent zeigen leichte Veränderungen. Moderat bis stark veränderte Flüsse machen 27 Prozent aus und vor allem durch Stauungen stark veränderte Abschnitte betreffen sieben Prozent. Die größten Veränderungen wurden in den Einzugsgebieten von Drina, Neretva, Vardar/Axios, Devoll und Drin festgestellt. Auch wenn dieser Rückgang alarmierend ist, bleibt der Anteil der nahezu natürlichen und leicht veränderten Flüsse deutlich höher als im übrigen Europa, was die einzigartige Stellung des Balkans als letztes großes Kerngebiet mit unberührten Flüssen auf dem Kontinent verdeutlicht.</p>
<p class="text-justify">„Die langfristigen Trends, die in dieser Studie dokumentiert sind, zeigen einen klaren Rückgang naturnaher Flussabschnitte auf dem Balkan, vor allem durch Stauungen und großflächige Flussveränderungen. Während die Region weiterhin einen vergleichsweisen hohen Anteil intakter Flüsse aufweist, weisen diese Trends auf eine wachsende Diskrepanz zwischen aktuellen Entwicklungspraktiken und den im Rahmen einer EU-Mitgliedschaft geforderten Umweltstandards sowie Prinzipien einer nachhaltigen Flussnutzung hin,“ erklärt Dr. Ulrich Schwarz, von Fluvius Wien, Autor der Studie.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Albanien: Größter Verlust an natürlichen Flussabschnitten auf dem Balkan</strong></p>
<p class="text-justify">Die Studie kommt zu dem Schluss, dass kein anderes Balkanland in den letzten zehn Jahren so viele naturnahe oder leicht veränderte Flussabschnitte verloren hat wie Albanien. Der Ausbau von Wasserkraft, unkontrollierte Flussregulierungen, Wasserentnahme und weitreichende Veränderungen von Auenlandschaften haben Albaniens Flusslandschaften in nie dagewesenem Tempo umgestaltet.</p>
<p class="text-justify">„Während Albanien die Vjosa und einige ihrer Zuflüsse erfolgreich geschützt hat, wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr Flussabschnitte zerstört als in jedem anderen Balkanland. Diese Zerstörungswelle muss gestoppt werden. Die Ergebnisse sollten die albanische Regierung endlich dazu bewegen, Flüsse im ganzen Land zu schützen und nicht nur in einem Einzugsgebiet. Dies ist auch im Rahmen der EU-Beitrittsverhandlungen ein wichtiger Punkt,“&nbsp;fordert Ulrich Eichelmann, Geschäftsführer von <a href="https://riverwatch.eu/de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Riverwatch</a>.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Erfolge im Naturschutz geben Hoffnung</strong></p>
<p class="text-justify">Der Bericht hebt hervor, dass rund 900 Kilometer Flüsse durch Naturschutzmaßnahmen geschützt wurden – unter anderem durch den Stopp von Wasserkraftprojekten, neue Schutzgebiete und ein Verbot kleiner Wasserkraftwerke. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge#c4122">Die Ausweisung des Vjosa-Wildflussnationalparks</a> bleibt der wichtigste Erfolg für den Naturschutz in der Region.</p>
<p class="text-justify"><strong>Aufruf zu systematischem Schutz</strong></p>
<p class="text-justify">Auf Grundlage der Ergebnisse fordern wir sofortiges und koordiniertes Handeln:</p><ul><li><p class="text-justify"><strong>Stärkung nationaler und EU-weiter Schutzmaßnahmen:</strong> Verbleibende intakte Flüsse müssen durch nationale und internationale Gesetze erhalten, Schutzgebiete erweitert und konsequent umgesetzt werden.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Stopp von zerstörerischen Wasserkraftprojekten:</strong> Besonders in Albanien sowie in Bosnien-Herzegowina, wo die Flussverschlechterung am schnellsten voranschreitet.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Einführung eines systematischen Monitorings:&nbsp;</strong>Als Voraussetzung für den EU-Beitritt müssen alle Balkanländer vereinheitlichte hydromorphologische Bewertungen durchführen.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Renaturierung geschädigter Flüsse:</strong> Dazu gehören die Entfernung von Barrieren, die Wiederverbindung von Auenlandschaften, eine Reduzierung von Kies- und Sandentnahme aus dem Flussbett und naturbasierte Renaturierungsmaßnahmen.</p></li><li><p class="text-justify"><strong>Priorisierung von Natur- und Klimafolgenresilienz:</strong> Weg von infrastrukturlastigen Flussregulierungen hin zu einem ökosystembasierten Hochwasser- und Dürremanagement.</p></li></ul><p class="text-justify">„Während die Flüsse der Region weiterhin ihren natürlichen Charakter verlieren, schließt sich das Fenster für wirksamen Schutz schnell,“ sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/annette-spangenberg">Annette Spangenberg</a>, Programmleiterin Fließgewässer bei EuroNatur. „Der Balkan beherbergt noch einige der letzten Wildflüsse Europas, aber ihr Schutz erfordert jetzt politischen Mut, wissenschaftlich fundierte Entscheidungen und einen klaren Kurswechsel weg von zerstörerischen Praktiken. Die Daten zeigen, was verloren geht und verloren gehen wird, wenn wir nicht handeln,“ führt Spangenberg weiter aus.</p>
<p class="text-justify"><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong><br>• Die von EuroNatur und Riverwatch koordinierte Kampagne <a href="https://www.balkanrivers.net/de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer"><i>Save the Blue Heart of Europe</i></a> hat zum Ziel, Flüsse von hohem ökologischem Wert auf dem Balkan zu schützen. Diese sind durch über 3.000 Wasserkraftprojekte bedroht. Die Kampagne wird gemeinsam mit Partnerorganisationen in den Balkanländern umgesetzt und u.a. von der <a href="https://m-h-s.org/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Manfred-Hermsen-Stiftung</a> unterstützt.<br>• Zitierung des Berichtes: Schwarz, U., 2025. The State of Balkan Rivers 2025: Hydromorphological Assessment and 13-Year Trends. EuroNatur &amp; Riverwatch, Radolfzell/Vienna, 64 pp.</p>
<p><strong>Pressekontakt:</strong><br>• <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, EuroNatur, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, +49 (0)7732 927215<br>• Ulrich Eichelmann, Riverwatch, <a href="mailto:ulrich.eichelmann@riverwatch.eu" class="mail">ulrich.eichelmann(at)riverwatch.eu</a>, +43 676 6621512&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Wed, 14 Jan 2026 08:45:05 +0100</pubDate>
                        <title>Zählen für den Naturschutz – 60. Internationale Wasservogelzählung</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/zaehlen-fuer-den-naturschutz-60-internationale-wasservogelzaehlung?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Zehntausende Freiwillige nehmen an der 60. Internationalen Wasservogelzählung teil ++ Seit der ersten Zählung 1967 wurden 1,9 Milliarden Wasservögel erfasst ++ Die Ergebnisse trugen zum internationalen Schutz für Feuchtgebiete bei ++ Auch EuroNatur und ihre Partnerorganisationen im europäischen Ausland sind an der Zählung beteiligt ++</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Radolfzell. </strong>Zehntausende Aktive schwärmen dieser Tage in Feuchtgebiete auf der ganzen Welt aus, um die 60. Internationale Wasservogelzählung (International Waterbird Census, IWC) durchzuführen. Dieses außergewöhnliche Citizen-Science-Projekt spielte während der letzten sechs Jahrzehnte eine sehr große Rolle im globalen Naturschutz.</p>
<p>Mit Ferngläsern und Fernrohren (Spektiven) begeben sich Teams aus Wissenschaftlerinnen und Freiwilligen in die Feuchtgebiete ihrer Region – von eisgesäumten europäischen Flüssen über warme Karibikküsten und asiatische Wattgebiete bis zu Mündungen tropischer Flüsse in Afrika. Sie treten damit in die Fußstapfen all der Zählerinnen und Zähler seit 1967, um den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte">Zustand der Wasservogelpopulationen und ihrer Lebensräume</a> zu kontrollieren.</p>
<p>Damit sind sie Teil des größten, am längsten bestehenden und wirksamsten Projekts zum Monitoring von Biodiversität, das heute 57.000 Wasserlebensräume in 189 Ländern und Territorien umfasst. Die Zählung hat Naturschutzmaßnahmen in aller Welt vorangetrieben – zur Ausweisung neuer Schutzgebiete, zur Erhaltung der Wasservogelpopulationen und zur Gestaltung internationaler Naturschutzstrategien zugunsten von Menschen, Natur und Klima.</p>
<p>„Seit 60 Jahren zeigt die Internationale Wasservogelzählung, wie viel es bewirken kann, wenn Menschen gemeinsam für die Natur tätig werden. Sie hat sich zu einem Leuchtturm des Wissens und der Zusammenarbeit entwickelt, und zu einer Basis des Naturschutzes für Wasservögel und Feuchtgebiete auf der ganzen Welt“, sagt Coenraad Krijger, Geschäftsführer von <a href="https://www.wetlands.org/iwc60/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Wetlands International</a>, einer der Koordinatoren des IWC. „Dieses bemerkenswerte Jubiläum ist den zehntausenden Freiwilligen, Wissenschaftlern und Partnern gewidmet, deren Engagement den globalen Naturschutz stärker, vernetzter und effektiver gemacht hat.“</p>
<p>Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur und ihre europäischen Partnerorganisationen sind ebenfalls an der Zählung beteiligt.&nbsp;“Auch entlang des Adriazugwegs werden bei der Mittwinterzählung im Januar wieder die Spektive geschultert – dabei werden die Freiwilligen und Hauptamtlichen unserer Partnerorganisationen nicht nur akribisch die Wasservögel zählen, sondern auch etwaige illegale Aktivitäten von Wilderern dokumentieren“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/stefan-ferger">Dr. Stefan Ferger</a>, Programmleiter Zugvogelschutz bei EuroNatur.</p>
<p>Tatsächlich sind viele Wasservogelpopulationen rückläufig. So gibt es etwa bei Watvögeln besonders besorgniserregende Abwärtstrends, worin sich der Druck auf Feuchtgebiete entlang ihrer Zugrouten widerspiegelt. „Die Stärke des IWC liegt in seiner Kontinuität. Durch die jährliche Wiederholung wird eine langfristige Datenbank aufgebaut, die es uns ermöglicht, die tatsächlichen Populationstrends der Wasservögel zu verstehen und wirksame Lösungen für Probleme wie Wilderei oder Lebensraumverlust zu finden“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/justine-vansynghel">Dr. Justine Vansynghel</a>, Projektleiterin Zugvogelschutz bei EuroNatur.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li>Die Internationale Wasservogelzählung wurde entwickelt, um die Größe und Entwicklung der Wasservogelpopulationen abzuschätzen, wichtige Wasservogellebensräume zu identifizieren und zu überwachen sowie den Schutz und das Management von Feuchtgebieten zu unterstützen. Sie hat zu bemerkenswerten Erfolgen im Naturschutz beigetragen, darunter:<br>- die Ausweisung von 956 Ramsar-Feuchtgebieten von internationaler Bedeutung mit einer Fläche von 1,5 Millionen km² (Größe der Mongolei);<br>- die Identifizierung von 2.701 Important Bird Areas mit einer Fläche von 1,75 Millionen km² (Größe Libyens);<br>- die Identifizierung von 2.721 Schutzgebieten nach den EU-Naturschutzrichtlinien mit einer Fläche von 418.000 km² (größer als Deutschland).<br>&nbsp;</li><li>EuroNatur engagiert sich seit Gründung der Stiftung für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Zugvogelschutz in Europa</a>. Unter anderem schützen wir gemeinsam mit unseren Partnern wichtige Lebensräume entlang der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=arJenBAVr10" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Adria-Zugroute</a>, wo jeden Winter Hunderttausende Vögel rasten und überwintern.<br>&nbsp;</li><li><a href="https://iwc.wetlands.org/postcards" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Unter diesem Link</a> (engl.) finden Sie Fotos und persönliche Geschichten von Vogelzählern aus aller Welt.<br>&nbsp;</li><li><a href="https://www.youtube.com/shorts/vxk6AcZv_5s" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">In diesem kurzen Video</a> ist EuroNatur-Projektleiterin Dr. Justine Vansynghel zu sehen, wie sie sich im Feld für die Zählung vorbereitet. (engl.)&nbsp;</li></ul><p><strong>Pressekontakt:</strong><br><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow@euronatur.org</a>, Tel.: 07732/927215<br>Richard Lee, Head of Communications, Wetlands International; <a href="mailto:Richard.Lee@wetlands.org" class="mail">Richard.Lee@wetlands.org</a>, Tel.: +31 654287956<br><br>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                        <pubDate>Fri, 19 Dec 2025 11:52:37 +0100</pubDate>
                        <title>Vlora-Flughafen in Albanien erneut auf Tagung der Berner Konvention kritisiert</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/vlora-flughafen-in-albanien-erneut-auf-tagung-der-berner-konvention-kritisiert?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Albanien ignoriert wichtige Elemente der Empfehlung der Berner Konvention zur Vjosa und zum Internationalen Vlora-Flughafen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Radolfzell.</strong> Zum dritten Mal in Folge hat der Ständige Ausschuss der Berner Konvention die albanische Regierung aufgefordert, den Bau des internationalen Flughafens Vlora im Landschaftsschutzgebiet Vjosa-Narta zu stoppen. Während seiner Jahrestagung in Straßburg vergangene Woche „bedauerte der Ständige Ausschuss der Konvention erneut zutiefst, dass Punkt 1 der Empfehlung Nr. 219 (2023), in dem die Aussetzung des Baus des Internationalen Vlora-Flughafens bis zum Abschluss einer neuen und ausreichenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und einer angemessenen Bewertung gefordert wird, nicht umgesetzt wurde.“</p>
<p>EuroNatur und ihre albanischen Partnerorganisationen PPNEA und EcoAlbania waren bei der Sitzung anwesend, um ihre Argumente vorzubringen, und begrüßten die klare Stellungnahme des Ständigen Ausschusses zur Aussetzung des Flughafenbaus. Gleichzeitig vermissen die Naturschutzorganisationen eine Aufforderung des Ständigen Ausschusses an die albanische Regierung, das geänderte Gesetz über Schutzgebiete aufzuheben. Dieses veränderte Gesetz hebt die rechtlichen Schutzmaßnahmen in Albaniens Schutzgebieten aus, indem es den Bau und die Nutzung für Tourismus und große Infrastrukturprojekte innerhalb von Schutzgebieten erlaubt.&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/viktor-berishaj">Viktor Berishaj</a>, Senior Policy Officer bei EuroNatur, betont: „Der Ständige Ausschuss hat erneut bestätigt, dass Albanien eine ordnungsgemäße Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen muss, bevor der Flughafen Vlora als konform angesehen werden kann. Schadensbegrenzung kann Prävention nicht ersetzen, insbesondere in einem so einzigartigen Flusssystem und Feuchtgebiet wie dem Vjosadelta und der Narta-Lagune.“</p>
<p>„Die Empfehlung 219 des Ständigen Ausschusses ist und bleibt der Fahrplan. Ihre vollständige Umsetzung würde nicht nur das Landschaftsschutzgebiet Vjosa-Narta schützen, sondern auch Albanien näher an die EU heranführen. Eine Vor-Ort-Begutachtung im Jahr 2026 ist unerlässlich, um die Fakten vor Ort zu überprüfen und das Vertrauen in den Prozess wiederherzustellen“, erklärt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p>• Das Schutzgebiet Vjosa-Narta ist eines der wichtigsten Ökosysteme Albaniens, das zweitwichtigste Feuchtgebiet Albaniens und Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet beherbergt das ganze Jahr über mehr als 220 Vogelarten und ist für die Adria-Flugroute von überregionaler Bedeutung. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge#c4122">Im März 2023 wurde die Vjosa zum ersten Wildflussnationalpark Europas erklärt</a> und von der albanischen Regierung unter Schutz gestellt.&nbsp;</p>
<p>• <a href="https://rm.coe.int/misc-e-2025-45-standing-committee-clean-final/488029d956" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Die Berner Konvention hat die albanische Regierung wiederholt aufgefordert, den Bau des Flughafens Vlora zu stoppen.</a> Sie bezeichnete das Schutzgebiet Vjosa-Narta und seine Umgebung als „ein Refugium für Zugvögel, Wasservögel und andere seltene Arten, die an Land brüten (...) und [dass die Mitglieder des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention] sich der absehbaren ökologischen Auswirkungen des Flughafenprojekts auf diesen einzigartigen Naturschatz bewusst sind“. Auch das Europäische Parlament und die Europäische Kommission haben den Bau des Flughafens in der Vergangenheit scharf kritisiert und die albanische Regierung aufgefordert, dieses umweltschädliche Projekt zu stoppen.&nbsp;</p>
<p>• Hier finden Sie <a href="https://www.euronatur.orgfileadmin/docs/umweltpolitik/Biodiversitaet/EuroNatur_Statement_on_the_Conclusions_of_the_45th_Standing_Committee_of_the_Bern_Convention_of_European_Wildlife_and_Natural_Habitats.pdf" target="_blank" class="download" rel="noreferrer">unsere Stellungnahme (engl.) zu den Schlussfolgerungen der 45. Sitzung</a> des Ständigen Ausschusses der Berner Konvention zum Schutz der europäischen Wildtiere und natürlichen Lebensräume.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
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