<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>





    <rss
        xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
        xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0">
        <channel>
            <title>EuroNatur - Pressemitteilungen</title>
            <link>https://www.euronatur.org</link>
            <description>Pressemitteilungen von der Stiftung EuroNatur</description>
            <language>de</language>
            
                <copyright>TYPO3 News</copyright>
            
            <pubDate>
                Mon, 02 Nov 2026 09:14:26 +0100
            </pubDate>
            <lastBuildDate>
                Mon, 02 Nov 2026 09:14:26 +0100
            </lastBuildDate>
            
            <atom:link href="https://www.euronatur.org/rss-feeds/pressemitteilungen/rss.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/>
            <generator>TYPO3 EXT:news</generator>
            
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2723</guid>
                        <pubDate>
                            Wed, 28 Oct 2026 14:41:05 +0100
                        </pubDate>
                        
                        <title>Jede Beobachtung zählt</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/jede-beobachtung-zaehlt?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Citizen Science liefert wichtige Daten für den Schutz des Seggenrohrsängers und seiner bedrohten Lebensräume entlang des europäischen Vogelzugs.</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p>Unter dem Motto „Jeder Vogel zählt – Deine Beobachtungen sind wichtig!“ machte der diesjährige Weltzugvogeltag auf die zentrale Bedeutung von Bürgerwissenschaft für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Schutz von Zugvögeln</a> aufmerksam. Weltweit liefern Naturbegeisterte mit ihren Beobachtungen wertvolle Daten über Bestände, Zugrouten und Lebensräume von Vögeln. Diese Informationen bilden eine wichtige Grundlage für effektive Naturschutzmaßnahmen.&nbsp;</p>
<p>Kaum eine Art verdeutlicht die Bedeutung solcher Beobachtungen so eindrücklich wie <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c5474">der Seggenrohrsänger</a>. Der seltenste Singvogel Europas ist entlang seiner Zugroute auf intakte Feuchtgebiete angewiesen, doch von denen gibt es immer weniger. Umso wichtiger ist es, Veränderungen in seinen Brut- und Rastgebieten frühzeitig zu erkennen und Schutzmaßnahmen gezielt umzusetzen.</p>
<p>Im Rahmen des internationalen LIFE-Projekts „<a href="https://aquaticwarbler.eu/de/" class="externalLink">LIFE4AquaticWarbler</a>“ arbeitet EuroNatur gemeinsam mit Partnerorganisationen daran, die Bestände des Seggenrohrsängers in Ostmitteleuropa zu sichern und neue Brutgebiete zu entwickeln. Dabei spielen regelmäßige Vogelzählungen eine entscheidende Rolle. Ornithologinnen und Vogelexperten, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie lokale Gemeinden tragen mit ihren Beobachtungen dazu bei, die Situation der Art besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen kontinuierlich anzupassen.</p>
<p>„Der Seggenrohrsänger kennt keine Landesgrenzen. Sein Schutz funktioniert nur, wenn Menschen entlang seines gesamten Zugwegs zusammenarbeiten“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur. „Das Motto des diesjährigen Weltzugvogeltages bringt es auf den Punkt: Jede Beobachtung zählt. Sie hilft uns, Trends zu erkennen, Gefahren frühzeitig zu identifizieren und wirksame Maßnahmen für bedrohte Zugvögel zu entwickeln.“</p>
<p>Das Motto erinnert zudem daran, dass Naturschutz nicht allein Aufgabe von Wissenschaft und Politik ist. Ob bei Vogelzählungen, der Meldung von Beobachtungen auf Citizen-Science-Plattformen oder durch die Unterstützung von Schutzprojekten: Jede und jeder kann einen Beitrag leisten, damit Zugvögel auch in Zukunft sichere Rast- und Brutgebiete finden. Genau darauf ist der Seggenrohrsänger angewiesen.</p>
<p><strong><br>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li data-list-item-id="ee00b5b4e7b6de55456fb87b84bae6371">Seggenrohrsänger: Der einst häufige Moorbewohner hat in den zurückliegenden Jahrzehnten einen beispiellosen Populationseinbruch erfahren; heute gilt der Seggenrohrsänger als der seltenste Singvogel Europas. In seinem gesamten Verbreitungsgebiet gibt es nur noch etwa 4.000 bis 5.000 singende Männchen. In Ostmitteleuropa kämpfen wir gemeinsam mit unseren Partnern um sein Überleben – es ist die vielleicht letzte Chance für die Art.&nbsp;<br>&nbsp;</li><li data-list-item-id="e2991d772106806d52bc41b01a06bcecc">Das Projekt <a href="https://aquaticwarbler.eu/de/" class="externalLink">„Erhaltung von Europas seltenstem kontinentalen Singvogel: Eine grenzüberschreitende Initiative zur Erholung der Seggenrohrsänger-Population“</a> (Akronym: LIFE4AquaticWarbler) wird durch das LIFE-Programm der Europäischen Union, das Umweltministerium der Republik Litauen, die Umweltstiftung Michael Otto, die Kurt Lange Stiftung, den Naturschutzfond Brandenburg, die Giving Back to Nature Foundation, den Bird Conservation Fund und die Projektpartner finanziert. Es ist am 1. Oktober 2024 gestartet und auf neun Jahre angelegt.<br>&nbsp;</li><li data-list-item-id="e320c28da8251536fef5664aeb1123e6f"><span>Citizen Science (deutsch: Bürgerwissenschaft oder Bürgerforschung) bezeichnet die Beteiligung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern an wissenschaftlichen Projekten. Dabei sammeln, dokumentieren oder analysieren Freiwillige Daten und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Forschung. Die gesammelten Daten helfen Forscherinnen und Wissenschaftlern, Verbreitungsgebiete, Bestandsentwicklungen oder Veränderungen in Ökosystemen besser zu verstehen.</span></li></ul><p><strong><br>Rückfragen:</strong> <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, Tel.: 07732/927215</p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Artenschutz</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2719</guid>
                        <pubDate>
                            Thu, 15 Oct 2026 11:52:27 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>EuroNatur-Preis 2026: Auszeichnung für mutige Vogelschützer</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/euronatur-preis-2026-auszeichnung-fuer-mutige-vogelschuetzer?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Komitee gegen den Vogelmord erhält EuroNatur-Preis 2026 ++Auszeichnung für großes Engagement und Unerschrockenheit ++ Nach wie vor fehlt in vielen Ländern der politische Wille zur Durchsetzung der bestehenden Gesetze zum Schutz unserer Zugvögel ++</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell, Mainau.</strong> Das <a href="https://www.komitee.de/de/" class="externalLink">Komitee gegen den Vogelmord</a> ist heute mit dem EuroNatur-Preis ausgezeichnet worden. Die Naturschutzorganisation erhält die Ehrung für ihren jahrzehntelangen und oftmals gefährlichen Einsatz gegen die <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte">illegale Vogeljagd entlang der europäischen Zugrouten</a>. Stellvertretend für die zahlreichen ehrenamtlichen Vogelschützerinnen und Vogelschützer nahmen Karl-Heinz Kreutzer (Vorsitzender des Komitees gegen den Vogelmord) und Axel Hirschfeld (Sprecher des Komitees) die Auszeichnung entgegen.</p>
<p>Mit dem <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis">EuroNatur-Preis</a> würdigt die Stiftung insbesondere den praktischen Naturschutz des Komitees gegen den Vogelmord. Seit Jahrzehnten decken dessen Teams illegale Fangmethoden auf, dokumentieren Verstöße gegen Naturschutzgesetze, entfernen Fangnetze und Leimruten und arbeiten mit Behörden zusammen, um die Wilderei auf Zugvögel einzudämmen.</p>
<p>In ihrer Laudatio würdigte EuroNatur-Vizepräsidentin <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/strategisch-klug-das-euronatur-praesidium/dr-anna-katharina-woebse-vizepraesidentin">Dr. Anna-Katharina Wöbse</a> die Arbeit des Komitees gegen den Vogelmord: „Wir danken Ihnen, dass Sie als Delegation hier sind, während die meisten Ihrer Aktiven draußen in den Camps ganz konkret die Rauchschwalben, Rotkehlchen, Grauschnäpper und alle anderen Zugvögel und mit ihnen einen elementaren Teil des europäischen Naturerbes beschützen. Dabei riskieren sie Haut und Haar: Sie sind mit Beschimpfungen, Drohungen, physischer Gewalt, Schrotschüssen, zerstochenen Reifen, Verfolgungen konfrontiert. Für dieses Engagement und Ihre Unerschrockenheit zeichnen wir das Komitee gegen den Vogelmord heute mit dem EuroNatur Preis aus.“</p>
<p>Die Auszeichnung versteht das Komitee zugleich als Anerkennung für die vielen Freiwilligen und Partnerorganisationen, die jedes Jahr entlang der Zugrouten Europas im Einsatz sind. <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Der Schutz von Zugvögeln</a> bleibt trotz vieler Fortschritte eine große Herausforderung. Noch immer werden jedes Jahr Millionen Vögel illegal gefangen oder geschossen, allein im Mittelmeerraum schätzungsweise 25 Millionen.</p>
<p>In ihrer Dankesrede machten die Preisträger deutlich, dass erfolgreicher Vogelschutz nicht allein auf politischen Absichtserklärungen beruhen darf: „Es wird heute glücklicherweise sehr viel Geld in den Zugvogelschutz investiert. Millionen fließen in Gutachten, in Schutzkonzepte, in Konferenzen und in den administrativen Artenschutz“, sagte Axel Hirschfeld. „Doch die Realität zeigt leider auch: Von diesen enormen Summen fließt viel zu wenig Geld in den direkten, konkreten Kampf gegen Fang und Wilderei. Was nützen die besten Gesetze, Konferenzen und Absichtserklärungen, wenn draußen im Feld niemand da ist, der die Netze abbaut? Der Artenschutz darf nicht in der Bürokratie steckenbleiben“, so Hirschfeld.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p>• <span class="strong">Der </span><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis"><span class="strong">EuroNatur-Preis</span></a> ist undotiert. Mit ihm werden herausragende Leistungen für den Naturschutz gewürdigt. Ausgezeichnet wurden bislang u.a. der Autor Jonathan Franzen, die „mutigen Frauen von Kruščica“ und die Gemeinde Mals in Südtirol. Der EuroNatur-Preis 2026 wurde am Donnerstag, 15. Oktober 2026 um 17 Uhr auf der Bodenseeinsel Mainau verliehen.</p>
<p>• <strong>Das </strong><a href="https://www.komitee.de/de/" class="externalLink"><strong>Komitee gegen den Vogelmord</strong></a> wurde im Januar 1975 in Berlin gegründet, hat seinen Sitz aber mittlerweile in Bonn. Die ersten Kampagnen waren Protestaktionen gegen die Vogeljagd in Italien, den Vogelfang in Belgien und den Wildvogelhandel in Deutschland. Die ersten praktischen Maßnahmen – das Einsammeln illegaler Vogelfallen und Fangnetze – gab es 1979 im deutsch-belgischen Grenzgebiet bei Aachen. Seit 1985 werden jährlich Zugvogelschutzcamps durchgeführt, zuerst in Norditalien, dann auch in Nordfrankreich, Süditalien, auf Zypern und auf Malta. Übers Jahr verteilt beteiligen sich zwischen 250 und 300 Natur- und Tierfreunde aus ganz Europa an den weit über 20 Einsatzcamps.</p>
<p>• <strong>Das Ausmaß der illegalen Vogeljagd im Mittelmeerraum</strong> ist trotz vieler Erfolge nach wie vor erschütternd. <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/jagd/Summary_The_Killing_3.0.pdf" class="download">Eine Studie, die BirdLife International und EuroNatur im Mai 2025 gemeinsam herausgegeben haben</a>, zeichnet ein düsteres Bild: Die große Mehrheit der Mittelmeer-Anrainer scheitert an ihrem Versprechen, die illegale Tötung, Entnahme und den Handel von und mit Vögeln bis 2030 zu halbieren.</p>
<p><strong>Rückfragen:&nbsp;</strong><br><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 15<br>&nbsp;</p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Aktionen</category>
                            
                                <category>Vogeljagd-Kampagne</category>
                            
                                <category>Euronatur</category>
                            
                                <category>Naturschutzpreis</category>
                            
                                <category>Artenschutz</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Vogeljagd</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2713</guid>
                        <pubDate>
                            Thu, 08 Oct 2026 13:01:11 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Alarm am Weltzugvogeltag</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/alarm-am-weltzugvogeltag?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Zum Weltzugvogeltag schlagen Tour du Valat, EuroNatur und BirdLife International Alarm wegen des enormen Ausmaßes an illegaler Tötung  von Zugvögeln im Mittelmeerraum. Die drei Organisationen für den Schutz von Vögeln fordern mehr Tempo bei der Umsetzung des Ziels, diese Praktiken bis 2030 um mindestens die Hälfte zu reduzieren.</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell.</strong> In einem Waldgebiet in Norddeutschland geboren und kaum ein paar Dutzend Gramm schwer, treten junge Stieglitze eine Reise von mehreren tausend Kilometern an, um den Winter im südlichen Mittelmeerraum zu verbringen. Schon ihre Route ist voller Gefahren, doch es gibt eine weitere Bedrohung: Wegen ihres Gesangs und ihres prächtigen Gefieders gefangen, werden diejenigen, die Fang und Transport überleben, illegal verkauft und verbringen oft den Rest ihres Lebens in einem Käfig in Marseille oder anderswo im Mittelmeerraum.</p>
<p>„Jedes Jahr werden im Mittelmeerraum geschätzt 11 bis 36 Millionen Zugvögel illegal getötet oder gefangen“, erklärt Barend Van Gemerden, Leiter des Bereichs „Global Flyways“ bei BirdLife International. „Deshalb haben sich die Länder der Region im Rahmen des Strategischen Plans von Rom sowie der Bonner und der Berner Konvention dazu verpflichtet, das illegale Töten und Fangen bis 2030 um mindestens 50 Prozent zu reduzieren. Jetzt ist es an der Zeit, diese Verpflichtung in die Tat umzusetzen.“</p>
<p><strong>NGOs schlagen Alarm wegen mangelnder Fortschritte im Mittelmeerraum</strong></p>
<p>Die Fortschritte sind nach wie vor höchst unzureichend. Der von BirdLife International und EuroNatur im Mai 2025 veröffentlichte Bericht <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/jagd/Summary_The_Killing_3.0.pdf" class="download">Illegal Killing of Birds (IKB-3.0)</a> zeichnet ein erschreckendes Bild:</p>
<p>„Zur Halbzeit der Umsetzung des Strategischen Plans von Rom haben 83 Prozent der 46 untersuchten Länder noch nicht die Maßnahmen ergriffen, die zur Erreichung der Ziele erforderlich sind“, sagt Dr. Justine Vansynghel, Projektleiterin für Zugvögel bei EuroNatur. „Diese Diskrepanz ist äußerst besorgniserregend und zeigt, wie viel Arbeit noch zu tun ist, wenn es die Regierungen mit der Einhaltung ihrer Verpflichtungen ernst meinen.“</p>
<p>Unterdessen bestätigt das Mediterranean Waterbird Network (MWN) nach vierjährigem Monitoring in acht Ländern des Mittelmeerraums die anhaltenden und vielfältigen Bedrohungen für Zugvögel, darunter unkontrollierte Jagd, Fallenstellen und Belastung durch Bleimunition.</p>
<p><strong>Lösungen müssen auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sein</strong></p>
<p>Die MWN-Erhebungen zeigen ein gemischtes Bild in verschiedenen Regionen. Um wirksam zu sein, müssen die Maßnahmen die spezifischen Gegebenheiten und Herausforderungen jedes Landes widerspiegeln.</p>
<p>„Erstmals haben wir nun harmonisierte Daten zu diesem Thema“, sagt Laura Dami, Koordinatorin des Mediterranean Waterbird Network. „Auf mediterraner Ebene zeigen diese Daten, wie viel noch zu tun ist. Lokalen Organisationen ermöglichen sie zugleich die Erarbeitung länderspezifischer Empfehlungen, wie die internationalen Verpflichtungen erfüllt werden können.“</p>
<p>Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung: In den meisten Ländern arbeiten Partner von BirdLife, EuroNatur und MWN bereits aktiv daran, das illegale Töten und den illegalen Fang von Vögeln zu bekämpfen. Die MWN-Organisationen erarbeiten zudem Empfehlungen für jedes der acht am Monitoringprogramm beteiligten Länder. Dabei stehen drei zentrale Maßnahmen im Vordergrund:&nbsp;</p><ul><li data-list-item-id="e29022ce78f618c76271b5a8cc20f4273"><span>das Schließen rechtlicher Lücken,</span></li><li data-list-item-id="edf5ed75052967e4ea38f7057fb4ddd16"><span>eine nachhaltige Finanzierung zur Stärkung des wissenschaftlichen Monitorings und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit</span></li><li data-list-item-id="ee775c1306717a1027b0176901d7bbd3e"><span>die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Behörden, Jägern und Naturschutzorganisationen.</span></li></ul><p>Mit diesen Maßnahmen lassen sich die internationalen Verpflichtungen vor Ort umsetzen.</p>
<p>EuroNatur, Tour du Valat und BirdLife International fordern die Regierungen auf, den Kampf gegen das illegale Fangen und Töten von Zugvögeln im Einklang mit den internationalen Verpflichtungen ihrer Länder zu beschleunigen. Dazu sollen sie mit allen relevanten Akteuren zusammenarbeiten, um die Entwicklung, Finanzierung und Umsetzung nationaler Aktionspläne voranzutreiben. Zugvögel durchqueren im Laufe ihres Lebens mehrere Länder, weshalb ein koordiniertes Vorgehen unerlässlich ist. Fortschritte in einem Land sind nur dann wirksam, wenn ähnliche Maßnahmen entlang der gesamten Zugroute umgesetzt werden.</p>
<p><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li data-list-item-id="e6663605fc2f16afa3c6d80ebc8a0adc6">Hier erfahren Sie mehr zum Thema <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c279">Vogeljagd auf dem Balkan</a>.</li><li data-list-item-id="eafbc86835b34a110b6071f1a38d1caac"><a href="https://www.medwaterbirds.net/page.php?id=35" class="externalLink"><span>Über das MWN</span></a><span>:<strong>&nbsp;</strong>Das 2012 gegründete Mediterranean Waterbirds Network (MWN) vereint eine Vielzahl von Partnern (lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen, Universitäten, staatliche Stellen usw.), die sich im Monitoring und für den Schutz von Wasservögeln und Feuchtgebieten im Mittelmeerraum engagieren. Es entstand aus der Zusammenarbeit von fünf nordafrikanischen Ländern (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten) mit Tour du Valat und dem französischen Amt für Biodiversität (OFB), mit dem Ziel, sowohl den Umfang als auch die Qualität des Monitorings zu verbessern.</span></li><li data-list-item-id="e5cf6b9aeccc3b9268e7fa6b6e12ba66a"><span><strong>Tour du Valat</strong> ist ein Forschungsinstitut zum Schutz der Feuchtgebiete im Mittelmeerraum. Es hat seinen Sitz in der Camargue (Frankreich) und ist als gemeinnützige private Stiftung anerkannt. Tour du Valat wurde 1954 von Luc Hoffmann gegründet und hat seitdem seine Forschungsaktivitäten mit einem beständigen Ziel weiterentwickelt: ein besseres Verständnis von Feuchtgebieten zu erlangen, denn sie sind das produktivste und zugleich am stärksten bedrohte Ökosystem unseres Planeten.</span></li></ul>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Root-Kategorie</category>
                            
                                <category>Vogeljagd-Kampagne</category>
                            
                                <category>Balkan-Südosteuropa</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Vogeljagd</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2705</guid>
                        <pubDate>
                            Wed, 23 Sep 2026 07:59:42 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>EuroNatur-Preis 2026 würdigt Einsatz gegen illegale Vogeljagd</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/euronatur-preis-2026-wuerdigt-einsatz-gegen-illegale-vogeljagd?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Das Komitee gegen den Vogelmord erhält Naturschutz-Auszeichnung ++ Seit 1975 engagiert sich der Verein gegen Vogelfang und Wilderei ++ Zugvögel müssen besser geschützt werden ++</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell.&nbsp;</strong>Die Naturschutzstiftung EuroNatur verleiht am Donnerstag, den 15. Oktober den diesjährigen <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis">EuroNatur-Preis</a> an das Komitee gegen den Vogelmord. Mit der Auszeichnung würdigt EuroNatur das jahrzehntelange europaweite Engagement der Organisation gegen die illegale Jagd und den Fang von Wildvögeln entlang der wichtigsten Zugrouten Europas.&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.komitee.de/de/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Das Komitee gegen den Vogelmord</a> mit Sitz in Bonn gehört zu den profiliertesten Vogelschutzorganisationen Europas. Mit internationalen Vogelschutzcamps, der Dokumentation illegaler Aktivitäten und der engen Zusammenarbeit mit Behörden hat die Organisation in zahlreichen Ländern maßgeblich dazu beigetragen, Wilderei einzudämmen und so Millionen Zugvögeln das Leben gerettet. Besonders in Hotspots der Vogeljagd im Mittelmeerraum, etwa auf Zypern, Malta oder in Italien, engagieren sich die haupt- und ehrenamtlichen Teams seit vielen Jahren erfolgreich gegen verbotene Fangmethoden mit Netzen, Leimruten und Fallen.</p>
<p>„Das Komitee gegen den Vogelmord steht beispielgebend wie für praktischen Naturschutz mit direkter Wirkung für ganz Europa“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/strategisch-klug-das-euronatur-praesidium/prof-dr-thomas-potthast-praesident">Prof. Dr. Thomas Potthast</a>, Präsident von EuroNatur. „Die Aktiven des Komitees setzen sich mit außerordentlicher Beharrlichkeit, Fachkompetenz und persönlichem Einsatz für den Schutz unserer Zugvögel ein. Ihr Engagement zeigt eindrucksvoll, dass Naturschutz nicht an Landesgrenzen Halt macht“, so Potthast. „Mit ihrem Einsatz haben sie dazu beigetragen, unzählige Vögel vor illegaler Verfolgung zu bewahren und zugleich die Bedeutung des europäischen Vogelschutzes ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“</p>
<p>Mit der Auszeichnung unterstreicht EuroNatur die zentrale Bedeutung des grenzüberschreitenden Engagements für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa">Schutz von Europas Zugvögeln</a>. Die Preisverleihung am 15. Oktober bietet Anlass, auf die weiterhin bestehenden Gefahren durch illegale Vogeljagd aufmerksam zu machen und den zahlreichen Ehrenamtlichen zu danken, die sich Jahr für Jahr für den Schutz der europäischen Vogelwelt einsetzen.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis">Der EuroNatur-Preis</a> ist undotiert. Mit ihm werden herausragende Leistungen für den Naturschutz gewürdigt. Ausgezeichnet wurden bislang u.a. der Autor <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis/euronatur-preis-2015">Jonathan Franzen</a>, die „<a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis/euronatur-preis-2019">mutigen Frauen von Kruščica</a>“ und die <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/informationen-und-kontakt/unsere-publikationen/euronatur-preis/euronatur-preis-2020">Gemeinde Mals in Südtirol</a>. Der diesjährige EuroNatur-Preis wird am Donnerstag, 15. Oktober 2026 um 17 Uhr auf der Bodenseeinsel Mainau an das Komitee gegen den Vogelmord verliehen.</p>
<p><strong>Rückfragen:&nbsp;</strong></p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, Tel.: +49 (0)7732 – 92 72 15</p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Aktionen</category>
                            
                                <category>Vogeljagd-Kampagne</category>
                            
                                <category>Euronatur</category>
                            
                                <category>Naturschutzpreis</category>
                            
                                <category>Artenschutz</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Vogeljagd</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2701</guid>
                        <pubDate>
                            Mon, 14 Sep 2026 14:10:32 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/albanien-auf-dem-weg-zur-eu-mitgliedschaft?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Ein Jahr nach der Eröffnung von Kapitel 27: Beitrittsfortschritte in Albanien müssen mit konkreten Umweltschutzmaßnahmen vor Ort einhergehen ++ Schutzmaßnahmen der EU sollen irreversible Schäden verhindern und sie nicht erst im Nachhinein dokumentieren ++ Die „Flamingo Revolution“ dauert nun schon mehr 105 Tage in Folge, die Proteste finden weiterhin statt ++</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell, Tirana</strong> – Ein Jahr ist vergangen, seit das Kapitel 27 (Umwelt und Klimawandel) in den EU-Beitrittsverhandlungen mit Albanien eröffnet wurde. Doch die Fortschritte bei der Übernahme der EU-Regularien gehen in der Praxis nicht mit einem entsprechenden Umweltschutz einher. Die Bauaktivitäten in und um das Schutzgebiet Vjosa-Narta, welche die sogenannte „Flamingo-Revolution“ ausgelöst haben, sind zum bedeutendsten Testfall dafür geworden, ob die EU-Umweltschutzmaßnahmen während der laufenden Beitrittsverhandlungen irreversible Schäden verhindern können.</p>
<p><strong>Versagen der Umweltpolitik &nbsp;</strong></p>
<p>In den vergangenen Jahren hat eine Reihe von Entscheidungen zum Schutzgebiet Vjosa-Narta Schwachstellen in der Umweltplanung und Entscheidungsfindung offenbart. Beispiele hierfür sind der Bau des internationalen Flughafens Vlora innerhalb des Landschaftsschutzgebiets Vjosa–Narta, die Nicht-Einbeziehung des Vjosa-Deltas in den Vjosa-Wildfluss Nationalpark, die Bauaktivitäten für ein Tourismusresort in Zvërnec und insbesondere die umstrittenen Änderungen des Gesetzes über Schutzgebiete aus dem Jahr 2024.</p>
<p>„Alles zusammen genommen sind dies keine Einzelfälle, sondern ein Fallbeispiel für mangelhafte Umweltpolitik während des EU-Beitrittsprozesses. Die Bauarbeiten in Narta haben die Flamingo-Revolution ausgelöst, doch das Problem geht weit über eine einzelne Baustelle hinaus. Es stellt die Glaubwürdigkeit des Erweiterungsprozesses auf die Probe. Eine Diskussion über die Umweltverträglichkeitsprüfung kam zu spät, Alternativen werden nicht in Betracht gezogen, die Beteiligung der Öffentlichkeit bleibt begrenzt. Wenn diese Probleme während der Beitrittsverhandlungen weiterbestehen, stellen sie die Glaubwürdigkeit des Erweiterungsprozesses selbst in Frage“, sagt&nbsp;<a href="https://ppnea.org/aleksander-trajce/?lang=en" target="_blank" rel="noreferrer">Aleksandër Trajçe</a>, Geschäftsführer von PPNEA.</p>
<p>Zudem hat die albanische Regierung es wiederholt versäumt, den Empfehlungen der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments, der Berner Konvention und des Übereinkommens zur Erhaltung wandernder Tierarten (CMS) sowie der Zivilgesellschaft nachzukommen.</p>
<p><strong>Risiko irreversibler Naturschäden</strong></p>
<p>Was die Umweltpolitik von anderen Verhandlungskapiteln unterscheidet, ist die Tatsache, dass ökologische Schäden irreversibel sein können. Verfahren und Gesetze lassen sich später korrigieren, zerstörte Lebensräume und Ökosysteme hingegen möglicherweise nicht.</p>
<p>„Kapitel 27 darf nicht zu einem Mechanismus werden, mit dem Umweltschäden erst im Nachhinein dokumentiert werden. Seine Schutzmaßnahmen müssen früh genug greifen, um zu verhindern, dass irreversible Schäden zum neuen Status quo werden. Es geht dabei nicht darum, Albaniens Beitritt zu verzögern, sondern darum, ihn wirksam umzusetzen“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/viktor-berishaj">Viktor Berishaj</a>, Senior Policy Officer bei EuroNatur.</p>
<p><strong>Die Flamingo-Revolution bringt Kapitel 27 auf die Straße</strong></p>
<p>Vor einem Jahr wurde beschlossen, Verhandlungen mit Albanien über Kapitel 27 aufzunehmen. Dabei wurden einige zentrale Vorgaben festgelegt. Nun, im Jahr 2026, versammeln sich die Bürger in Tirana seit mehr als 105 Tagen in Folge täglich in großer Zahl, um gegen Entwicklungen zu protestieren, die nicht nur den Lebensraum Vjosa-Narta, sondern Ökosysteme im ganzen Land bedrohen. Die Menschen machen von ihrem Recht Gebrauch, friedlich zu demonstrieren, ihre Meinung zu sagen und ihre Hoffnung auf einen baldigen EU-Beitritt zum Ausdruck zu bringen. Sie werfen dabei die umfassendere und wichtigste Frage im EU-Beitrittsprozess auf: Wird „geschützt“ tatsächlich auch „geschützt“ bedeuten?</p>
<p><strong>Jahr zwei: Vorbeugen, überprüfen und bewerten</strong></p>
<p>Der weitere Fortschritt auf dem Weg Albaniens zum Beitritt sollte auf den folgenden Empfehlungen basieren:</p><ul><li><span><strong>Verhindern und überarbeiten&nbsp;</strong>– Keine weiteren Eingriffe, solange die rechtlichen Rahmenbedingungen für Schutzgebiete (die aktuell groß angelegte Infrastrukturmaßnahmen innerhalb von Schutzgebieten ohne vorherige Umweltverträglichkeitsprüfung zulassen) ungeklärt bleiben. Im Juni dieses Jahres forderte das Europäische Parlament ein Moratorium für neue Genehmigungsverfahren, Bauarbeiten und Entwicklungsmaßnahmen in Schutzgebieten, bis die fraglichen Bestimmungen des Gesetzes über Schutzgebiete außer Kraft gesetzt sind und den EU-Naturschutzstandards entsprechen.</span></li><li><span><strong>Überprüfung &nbsp;</strong>– Internationale Verträge und die daraus abgeleiteten Empfehlungen müssen umgesetzt und ihre Umsetzung unabhängig überprüft werden, anstatt nur weitere Zusicherungen abzugeben. Die Berner Konvention bietet die Möglichkeit einer unabhängigen Bewertung vor Ort, einschließlich bereits eingetretener Auswirkungen sowie der Referenzbedingungen, die für künftige Umweltverträglichkeitsprüfungen erforderlich sind.</span></li><li><span><strong>Zwischenbewertung &nbsp;</strong>– Das erste Jahr macht deutlich, dass im Rahmen von Kapitel 27 eine Zwischenbewertung der Umweltpolitik erforderlich ist. Den Fortschritten am Verhandlungstisch sollten nachweisbare Fortschritte vor Ort entsprechen, einschließlich ihrer wirksamen Anwendung und Durchsetzung, Umweltverträglichkeitsprüfungen, der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Umsetzung internationaler Empfehlungen.</span></li></ul><p><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li><span>Im Jahr 2024 hat Albanien sein </span><a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/ist-albaniens-natur-noch-zu-retten"><span><strong>Gesetz über Schutzgebiete geändert</strong></span></a><span> und damit bestimmte Tourismus- und Entwicklungsprojekte innerhalb von Schutzgebieten zugelassen. Umweltorganisationen, Wissenschaftler und europäische Institutionen haben diese Änderungen kritisiert.</span></li><li><span>Am 16. September 2025 nahm die EU offiziell </span><a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/trotz-bedenken-hinsichtlich-des-naturschutzes-eu-nimmt-verhandlungen-mit-albanien-auf"><span><strong>Beitrittsverhandlungen</strong> </span></a><span>mit Albanien über Cluster 4 auf, darunter auch Kapitel 27 zu Umwelt und Klimawandel. Während dies als Meilenstein auf Albaniens Weg zur EU-Mitgliedschaft gefeiert wurde, bezweifelten EuroNatur und PPNEA, dass dieser Schritt angesichts der Rückschritte Albaniens im Naturschutz zum richtigen Zeitpunkt erfolgte und glaubwürdig sei.</span></li><li><span>Im Mai 2026 lösten bauliche Maßnahmen im Zusammenhang mit Tourismusprojekten im Schutzgebiet Vjosa–Narta, insbesondere in Zvërnec, landesweit große Besorgnis in der Bevölkerung und friedliche Proteste in ganz Albanien aus. Die daraus entstandene </span><a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/alarmierende-entwicklungen-in-der-narta-lagune"><span><strong>Flamingo-Revolution</strong></span></a><span> dauert bereits seit mehr als 105 Tagen an.</span></li></ul><p><strong>Kontakt:</strong></p>
<p>Anja Arning | EuroNatur | <a href="mailto:anja.arning@euronatur.org" class="mail">anja.arning(at)euronatur.org</a></p>
<p>Lorena Pyze Xhafaj | PPNEA | <a href="mailto:l.pyzexhafaj@ppnea.org" class="mail">l.pyzexhafaj(at)ppnea.org</a></p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Root-Kategorie</category>
                            
                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
                                <category>Naturschutzpolitik</category>
                            
                                <category>Albanien</category>
                            
                                <category>Biotope</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2698</guid>
                        <pubDate>
                            Tue, 01 Sep 2026 08:45:32 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Wasserknappheit bedroht Seggenrohrsänger</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/wasserknappheit-bedroht-seggenrohrsaenger-1?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Dürre macht Seggenrohrsängern zu schaffen ++ Klimanotstand als weitere Gefährdungsursache für seltensten Singvogel Europas ++</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell, Nagyiván, Wolyn. </strong>Der Dürresommer in weiten Teilen Europas gefährdet das Überleben der <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c5474">Seggenrohrsänger</a>. In der Ukraine beispielsweise sind infolge ungewöhnlich niedriger Niederschlagsmengen fast sämtliche Projektgebiete unserer Partner, darunter das Birky-Moor, von starker Trockenheit betroffen. In den wenigen noch wasserversorgten Bereichen ist die Anzahl an beobachteten Seggenrohrsängern in diesem Jahr sehr gering gewesen. So wurden im Sommer nur 24 singende Männchen gezählt; im Vorjahr waren es noch 42. Da bereits die zurückliegenden Jahre ungewöhnlich trocken waren, reichten selbst die Niederschläge des Frühjahrs nicht aus, um den üblichen Grundwasserstand wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. Ähnlich sieht es in Belarus aus.</p>
<p>Während die Bedingungen in den Brutgebieten Polens und Litauen besser aussahen als in der Ukraine und in Belarus, war die Wassersituation in den vorgesehenen Wiederansiedlungsgebieten des Seggenrohrsängers uneinheitlich. In den potenziellen künftigen Brutgebieten Brandenburgs war die Situation passabel, in Ungarn hingegen ziemlich katastrophal. Seit Jahresbeginn ist es im Land ungewöhnlich niederschlagsarm, viele Feuchtgebiete sind ausgetrocknet, trotz teilweise umfangreicher Bewässerungsmaßnahmen. Ob die geplante Translokation von Jungvögeln nach Brandenburg und Ungarn im nächsten Jahr erfolgen kann, ist somit ungewiss.</p>
<p>Dabei stellt Wasser für den Seggenrohrsänger nicht einfach nur ein Element der Landschaft dar – es bildet die Grundlage seines (Über)-Lebens. Die weltweit vom Aussterben bedrohte Singvogelart bewohnt nasse Wiesen und Niedermoore, in denen vom Wasserstand etliche Faktoren abhängen, wie zum Beispiel die Vegetationszusammensetzung, die Insektendichte und Nistmöglichkeiten. Sinkt der Wasserstand zu früh im Jahr zu stark ab, ändert sich das ganze Ökosystem grundlegend: Torfe degradieren, der Bestand an Insekten nimmt ab, die Vegetationsstruktur verändert sich, Brände werden wahrscheinlicher und die Brutbedingungen verschlechtern sich.</p>
<p>„Um das Überleben des Seggenrohrsängers auch in Zeiten von Hitzesommern und Dürren zu gewährleisten, ist die Wiedervernässung von Mooren essenziell“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur. „Damit würden gleichzeitig große Mengen Kohlenstoffdioxid im Boden gespeichert. Klimaschutz und der Schutz der Artenvielfalt gehen so Hand in Hand“, fügt Schwaderer hinzu.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li><a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte#c5474">Seggenrohrsänger</a>: Der einst häufige Moorbewohner hat in den zurückliegenden Jahrzehnten einen beispiellosen Populationseinbruch erfahren; heute gilt der Seggenrohrsänger als der seltenste Singvogel Europas. In seinem gesamten Verbreitungsgebiet gibt es nur noch etwa 4.000 bis 5.000 singende Männchen. In Ostmitteleuropa kämpfen wir gemeinsam mit unseren Partnern um sein Überleben – es ist die vielleicht letzte Chance für die Art.&nbsp;<br>&nbsp;</li><li><a href="https://aquaticwarbler.eu/de/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Das Projekt</a> „Erhaltung von Europas seltenstem kontinentalen Singvogel: Eine grenzüberschreitende Initiative zur Erholung der Seggenrohrsänger-Population“ (Akronym: LIFE4AquaticWarbler) wird durch das LIFE-Programm der Europäischen Union, das Umweltministerium der Republik Litauen, die Umweltstiftung Michael Otto, die Kurt Lange Stiftung, den Naturschutzfond Brandenburg, die Giving Back to Nature Foundation, den Bird Conservation Fund und die Projektpartner finanziert. Es ist am 1. Oktober 2024 offiziell gestartet und auf neun Jahre angelegt.</li></ul><p><strong>Rückfragen: </strong><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/anja-arning">Anja Arning</a>,&nbsp;<a href="mailto:anja.arning@euronatur.org" class="mail">anja.arning(at)euronatur.org</a>, Tel.: 07732/9272-13</p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Projektgebiete</category>
                            
                                <category>Ungarn</category>
                            
                                <category>Artenschutz</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2683</guid>
                        <pubDate>
                            Mon, 29 Jun 2026 07:36:16 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>49 Zeichen der Hoffnung am Grünen Band Europa</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/49-zeichen-der-hoffnung-am-gruenen-band-europa?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Konferenz der Initiative Grünes Band Europa in Gorizia ++ Konzeption für den Fernwanderweg Grünes Band Europa vorgestellt ++</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Gorizia, Radolfzell.</strong> Das <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/gruenes-band-europa">Grüne Band Europa</a> ist ein Hotspot für die biologische Vielfalt, bietet aber wenig sozioökonomische Perspektiven. Im Rahmen des von der EU geförderten <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/gruenes-band-europa/unsere-projekte-am-gruenen-band-europa#c4097">BESTbelt-Projekts</a> haben in den vergangenen viereinhalb Jahren mehr als <a href="https://www.europeangreenbelt.org/bestbelt/projects" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">80 Organisationen in 21 Ländern 49 Vorhaben</a> zum Biodiversitätsschutz und zur Förderung des nachhaltigen Wirtschaftens umgesetzt. Die Ergebnisse der Kleinprojekte wurden im Rahmen einer Pan-Europäischen Grünes Band Konferenz vom 23. bis 25. Juni im italienischen Gorizia – nahe der Grenze zu Slowenien und damit am ehemaligen Eisernen Vorhang – mit mehr als 100 Teilnehmenden vorgestellt und diskutiert.&nbsp;</p>
<p>Die Renaturierung wertvoller Lebensräume ist ein Schwerpunkt etlicher Vorhaben. Im Rahmen von zehn Projekten wurden insgesamt 30 Hektar Graudünen und 70 Hektar Wiesen und Weiden, 4 Hektar Feuchtgebiete sowie 6 Hektar Birkhuhn-Lebensraum renaturiert. Hinzu kommen fünf neue Fledermausquartiere, die aus der Konversion militärischer Bunker entstanden sind.</p>
<p>Eines der ambitioniertesten Vorhaben ist die Schaffung eines Europäischen Fernwanderwegs entlang des Grünen Bandes Europa. Im Rahmen des BESTbelt-Projekts haben EuroNatur, der BUND, die European Hiking Federation (ERA) und die European Mountaineering Association (EUMA) die Grundlagen für diesen rund 10.000 Kilometer langen Wanderweg erarbeitet. Einige Abschnitte vor allem an der Ostsee, am innerdeutschen Grünen Band und auf dem Balkan existieren bereits, müssen nun aber noch miteinander verbunden werden. Der Fernwanderweg macht das Grüne Band Europa unmittelbar erlebbar und gibt wichtige Impulse für die lokale Wirtschaft.</p>
<p>„Mit BESTbelt ist es uns gelungen, viele kleine und bisher nur lokal tätige Akteure zu fördern“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur. „So konnten wir das Potenzial der lokalen Gemeinschaften im Bereich des Naturschutzes und der Wiederherstellung der Biodiversität erheblich steigern, bei gleichzeitiger Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Was die Grenzen getrennt haben, vereint die Natur wieder“, fasst Gabriel Schwaderer die Ergebnisse der Projekte zusammen.&nbsp;</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li>Das <strong>Grüne Band Europa</strong> verläuft entlang der früheren Grenze zwischen Nato und Warschauer Pakt, dem ehemaligen Eisernen Vorhang. In dessen Schatten konnte sich ein einzigartiges Biotopsystem mit einer erstaunlichen Artenvielfalt entwickeln. Es bietet Europas Großsäugern ebenso Lebensraum wie unzähligen bedrohten Wirbellosen und Pflanzenarten. Doch der Druck auf das Grüne Band wächst: Lebensraumzerstörung, Wilderei und nicht-nachhaltiger Tourismus nehmen zu.<br>&nbsp;</li><li>Offizieller Vertragspartner von BESTbelt ist EuroNatur, die im Projektteam sehr eng mit dem <span>Nationalen BUND Kompetenzzentrum Grünes Band</span> und dem BUND Mecklenburg-Vorpommern zusammenarbeitet. Die international tätige Naturschutzstiftung EuroNatur hat den Vorsitz des Vereins „<a href="https://www.europeangreenbelt.org/initiative/association" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">European Green Belt Association</a>“ (EGBA) inne und leitet das Projekt in dieser Funktion. EuroNatur ist zudem Regionalkoordinatorin für den <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/gruenes-band-europa/unsere-projekte-am-gruenen-band-europa#c191">Abschnitt Grünes Band Balkan</a>.</li></ul><p><br><strong>Rückfragen</strong>:&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, +49/7732 9272 15</p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Aktionen</category>
                            
                                <category>Grünes Band Europa</category>
                            
                                <category>Projektgebiete</category>
                            
                                <category>Grünes Band Europa</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2679</guid>
                        <pubDate>
                            Wed, 17 Jun 2026 12:59:11 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Druck auf Albanien: Umweltstandards werden zur EU-Beitrittsfrage</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/eu-parlament-erhoeht-druck-auf-albanien-umweltstandards-werden-zur-beitrittsfrage?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Das Europäische Parlament hat am 17. Juni seinen Jahresbericht über Albanien verabschiedet und damit eine seiner bislang deutlichsten Botschaften hinsichtlich der Bedeutung des Naturschutzes und der Gewährleistung der Einhaltung von EU-Standards während des gesamten Beitrittsprozesses ausgesendet.</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Straßburg, Tirana, Radolfzell</strong>. Das EU-Parlament äußerte tiefe Besorgnis über die aktuellen Entwicklungen im Schutzgebiet Vjosa–Narta und fordert ein Moratorium für neue Genehmigungsverfahren, Bauarbeiten und Entwicklungsmaßnahmen innerhalb von Schutzgebieten, bis die Bestimmungen des geänderten albanischen Gesetzes über Schutzgebiete aufgehoben sind und die vollständige Einhaltung der EU-Naturschutzstandards gewährleistet ist.&nbsp;</p>
<p>Die Sitzung des EU-Parlaments fand nach wochenlangen friedlichen Demonstrationen in ganz Albanien statt, bei denen sich Tausende Bürgerinnen und Bürger für den Schutz des Ökosystems Vjosa–Narta eingesetzt haben, eines der wertvollsten Naturgebiete des Landes und künftiger Bestandteil des europäischen Natura 2000-Netzwerks.&nbsp;</p>
<p>„Diese Abstimmung zeigt, dass Umweltschutz im Beitrittsprozess kein Nebenthema ist“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur. „Das Europäische Parlament hat deutlich gemacht, dass Naturschutz, Bürgerbeteiligung und Rechtsstaatlichkeit keine optionalen Elemente des EU-Beitritts sind. Es handelt sich um grundlegende europäische Standards, bei denen keine Kompromisse eingegangen werden dürfen.“</p>
<p>Der Bericht baut auf einer bereits zuvor vom Parlament eingenommenen entschiedenen Haltung auf, in der die Aufhebung der Änderungen des Gesetzes über Schutzgebiete aus dem Jahr 2024 gefordert wird und erneut die Sorge zum Ausdruck gebracht wird, dass geschwächte Umweltschutzmaßnahmen die Angleichung Albaniens an das EU-Recht untergraben könnten. Er unterstreicht zudem, dass Fortschritte auf dem Weg zum EU-Beitritt eine nachweisbare Erfolgsbilanz bei der Umsetzung von Umweltvorschriften, Umweltverträglichkeitsprüfungen und den Rechten auf Bürgerbeteiligung erfordern.&nbsp;</p>
<p>Mitglieder des Europäischen Parlaments aus mehreren Fraktionen verwiesen direkt auf <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/alarmierende-entwicklungen-in-der-narta-lagune">die aktuellen Entwicklungen in Vjosa–Narta</a>, die anhaltende Mobilisierung der Bürger und die Notwendigkeit, dass Albanien die EU-Umweltstandards vollständig einhält.&nbsp;</p>
<p>„Die Botschaft aus Brüssel ist klar: Bei der EU-Mitgliedschaft geht es nicht nur darum, Kapitel zu öffnen und zu schließen. Es geht darum, in der Praxis zu zeigen, dass europäische Standards eingehalten werden, wenn es darauf ankommt“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/viktor-berishaj">Viktor Berishaj</a>, Senior EU Policy Officer bei EuroNatur.&nbsp;</p>
<p>Für viele Menschen, die in den vergangenen Wochen auf die Straße gegangen sind, ist die heutige Abstimmung ein wichtiges Zeichen dafür, dass ihre Anliegen auf europäischer Ebene Gehör finden.&nbsp;</p>
<p>„Wir begrüßen es, dass die Debatte um Vjosa–Narta nun auf die EU-Ebene verlagert wurde und im Einklang mit der Diskussion in Albanien steht. Die Diskussion um Vjosa–Narta geht mittlerweile weit über den reinen Umweltschutz hinaus; sie ist Teil einer breiteren europäischen Debatte über Rechtsstaatlichkeit, demokratische Teilhabe, Transparenz und die Glaubwürdigkeit des Erweiterungsprozesses selbst geworden“, sagt <a href="https://ppnea.org/aleksander-trajce/?lang=en" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Aleksandër Trajçe</a>, Geschäftsführer von PPNEA.&nbsp;</p>
<p>Die Bürgerinnen und Bürger, die sich in den vergangenen Wochen friedlich mobilisiert haben, haben keine überzogenen Forderungen. Sie fordern dasselbe, was die Europäische Union von Albanien verlangt: die Einhaltung der Gesetze, Transparenz bei der Entscheidungsfindung und einen wirksamen Schutz von Gebieten, die aufgrund ihres ökologischen Wertes anerkannt sind.</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p>
<p>Das Landschaftsschutzgebiet Vjosa–Narta ist eines der wichtigsten Küstenökosysteme Albaniens und Kandidat für die Aufnahme in das „Emerald Network“ im Rahmen der Berner Konvention. Das Gebiet ist Teil einer <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/vogelschutz-in-europa/unsere-zugvogelprojekte">wichtigen Zugroute, die von Hunderten von Vogelarten auf ihrem Weg zwischen Europa, Afrika und dem Mittelmeer genutzt wird</a>, und wird voraussichtlich nach dem Beitritt Albaniens zur Europäischen Union Teil des künftigen Natura 2000-Netzwerks werden.&nbsp;</p>
<p>Das Gebiet steht seit mehreren Jahren im Mittelpunkt ökologischer Bedenken, nachdem mit dem <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/showpolitik-testfluege-auf-der-baustelle-des-flughafens-vlora">Bau des internationalen Flughafens Vlora</a> innerhalb des größeren Landschaftsschutzgebiets begonnen wurde. Im Jahr 2023 verabschiedete der Ständige Ausschuss der Berner Konvention die Empfehlung Nr. 219, in der Albanien aufgefordert wurde, den Flughafenbau bis zur Durchführung einer neuen und umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung auszusetzen und die Schutzmaßnahmen für das Schutzgebiet zu verstärken.</p>
<p>Im Jahr 2024 hat Albanien sein Gesetz über Schutzgebiete geändert und damit bestimmte Tourismus- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb von Schutzgebieten zugelassen. Diese Änderungen wurden von Umweltorganisationen, Wissenschaftlern und europäischen Institutionen kritisiert. Das Europäische Parlament und die Europäische Kommission haben wiederholt Bedenken geäußert, dass die Änderungen mit den EU-Naturschutzstandards unvereinbar seien, und im Rahmen der Verpflichtungen Albaniens gemäß Kapitel 27 der Beitrittsverhandlungen deren Aufhebung gefordert.&nbsp;</p>
<p>In den vergangenen Monaten haben weitere geplante Tourismusprojekte innerhalb des Schutzgebiets Vjosa–Narta in ganz Albanien große Besorgnis in der Öffentlichkeit ausgelöst und zu friedlichen Protesten geführt. Im Mittelpunkt der Debatte stehen zunehmend die Umweltpolitik, die Beteiligung der Öffentlichkeit, die Einhaltung der EU-Umweltvorschriften und die Glaubwürdigkeit der Umweltauflagen im Beitrittsprozess.&nbsp;</p>
<p>Der Bericht des Europäischen Parlaments über Albanien ist Teil der jährlichen Bewertung der EU hinsichtlich der Fortschritte des Landes auf dem Weg zur Mitgliedschaft und trägt zum übergeordneten politischen Rahmen bei, der die Beitrittsverhandlungen mit Albanien leitet.</p>
<p><strong>Kontakt</strong>:&nbsp;<br><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow </a>| <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a> |+49 7732 – 927215</p>
<p>Lorena Pyze Xhafaj | PPNEA | l.pyzexhafaj@ppnea.org</p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Aktionen</category>
                            
                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
                                <category>Naturschutzpolitik</category>
                            
                                <category>Projektgebiete</category>
                            
                                <category>Balkan-Südosteuropa</category>
                            
                                <category>Albanien</category>
                            
                                <category>Artenschutz</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2677</guid>
                        <pubDate>
                            Thu, 11 Jun 2026 12:00:00 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Unlocking Nature Financing</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/unlocking-nature-financing?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>++ Neuer Bericht: So viel müssen fünf ausgewählte EU-Mitgliedstaaten investieren, um die Natur wiederherzustellen ++ Mitgliedstaaten in der letzten Phase zur Fertigstellung ihrer nationalen Wiederherstellungspläne ++ Mindestens 10 % des nächsten EU-Haushaltes für biologische Vielfalt notwendig ++</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Brüssel, Radolfzell </strong>– Nur noch drei Monate, dann müssen die EU-Mitgliedstaaten ihre nationalen Wiederherstellungspläne vorlegen. <a href="https://www.euronatur.org/">EuroNatur </a>und <a href="https://bankwatch.org/" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">Bankwatch</a> warnen, dass die Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur ohne ausreichende zweckgebundene öffentliche Mittel nicht möglich sein wird. In einem <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/umweltpolitik/Biodiversitaet/2026_06_Unlocking%20nature%20financing_National%20cost%20estimates%20for%20effective%20nature%20restoration.pdf" target="_blank" class="download">neuen Bericht</a> (auf Englisch), der heute bei einer Veranstaltung im Europäischen Parlament vorgestellt wurde, betonen die Organisationen, dass viele nationale Wiederherstellungspläne ohne angemessene EU-Finanzierung unwirksam sein könnten und es nicht gelingen würde, alle geschädigten Ökosysteme bis 2050 wiederherzustellen. Da der lang erwartete Finanzierungsbericht der Europäischen Kommission für 2025 noch aussteht, fehlen den Regierungen derzeit wesentliche Leitlinien zu Investitionsbedarf und Finanzierungswegen.</p>
<p>Der Bericht „Unlocking nature financing: National cost estimates for effective nature restoration” liefert eine systematische Bewertung der Wiederherstellungskosten für Kroatien, Estland, Ungarn, Lettland und Polen. Er soll die Länder bei ihrer nationalen Wiederherstellungsplanung unterstützen. Der Bericht, der den Zeitraum von 2024 bis 2032 abdeckt, analysiert vier wichtige terrestrische Ökosystemtypen: Küsten- und Binnenfeuchtgebiete, Flüsse, Seen und Auenlebensräume, Grasland sowie Wälder und Waldgebiete.</p>
<p>Im Hinblick auf die Einreichungsfrist für die nationalen Wiederherstellungspläne am 1. September, sind nur wenige Pläne weit fortgeschritten. Vielen fehlen noch ausreichend detaillierte, wissenschaftlich fundierte Ziele sowie Klarheit hinsichtlich der Finanzierung. Mehrere Mitgliedstaaten haben Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit von Mitteln für die Renaturierung geäußert. Die bevorstehenden nationalen und regionalen Partnerschaftspläne im Rahmen des <a href="https://commission.europa.eu/topics/budget/eu-budget-2028-2034-explained_de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) 2028–2034</a> bieten jedoch eine entscheidende Gelegenheit, zweckgebundene EU-Mittel für die biologische Vielfalt in die nationalen MFR-Mittelzuweisungen einzubetten und den Rückgang der natürlichen Lebensräume in der EU umzukehren. Derzeit befinden sich 81 Prozent dieser Lebensräume in einem schlechten oder sehr schlechten Zustand.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass nationale Wiederherstellungspläne ohne angemessene Finanzierung Gefahr laufen, rein deklaratorischer Natur zu sein und nicht ehrgeizig genug sind, um den Zustand von Arten und Lebensräumen zu verbessern – was ja das Hauptziel der Verordnung zur Wiederherstellung der Natur ist“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/tess-hartmann-hergott">Tess Hartmann-Hergott</a>, EU Policy Officer für Biodiversitätsfinanzierung bei EuroNatur. „In allen fünf von uns untersuchten Ländern fallen die folgenden Hürden besonders auf: Die EU-Finanzierung ist unzureichend, obwohl viele Mitgliedstaaten darauf angewiesen sind und die Wiederherstellungsbemühungen beschleunigt werden müssen. Veraltete Lebensraumdaten machen eine zuverlässige Planung unmöglich und uneinheitliche Verwaltungskapazitäten drohen, die Umsetzung in der gesamten Union zu fragmentieren. Wenn diese Lücken nicht dringend geschlossen werden, wird die EU ihre Natur-Wiederherstellungsziele nicht erreichen.“</p>
<p>Um diese Lücken zu schließen, haben EuroNatur und Bankwatch unter anderem die folgenden umsetzbaren Empfehlungen formuliert:</p><ol><li>Verpflichtungen zur Renaturierung in die EU-Haushaltsplanung integrieren, um stärkere Synergien zwischen der Renaturierung- und der EU-Haushaltsplanung zu schaffen.</li><li>Wissenschaftlich fundierte Renaturierung priorisieren, anstatt sich ausschließlich auf Kosteneffizienz zu konzentrieren.</li><li>In Verwaltungskapazitäten investieren, um lokale und regionale Behörden in die Lage zu versetzen, die erforderlichen Bewertungen durchzuführen, die Verordnung zur Renaturierung umzusetzen und Veränderungen der Lebensraumbedingungen zu überwachen.</li><li>Mindestens 10 Prozent des MFR für die biologische Vielfalt bereitstellen, um eine ausreichende und vorhersehbare Finanzierung für Renaturierungsprojekte in allen Mitgliedstaaten sicherzustellen.</li><li>Das <a href="https://bankwatch.org/publication/life-for-nature-why-europe-s-flagship-environmental-programme-must-remain-part-of-the-next-eu-budget" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">LIFE-Programm</a> (auf Englisch) als spezielles Instrument der EU für den Naturschutz sollte beibehalten und gestärkt werden, einschließlich der Unterstützung grenzüberschreitender Projekte und des Austauschs bewährter Verfahren.</li></ol><p>„Europas Renaturierungsziele sind mehr als nur politische Ziele, sie sind eine Rettungsleine für unsere gemeinsame Zukunft“, sagt Valters Kinna, Campaigner für Biodiversität bei CEE Bankwatch Network. „Die Renaturierung der Natur ist eine Investition in das Wohlergehen, die Gesundheit und die wirtschaftliche Sicherheit der Menschen. Gesunde Ökosysteme sorgen für sauberes Wasser, fruchtbare Böden, Bestäubung, Klimaresilienz sowie Schutz vor Überschwemmungen und Dürren. Gleichzeitig fördern sie nachhaltige Lebensgrundlagen und senken die langfristigen Kosten der Umweltzerstörung. Öffentliche Mittel sind dafür unverzichtbar. Die Verhandlungen über den MFR bieten den Mitgliedstaaten eine einmalige Gelegenheit, ausreichende EU-Mittel für die Renaturierung zu sichern. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass die EU ihre Renaturierungsziele erreicht und die natürlichen Systeme schützt, von denen unsere Gesellschaften abhängen.“</p>
<p><strong>Hintergrundinformationen</strong>:</p><ul><li>Link zum <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/umweltpolitik/Biodiversitaet/2026_06_Unlocking%20nature%20financing_National%20cost%20estimates%20for%20effective%20nature%20restoration.pdf" target="_blank" class="download">Bericht</a></li><li>Die im Jahr 2024 verabschiedete&nbsp;<a href="https://www.europarl.europa.eu/topics/de/article/20240223STO18042/wiederherstellung-der-natur-bessere-lebensraume-in-der-eu" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer"> Verordnung zur Wiederherstellung der Natur</a> ist ein einzigartiges Rechtsinstrument, das darauf abzielt, das Naturerbe Europas durch verbindliche Wiederherstellungsziele für bestimmte Lebensräume und Arten wiederherzustellen. Das Ziel besteht darin, bis zum Jahr 2050 alle geschädigten Ökosysteme wiederherzustellen.</li><li>Parallel dazu verhandelt die EU über den nächsten <a href="https://commission.europa.eu/topics/budget/eu-budget-2028-2034-explained_de" target="_blank" class="externalLink" rel="noreferrer">mehrjährigen Finanzrahmen (2028–2034)</a>. Nach der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen neuen Struktur wird ein Teil dieses Budgets auf der Grundlage der nationalen und regionalen Partnerschaftspläne der Mitgliedstaaten zugewiesen. Diese Verhandlungen – zusammen mit der Ausarbeitung der nationalen Wiederherstellungspläne sowie der nationalen und regionalen Partnerschaftspläne – bieten eine entscheidende Gelegenheit, der Natur Vorrang einzuräumen und sicherzustellen, dass die Haushaltsplanung mit den Zielen der Naturwiederherstellung und dem Finanzierungsbedarf in Einklang steht.</li></ul><p><strong>Pressekontakte:</strong><br>Anika Konsek, Projekt-Kommunikationsmanagerin, EuroNatur-Stiftung, E-Mail: <a href="mailto:anika.konsek@euronatur.org" class="mail">anika.konsek(at)euronatur.org</a><br>Valters Kinna, Campaigner für Biodiversität, CEE Bankwatch Network, E-Mail: <a href="mailto:valters.kinna@bankwatch.org" class="mail">valters.kinna(at)bankwatch.org</a></p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Root-Kategorie</category>
                            
                                <category>Naturschutzpolitik</category>
                            
                                <category>Biodiversität</category>
                            
                                <category>Klima</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-2669</guid>
                        <pubDate>
                            Mon, 11 May 2026 11:16:31 +0200
                        </pubDate>
                        
                        <title>Illegale Bauarbeiten bedrohen Schutzgebiet Vjosa-Narta</title>
                        <link>https://www.euronatur.org/unsere-themen/aktuell/illegale-bauarbeiten-bedrohen-schutzgebiet-vjosa-narta?utm_source=RSS&amp;utm_medium=enorg</link>
                        <description>Im albanischen Schutzgebiet Vjosa-Narta kommt es derzeit zu schwerwiegenden Umweltzerstörungen. Seit Ende April sind im Kernbereich der geschützten Landschaft Bulldozer, Bagger und LKW im Einsatz, die Küstenwälder roden, Dünen abtragen und neue Zufahrtsstraßen in bislang unberührte Lebensräume schlagen.</description>
                        <content:encoded>
                            <![CDATA[
                                <p><strong>Radolfzell, Tirana.</strong> Die naturzerstörerischen Arbeiten im albanischen Schutzgebiet Vjosa-Narta erfolgen ohne transparente Genehmigungsverfahren, Umweltverträglichkeitsprüfungen oder öffentliche Beteiligung. Dies stellt einen gravierenden Verstoß gegen nationale Naturschutzauflagen und zentrale Verpflichtungen Albaniens im EU-Beitrittsprozess dar. Die EU und Albanien haben sich bei der Eröffnung des Umweltkapitels im September 2025 darauf geeinigt, dass die umstrittene Änderung des albanischen Schutzgebietsgesetzes bis Ende 2027 zurückgenommen wird. Zudem wurde vereinbart, dass alle Projekte gemäß den EU-Anforderungen an Umweltverträglichkeit geplant und umgesetzt werden.&nbsp;</p>
<p>Aktuell deuten die Fakten darauf hin, dass die Regierung in Tirana nicht gewillt ist, sich an diese Vereinbarung zu halten. Ganz im Gegenteil scheint sie mit Bezug auf das vor zwei Jahren geänderte Schutzgebietsgesetz wertvollstes Naturerbe dem rücksichtslosen und massiven Tourismusinfrastruktur-Ausbau zu opfern.&nbsp;</p>
<p>EuroNatur fordert daher gemeinsam mit albanischen und internationalen Partnerorganisationen einen sofortigen Baustopp, vollständige Transparenz über Genehmigungen sowie eine strikte Prüfung des Falls auf EU-Ebene. „Die fortschreitenden Bauarbeiten in einem bestehenden Naturschutzgebiet gefährden nicht nur einzigartiges Naturerbe, sondern untergraben auch die Glaubwürdigkeit Albaniens im EU-Erweiterungsprozess“, sagt <a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/gabriel-schwaderer">Gabriel Schwaderer</a>, Geschäftsführer von EuroNatur. „Mit der EU getroffene Vereinbarungen werden von der albanischen Regierung mit Füßen getreten. Die EU muss nun dringend den Druck auf die Regierung in Tirana erhöhen, damit die Naturzerstörung in einem der wichtigsten Naturgebiete Europas sofort gestoppt wird.“</p>
<p><br><strong>Hintergrundinformationen:</strong></p><ul><li>Das Landschaftsschutzgebiet Vjosa-Narta ist Teil des Mündungssystems Vjosa-Shkumbin, dem letzten noch <a href="https://www.euronatur.org/fileadmin/docs/Kampagnen/Wildfluesse/Fluvius_MedDeltas_15022024_final.pdf" target="_blank" class="download">intakten Flussdeltasystem im Mittelmeerraum</a>. Es gehört zu den ökologisch wertvollsten Regionen Europas und bietet Lebensraum für mehr als 200 Vogelarten sowie über 70 bedrohte Arten, darunter die streng geschützte <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/weitere-themen">Mittelmeer-Mönchsrobbe</a> oder Meeresschildkröten.</li><li>Die Vjosa hat 2023 große Bekanntheit erlangt: Nach zehnjähriger Kampagnenarbeit von EuroNatur und ihren Partnerorganisationen Riverwatch und EcoAlbania wurde der Fluss zum <a href="https://www.euronatur.org/unsere-themen/unsere-erfolge">ersten Wildfluss-Nationalpark Europas ausgerufen</a> und von der albanischen Regierung unter Schutz gestellt. Gleichzeitig wurde der Bau des Vlora-Flughafens vorangetrieben.</li></ul><p><strong>Rückfragen:&nbsp;</strong></p>
<p><a href="https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/organisation/team/christian-stielow">Christian Stielow</a>, <a href="mailto:christian.stielow@euronatur.org" class="mail">christian.stielow(at)euronatur.org</a>, +49/7732 9272 15</p>
                            ]]>
                        </content:encoded>
                        
                            
                                <category>Startseite</category>
                            
                                <category>Aktionen</category>
                            
                                <category>Blaues Herz Europa</category>
                            
                                <category>Naturschutzpolitik</category>
                            
                                <category>Biodiversität</category>
                            
                                <category>Projektgebiete</category>
                            
                                <category>Balkan-Südosteuropa</category>
                            
                                <category>Albanien</category>
                            
                                <category>Artenschutz</category>
                            
                                <category>Meeresschildkröten</category>
                            
                                <category>Mönchsrobbe</category>
                            
                                <category>Zugvögel</category>
                            
                                <category>Pressemitteilung</category>
                            
                        
                        
                            
                            
                        
                    </item>
                
            
        </channel>
    </rss>

