Am Puls der Politik

© Claudia Weiß

Neue Website beleuchtet EU-Agrarreform

 

Presseinformation vom 19. Juli 2010

 

Radolfzell.    Anlässlich der Konferenz der Europäischen Kommission zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013 wurde heute die Website www.die-bessere-agrarpolitik.de  freigeschaltet. Erstellt wurde sie  von der Stiftung EuroNatur  in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Hier werden die Ergebnisse des Analyse- und  Diskussionsprozesses eines breiten Bündnisses von inzwischen 29 Verbänden aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zur GAP-Reform dargestellt. Mit ihren Forderungen und Lösungsvorschlägen zeigen die Verbände auf, wie eine zukunftsfähige nachhaltige Landwirtschaft aussehen sollte.

„Die Agrarpolitik betrifft uns alle, denn sie wirkt in viele Lebensbereiche hinein. Umso wichtiger ist es, dass die Öffentlichkeit ein genaues Bild von den derzeitigen politischen Prozessen bekommt und sich in die Debatte einbringen kann“, sagt Lutz Ribbe, Agrarexperte und naturschutzpolitischer Direktor der Stiftung EuroNatur. „ Auf unserer Website
www.die-bessere-agrarpolitik.de  können sich Medienvertreter und interessierte Bürger über Hintergründe zur europäischen Agrarpolitik informieren sowie Analysen und neueste Entwicklungen im Reformprozess abrufen.“

Die jetzige EU-Agrarpolitik ist noch bis zum Jahr 2013 festgeschrieben. Doch schon heute werden die Karten für die Zeit danach neu gemischt. Dass sich in der europäischen Agrarpolitik etwas ändern muss, darüber sind sich weite Teile von Politik und verschiedenen Interessenvertretern einig. Denn obwohl die GAP in den vergangenen 20 Jahren mehrfach reformiert wurde, konnte sie auf die drängenden Herausforderungen unserer Zeit, wie Erhalt der Biodiversität oder Schutz von Klima und natürlichen Ressourcen sowie artgerechte Tierhaltung, bisher keine wirksamen Antworten finden. Die Weichen für die zukünftige Agrarpolitik werden bereits in diesem Jahr gestellt. Noch im Herbst 2010 veröffentlicht die Europäische Kommission ein Papier, in dem sie bereits Hinweise auf die mögliche künftige Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik gibt. „Gerade im internationalen Jahr der Biodiversität müssen wir uns die Frage stellen, welche Strategien und Instrumente erfolgversprechend sind, um die biologische Vielfalt in Kooperation mit den Landwirten zu erhalten“, konstatiert Lutz Ribbe. „Ein besonderes Augenmerk muss hierbei auf der künftigen Ausgestaltung der Landwirtschaftspolitik liegen. Eine ökologische Neuausrichtung der Agrarpolitik ist dringend erforderlich. Nur so können wir den neuen Herausforderungen wie Artenschwund und Klimawandel wirksam begegnen."

 

Hintergrundinformationen:

  • Mehr Informationen zur naturschutzpolitischen Arbeit von EuroNatur im Bereich Landwirtschaft
  • Link zur Website www-die-bessere-agrarpolitik.de



Interviewpartner:
EuroNatur
Konstanzer Straße 22
78315 Radolfzell
Tel.: 07732 - 92 72 24
Fax: 07732 - 92 72 22
E-Mail: info@euronatur.org
www.euronatur.org
Ansprechpartner: Lutz Ribbe
Pressekontakt: Angie Rother

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Widerstand gegen Flughafenbau in Albanien

Trotz ständigen Drucks seitens nationaler und internationaler NGOs hält die albanische Regierung am Bau eines Großflughafens bei Vlora fest – mitten…

Auszeichnung für slowenische Flussschützerin

Die Biologin Andreja Slameršek wurde am 11. November mit dem Wolfgang Staab-Naturschutzpreis 2021 ausgezeichnet. Damit wird ihr unermüdlicher Kampf…

Albanische Gemeinde am Grünen Band Balkan ausgezeichnet

Die Kleinstadt Kukës im Nordosten Albaniens wurde als Modellgemeinde am Grünen Band ausgezeichnet. EuroNatur-Geschäftsführer Gabriel Schwaderer…

EU-Pilotprojekt stärkt Naturschutz am Grünen Band Europa

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer – der Anfang vom Ende des Eisernen Vorhangs. 32 Jahre später zielt das von der EU finanzierte Projekt…

Noch ein weiter Weg für Westbalkan-Staaten

EU-Kommission legt Länderberichte zu Beitrittskandidaten vor

Forderung: EIB muss Umwelt- und Sozialstandards verbessern

EuroNatur und Bankwatch fordern strengere Regeln bei Wasserkraftfinanzierung der Europäischen Investitionsbank.

Zeichen für die Artenvielfalt: EuroNatur-Preis an Forschende des IPBES verliehen

++ Die für den Weltbiodiversitätsrat IPBES Forschenden haben den EuroNatur-Preis 2021 erhalten ++ Wissenschaft macht auf dramatisches Artensterben…

Artenvielfalt retten: Forschende des Weltbiodiversitätsrats erhalten EuroNatur-Preis

++ Die für den Weltbiodiversitätsrat IPBES Forschenden erhalten den EuroNatur-Preis 2021 ++ Dramatisches Artensterben ist menschengemacht ++…

Zwei Studien zur Renaturierung der Save und ihrer Flussauen veröffentlicht

Zwei brandneue Studien zur Revitalisierung der Save und ihrer Auen wurden veröffentlicht und vom 19. bis 22. September im Rahmen des Projekts Sava…

Erneute Gewalt gegen Umweltaktivisten in Rumänien

In den Karpaten wurden ein Waldschützer sowie zwei Journalisten von mutmaßlichen illegalen Holzfällern brutal verprügelt. Dies ist nicht der erste…

Weißstörche und menschlicher Einfluss

Eine vierteilige Webinarreihe informiert über aktuelle Entwicklungen anthropogener Einflüsse auf das Leben von Weißstörchen. Die Auftaktveranstaltung…

Donau-Drau-Mur-Region als Biosphärenpark anerkannt

Nun ist es offiziell: Entlang der drei Flüsse Donau, Drau und Mur liegt Europas größtes Flussschutzgebiet. Auf einer Länge von 700 Kilometern…

Saline Ulcinj: 2 Jahre RAMSAR-Gebiet

Vor zwei Jahren, am 10. September 2019, wurde die Saline Ulcinj im Süden Montenegros zum RAMSAR-Gebiet erklärt, einem Feuchtgebiet von internationaler…

Fledermausquartier langfristig gesichert

++ Bauarbeiten an „Alter Brauerei“ in Franfurt/Oder abgeschlossen ++ Überwinterungsquartier für mehr als 1.200 Fledermäuse ++ Internationale…

Mönchsrobbe Kostas getötet

Die Mittelmeermönchsrobbe Kostas wurde 2018 nach einem schweren Sturm im Mittelmeer gefunden und in einer Aufzuchtstation wieder aufgepäppelt. Nach…