Braunbären in Albanien

Meister Petz gehört nicht in Gefangenschaft

© PPNEA
Wie dieser Braunbär fristen in Albanien zahlreiche Artgenossen ihr Dasein in Gefangenschaft. © PPNEA


Ersten Schätzungen zufolge, leben in Albanien mindestens um die 40 Bären in Gefangenschaft und werden in Bars und Restaurants zur Schau gestellt. Neben dem Leid dieser Tiere haben die illegalen Praktiken noch sehr viel weitreichendere Auswirkungen. Niemand weiß genau, wie viele Braunbären es derzeit in Albanien noch gibt. Doch es dürften weniger als 200 Tiere sein – ein historischer Tiefststand. Ein beträchtlicher Anteil des gesamten Bärenbestandes fristet sein Dasein in Gefangenschaft, anstatt durch die Wälder zu streifen und für Bärennachwuchs zu sorgen. Das hat katastrophale Folgen.


Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit EuroNatur. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

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Bermuda-Dreieck für die Bären

Durch die Abschüsse der Bärenweibchen und die Entnahme der Jungtiere droht der Bärenbestand in Albanien vollständig zusammenzubrechen. Zudem spielt das Land eine Schlüsselrolle für das langfristige Überleben der Braunbären auf dem westlichen Balkan. Tiere, die aus dem Pindosgebirge im Süden oder aus den Nördlichen Dinariden zuwandern, verschwinden in Albanien oft von der Bildfläche. So droht die gesamte Dinariden-Pindos-Population - die sich von Slowenien im Norden bis Griechenland im Süden erstreckt - langsam auszubluten.

 

Gefährliche Unwissenheit

Der Braunbär ist laut internationaler Übereinkommen geschützt und steht auch in Albanien auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Doch in der Praxis kümmert das so gut wie niemanden. Eines der größten Probleme ist das fehlende Bewusstsein über die Illegalität und die verheerenden Auswirkungen dieser Praktiken. Mangelnde Aufklärung, mangelnde Kontrolle und fehlende Sanktionen sind einer der Hauptgründe, warum das schmutzige Geschäft mit den Bären funktionieren kann.


Was unternehmen EuroNatur und seine Partner für den Schutz der Bären in Albanien?

  • die Daten über Bären in Gefangenschaft vervollständigen, einen Überblick über illegale Fangtechniken gewinnen und einkreisen, wo diese vornehmlich eingesetzt werden.
  • eine Aufklärungskampagne durchführen. Wir wollen die Zivilgesellschaft mobilisieren und erreichen, dass Bären in Bars und Restaurants keine gesellschaftliche Akzeptanz mehr finden.
  • die großen Wissenslücken über die aktuelle Bestandssituation der Bären in Albanien schließen.  Während es in den Nördlichen Dinariden und im Pindos-Gebirge gute Kenntnisse über die Bärenbestände gibt, sind die südlichen Dinariden noch ein weißer Fleck auf der Bärenlandkarte.


Was wir bereits erreichen konnten – eine Auswahl wichtiger Erfolge:

  • Wesentlicher Bestandteil der Aufklärungskampagne ist ein halbstündiger Dokumentationsfilm über „Bären in Gefangenschaft“. Dieser wurde unter anderem bereits von einigen relevanten TV-Sendern in Albanien ausgestrahlt und ist auf youtube zu sehen. Erste Erfolge sind erkennbar: Gefangene Petze waren in einem angesehenen Restaurant in Tirana vor Start der Kampagne noch ein entscheidender Bestandteil des Geschäftsmodells. Mittlerweile wollen viele Kunden das Restaurant nur noch besuchen, wenn dort keine Bären mehr ausgestellt werden.


Partner: PPNEA (Preservation of Natural Environment in Albania), Alertis

Förderung: EuroNatur-Spender und -Paten

Faltblatt „Keine Bären in albanischen Bars!“

Zum Download (2 MB)

Dokumentationsfilm „bears belong to nature“ über Bären in Gefangenschaft auf youtube

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