Mönchsrobbenschutz in Europa

Die Letzten ihrer Art

<p> </p><p> </p><p> </p><p>                Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) am Strand</p><p> </p><p> </p><p> </p>
© CBD Habitat

Die Mönchsrobbe gehört zu den geheimnisvollsten Säugetieren Europas. Über die Lebensweise dieser Art ist nur wenig bekannt. Die einst im gesamten Mittelmeer und den angrenzenden Meeren vorkommenden Robben sind heute stark gefährdet. So erklärte die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) die Mittelmeer-Mönchsrobbe (Monachus monachus) im Jahr 1985 zu einer der zwölf weltweit am meisten bedrohten Tierarten. Gemeinsam mit Partnern verschiedener Länder setzt sich EuroNatur seit vielen Jahren aktiv für den Schutz der Mönchsrobben ein.

Wodurch sind Mönchsrobben in Europa bedroht?
Vor allem Lebensraumzerstörung, aber auch Meeresverschmutzung und Überfischung machen den Mönchsrobben stark zu schaffen. Ungestörte Sand- und Felsküsten, Klippen und Grotten sind in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet selten geworden. Sporttaucher, Touristen und Fischer dringen bis in die abgelegensten Bereiche vor. Damit fehlen nicht nur wertvolle Ruheplätze, sondern auch die Aufzucht der Jungen ist gefährdet.

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Wo macht sich EuroNatur für die Mönchsrobben stark?
Die derzeit größte Kolonie der Mittelmeer-Mönchsrobbe findet sich heute nicht im Mittelmeer, sondern am Cap Blanc, einer Halbinsel an der mauretanischen Atlantikküste. In der Kolonie leben schätzungsweise 40 % der Gesamtpopulation. Hier liegt einer der beiden Schwerpunkt der Arbeit von EuroNatur zum Schutz der Mittelmeer-Mönchsrobbe. Neben der mauretanischen Atlantikküste ist Griechenland ein weiteres Kernverbreitungsgebiet. Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitete EuroNatur auf der griechischen Insel Alonnisos für den Schutz der vor der Küste lebenden Mönchsrobben-Kolonie. Nach langer und beharrlicher Lobbyarbeit wurde im März 2007 als wichtiger Meilenstein endlich eine funktionsfähige Verwaltung für den Meeresnationalpark Nördliche Sporaden eingerichtet. Damit war das zentrale Projektziel erreicht und EuroNatur zog sich aus diesem Gebiet zurück.

Schutzmaßnahmen wirken
Die ergriffenen Maßnahmen zeigen Erfolg, welcher sich in den wachsenden Bestandzahlen und der Ausdehnung des Verbreitungsgebiets der Robben wiederspiegelt. Um diese positive Entwicklung weiterhin zu ermöglichen, engagieren sich EuroNatur und die griechische Partnerorganisation MOm seit 2017 gemeinsam für den Schutz und die Erforschung der Mönchsrobben in Griechenland und für die Ausbreitung in die nordöstlichen Gewässer der Adria.  

Was unternimmt EuroNatur für den Schutz der Mönchsrobben?

  • Bewahren, was noch da ist: Wir setzen uns mit unseren Partnern vor Ort dafür ein, die wenigen überlebensfähigen Populationen der Mönchsrobbe zu erhalten und Maßnahmen zu ihrem Schutz zu entwickeln.
  • Wertvolle Datengrundlagen schaffen: Untersuchungen zu den Beständen und zur Ökologie der Mönchsrobben sind eine wesentliche Grundlage für erfolgreiche Schutzmaßnahmen.
  • Für Nahrung sorgen: Die Einrichtung von fischfangfreien Schutzzonen und die nachhaltige Fischerei sorgen für ein verbessertes Nahrungsangebot der Mönchsrobben.
  • Lebensräume erhalten: Die Etablierung von Küsten- und Meeresschutzgebieten sorgt für wertvolle Ruheplätze, an denen die Mönchsrobben vor Störungen geschützt sind und ungefährdet ihre Jungen aufziehen können.
  • Perspektiven schaffen - für Mensch und Mönchsrobbe: Mit Aufklärungsarbeit und Maßnahmen zur regionalen Entwicklung gewinnen wir die Unterstützung der lokalen Bevölkerung für die Naturschutzprojekte.

Artikel "zurück in die Freiheit - Die Geschichte einer Auswilderung" im EuroNatur-Magazin 2/2019, S. 18-19

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Projekte zum Schutz der Mittelmeer-Mönchsrobbe

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