Im Zeichen des Weißstorchs

Storchennester auf den Granitkfelsen des Naturmonuments Barruecos in Malpartida de Caceres. © Gunther Willinger

Europäische Storchendörfer trafen sich in Spanien

 

Presseinformation vom 12. Mai 2014

 
Radolfzell.   Vom 7. bis 11. Mai 2014 drehte sich im spanischen Ort Malpartida de Cáceres alles um den Weißstorch. Mehr als 40 Vertreter der Europäischen Storchendörfer kamen in dem Viereinhalb Tausend-Seelendorf in der Extremadura zusammen. Ziel des 11. Netzwerktreffens war es, von den praktischen Erfahrungen der anderen Storchendörfer zu lernen und gemeinsam Lösungen für einen wegweisenden Storchenschutz in Europa zu entwickeln.


„Mit der Initiative ‚Europäische Storchendörfer‘ setzen wir seit vielen Jahren einen Gegenpol zum steigenden Lebensraumverlust für Störche in Europa. Das diesjährige Treffen der Storchendörfer zeigt deutlich, dass die Allianz für den Schutz der eleganten Großvögel erfolgreich wächst“, sagte Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung EuroNatur. Seit 1994 zeichnet die Stiftung Gemeinden als „Europäisches Storchendorf“ aus, in denen viele Störche leben und die sich besonders für den Storchenschutz einsetzen. Malpartida de Cáceres trägt den Titel seit 1997 und wurde damals als viertes der mittlerweile 13 Europäischen Storchendörfer ausgewiesen. Es liegt in der spanischen Extremadura inmitten der Steppengebiete, die sich von Cáceres in westlicher Richtung bis an die portugiesische Grenze erstrecken. Diese Flächen werden größtenteils als extensive Viehweiden für alte Nutztierrassen wie Avileña-Kühe und Merinoschafe genutzt. Damit erhält die Gemeinde wichtige Nahrungsgebiete für den Weißstorch.


Zeitgleich zum Netzwerktreffen fand in Malpartida de Caceres die sogenannte „Storchenwoche“ statt. Seit 25 Jahren feiern die Einwohner mit diesem mehrtägigen Storchenfest „ihre Störche“. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung ist die Verleihung des „Silbernen Storchs“. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Gemeinde besondere Verdienste im europäischen Storchenschutz. In diesem Jahr wurde EuroNatur sowie der 2012 verstorbene EuroNatur-Projektleiter Dr. Martin Schneider-Jacoby mit dem Silbernen Storch ausgezeichnet.


„Trotz positiver Entwicklungen in einigen Regionen ist der Weißstorch in Europa immer noch durch die rasante Veränderung in der Landbewirtschaftung bedroht“, sagt Gabriel Schwaderer. Entsprechend wichtig ist es, positive Vorbilder zu stärken. Das jüngste Mitglied des Netzwerks wurde am 12. April als Europäisches Storchendorf ausgezeichnet und nahm ebenfalls an dem Netzwerktreffen teil. Die Gemeinde Buzica liegt an der slowakisch-ungarischen Grenze und innerhalb eines der drei wichtigsten Brutgebiete des Weißstorchs in der Slowakei. In Deutschland ist das im Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe Brandenburg“ gelegene Dorf  Rühstädt seit 1996 Teil des Netzwerks.


Hintergrundinformationen:




Rückfragen:

EuroNatur, Konstanzer Str. 22, 78315 Radolfzell, Tel.: 07732 - 92 72 24,
Fax: 07732 - 92 72 22, E-Mail: info@euronatur.org, Internet: www.euronatur.org,
Ansprechpartner: Gabriel Schwaderer, Pressekontakt: Angie Rother


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