Warum die Kampagne?

© Dieter Haase
© Dieter Haase

Solange die Zugrouten der Zugvögel nicht sicher sind, können auch die aufwändigsten Schutzmaßnahmen in den Brutgebieten keinen langfristigen Erfolg bewirken. Die Situation ist äußerst kritisch: Insgesamt werden in den fünf Ländern entlang der Adria-Zugroute (Adriatic Flyway) jährlich schätzungsweise weit über zwei Millionen Vögel geschossen.

Wenn es an der Adria knallt, wird es auf unseren Äckern still!
Unter den Opfern sind nicht nur seltene Wat- und Wasservögel wie Kranich und Löffler. Auch weltweit bedrohte Greifvogelarten und Arten wie Feldlerche und Wachtel, die aus unseren Kulturlandschaften nur schwer wegzudenken sind, lassen hier ihr Leben. In Albanien, Kroatien und Montenegro konzentrieren sich die Jäger auf die Küstenbereiche. So entsteht ein enormer Jagddruck, denn genau hier liegen die wenigen intakten Rastplätze der Zugvögel. Nach einem kräftezehrenden Flug über das Mittelmeer kommen die Tiere völlig erschöpft an der Küste an, wo sie anstatt Ruhe zu finden bereits von den Jägern erwartet werden.

Mit Aufklärung die Kräfte vereinen

EuroNatur setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 1987 intensiv dafür ein, den Adriatic Flyway für die Zugvögel sicherer zu machen. Die Kampagne „Tatort Adria - Vogeljagd auf dem Balkan“ soll die Öffentlichkeit mit fundierten Informationen auf dieses brisante Thema aufmerksam machen - Informationen, die EuroNatur im Rahmen seiner langjährigen Projektarbeit auf dem Balkan zusammengetragen hat.

 

Die EuroNatur-Kampagne "Tatort Adria - Vogeljagd auf dem Balkan" wurde ermöglicht durch die Förderung der Mava-Stiftung im Rahmen des Projektes Adriatic Flyway und unterstützt von der Ludwig-Raue-Gedächtnisstiftung, der Deutschen Lufthansa sowie den Förderern und Zugvogelpaten der EuroNatur Stiftung.

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