Mazedonien

Neue Heimat für Kaiseradler und Rötelfalke in Mazedonien

© Green Balkans
Selten geworden: Der Kaiseradler © Green Balkans

Rötelfalke und Kaiseradler zählen zu den am stärksten bedrohten Greifvogelarten Europas. Beide Arten sind auf großflächige, extensiv beweidete Landschaften angewiesen. Doch gerade diese Lebensräume sind in Europa selten geworden. Rötelfalken waren früher in ganz Südeuropa weit verbreitet. Ihre Bestände sind inzwischen aber, ebenso wie die des Kaiseradlers, stark zurückgegangen. Vor allem fehlende Nistmöglichkeiten und ein mangelndes Nahrungsangebot machen den Tieren zu schaffen.


Bestände stärken

Eine wichtige Oase für seltene Greifvogelarten liegt in Mazedonien. Im Osten des Landes erstreckt sich mit einer mittleren Meereshöhe von 350 Metern das Flachland von Ovce Pole. Typisch für diese ländliche Region sind weite Offenlandschaften aus extensiv bewirtschafteten Weiden, die sich mit Wäldern und kleinen Siedlungen abwechseln. Rötelfalke und Kaiseradler finden in dieser offenen, steppenartigen Landschaft noch reichlich Nahrung. EuroNatur wird die Mazedonische Ökologische Gesellschaft (MES) künftig dabei unterstützen, die Brutbestände von Kaiseradler und Rötelfalke im Flachland von Ovce Pole und dessen Umgebung zu schützen und weiter zu stärken. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag, diese stark bedrohten Greifvogelarten in Europa zu erhalten. 



Was haben EuroNatur und die MES vor?

  • Wir wollen mindestens 100 Nisthilfen für Rötelfalken und 10 Kunsthorste für Kaiseradler installieren, um den Bruterfolg der Arten weiter zu verbessern und die Bestände zu stärken. 
  • Nach der Installation der Nisthilfen werden diese in der Brutsaison intensiv kontrolliert. Vor allem werden die Kunsthorste für die Kaiseradler bewacht, um sie vor Eierdieben zu schützen.
  • Um den Erfolg der Maßnahmen zu kontrollieren, werden wir die besetzten Kunsthorste und Nisthilfen zählen, die gewonnen Daten auswerten und die Entwicklung des Gesamtbestands im Auge behalten.


Partner: MES (Macedonian Ecological Society)

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