Krauskopfpelikan

Hilfe für die seltensten Pelikane der Welt

© Ondrej Vizi
© Ondrej Vizi

Der Krauskopfpelikan ist die seltenste Pelikanart weltweit. In Südosteuropa brütet dieser weiße Pelikan mit den mähnenartigen Kopf- und Halsfedern im Donaudelta sowie an einigen Seen auf dem Balkan. Zum Brüten ist er auf fischreiche, vom Menschen ungestörte Stillgewässer mit ausgedehnten Überschwemmungs- und Flachwasserbereichen angewiesen. Doch gerade diese Lebensräume sind in Europa selten geworden.  

Wo arbeitet EuroNatur zum Schutz der Krauskopfpelikane?

EuroNatur setzt sich dafür ein, die letzten Brutgebiete für den Krauskopfpelikan zu sichern und weitere stabile Brutkolonien aufzubauen. Einen Schwerpunkt bildet der Skutari-See im Grenzgebiet zwischen Albanien und Montenegro am Grünen Band Balkan. Mit seinen ausgedehnten Flachwasserbereichen und seinen schwimmenden, mit Schilf bewachsenen Torfinseln bietet er dem Krauskopfpelikan ideale Brutplätze. Doch die Realität sieht anders aus: Obwohl der montenegrinische Teil als Nationalpark ausgewiesen ist, wird dort auch weiterhin selbst in den Kernzonen gejagt und gefischt. EuroNatur setzt sich dafür ein, das zu ändern.

Montenegro: Bedrohte Krauskopfpelikane

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit EuroNatur. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Die größte Krauskopfpelikan-Kolonie lebt am Kleinen Prespa-See im Grenzgebiet zwischen Albanien, Mazedonien und Griechenland, wo mit über 1.000 Paaren mittlerweile ein Fünftel der Weltpopulation vorkommt. Während direkte Schutzmaßnahmen für die Kolonie dort von anderen Naturschutzorganisationen durchgeführt werden, kümmert sich EuroNatur um die Verbesserung des Schutzes dieser ökologisch wertvollen Region am Grünen Band Balkan (lesen Sie hier mehr).

 

Was machen EuroNatur und seine Partner zum Schutz der Krauskopfpelikane am Skutari-See?

  • Neue Brutplätze schaffen: Wir unterstützen den Nationalpark Skutari bei der Schaffung von Nestunterlagen auf Torfinseln so, dass sie ideale Bedingungen zum Brüten bieten. 
  • Die Pelikane im Blick behalten: Die Brutkolonien werden regelmäßig und zuverlässig erfasst. Die gewonnen Daten liefern wertvolle Argumente für weitere Schutzmaßnahmen.
  • Den Bruterfolg langfristig sichern: Die Entwicklung einer großen, zusammenhängenden Schutzzone am Grünen Band soll unter anderem die letzten Brutpaare des Krauskopfpelikans am Skutari-See vor Störungen schützen und den Bruterfolg langfristig garantieren.
  • Konkrete Schutzkonzepte entwickeln: Zwar ist der gesamte See als Ramsar-Gebiet und der montenegrinische Teil zusätzlich als Nationalpark geschützt, doch eine konkrete Umsetzung der Schutzbestimmungen auf der Seefläche fehlte bislang. EuroNatur hat ein konkretes  Zonierungskonzept für den Skutari-See entworfen und gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit Richtlinien für die Zonierung erarbeitet.


Partner: Noé Conservation, Nationalpark-Verwaltung Skutari-See, Tour du Valat, The Association for Protection of Aquatic Wildlife in Albania (APAWA), The Montenegrin Centre for Research and Protection of Birds (CZIP), Naturhistorisches Museum Montenegro, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Gemeinden im Norden des Skutari-Sees

Förderung: Critical Ecosystem Partnership Fund (CEPF), EuroNatur-Spender und -Paten



Lesen Sie mehr zu den EuroNatur-Projektgebieten Skutari-See und Prespa/Ohrid.

 

 

Artikel "Krausköpfe im Aufwind" im EuroNatur Magazin 2/2015, S. 16-17

Zum Download (5 MB)

Kurzfilm „Skadar“ über die einzigartige Seenlandschaft und Vogelwelt am Skutari-See auf Vimeo

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