Slowenische Regierung plant Ausbau der Wasserkraft

An der Save in Slowenien soll eine Reihe von Wasserkraftwerken entstehen; die Regierung in Ljubljana hat mehrere Konzessionen vergeben. Naturschützer setzen auf Proteste und hoffen auf eine seriöse Umweltverträglichkeitsprüfung, um den Bau zu verhindern.

<p> </p><p> </p><p> </p><p>                Die Save ist einer der größten Flüsse Südosteuropas.</p><p> </p><p> </p><p> </p>

Dunkle Wolken über der Save: Sollten die Kraftwerkspläne umgesetzt werden, droht der Save der ökologische Kollaps.

© Martin Schneider-Jacoby

Die slowenische Regierung hat der slowenischen Elektrizitätsholding (HSE) Konzessionen für die Errichtung von drei Wasserkraftwerken an der Save erteilt. Die drei geplanten Wasserkraftprojekte könnten über 350 Millionen Euro kosten und sollen bis 2030 fertig gestellt sein. Doch damit nicht genug: Pläne für 18 weitere Wasserkraftwerke liegen in den Schubladen des slowenischen Umweltministeriums. Kein Zufall, kommt Umweltminister Andrej Vizjak doch aus der Wasserkraftbranche und betreibt ungezügelte Klientelpolitik.

Die Hoffnungen von EuroNatur und ihren Partnern an der Save liegen nun auf den slowenischen Gerichten. „Dieser Teil der Save, der durch den Bau der Kraftwerke zerstört würde, ist Laichgebiet der bedrohten Huchen. Keine ordnungsgemäße Umweltverträglichkeitsprüfung würde diesem Bauvorhaben zustimmen“, sagt Annette Spangenberg. Sie koordiniert den Fließgewässerschutz bei EuroNatur. „Auch die Europäische Union muss sich klar gegen das Vorhaben aussprechen. Im Zuge des Green Deal ist die Renaturierung von 25.000 Flusskilometern vorgesehen. Intakte Flussabschnitte zu zerstören ist völlig widersinnig“, so Spangenberg weiter.

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