Wolfsschutz in Europa

Gejagte Jäger

Als geschickter und ausdauernder Jäger bewundert, aber auch als blutrünstiger Isegrim verrufen und verfolgt: Das Verhältnis der Menschen zum Wolf ist sehr gespalten. In vielen Teilen Europas sind die einst weit verbreiteten grauen Räuber verschwunden. Gemeinsam mit international anerkannten Wolfsexperten und ausgewählten Partnern setzt sich EuroNatur dafür ein, dass sich die Wölfe in Europa wieder ausbreiten können.

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit EuroNatur. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Wodurch sind Wölfe in Europa bedroht?
Die hohe Anpassungsfähigkeit der Wölfe ermöglicht es ihnen, eine Vielzahl von unterschiedlichen Lebensräumen zu besiedeln. Im Lauf der Jahrhunderte wurden sie jedoch in immer entlegenere Waldgebiete zurückgedrängt und in vielen Ländern gnadenlos verfolgt und ausgerottet. Obgleich der Wolf heutzutage in den meisten EU-Ländern den höchstmöglichen Schutz genießt, werden immer wieder Wölfe geschossen. Darüber hinaus machen ihnen die zunehmende Landschaftszerschneidung durch den Bau von Straßen und Siedlungen sowie die Intensivierung der Landwirtschaft zu schaffen.

Wo macht sich EuroNatur für die Wölfe stark?
Größere Wolfsvorkommen in Europa gibt es heute zum Beispiel noch in Osteuropa und auf dem Balkan. Wichtige Schwerpunkte unserer Arbeit liegen daher in Polen, Bulgarien und Kroatien. Aber auch in Deutschland setzen wir uns für eine erfolgreiche Rückkehr der Wölfe ein.

Was unternimmt EuroNatur für den Schutz der Wölfe in Europa?

  • Wertvolle Datengrundlagen schaffen: Gemeinsam mit unseren Partnern sorgen wir für eine zuverlässige Erfassung und Überwachung der Wolfsbestände, um so die notwendige Grundlage für erfolgreiche Schutzkonzepte zu schaffen.
  • Lebensräume erhalten: Wir setzen uns für die Unterschutzstellung wertvoller Wolfslebensräume ein.
  • Nahrungsgrundlage sicherstellen: EuroNatur fördert Projekte, die extensive Beweidungssysteme nutzen. Damit schaffen wir eine wichtige Grundlage dafür, dass Aasfresser wie die Wölfe ausreichend Nahrung durch Nutztierkadaver finden. 
  • Populationen stabilisieren: Wir arbeiten daran, optimale Lebensbedingungen für die Wölfe zu schaffen und den legalen Schutzstatus in Ländern wie Bulgarien zu verbessern.
  • Populationen verbinden: Um voneinander isolierte Wolfsbestände miteinander zu verbinden, treiben wir den Erhalt und die Wiederherstellung von ökologischen Korridoren voran. Damit ermöglichen wir den genetischen Austausch zwischen einzelnen Wolfspopulationen.
  • Brücken bauen: Gemeinsam mit internationalen Experten entwickeln wir Lösungen, um den negativen Einfluss von Verkehrswegen auf Großraubtiere wie Wolf, Bär und Luchs und ihre Beutetiere so gering wie möglich zu halten. Lesen Sie mehr zum EuroNatur-Projekt Transeuropäische Wildtiernetzwerke (TEWN).
  • Konflikte im Vorfeld entschärfen: Zusammen mit unseren Partnern vor Ort entwickeln wir umfassende Managementpläne, die die Grundlage für ein konfliktfreies Nebeneinander von Wolf und Mensch schaffen.
  • Akzeptanz schaffen: Durch Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung setzen wir uns dafür ein, die Wölfe von ihrem schlechten Ruf zu befreien und Vorurteile abzubauen.
  • Wilderei bekämpfen: Indem wir das Netzwerk aus Fachkräften und Kooperationspartnern immer dichter weben, schaffen wir Voraussetzungen, die Wölfe vor Wilderei zu schützen.

Aktueller Projektbericht Wolf 2015-2016

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EuroNatur-Projekte zum Schutz der Wölfe in Europa

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Steckbrief Wolf

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