Balkanluchs, Grünes Band

Die Letzten seiner Art

Das derzeitige Verbreitungsgebiet des Balkanluchses (Lynx lynx balkanicus) deckt sich in weiten Teilen mit dem Verlauf des Grünen Bandes Balkan zwischen Albanien und Mazedonien, sowie zwischen Albanien, Montenegro und dem Kosovo. Hier macht sich EuroNatur für den Schutz der Luchse und ihrer Lebensräume stark.  Wie viele Balkanluchse es noch gibt, kann niemand genau sagen. Doch wissenschaftlichen Schätzungen zufolge dürften es noch höchstens 35 Tiere sein – Tendenz sinkend. Damit ist der Balkanluchs, eine Unterart des Eurasischen Luchses, eine der seltensten Katzen der Erde. 

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Der Druck ist groß

Die Bedrohungen für den Luchs sind vielfältig. Wegen Übernutzung der Wälder für die Brenn- und Bauholzgewinnung fehlen ihm – vor allem in Albanien – ausreichend große und zusammenhängende Lebensräume. Aus dem selben Grund herrscht auch ein Mangel an Beutetieren, der durch meist illegale Jagd auf die geschrumpften Wildbestände weiter verschärft wird. Doch auch der Luchs selbst fällt immer wieder Wilderern zum Opfer, die es auf seltene Trophäen abgesehen haben oder aber der Raubkatze die Schuld an gerissenen Haustieren geben. Dass der Balkanluchs kurz vor dem Aussterben steht und zu den geschützten Arten zählt, ist nur den wenigsten Menschen bekannt.

Was unternimmt EuroNatur zum Schutz der Balkanluchse?

  • Vorhandene Lebensräume schützen: Wir treiben die Einrichtung von grenzüberschreitenden Schutzgebieten in den gebirgigen Grenzregionen von Albanien, Mazedonien, Montenegro und dem Kosovo voran.
  • Das Grüne Band Balkan als Biotopverbund weiter stärken, um zusammenhängende Lebensräume für den Luchs zu erhalten.
  • Fundierte Wissensgrundlagen schaffen: Verlässliche Informationen über die Lebensräume, die Verbreitung und Häufigkeit des Balkanluchses und seiner Beutetiere sowie über die Einstellung der lokalen Bevölkerung zu den seltenen Raubkatzen sind rar.
  • Wirksame Schutzkonzepte entwickeln: Die wissenschaftlichen Daten zu Lebensräumen, Verbreitung und Häufigkeit des Balkanluchses und seiner Beutetiere sind die Basis für die Entwicklung angepasster Schutzmaßnahmen.
  • Hilfe zur Selbsthilfe: Für einen langfristigen Schutz des Balkanluchses und seiner Lebensräume bilden wir in den jeweiligen Ländern gemeinsam mit Partnern Naturschutzexperten in den Bereichen Luchsschutz, Luchsmonitoring und Schutzgebietsmanagement aus.
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Was wir bereits erreichen konnten – Eine Auswahl wichtiger Erfolge

  • die Ausweisung einiger wichtiger Luchs-Lebensräume als Schutzgebiete wurde bereits erreicht bzw. ist in greifbare Nähe gerückt. (Lesen Sie hier mehr)
  • Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in intensiven Feldstudien wesentlich dazu beigetragen, das Wissen über den Balkanluchs zu vergrößern.
  • Mittlerweile gibt es sowohl in Albanien und Mazedonien kompetente Partner, die sich für den langfristigen Schutz des Balkanluchses einsetzen.
  •  Im Februar 2014 beschloss Albanien einen zweijährigen, totalen Jagdbann für das gesamte Land. 

 Partner: PPNEA (Preservation of Natural Environment in Albania), MES (Macedonian Ecological Society), NINA (Norwegian Institute for Nature Research), KORA (Raubtierökologie und Wildtiermanagement)Förderer: MAVA-Stiftung, EuroNatur-Spender und -Paten

Artikel "Hoffnung für den Balkanluchs?" im EuroNatur-Magazin 1/2016

Zum Download (9 MB)

Faltblatt "Katze mit Seltenheitswert"

Zum Download (760 KB)

Artikel "Letztes Rückzugsgebiet für den Balkanluchs" von Thies Geertz in der Huffington Post

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