Kroatien

Rapiden Bestandsrückgang aufhalten

© Joachim Flachs
© Joachim Flachs

Seit Beginn der 1970er Jahre haben die Bestände der Wölfe in den Wäldern Kroatiens rapide abgenommen. Gründe dafür sind die zunehmende Zerschneidung der Lebensräume durch Straßen- und Siedlungsbau. Darüber hinaus waren die Abschusszahlen aufgrund mangelnder Daten zu Bestandszahlen über Jahre hinweg viel zu hoch angesetzt und die Wölfe darüber hinaus immer wieder Opfer der Wilderei.

 

Konflikten vorbeugen
Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, setzte das kroatische Naturschutzamt Fachleute als sogenannte Wolfinspektoren ein. Ihre Aufgabe ist es, gemeinsam mit beratenden Wissenschaftlern die Wolfsbestände zu erfassen und zu überwachen sowie Konflikte zwischen Menschen und Wolf im Vorfeld zu vermeiden. Denn auch in Kroatien gibt es immer wieder Verluste von Nutztieren, für die Wölfe verantwortlich gemacht werden.

 

Was unternimmt EuroNatur zum Schutz der Wölfe in Kroatien?

  • Fundierte Wissensgrundlagen schaffen: Wir unterstützen die Wolfsinspektoren dabei, belastbare Daten zu den Wolfsbeständen zu sammeln.
  • Lebensräume schützen: Wir setzen uns für die Einrichtung von großräumigen Schutzgebieten zwischen Kroatien und Slowenien ein. Damit können wichtige Lebensräume und Wanderkorridore für Wildtiere wie Wolf, Bär und Luchs geschützt werden.
  • Populationen stabilisieren: Gemeinsam mit unseren Partnern gehen wir gegen die Wilderei vor, um so die Wolfsbestände langfristig zu sichern.
  • Lebensräume vernetzen: In Zusammenarbeit mit der Universität Zagreb entwickelt EuroNatur Konzepte, mit denen sich der negative Einfluss von Verkehrswegen auf Wildtiere wie den Wolf in Grenzen halten oder vermeiden lässt; z.B. durch den Bau von Querungshilfen wie Grünbrücken. Lesen Sie mehr zum EuroNatur-Projekt Transeuropäische Wildtiernetzwerke (TEWN).

 

Was wir bereits erreichen konnten – Eine Auswahl wichtiger Erfolge

  • Gemeinsam mit unseren kroatischen Partnern gelang es uns, einen gesetzlichen Schutz für den Wolf durchzusetzen.
  • Durch den Bau von mehreren Grünbrücken entlang kroatischer Autobahnen konnten die negativen Auswirkungen dieser Verkehrswege für Wildtiere wie den Wolf stark abgepuffert werden.
  • Mit Pilotprojekten zum Herdenschutz haben wir den Weg dafür geebnet, Konflikte zwischen Wolf und Mensch zu verringern bzw. zu vermeiden.
  • Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir einen Managementplan Wolf für Kroatien entwickelt.


Partner: Large Carnivore Conservation Project der Universität Zagreb

Förderung: EuroNatur-Spender und -Paten

 

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