Biotopverbundsysteme

Sicherung der Artenvielfalt

© Joachim Flachs
Vor allem Tiere mit einem großen Raumbedarf wie der Luchs leiden unter der Zerschneidung ihrer Lebensräume. © Joachim Flachs

Unzerschnittene, verkehrsarme Räume finden sich nur noch in wenigen Gebieten Europas. Die Zerschneidung und Isolierung von Lebensräumen ist ein erhebliches Problem für den Erhalt der Artenvielfalt. Durch das wachsende Verkehrsnetz werden unter anderem Großraubtiere und ihre Beutetiere nicht nur an ihrer Ausbreitung gehindert, sondern auch zunehmend Opfer von Verkehrsunfällen. Die Populationen werden zerschnitten und in derart kleine Gruppen aufgeteilt, dass sie langfristig nicht mehr überlebensfähig sind.

 

 


Transeuropäische Wildtiernetzwerke
EuroNatur setzt sich daher seit Jahren dafür ein, ein zusammenhängendes Netzwerk aus Schutzgebieten und Wanderkorridoren in Europa zu erhalten und aufzubauen, um das Überleben von Tier- und Pflanzenarten sowie ihren Lebensräumen nachhaltig zu sichern. Verkehrswege bereits im Vorfeld so zu planen, dass sie wertvolle Lebensräume von Wildtieren unangetastet lassen, ist sicherlich der beste Weg. Gemeinsam mit den Partnern vor Ort sucht EuroNatur den Dialog mit den Verkehrsplanern, Regionalverwaltungen und Ministerien, um beim Bau von Autobahnen und Schnellstraßen die naturverträglichsten Varianten durchzusetzen.

Mehr Informationen zum EuroNatur-Projekt Transeuropäische Wildtiernetzwerke (TEWN)



© Gabriel Schwaderer
Die einzigartige Naturlandschaft der Albanischen Alpen am Grünen Band Balkan bietet vielen seltenen Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum. © Gabriel Schwaderer

Grünes Band Balkan
Zur Zeit des Kalten Krieges hat sich im Schatten des „Eisernen Vorhangs“ vom Eismeer bis ans Schwarze Meer ein zusammenhängendes Gebiet aus einzigartigen Lebensräumen erhalten und entwickelt. Innerhalb des Projekts „Grünes Band Europa“ arbeiten mehrere europäische Umwelt- und Naturschutzverbände daran, dieses ökologische Rückgrat des europäischen Naturschutzes dauerhaft zu erhalten.

Mit dem Teilprojekt "Grünes Band Balkan" hat EuroNatur gezielt für den südlichen Teil des Grünen Bandes Verantwortung übernommen. Ein wichtiger Schritt ist es dabei, die Entscheidungsträger der einzelnen Länder dafür zu gewinnen, die ökologisch wertvollen Gebiete entlang des Grünen Bandes unter Schutz zu stellen und die Ausweisung grenzüberschreitender Schutzgebiete zu erreichen. Damit diese Schutzgebiete nicht nur auf dem Papier existieren, setzt sich EuroNatur dafür ein, wirtschaftliche Perspektiven für die Menschen in den entsprechenden Gebieten zu entwickeln, die mit der Natur in Einklang stehen.

Mehr Informationen zum Projekt Grünes Band Balkan

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Illegale Jagd bedroht Zugvögel

Am 12. Mai ist Weltzugvogeltag ++ 2018 als Jahr der Vögel ausgerufen ++ EuroNatur kämpft für die Einhaltung der Gesetze zum Schutz der Zugvögel

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EuGH-Urteil zu Bialowieza: EU muss auch in Rumänien aktiv werden

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Das aktuelle EuroNatur-Magazin ist da!

Es liest sich wie ein Krimi: Ivana Šarić, Vogelschützerin unserer kroatischen Partnerorganisation BIOM, berichtet im Interview mit EuroNatur, wie es...

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