Natura 2000

Ein europäisches Schutzgebietsnetzwerk

© Gunther Willinger
© Gunther Willinger

Umsetzung unzureichend

Trotz aller politischen Versprechen ist es bis heute nicht gelungen, den Artenschwund in Europa aufzuhalten. Schuld daran sind nicht etwa fehlende Konzepte und Lösungswege, denn diese sind durchaus vorhanden: Die FFH- und die Vogelschutzrichtlinie mit ihrem Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 sind im Grunde wirksame Instrumente zur Bewahrung von Lebensräumen und ihrer biologischen Vielfalt in der Europäischen Union und damit auch in Deutschland. Oft hakt es jedoch an der Umsetzung dieser Gesetze in nationales Recht. Besonders in den neuen Mitgliedstaaten gibt es hier noch großen Handlungsbedarf; vor allem im Südosteuropa, wo sich Gebiete von außergewöhnlicher Biodiversität konzentrieren.

 

Alternativen aufzeigen

Neben konkretem Handeln in der Praxis setzt sich EuroNatur auch auf politischer Ebene dafür ein, unberührte Naturlandschaften wie auch artenreiche Kulturlandschaften dauerhaft zu erhalten. Im Dialog mit Entscheidungsträgern zeigen wir Alternativen auf zu einer fortschreitenden Intensivierung der Landwirtschaft, ungehemmter Bautätigkeit und Landschaftszerschneidung.

Mit beharrlicher Überzeugungsarbeit hat EuroNatur dazu beigetragen, ein Netz aus wertvollen Lebensräumen zu erhalten, die heute vielen bedrohte Tieren und Pflanzen das Überleben sichern. Viele Schutzgebiete, für deren Ausweisung und Umsetzung sich EuroNatur stark gemacht hat, sind auch Bestandteil des Natura 2000-Schutzgebietsnetzes.

Über den Natura 2000-Viewer der Europäische Kommission lassen sich alle Natura 2000-Gebiete (rund 26.000 an der Zahl) abrufen. Zu den einzelnen Gebieten sind jeweils Fotos und Standarddaten hinterlegt. 

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