Aufmerksamkeit für Red4Nature-Kampagne

Mit gleich zwei öffentlichkeitswirksamen Aktionen haben Künstlerinnen und EuroNatur-Mitarbeiterinnen am 22. und 23. Juni in Brüssel für Aufmerksamkeit gesorgt. Mit Kunstwerken und einem Flash-Video haben sie die Erneuere-Energie-Richtlinie in den Fokus gerückt.

Künstlerinnen malen auf dem Place du Luxembourg

Kunst trifft Naturschutz: Die drei Künstlerinnen Sarah Yates (rechts), Laura Ottone (vorne) und Aleksandra Nina Knezevic (links) bei ihrer kreativen Arbeit.

© Marilena D'auria
Künstlerin malt Blaues Herz

"Die Flüsse sind zu wertvoll, um sie zu zerstören", sagt die Malerin Aleksandra Nina Knezevic aus Bosnien-Herzegowina. Wasserkraftprojekte gefährden das Blaue Herz Europas auf dem Balkan.

© Susanne Schmitt

Am zentralen Place du Luxembourg, dem Herzen Brüssels, bezogen am 22. Juni die drei internationalen Künstlerinnen Sarah Yates, Laura Ottone und Aleksandra Nina Knezevic ihren Platz und malten Naturgemälde und -comics. Dabei ließen sich die Malerinnen, bzw. Zeichnerinnen bereitwillig über die Schulter schauen. „Ich unterstütze die Kampagne mit meiner Kunst, weil ich überzeugt davon bin, dass es wichtig ist, Europas Natur zu schützen“, sagt die britische Künstlerin Sarah Yates, die vor allem für ihre Wandgemälde mit Vogelmotiven berühmt geworden ist.

Einen Tag später präsentierten bei Einbruch der Nacht die EuroNatur-Mitarbeiterinnen in Brüssel ein aufrüttelndes Video zur Red4Nature-Kampagne. Die Botschaft: Die Erneuerbare-Energie-Richtlinie, die aktuell überarbeitet wird, kann sowohl für das Klima als auch für die Natur funktionieren. Der Platz war gut gewählt, ist der Place du Luxembourg doch der abendliche Ausgehort vieler EU-Abgeordneter und besonders in der EU-Gipfelwoche gut besucht.

„Dies war eine erfolgreiche Woche. Kunst und Politik trafen aufeinander, junge Aktivistinnen befragten ihre Politiker, und wir nahmen Raum ein, wo man es normalerweise nicht erwartet“, sagt Bruna Campos, Senior EU Policy Manager bei EuroNatur. „Wir haben unser Video in der arbeitsreichsten Zeit des Jahres projiziert, und wahrscheinlich haben es rund 2000 Menschen gesehen, die in den EU-Institutionen arbeiten. Wir hoffen, dass dies dazu beitragen kann, die Botschaft zu verbreiten“, so Campos.

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