Bärin aus Falle befreit

Glück im Unglück hatte eine junge Braunbärin in den rumänischen Ostkarpaten: In der vergangenen Woche tappte das Tier in eine Schlingfalle. Mitarbeitern von EuroNatur-Partner Milvus gelang es jedoch, das Bärenweibchen unverletzt aus der Falle zu befreien.

Die rumänischen Naturschützer nutzten die Gelegenheit, die Bärin genau zu untersuchen und mit einem GPS-Sendehalsband zu versehen. Mithilfe dieser Technik ist es möglich, die Wanderungen der scheuen Tiere genau zu verfolgen und dadurch Einblicke in die Aktionsmuster der Braunbären zu erhalten. Das Wissen über die aktuellen Verbreitungsgebiete und Wanderrouten ist eine wichtige Voraussetzung für effektive Schutzmaßnahmen.

Denn der bisher nahezu unberührte Lebensraum der Petze ist bedroht. Die rumänische Regierung plant derzeit eine Autobahn, die vom Zentrum bis in den Osten des Landes führt und dabei die Ostkarpaten durchquert. Die voraussichtlich stark befahrene Fernstraße droht den zusammenhängenden Lebensraum der Bären zu zerschneiden und wichtige Wanderkorridore zu durchtrennen. EuroNatur unterstützt Milvus dabei, Konzepte für Alternativtrassen sowie Vorschläge für den Bau von Grünbrücken und anderen Querungshilfen zu erarbeiten.

Lesen Sie mehr über die EuroNatur-Projekte zum Schutz der Braunbären in Rumänien
 

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