Bärin Villarina vor der Kamera

Gemütlich trottet Bärin Villarina durch den Wald im Kantabrischen Gebirge in Nordspanien und wälzt sich im Laub. Mit einer versteckten Kamera hat EuroNatur-Partner Fapas seltene Bilder aus dem Leben der jungen Braunbärin eingefangen. „Villarina ist kerngesund und stark. Ich gehe davon aus, dass sie im nächsten Frühjahr zum ersten Mal Junge haben wird“, kommentiert Roberto Hartasanchez, Präsident von Fapas, das Filmmaterial. 

Diese positive Entwicklung ist umso erfreulicher, da Villarina einen schwierigen Start in ihr Leben hatte. Im Juni 2008 hatten Touristen das damals sechs Monate alte Tier auf einer Straße im Naturpark Somiedo im Westen des Kantabrischen Gebirge gefunden – verwirrt, ohne Mutter und sehr wahrscheinlich von einem Auto angefahren. In einer Tierklinik wurde sie mehrere Monate aufgepäppelt und nach ihrer Genesung in einem nahrungsreichen Tal im Kantabrischen Gebirge ausgewildert. Ein Kamerafallenbild im Juni 2010 brachte die Gewissheit, dass die Auswilderung von Villarina erfolgreich war. Mit dem aktuellen Video der versteckten Kamera hat Fapas nun einen weiteren Nachweis, dass Villarina wohlauf ist und auf dem besten Weg, die Bärenpopulation im Kantabrischen Gebirge zu verstärken.

 

Seit Mitte der 1990er Jahre kämpfen EuroNatur und Fapas dafür, das eindrucksvolle Bergmassiv nahe der Atlantikküste im Norden Spaniens als Lebensraum für die Braunbären zu sichern. Dank dieser beharrlichen Arbeit geht es mit Meister Petz – zumindest im westlichen Teil des Kantabrischen Gebirges – langsam aber stetig aufwärts.

Lesen Sie mehr über die Aktivitäten von EuroNatur zum Schutz der Braunbären im aktuellen Projektbericht Bär 
 

Link zum Video von Bärin Villarina auf YouTube

Mitmachen und dabei sein - werden Sie aktiv

Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles

Enttäuschende Kompromisse nach Abstimmung im EU-Parlament

Nach der Abstimmung in Straßburg über die Erneuerbare-Energie-Richtlinie (RED) überwiegt die Enttäuschung. Die Abgeordneten haben es versäumt,…

Letzte Geier in Bulgarien ausgewildert

++ Zwei weibliche Mönchsgeier im bulgarischen Balkangebirge ausgewildert ++ Erfolgreiches Projekt ist nach sieben Jahren ausgelaufen ++ Am 3.…

Umweltverbände legen Kernforderungen für ein Aktionsprogramm Oder vor

Oder-Katastrophe als Chance für eine ökologische Revitalisierung nutzen.

Oder-Katastrophe: Ursachen lückenlos aufklären und Sanierung der Oder sicherstellen

Das Fischsterben in der Oder ist menschengemacht, so viel steht fest. Entschiedene Schritte sind jetzt gefragt.

Dürre in der Saline Ulcinj

Trockenheit und unzureichendes Wassermanagement haben die Saline Ulcinj in Montenegro nahezu austrocknen lassen. Dennoch können Naturschützer der…

Vorläufiger Bericht der Neretva-Wissenschaftswoche

Die ersten Ergebnisse der Wissenschaftswoche an der Neretva liegen vor und wurden in einem Bericht zusammengefasst. Er liefert erste Eindrücke,…

Storchendorftreffen im serbischen Taraš

Endlich wieder persönlich zusammenkommen: Nach zwei Jahren Covid-Zwangspause haben sich Vertreter aus sieben Europäischen Storchendörfern in Taraš…

Hohes Risiko bei Investionen in Wasserkraft auf dem Balkan

Große Wasserkraft-Neubauprojekte in Südosteuropa (1) sind mit massiven Investitionsrisiken behaftet und haben niedrige Realisierungsraten. Das zeigt…

Auszeichnung für Waldschützer und Waldschützerinnen aus Deutschland und der Ukraine

++ EuroNatur-Preis 2022 geht an Antje Grothus, Fedir Hamor und die Organisation Free Svydovets ++ Europas letzte Urwälder stehen unter enormen Druck…

Einzigartige Flusslandschaft am Südrand Mitteleuropas

Mit dem neuen EuroNatur-WWF-Reiseführer „Mur, Drau und Donau – Leben durch Flussdynamik“ lernen Natururlauber den Südosten Mitteleuropas von seiner…

Saline Ulcinj als Staatseigentum eingetragen

Der Salzgarten im Süden Montenegros ist als Staatsland ins Kataster der Stadt Ulcinj eingetragen worden. Damit ist die Eigentumsfrage, um die es…

Die Erforschung der Unbekannten: Wissenschaftswoche am Oberlauf der Neretva

Rund 50 internationale Wissenschaftlerinnen und Flussschützer haben eine Woche lang die obere Neretva untersucht. Die Daten sollen dabei helfen,…

Aufmerksamkeit für RED4Nature-Kampagne

Mit gleich zwei öffentlichkeitswirksamen Aktionen haben Künstlerinnen und EuroNatur-Mitarbeiterinnen am 22. und 23. Juni in Brüssel für Aufmerksamkeit…

Albanische Regierung unterzeichnet Erklärung zur Errichtung eines Vjosa-Wildflussnationalparks

++ Albanien markiert wichtigen Schritt für den Schutz der Vjosa ++ Regierung signiert Absichtserklärung für Europas ersten Wildfluss-Nationalpark ++

EU-Wiederaufbauplan – eine Gefahr für die Natur

++ Die 672 Milliarden Euro schwere Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) wird zwar von der EU-Kommission als Hauptwerkzeug des „grünen Wiederaufbaus“…