Die Geier kreisen wieder

50 Jahre lang waren die Gänsegeier aus dem Balkangebirge in Bulgarien verschwunden. Seit heute kreisen die majestätischen Großvögel hier wieder über den Bergen. In einer gemeinsamen Aktion wurden an vier verschiedenen Orten im westlichen, zentralen und östlichen Balkangebirge insgesamt 26 Gänsegeier zeitgleich aus Volieren in die Freiheit entlassen.

© Alfred Limbrunner

Gegen Wölfe ausgelegte Giftköder hatten den aasfressenden Gänsegeiern in den 1970er Jahren im Balkangebirge den Garaus gemacht. Im Rahmen eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projektes brachten die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und die Stiftung zum Schutz der Geier (VCF) die Großvögel nun in enger Zusammenarbeit mit den bulgarischen Naturschutzorganisationen Green Balkans und Fund for Wild Flora and Fauna (FWFF) zurück.

Die 26 Tiere stammen aus dem Hauptverbreitungsgebiet der Geier in Europa, aus Spanien. Die dort aufgezogenen Gänsegeier wurden anschließend nach Bulgarien gebracht, wo sie vor ihrer heutigen Auswilderung einige Monate in Volieren blieben, um sich an die neue Heimat zu gewöhnen.

„Das Balkanmassiv bildet einen natürlichen Korridor für die Ausbreitung von Wildtieren. Für die biologische Vielfalt in Südosteuropa nimmt es eine herausragende Stellung ein“, sagt DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers. Das Wiederansiedelungsprojekt für die Gänsegeier ist ein wertvoller Beitrag, die Artenvielfalt im Balkangebirge zu erhalten. Darüber hinaus spielen die Aasfresser eine wichtige Rolle für ein intaktes Ökosystem. Auch EuroNatur setzt sich gemeinsam mit dem FWFF und Green Balkans seit Jahren für den Erhalt der Artenvielfalt im Balkangebirge und in Bulgarien ein.

Link zur Pressemitteilung der DBU

Erfahren Sie mehr über die Arbeit von EuroNatur zum Erhalt der Biodiversität im Balkangebirge im Faltblatt „Kotel-Berge – Heimat für Saker-Falken im Herzen Bulgariens “ (pdf-Datei, 409 kb)

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