Drei tote „Lausitz-Wölfe“ seit Jahresbeginn

Wolf im Winter
© Joachim Flachs

Das erste Jungtier war am 7. Januar 2009 auf der B156  zwischen Boxberg und Weißwasser von einem Auto überfahren worden. Der zweite tote Wolf wurde etwa 14 Tage später von einem Personenzug überrollt, und in der vergangenen Woche fand ein Spaziergänger das dritte tote Tier im Wald zwischen dem Tagebau Reichwalde und Kreba im Kreis Görlitz. In diesem Fall ist die Todesursache noch nicht geklärt.

Ein tragischer Verlust, bedeutet doch jeder tote Wolf eine Gefahr für die erfolgreiche Rückkehr der grauen Jäger nach Deutschland. Nachdem die Art bei uns lange Zeit als ausgestorben galt, haben die Wölfe seit dem Jahr 2000 langsam begonnen, ihre Lebensräume in Deutschland zurückzuerobern. Heute leben in der Lausitz ganze fünf Rudel. Zusätzlich liegen Nachweise aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vor, die belegen, dass sich auch dort Wölfe aufhalten.

Quelle für die Zuwanderung nach Deutschland ist die Wolfspopulation im Nordosten Polens, wo sich EuroNatur seit Jahren intensiv für den Schutz der Wölfe einsetzt. Dabei macht sich EuroNatur gemeinsam mit polnischen Partnern unter anderem für die Einrichtung von Querungshilfen für Wildtiere über Hindernisse wie Strassen und Bahntrassen, sowie für den Erhalt ökologischer Korridore stark.

Mehr zu den Wolfsschutzprojekten von EuroNatur

Spendenaufruf "Bahn frei für Europas Wildtiere" (pdf-Datei, 408 Kb)

Mitmachen und dabei sein - werden Sie aktiv
Spende

Zukunft braucht Natur. Wir setzen uns für sie ein. Bitte nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, um zu helfen. Ihre Spende ist ein wirkungsvoller Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Fördermitgliedschaft

EuroNatur setzt auf langfristig angelegte Naturschutzprojekte statt Schnellschüsse. Mit Ihren regelmäßigen Spendenbeiträgen geben Sie uns die dafür nötige Planungssicherheit.

Aktuelles