Globalisierung gerecht gestalten

Der Agrarhandel ist weder fair noch frei, vielmehr schädigt die landwirtschaftliche Exportstrategie Mensch, Tier und Natur, betonen die Verfasser des kritischen Agrarberichts 2018. Sie fordern die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Der Schwerpunkt des Jahrbuchs liegt auf dem globalen Handel mit Lebensmitteln.

Schnurgerade Linien, doch in der europäischen Landwirtschaft läuft vieles schief.

© Jürgen Resch

„Die Exportstrategie hat den deutschen Bauern wenig gebracht. Die sogenannte Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten bedeutet ruinöse Preise für die meisten heimischen Landwirte. Gleichzeitig geraten die stetig steigenden Exporte in Konflikt mit unseren Nachhaltigkeitszielen“, sagt Frieder Thomas, Geschäftsführer des AgrarBündnis, dem auch EuroNatur angehört. Es müsse dringend einen Wandel vom Frei- zum Fairhandel geben.

Im diesjährigen kritischen Agrarbericht werden jedoch nicht nur Vorschläge für eine faire Gestaltung der globalisierten Landwirtschaft gemacht. Ein wichtiges Thema ist auch der massive Pestizideinsatz mit seinen katastrophalen Folgen für die Biodiversität. „Um das Insektensterben zu stoppen und die Artenvielfalt nicht noch weiter zu gefährden, muss die nächste Bundesregierung ein Komplettverbot von Glyphosat und den besonders gefährlichen Neonikotinoiden auf den Weg bringen“, fordert Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie Präsidiumsmitglied von EuroNatur.

Zur Onlineversion des kritischen Agrarberichts 2018

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